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    Energie-News: Abwasser, Gasspeicher und Nahwärme im Fokus

    KI-generiert
    13.09.2026 67 mal gelesen 3 Kommentare

    Abwasser wird zur Energie- und Rohstoffquelle

    Kläranlagen könnten künftig deutlich mehr leisten als die Reinigung von Abwasser. Wie MDR.de berichtet, enthalten die täglichen Abwässer Energie, Wärme sowie wertvolle Rohstoffe wie Stickstoff und Phosphor. Forschende sehen darin eine bislang unterschätzte Ressource für Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft.

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    In einem Kubikmeter Abwasser stecken ungefähr 8 Megajoule oder 2,2 Kilowattstunden Energie. Falk Harnisch, Elektrobiotechnologe am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, erklärt laut MDR.de, dass sich damit ein Wasserkocher ungefähr eine Stunde lang betreiben ließe. Nach seinen Angaben enthält Abwasser etwa vier- bis achtmal mehr Energie, als für seine Reinigung benötigt wird.

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    Ein Teil des Potenzials wird bereits genutzt. Mikroorganismen bauen energiereiche Inhaltsstoffe ab und werden anschließend zu Klärschlamm. Dieser wird in vielen größeren Kläranlagen in Faultürmen vergoren, wobei Methan entsteht. Daraus lassen sich Strom und Wärme erzeugen, mit denen Kläranlagen einen erheblichen Teil ihres Energiebedarfs selbst decken können. Die Abwärme wird teilweise auch zur Beheizung von Wohnquartieren oder öffentlichen Einrichtungen wie einem Hallenbad in Bochum eingesetzt.

    Forschende arbeiten zudem an mikrobiellen Brennstoffzellen. Bestimmte Bakterien übertragen beim Abbau organischer Stoffe Elektronen auf Elektroden, wodurch direkt Strom entsteht. Bei Projekten auf Musikfestivals wurden bereits Info-Displays, Handys und Lampen mit Strom aus dem Urin von Festivalbesuchern versorgt.

    Durch die Zuführung elektrischer Energie kann außerdem Wasserstoff entstehen. Am Karlsruher Institut für Technologie wurde laut MDR.de ein Verfahren entwickelt, das Kohlendioxid aus dem Biogas von Faultürmen direkt zur Herstellung von Methanol nutzt. In der Testanlage im Klärwerk Mannheim entstehen derzeit etwa 50 Liter grünes Methanol am Tag. Das Produkt könnte dort eingesetzt werden, wo eine direkte Elektrifizierung schwierig ist, etwa in der Schifffahrt.

    Neben Energie ist die Rückgewinnung von Rohstoffen ein weiterer Schwerpunkt. Stickstoff und Phosphor können aus dem Abwasser beziehungsweise Klärschlamm zurückgewonnen werden. Größere Kläranlagen müssen ab 2029 Phosphor aus ihrem Klärschlamm zurückgewinnen. Nach Angaben des MDR.de verbraucht allein die Produktion von Ammoniak-Stickstoff rund drei Prozent des globalen Erdgasverbrauchs.

    Die Entwicklung steht jedoch vor technischen und wirtschaftlichen Herausforderungen. Die Hauptaufgabe der Kläranlagen bleibt die sichere Reinigung des Abwassers; neue Verfahren müssen deshalb in bestehende Anlagen integrierbar und wirtschaftlich tragfähig sein. Außerdem unterscheidet sich die Zusammensetzung des Abwassers je nach Herkunft: Industrieabwässer aus Brauereien, Molkereien oder Schlachthöfen enthalten oft mehr verwertbare Energie als kommunales Abwasser.

    „Eine der größten ungenutzten Ressourcen auf unserem Planeten“, nennt Falk Harnisch Abwasser laut MDR.de.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Ein Kubikmeter Abwasser enthält ungefähr 8 Megajoule oder 2,2 Kilowattstunden Energie.
    • Abwasser enthält laut MDR.de etwa vier- bis achtmal mehr Energie, als für seine Reinigung benötigt wird.
    • Aus Klärschlamm können Strom und Wärme gewonnen werden.
    • Größere Kläranlagen müssen ab 2029 Phosphor zurückgewinnen.
    • In Mannheim entstehen in einer Testanlage etwa 50 Liter grünes Methanol am Tag.

    Saudi-Arabien schaltet wichtige Ost-West-Pipeline ab

    Saudi-Arabien hat nach Drohnenangriffen eine wichtige Ost-West-Pipeline vorsorglich abgeschaltet. Die Pipeline kann Öl unter Umgehung der faktisch blockierten Straße von Hormus vom Persischen Golf zum Roten Meer transportieren, berichtet DIE ZEIT unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur.

    Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur SPA wurden Angriffe auf die Leitung in den Regionen Riad und Medina gemeldet. Das saudische Außenministerium teilte mit, dass bei einem Drohnenangriff, der aus dem Irak gestartet worden sein soll, mehrere Menschen verletzt wurden. Zudem seien Sachschäden festgestellt worden.

    Wer hinter dem Angriff steckt, wurde laut DIE ZEIT nicht mitgeteilt. Im Irak operieren jedoch mehrere vom Iran unterstützte Milizen. Die mehr als 1.200 Kilometer lange Pipeline soll Berichten zufolge bereits Ende Juli von Verbündeten des Irans aus dem Irak angegriffen worden sein.

    Das saudische Energieministerium erklärte, notwendige Maßnahmen zur Sicherung der Pipeline seien getroffen worden. CNN berichtete unter Berufung auf US-Regierungsbeamte ebenfalls von Drohnen, die aus dem Irak gestartet worden sein sollen. Das zuständige US-Kommando Centcom lehnte eine Stellungnahme ab.

    Die Bedeutung der Pipeline ist seit Beginn des Iran-Kriegs gestiegen. Saudi-Arabien leitet über sie Öl um, das ursprünglich für Öltanker im Persischen Golf bestimmt gewesen sei. Nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran seit Ende Februar sowie den Gegenangriffen ist die Durchfahrt von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus faktisch blockiert.

    Nach einer ersten Analyse könnten Pumpstationen neben der Pipeline getroffen worden sein. Satellitenbilder sollen laut CNN mögliche Brände zeigen; ob die Pipeline selbst beschädigt wurde, blieb zunächst unklar. Saudi-Arabien fördert rund zehn Millionen Barrel pro Tag und ist damit nach den USA der zweitgrößte Ölproduzent der Welt.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Die Ost-West-Pipeline ist mehr als 1.200 Kilometer lang.
    • Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Roten Meer.
    • Die Pipeline wurde nach Drohnenangriffen vorsorglich abgeschaltet.
    • Saudi-Arabien fördert rund zehn Millionen Barrel pro Tag.
    • Ob die Pipeline beschädigt wurde, war laut DIE ZEIT unklar.

    Deutschland muss Gasspeicher zu hohen Preisen füllen

    Deutschlands Gasspeicher sind nach Angaben des Wallstreet Online auf einem historischen Tiefstand. Der deutsche Gasspeicherverband INES teilte mit, dass die Speicher nur zu 53 Prozent gefüllt seien – dem niedrigsten Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren.

    Bei einem sehr kalten Winter könnten dadurch Versorgungsengpässe drohen. Gleichzeitig sind die Gaspreise innerhalb eines Jahres stark gestiegen. Der europäische Referenzgaskontrakt für Lieferungen im nächsten Monat an der niederländischen Title Transfer Facility lag am Freitag bei rund 80 bis 81 Euro je Megawattstunde.

    WertAngabe
    Füllstand der deutschen Gasspeicher53 Prozent
    Zeitraum der Aufzeichnungen15 Jahre
    TTF-Front-Month-Kontrakt am Freitagrund 80 bis 81 Euro je Megawattstunde
    TTF-Preis vor einem Jahrrund 31,45 €/MWh
    Steigerung auf Jahressichtgut 160 Prozent

    Der norwegische Energieproduzent Equinor hält es laut Wallstreet Online zwar für möglich, die deutschen Gasspeicher noch rechtzeitig zu füllen. Das werde jedoch teuer, da eine Entspannung der Gaspreise angesichts der geopolitischen Lage nicht erwartet werde. Durch die faktisch blockierte Straße von Hormus wird neben Erdöl auch kein LNG-Flüssiggas durch das wichtige Nadelöhr transportiert.

    Deutschland wird zudem über Pipelines aus Norwegen beliefert. Der deutsche Gasmix besteht laut dem Bericht zu 44 Prozent aus norwegischen Pipelines, zu 24 Prozent aus Lieferungen aus den Niederlanden und zu 21 Prozent aus Belgien. Im Jahr 2025 wurden 106 TWh über deutsche LNG-Terminals importiert; das entsprach 10,3 Prozent der gesamten Gasimporte. Für diese 10 Prozent kamen die USA auf.

    Langfristige Verträge mit Partnerländern können einen gewissen Schutz vor Preisschwankungen bieten. LNG bleibt jedoch besonders preissensibel. Wer zusätzlich LNG für Deutschland oder Europa einkaufen muss, konkurriert mit anderen Abnehmern, insbesondere in Asien, um verfügbare Tanker.

    „Die Versorgung dürfte gesichert sein – die Preise sind allerdings eine andere Frage“, wird Irene Rummelhoff von Equinor im Wallstreet Online zitiert.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Deutschlands Gasspeicher sind zu 53 Prozent gefüllt.
    • Dies ist der niedrigste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen vor 15 Jahren.
    • Der TTF-Kontrakt liegt bei rund 80 bis 81 Euro je Megawattstunde.
    • Vor einem Jahr lag der Preis bei rund 31,45 €/MWh.
    • 2025 wurden 106 TWh über deutsche LNG-Terminals importiert.

    Großsorheim nimmt Nahwärmenetz mit alternativer Energie in Betrieb

    In Großsorheim heizen rund 70 Haushalte inzwischen mit einem Nahwärmenetz aus alternativer Energie. Die Augsburger Allgemeine berichtet, dass die Nahwärme Großsorheim eG das Netz nach fünf Jahren Planung, Gründung und Bauarbeiten offiziell eingeweiht hat.

    Die Genossenschaft investierte drei Millionen Euro in ein rund 4,7 Kilometer langes Leitungsnetz und ein Heizhaus am nördlichen Ortsrand. Damit ist in dem Harburger Stadtteil mehr als die Hälfte der Haushalte beim Heizen unabhängig von fossilen Brennstoffen.

    Die ersten Überlegungen begannen im September 2020 mit einer Informationsveranstaltung. Rund 60 Hauseigentümer signalisierten damals Interesse. Bei einer weiteren Veranstaltung ein Jahr später kamen 80 Interessierte zusammen. Im April 2023 sagten bei der Gründungsversammlung 70 Haus- und Grundstückseigentümer verbindlich zu, Wärme zu beziehen.

    Das Heizhaus entstand auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage, das die Stadt Harburg der Genossenschaft in Erbpacht überließ. Der offizielle Baubeginn erfolgte 2024. Für die Wärmeversorgung arbeitet die Genossenschaft mit einer Biogasanlagen-Betreiberfamilie zusammen, die Warmwasser erzeugt und unter anderem in einen Pufferspeicher investierte.

    Das bis zu 78 Grad warme Wasser wird über eine Leitung in das Kellergewölbe des Gemeindehauses eingespeist und von dort in das Netz verteilt. Wenn die Energie aus der Biogasanlage in den Wintermonaten nicht ausreicht, kommen zwei mit Hackschnitzeln befeuerte 350-Watt-Heizkessel im Heizhaus zum Einsatz. Die Hackschnitzel stammen von einem Lieferanten aus dem Harburger Stadtgebiet.

    Das Leitungsnetz besteht aus 3200 Metern Hauptleitungen und 1500 Metern Hausanschlüssen. Aktuell sind laut der Augsburger Allgemeinen 69 der 75 Abnehmer angeschlossen. Zusätzlich liegen zwei Anfragen von Hauseigentümern vor, die der Genossenschaft ebenfalls beitreten wollen.

    Für die Hackschnitzel steht ein rund acht Meter hoher Bunker zur Verfügung. Der Pufferspeicher im Heizhaus fasst 35.000 Liter. Bereits im vorigen Winter lief die Anlage mit rund 80 Prozent der Anschlussnehmer.

    Auch neue Bauplätze wurden berücksichtigt. Die 16 noch freien Parzellen im neuen Baugebiet verfügen über Teilanschlüsse für das Wärmenetz. Käufer müssen diese beim Erwerb der Grundstücke mitbezahlen und können ihre Gebäude anschließend mit alternativer Energie beheizen.

    MerkmalAngabe
    Investition3 Millionen Euro
    Länge des Leitungsnetzesrund 4,7 Kilometer
    Hauptleitungen3200 Meter
    Hausanschlüsse1500 Meter
    Angeschlossene Abnehmer69 von 75
    Grundgebühr20 Euro monatlich
    Arbeitspreiszehn Cent pro Kilowattstunde
    Fassungsvermögen des Pufferspeichers35.000 Liter

    Die Mitglieder zahlen eine Anschlussgebühr sowie eine monatliche Grundgebühr von 20 Euro. Zusätzlich werden zehn Cent pro Kilowattstunde berechnet. Die Umsetzung wurde nach Angaben der Augsburger Allgemeinen von umfangreicher ehrenamtlicher Arbeit getragen.

    Infobox – wichtigste Erkenntnisse:

    • Rund 70 Haushalte nutzen das Nahwärmenetz.
    • Die Genossenschaft investierte drei Millionen Euro.
    • Das Netz umfasst rund 4,7 Kilometer.
    • Die Wärme stammt aus einer Biogasanlage und bei Bedarf aus Hackschnitzelkesseln.
    • Die monatliche Grundgebühr beträgt 20 Euro, der Arbeitspreis zehn Cent pro Kilowattstunde.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Der Punkt mit den Gasspeichern macht mir echt sorgen, aber das Nahwärmenetz klingt trotz dem ganzen technik zeug eigendlich ziemlich sinvoll und zeigt das sowas auch aufm Dorf klappen kann
    Ja das Nahwärmenetz find ich auch am überzeugendsten, weil man da mal sieht das es nicht nur großstadt technik sein muss. Die kombi aus Biogas und Hackschnitzel klingt eigendlich ganz gut, wobei 3 millionen erstmal ne menge holz sind und hoffentlich die preise später nicht doch noch hoch gehn.
    Ja das Nahwärme beispiel find ich auch stark, vorallem weil da nicht nur geredet sondern einfach mal gebaut wurde und sowas vllt auch bei uns klappen könnte gans ohne riesen konzern dahinter

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