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    Energy-News: Energy Sharing stockt, Offshore-Wind wächst, Gasspeicher sinken

    KI-generiert
    17.09.2026 4 mal gelesen 0 Kommentare

    Energy Sharing wartet auf politische Umsetzung – zusätzliche Gebühren für Solaranlagen möglich

    Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass Wirtschaftsministerin Katherina Reiche beim Thema Bürgerenergie auf Abwarten setzt. Im Mittelpunkt steht das sogenannte Energy Sharing, bei dem Nachbarn oder Energiegenossenschaften Strom aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen über das öffentliche Stromnetz gemeinsam nutzen.

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    Nach Angaben der Frankfurter Rundschau werden Initiativen bislang automatisch wie vollwertige Stromversorger behandelt. Dadurch müssen sie komplexe Dienstleistermodelle und weitere Auflagen erfüllen. Für kleine Genossenschaften, Kommunen oder Nachbarschaften sei dieser administrative Aufwand kaum zu bewältigen.

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    Eigentlich soll Paragraph 42c des Energiewirtschaftsgesetzes die Hürden verringern. Die Regelung ist laut dem Bericht seit Ende 2025 vorgesehen. Auf eine Kleine Anfrage der Grünen habe das Wirtschaftsministerium jedoch erklärt, die Regelungen seien erst im Dezember 2025 in Kraft getreten. Die Bundesregierung werde die Umsetzung weiterhin verfolgen.

    Rabatte auf Abgaben oder Umlagen für Teilnehmer am Energy Sharing lehnt das Ministerium demnach ab. Auch eine bundesweite Beratungsstelle nach österreichischem Vorbild sei voraussichtlich nicht geplant.

    Ein weiteres Problem sind Smart Meter. Für die gemeinsame Nutzung von Solarstrom muss exakt erfasst werden, wie viel Strom eine Dachanlage erzeugt und wie viel der Nachbar im selben Zeitraum verbraucht. Die Grünen schlagen deshalb ein vereinfachtes „Smart Meter Light“-Modell vor. Das Wirtschaftsministerium erklärte dazu, es gebe in der Branche bislang „kein einheitliches Verständnis“; der Vorschlag werde derzeit geprüft.

    „Ihre Bundesregierung ist träge beim Thema Energy Sharing“, sagte Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, laut Frankfurter Rundschau.

    Zusätzliche Bedeutung erhält die Debatte durch das Verfahren der Bundesnetzagentur zur künftigen Netzentgeltsystematik. Der Entwurf soll die Verteilung der Netzkosten ab 2029 neu regeln. Nach Darstellung der Frankfurter Rundschau könnten Besitzer von Solaranlagen künftig einen sogenannten Prosumer-Aufschlag zahlen, weil sie das Netz auch bei geringerem Strombezug weiterhin nutzen.

    Zusammenfassung: Energy Sharing wird laut Frankfurter Rundschau durch administrative Vorgaben, fehlende Smart-Meter-Lösungen und mögliche zusätzliche Netzentgelte gebremst.

    EnBW nimmt größten deutschen Offshore-Windpark in Betrieb

    SZ.de berichtet über die Inbetriebnahme des Windparks He Dreiht durch den Energieversorger EnBW. Die Veranstaltung findet am Donnerstag in der Hamburger Hafencity statt; erwartet werden Bundesumweltminister Carsten Schneider und Hamburgs Energiesenatorin Katharina Fegebank.

    He Dreiht besteht aus 64 Windkraftanlagen des dänischen Herstellers Vestas. Der Windpark erreicht eine Gesamtleistung von annähernd einem Gigawatt und liegt rund 110 Kilometer westlich von Helgoland in der Nordsee.

    EnBW hat nach eigenen Angaben rund 2,4 Milliarden Euro in das Projekt investiert. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie bestätigte laut SZ.de, dass He Dreiht nach Leistung der größte deutsche Windpark ist.

    Zum Ende des ersten Halbjahres verfügten die Windräder in der deutschen Nord- und Ostsee nach Angaben des Bundesverbands Windenergie Offshore über eine Gesamtleistung von rund 10,8 Gigawatt. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits mehrere Anlagen von He Dreiht in Betrieb.

    WindparkHe Dreiht
    Anzahl der Anlagen64
    Gesamtleistungannähernd ein Gigawatt
    Entfernung westlich von Helgolandrund 110 Kilometer
    Investition von EnBWrund 2,4 Milliarden Euro
    Offshore-Gesamtleistung zum Ende des ersten Halbjahresrund 10,8 Gigawatt

    Zusammenfassung: He Dreiht ist laut SZ.de mit 64 Anlagen und annähernd einem Gigawatt Leistung der bislang größte deutsche Windpark auf See.

    Gasspeicher vor dem Winter deutlich leerer als im Vorjahr

    Die Berliner Morgenpost berichtet, dass die deutschen Gasspeicher vor der Heizperiode deutlich weniger gefüllt sind als im vergangenen Jahr. Mitte September 2025 waren die Speicher demnach zu 76 Prozent gefüllt, jetzt liegt der Füllstand bei 56 Prozent.

    Der Verband der Speicherbetreiber warnt laut Berliner Morgenpost, die vorhandenen Mengen könnten möglicherweise nicht für einen sehr kalten Winter ausreichen. In der Folge könnten die Preise erheblich steigen. Das Wirtschaftsministerium hatte bisher darauf verwiesen, dass durch die neuen Flüssiggas-Terminals an den Küsten in jedem Fall genügend Heizenergie zur Verfügung stehe.

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche drängt laut einem Reuters-Bericht offenbar darauf, dass Trading Hub Europe größere Speicherkapazitäten ausschreibt. Beteiligte Gashändler würden sich dabei verpflichten, zusätzliche Mengen einzuspeichern, die ab Januar 2027 zur Verfügung stehen sollen.

    Für diese Verpflichtung erhielten die Händler von Trading Hub Europe eine Bereitstellungsgebühr. Diese Gebühr würde auf den Gaspreis umgelegt und damit von Privathaushalten und Unternehmen getragen. Der Mechanismus wird laut Berliner Morgenpost bereits angewendet; für die ersten Wintermonate 2026 kostete er rund 50 Millionen Euro.

    Parallel wollen die staatlichen deutschen Gasunternehmen Sefe und Uniper mehr Brennstoff als Vorsorge für den Winter einkaufen. Das Wirtschaftsministerium begrüßte ausdrücklich, dass Sefe seine Aktivitäten zur Befüllung der Speicher verstärken will.

    Als Grund für den niedrigeren Füllstand nennt die Berliner Morgenpost höhere Preise für Erd- und Flüssiggas auf dem Weltmarkt. Die Gashändler befürchten demnach, dass ihr Gewinn beim Verkauf der gespeicherten Mengen im Winter wegen der hohen Einkaufspreise zu gering ausfallen könnte.

    Die Füllstandsverordnung der Bundesregierung sieht laut Bericht vor, dass die unterirdischen Speicher bis zum 1. November durchschnittlich zu 70 Prozent gefüllt sind. Dieses Ziel sei auf dem normalen Weg inzwischen unrealistisch.

    Füllstand Mitte September 202576 Prozent
    Aktueller Füllstand56 Prozent
    Vorgabe zum 1. November70 Prozent
    Geplante Verfügbarkeit zusätzlicher Mengenab Januar 2027
    Kosten für die ersten Wintermonate 2026rund 50 Millionen Euro

    Zusammenfassung: Die Speicher sind laut Berliner Morgenpost mit 56 Prozent deutlich weniger gefüllt als im Vorjahr; zusätzliche Beschaffung soll die Versorgung ab Januar 2027 absichern.

    EnergyDecentral: DLG zeichnet acht Innovationen aus

    Top agrar berichtet, dass die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft zur EnergyDecentral 2026 acht Innovationen mit dem Innovation Award ausgezeichnet hat. Vergeben wurden zwei Goldmedaillen und sechs Silbermedaillen.

    Insgesamt wurden 20 Neuheiten eingereicht, davon 17 für den Neuheitenwettbewerb zugelassen. Eine unabhängige DLG-Expertenkommission bewertete die Innovationen nach den geltenden Prämierungs- und Prüfbestimmungen.

    Eine Goldmedaille erhielt das Membranrückgewinnungsverfahren MethaLoop der Malmberg Bioerdgastech GmbH. Das Verfahren soll den Membranschlupf bei Druckwasserwäschen von bislang technisch möglichen Werten von ca. 1 % auf Werte von unter 0,2 % reduzieren. Dadurch sollen Methanverluste sinken und eine thermische Nachoxidation der Abluft in RTO überflüssig werden.

    Die zweite Goldmedaille ging an die Säuresensoreinheit OASU der ATFO GmbH. Sie misst die Essig- und Propionsäuregehalte im Rohbiogas automatisiert gaschromatografisch – in Zyklen von einmal bis mehrmals täglich. Eine modellgestützte Auswertung soll Prozesszustände frühzeitig erkennen und Empfehlungen für die Anlagensteuerung liefern.

    Zu den mit Silber ausgezeichneten Innovationen gehört das Speicher-Blockheizkraftwerk SBHKW 2500 der Biogas Service Tarmstedt GmbH. Die Kombination aus konstanter BHKW-Leistung und integrierter elektrischer Speicherung soll Stromerzeugung und Stromvermarktung bei gleichzeitiger Wärmenutzung entkoppeln.

    Das PoS-Management-Modul der agriportance GmbH automatisiert laut Top agrar den Lebenszyklus von Nachhaltigkeitsnachweisen für Biomethan und Bio-LNG. Dazu gehören die automatische Datenextraktion, die regelbasierte Validierung, die Umwandlung in Bio-LNG-PoS, die auditfähige Massenbilanz sowie die Erstellung eines Konformitätsnachweises.

    Eine weitere Silbermedaille erhielt das Holz-Energie-Dach der Rudolf Hörmann GmbH. Das System verbindet eine tragende Vollholzbauweise mit Photovoltaik in einem integrierten Dachsystem. Gerahmte Standard-PV-Module sollen im Schadensfall austauschbar sein.

    Der Powerchip Biochar der Guntamatic Heiztechnik GmbH integriert eine geregelte Pyrolyse in standardisierte Hackgutheizungen im Kleinleistungsbereich von 50 bis 100 kW. Neben Wärme soll dabei Pflanzenkohle entstehen, die etwa zur Bodenverbesserung oder Gülleaufwertung eingesetzt werden kann.

    Der Storion TB-LC-TB150 Ultra von Alpha ESS Deutschland erweitert die Flüssigkühlung auf Batteriespeicher und elektronische Komponenten. Laut Top agrar soll sich die Leistung von 125 kW auf 150 kW und die Lebensdauer von marktüblichen 8.000 Zyklen auf rund 12.000 Zyklen erhöhen lassen.

    Der SubstratScan der Biotaktix GmbH verbindet eine kontinuierliche NIR-Analyse von Gülle und Gärresten mit einer Fahrzeugwaage und der Biotaktix-ERP-Software. Messwerte zu Trockensubstanz und Nährstoffen sollen automatisch dem jeweiligen Wiegeschein zugeordnet und für Auswertung, Abrechnung, Meldungen und Nährstoffbilanz bereitgestellt werden.

    Einreichungen20 Neuheiten
    Für den Wettbewerb zugelassen17 Neuheiten
    Goldmedaillen2
    Silbermedaillen6
    Powerchip-Biochar-Leistungsbereich50 bis 100 kW
    Storion-Leistung125 kW auf 150 kW
    Storion-Lebensdauermarktübliche 8.000 Zyklen auf rund 12.000 Zyklen

    Die EnergyDecentral 2026 findet parallel zur EuroTier vom 10. bis 13. November in Hannover statt. Auf dem Programm stehen unter anderem die DLG-Solaroffensive, Energie vom Betrieb sowie eine Expert Stage zu Biogas, Photovoltaik, Speichern, Holzenergie, Kraft-Wärme-Kopplung und Carbon Farming.

    Zusammenfassung: Die DLG prämierte zwei Gold- und sechs Silbermedaillen für Innovationen in Biogas, Solarenergie, Speichertechnik, Holzenergie und digitaler Prozesssteuerung.

    Quellen:

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