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Intelligente Stromzähler sollen Haushalten neue Sparmöglichkeiten eröffnen
Die „WELT“ berichtet über eine neue Rolle für smarte Stromzähler in der Energiewende. Sie könnten demnach als Schaltzentralen für Wärmepumpe, Wallbox und Solaranlage dienen und Haushalten den Zugang zu Stromrabatten sowie neuen Tarifen eröffnen.
Im Mittelpunkt steht die Möglichkeit, den eigenen Stromverbrauch besser an die Erzeugung und die Verfügbarkeit im Stromnetz anzupassen. Smarte Zähler sollen dabei helfen, Energieflüsse im Haushalt zu steuern und verschiedene technische Anlagen miteinander zu verbinden.
Nach Darstellung der „WELT“ könnte die Energiewende damit stärker im eigenen Keller sichtbar werden. Als zentrale Anwendungen werden Wärmepumpen, Wallboxen und Solaranlagen genannt.
Infobox: Quelle: WELT. Smarte Stromzähler werden als Schaltzentralen für Wärmepumpe, Wallbox und Solaranlage beschrieben und könnten Haushalten neue Stromrabatte und Tarife eröffnen.
Ölpreis, Diesel und Zinsen sorgen für Sorgen an den Märkten
„Wallstreet Online“ warnt vor einer gleichzeitigen Energie- und Schuldenkrise. Der Ölpreis steige weiter, während die Kapitalmarktzinsen den höchsten Stand seit vielen Jahren erreichten.
Besonders der Dieselpreis steht laut dem Bericht im Fokus. Diesel sei global für Transporte und Landwirtschaft von zentraler Bedeutung und erreiche ein neues Hoch. Nach Russland erwögen nun auch die USA ein Diesel-Exportverbot.
Zusätzlichen Druck auf die Versorgungslage übe Saudi-Arabien aus. Das Land, das laut „Wallstreet Online“ der zweitgrößte Öl-Produzent der Welt ist, müsse die September-Lieferungen nach Europa stoppen, nachdem die zentrale Ost-West-Pipeline des Landes mindestens wochenlang nicht funktioniere.
Die Entwicklungen schürten die Inflation und könnten die Kapitalmarktzinsen perspektivisch weiter nach oben treiben. Die Aktienmärkte hielten sich trotz der Belastungen mit relativ kleinen Verlusten noch gut; zugleich stellt der Bericht die Frage, wie lange das anhalten könne.
Infobox: Quelle: Wallstreet Online. Im Mittelpunkt stehen steigende Öl- und Dieselpreise, mögliche Diesel-Exportverbote, unterbrochene Lieferungen aus Saudi-Arabien sowie steigende Kapitalmarktzinsen.
ZEW-Barometer steigt auf 34,7 Zähler
Das ZEW-Barometer ist im September den fünften Monat in Folge gestiegen. Nach Angaben von „n-tv.de“ legte der Wert auf 34,7 Zähler zu, nachdem zuvor 34,2 Punkte erreicht worden waren.
Der Anstieg blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück. Von Reuters befragte Ökonomen hatten mit einem stärkeren Anstieg auf 40,0 Zähler gerechnet.
Für die Erhebung wurden 196 Investoren und Analysten befragt. Die Befragung fand vom 7. bis 14. September statt, also in einer Phase, in der die Preise für Öl und Gas stark anzogen.
ZEW-Chef Achim Wambach bezeichnete die Konjunkturerwartungen als stabil. Zugleich verwies er darauf, dass die wirtschaftliche Erholung von staatlichen Ausgaben abhängig bleibe und durch zusätzliche Exportimpulse gestützt werde.
„Teure Energie bei anhaltendem Iran-Krieg und zusätzliche Verunsicherung durch hybride Angriffe belasten die Wirtschaft“, sagte ZEW-Chef Achim Wambach laut „n-tv.de“.
Die deutsche Wirtschaft wuchs im zweiten Quartal trotz der Belastungen durch den Iran-Krieg um 0,3 Prozent. Das Münchner Ifo-Institut veranschlagt für das Bruttoinlandsprodukt ein Plus von 1,4 Prozent. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums zeichnet sich nach der spürbaren Erholung im ersten Halbjahr zur Jahresmitte jedoch eine wirtschaftliche Abschwächung ab.
Auch die Europäische Zentralbank steht wegen der steigenden Energiepreise unter Druck. EZB-Direktorin Isabel Schnabel nannte die Preisanstiege im Energiebereich „ziemlich besorgniserregend“. Die EZB hatte die Zinsen am 10. September zum zweiten Mal in diesem Jahr angehoben, der Zinssatz liegt bei 2,50 Prozent. Zugleich signalisierte sie, dass die Inflation noch längere Zeit über dem Zielwert von 2,0 Prozent bleiben dürfte.
An den Finanzmärkten wird deshalb laut „n-tv.de“ mit weiteren Zinsschritten gerechnet, möglicherweise bereits Ende Oktober.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| ZEW-Barometer im September | 34,7 Zähler |
| Vorheriger Wert | 34,2 Punkte |
| Erwartung der Ökonomen | 40,0 Zähler |
| Befragte Investoren und Analysten | 196 |
| Zeitraum der Befragung | 7. bis 14. September |
| Wachstum im zweiten Quartal | 0,3 Prozent |
| Ifo-Prognose für das Bruttoinlandsprodukt | 1,4 Prozent |
| EZB-Zinssatz | 2,50 Prozent |
| EZB-Zielwert für die Inflation | 2,0 Prozent |
Infobox: Quelle: n-tv.de, Reuters. Das ZEW-Barometer stieg auf 34,7 Zähler, blieb damit aber hinter den erwarteten 40,0 Zählern zurück. Hohe Energiepreise, der Iran-Krieg und mögliche weitere Zinsschritte belasten den Konjunkturoptimismus.
Energy Sharing: Bundesregierung setzt laut „Frankfurter Rundschau“ auf Abwarten
Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet, dass das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche beim Thema Energy Sharing auf Abwarten setze. Grundlage ist die Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen, die der Redaktion exklusiv vorliegt.
Beim Energy Sharing teilen Nachbarn oder Energiegenossenschaften Strom, der durch Photovoltaik- oder Windkraftanlagen erzeugt wird, über das öffentliche Stromnetz. Ziel ist es, Energie dezentral zu produzieren und möglichst direkt vor Ort zu verbrauchen.
Nach der derzeitigen Regelung werden Initiativen, die Strom über das öffentliche Netz teilen, automatisch wie vollwertige Stromversorger behandelt. Damit verbunden seien komplexe Dienstleistermodelle und zusätzliche Auflagen. Für kleine Genossenschaften, Kommunen oder Nachbarschaften sei dieser administrative Aufwand kaum zu stemmen.
Eigentlich sollten die Hürden durch Paragraph 42c im Energiewirtschaftsgesetz verringert werden. Die Regelung trat laut Bericht im Dezember 2025 in Kraft. Das Ministerium verweist darauf, dass die Bundesnetzagentur eine funktionierende Umsetzungsvariante vorgestellt habe und die Bundesregierung die Umsetzung weiterhin verfolgen werde.
Rabatte auf Abgaben oder Umlagen für Teilnehmer am Energy Sharing lehnt das Wirtschaftsministerium dem Bericht zufolge ab. Auch eine bundesweite Beratungsstelle für Bürgerinnen und Bürger sei nicht vorgesehen. Als weiteres Hindernis nennt die „Frankfurter Rundschau“ die fehlende Verbreitung intelligenter Messsysteme.
Für die Abrechnung müsse exakt gemessen werden, wie viel Solarstrom eine Dachanlage erzeugt und wie viel davon ein Nachbar im selben Zeitraum verbraucht. Ohne diese zeitgleiche Messung lasse sich nicht rechtlich und technisch feststellen, wer wie viel Sharing-Strom genutzt habe.
Die Grünen schlagen deshalb ein sogenanntes „Smart Meter Light“-Modell vor, das die Zählerpflicht lockern soll. Das Wirtschaftsministerium bereite zwar eine Gesetzessammlungs-Novelle vor, sehe bislang aber „kein einheitliches Verständnis“ in der Branche. Die Frage werde derzeit geprüft.
„Ihre Bundesregierung ist träge beim Thema Energy Sharing“, sagte Michael Kellner, energiepolitischer Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, laut „Frankfurter Rundschau“.
Zusätzliche Bedeutung erhält die Debatte durch das Verfahren der Bundesnetzagentur zur künftigen Netzentgeltsystematik AgNes. Der Entwurf soll die Verteilung der Netzkosten ab 2029 neu regeln.
Derzeit werden Netzkosten vor allem pro verbrauchter Kilowattstunde Strom berechnet. Wer wegen einer eigenen Solaranlage weniger Strom aus dem Netz bezieht, zahlt dadurch weniger. Die Bundesnetzagentur argumentiere jedoch, dass Betreiber von Solaranlagen das Netz weiterhin nutzen, etwa im Winter oder nachts. Deshalb könnten künftig zusätzliche Gebühren für sie anfallen, die als Prosumer-Aufschlag bezeichnet werden.
- Energy Sharing soll Strom aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen gemeinschaftlich nutzbar machen.
- Initiativen werden derzeit wie vollwertige Stromversorger behandelt.
- Paragraph 42c im Energiewirtschaftsgesetz trat im Dezember 2025 in Kraft.
- Eine neue Netzentgeltsystematik soll ab 2029 gelten.
- Für Solaranlagen-Besitzer steht ein Prosumer-Aufschlag im Raum.
Infobox: Quelle: Frankfurter Rundschau. Energy Sharing wird durch administrative Anforderungen, fehlende Anreize und die begrenzte Verfügbarkeit von Smart Metern erschwert. Ab 2029 könnte zudem ein Prosumer-Aufschlag die Nutzung eigener Solaranlagen verteuern.
IEA-Direktor Birol sieht das Ende des Ölzeitalters
Die „Frankfurter Rundschau“ berichtet über eine Einschätzung des IEA-Direktors Fatih Birol, wonach das Zeitalter des Öls zu Ende gehe. Birol gilt laut Bericht als einer der wichtigsten Energieexperten weltweit und bezeichnet die fossile Ära als nicht mehr zu retten.
„Das Zeitalter des Öls neigt sich dem Ende zu“, sagte Fatih Birol dem dänischen Nachrichtenportal Politiken. Ergänzend erklärte er: „Die Vase ist zerbrochen. Sie kann nicht wieder zusammengeklebt werden.“
Birol begründet seinen Optimismus unter anderem mit der Entwicklung des Automobilmarktes. Nach seiner Einschätzung wird in wenigen Jahren die Hälfte aller verkauften Autos elektrisch sein. Der Wandel sei damit kein fernes Szenario mehr, sondern zeichne sich bereits ab.
Gleichzeitig warnt der IEA-Direktor vor einer historischen Vertrauenskrise. Diese könne jedoch auch eine Chance für die Transformation darstellen. Solange weltweit mehr fossile Brennstoffe als je zuvor verbrannt würden, drohe ein Verfehlen des 2-Grad-Klimaziels, heißt es in dem Bericht.
Der „World Energy Outlook 2025“ der IEA zeichnet trotz des weltweiten Booms bei erneuerbaren Energien ein widersprüchliches Bild. Der weltweite Ölverbrauch habe zuletzt Rekordwerte erreicht. Bei unzureichender Klimapolitik drohe ein Temperaturanstieg von bis zu 2,9 Grad.
Auch Deutschlands Atomausstieg hatte Birol früher kritisiert. Er bezeichnete ihn als „historischen Fehler“ und erklärte, Deutschland hätte wenigstens die noch verbliebenen Atomkraftwerke am Netz lassen können. Eine Rückkehr zur Kernkraft sei nun wohl nicht mehr realistisch.
| Angabe | Wert |
|---|---|
| Beginn von Birols Amtszeit an der IEA | 1. September 2015 |
| Birols Tätigkeit als IEA-Chefökonom | 1995 bis 2015 |
| Erwarteter Anteil elektrisch verkaufter Autos | Hälfte aller verkauften Autos |
| Temperaturanstieg bei unzureichender Klimapolitik | bis zu 2,9 Grad |
| Veröffentlichung des World Energy Outlook | jährlich im November |
Infobox: Quelle: Frankfurter Rundschau; Politiken; Handelsblatt; dpa-Archiv. Fatih Birol sieht das Ende des Ölzeitalters und erwartet in wenigen Jahren einen Anteil von der Hälfte aller verkauften Autos mit elektrischem Antrieb. Gleichzeitig warnt die IEA vor einem Temperaturanstieg von bis zu 2,9 Grad bei unzureichender Klimapolitik.
Quellen:
- Energie: Stromzähler könnten Haushalten Hunderte Euro sparen
- Ölpreis, Zinsen: Energie-Krise und Schulden-Krise zugleich? Marktgeflüster
- 34,7 Zähler: ZEW-Barometer legt kaum zu – teure Energie nagt an Konjunkturoptimismus
- „Bundesregierung ist träge“: Energieexperte zerreißt Reiches Stromplan – Betrifft Millionen Deutsche
- Energie-Experte sieht historischen Wendepunkt – „Zeitalter geht zu Ende“
- Vor dem Spiel – FC Energie Cottbus (A) – Spieltag 6 – Saison 2026/27






















