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    Deutschlands Strompreise führen G20-Vergleich – Energie-News im Überblick

    KI-generiert
    30.08.2026 69 mal gelesen 3 Kommentare

    Deutschland mit höchsten Strompreisen im G20-Vergleich

    Deutschland hat laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox die höchsten Strompreise unter den G20-Staaten. Grundlage der Untersuchung sind Daten des Energiedienstes Global Petrol Prices.

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    Eine Kilowattstunde kostet hierzulande 35,6 Cent. Damit liegt Deutschland vor Italien mit 34,5 Cent und Großbritannien mit 32,4 Cent. Der Durchschnitt der G20-Staaten liegt laut den Analysten bei rund 16,3 Cent; in Deutschland ist Strom damit mehr als doppelt so teuer.

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    Auch gegenüber anderen großen Volkswirtschaften fällt der Abstand deutlich aus. In Frankreich werden 23,3 Cent je Kilowattstunde fällig, in den USA 18,3 Cent.

    Verivox-Energieexperte Thorsten Storck führt die hohen Kosten unter anderem auf die Zusammensetzung des Strompreises zurück. Die Stromproduktion selbst mache nur etwa ein Drittel des Preises für Haushalte aus. Über 60 Prozent entfielen aktuell auf Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte. Weitere Bestandteile seien Kosten für Beschaffung, Vertrieb, Service und andere Dienstleistungen des Lieferanten.

    Wirtschaftsverbände fordern seit Langem eine Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen sowie für Haushalte. Union und SPD hatten im Koalitionsvertrag vereinbart, die Stromsteuer möglichst schnell „für alle“ zu senken. Die Bundesregierung entschied laut DIE ZEIT jedoch im Juni vergangenen Jahres, die Steuer zunächst nur für bestimmte Unternehmen zu verringern.

    „Die Strompreise in Deutschland gehören zu den höchsten weltweit“, sagte Verivox-Energieexperte Thorsten Storck laut DIE ZEIT.

    Infobox – DIE ZEIT: Deutschland: 35,6 Cent je Kilowattstunde; G20-Durchschnitt: rund 16,3 Cent. Über 60 Prozent des deutschen Strompreises entfallen laut Verivox auf Steuern, Umlagen, Abgaben und Netzentgelte.

    Volt will Mecklenburg-Vorpommerns „Energie-Schätze“ nutzen

    Die Volt-Partei will bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern im September ihr Ergebnis von 0,6 Prozent bei der Bundestagswahl übertreffen. Die Partei sucht nach Angaben von NDR.de nach Lösungen, die sich im europäischen Ausland bewährt haben und auch in Mecklenburg-Vorpommern funktionieren könnten.

    Die Volt-Kandidaten Massimo de Matteis und Nils Spiering verweisen auf den Austausch innerhalb eines internationalen Netzwerks, in dem sich Volt-Gruppen aus verschiedenen Ländern organisieren. Als Beispiel nennt Spiering Estland: Dort könne dank digitaler Verwaltung ein Ausweis ohne langes Warten im Wartezimmer beantragt und abgeholt werden.

    De Matteis betont zugleich, dass die Digitalisierung durch analoge Angebote ergänzt werden müsse. Es müsse weiterhin die Möglichkeit geben, zu einem Amt zu gehen, im Wartezimmer zu sitzen und mit jemandem vor Ort zu sprechen. Das Miteinander der Generationen sei für Volt besonders wichtig.

    In der Energiepolitik setzt die Partei auf Wind und Sonne. Diese könnten aus Sicht von Volt zu einem „Wirtschaftswunder im Norden“ führen. Entscheidend sei, die Bürger an den Projekten zu beteiligen, etwa über Beteiligungsgesellschaften oder Genossenschaften.

    Nach Darstellung der Kandidaten könne dadurch einerseits der Strompreis sinken, auch für die Industrie. Andererseits könnten Einnahmen entstehen, die direkt in den Kommunen eingesetzt werden. Welche Beteiligungsmöglichkeiten es gebe, sei bislang viel zu wenigen Menschen bekannt.

    „Wind und Sonne können aus Sicht der Partei zu einem ‚Wirtschaftswunder im Norden‘ führen“, berichtet NDR.de.

    Beim Thema Bildung fordert Volt eine stärkere Ausrichtung auf Kompetenzen. Schülerinnen und Schüler sollten lernen, Probleme zu lösen, statt Wissen auswendig wiederzugeben. Jugendliche müssten außerdem an Entscheidungen beteiligt werden; dafür brauche es feste Strukturen und Informationen über Beteiligungsmöglichkeiten.

    Einen Einzug in den Landtag halten die beiden Kandidaten laut NDR.de für eher unrealistisch. Das Ziel bestehe darin, mehr Stimmen als bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr zu erhalten. Damals kam Volt in Mecklenburg-Vorpommern auf 0,6 Prozent.

    Infobox – NDR.de: Volt will bei der Landtagswahl 2026 mehr als 0,6 Prozent erreichen. Wind und Sonne sollen nach Auffassung der Partei Wirtschaft und Kommunen stärken; die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern findet am 20. September statt.

    Vorschläge für den Arendsee: Wasser kühlen, Energie nutzen und Schilf schützen

    Bei einem Austausch zur Zukunft des Arendsees wurden verschiedene Vorschläge zur Stabilisierung des Ökosystems diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur Maßnahmen zum Ausfällen, sondern auch die Kühlung des Wassers, die Nutzung von Energie und die Schutzfunktion des Schilfgürtels.

    Nach Angaben der Volksstimme wurde von verschiedenen Rednern betont, dass das Ausfällen die effektivste Möglichkeit sei, den Phosphorgehalt schnell zu reduzieren. Dadurch solle der Blaualge die Nahrungsgrundlage entzogen werden.

    Der Diskussionsabend fand am Mittwoch, 26. August, statt. Neben dem Phosphorgehalt wurden weitere Details zur Zukunft des Sees angesprochen.

    Besondere Aufmerksamkeit erhielt der Schilfgürtel. Er rückt als natürliche Filtermöglichkeit in den Fokus und könnte damit einen Beitrag zur Stabilisierung des Gewässers leisten. Der Austausch brachte somit mehrere Ansätze zusammen, die über ein Ausfällen hinausgehen.

    Infobox – Volksstimme: Das Ausfällen wurde als effektivste Möglichkeit zur schnellen Reduzierung des Phosphorgehalts bezeichnet. Zusätzlich wurden die Kühlung des Wassers, die Nutzung von Energie und der Schilfgürtel als natürliche Filtermöglichkeit thematisiert.

    Chinas Schwungradspeicher soll 200 Kilowattstunden speichern

    Das chinesische Unternehmen Qnetic errichtet in Shanghai eine Testanlage für Schwungrad-Energiespeicher. Nach Angaben von t3n soll sie die größte Anlage ihrer Art sein.

    Der erste Prototyp kann bereits 200 Kilowattstunden speichern. Damit soll überschüssiger Strom aus Wind- und Solaranlagen nicht ungenutzt verpuffen, sondern über längere Zeiträume abrufbereit bleiben. Akkutechnik sei für diesen Zweck teurer und platzintensiver.

    Die Technologie arbeitet mechanisch. Überschüssige Energie aus Sonne oder Wind versetzt einen Rotor in extrem schnelle Rotation. Dieser läuft in einem Vakuumgehäuse, wodurch kaum Widerstand die Drehung abbremst. Die Energie wird kinetisch, also in Form von Bewegung, gespeichert.

    Im Unterschied zu Batteriespeichern kommen Schwungradspeicher ohne Chemie aus. Qnetic schätzt deshalb, dass sich die Anlagen über Jahrzehnte betreiben lassen, ohne dass größere Abnutzung oder Leistungsverlust auftreten. Ob die Technik tatsächlich so zuverlässig und langlebig arbeitet wie erhofft, ist laut t3n allerdings noch unklar.

    Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass die gespeicherte Energie jederzeit sofort abgerufen werden kann. Sobald das Netz Strom benötigt, treibt die rotierende Masse einen regulären Generator an, der den erzeugten Strom in das Netz einspeist.

    Das Pulsar-System von Qnetic soll eine unbegrenzte Zyklenfestigkeit bieten. Es könnte sich demnach beliebig oft laden und entladen lassen, ohne an Leistung zu verlieren. Die höhere Energiedichte stellt zugleich besondere Anforderungen an die Sicherheit der Testanlage.

    Schleuderprüfungen hätten nach Angaben von Qnetic gezeigt, dass die Anlage deutlich mehr Energie speichern könne als bisherige Systeme des Unternehmens. Wann die Anlage fertiggestellt wird, hat Qnetic nicht bekannt gegeben.

    Infobox – t3n: Der erste Prototyp speichert 200 Kilowattstunden. Qnetic verspricht eine unbegrenzte Zyklenfestigkeit; der Zeitpunkt der Fertigstellung der Testanlage ist nicht bekannt.

    Ecomind wirbt mit Ausbildung im Energiesektor

    Das Berliner Unternehmen Ecomind Energy Systems bildet in Kreuzberg Anlagenmechaniker aus und sucht weitere Nachwuchskräfte. Die BZ Berlin stellt den 21-jährigen Ahmad vor, der sich vor zwei Jahren bei dem Unternehmen beworben hat und seitdem den Beruf des Anlagenmechanikers lernt.

    Ahmad beschreibt seine Arbeit als abwechslungsreich und als Mischung aus Theorie und Praxis. Aktuell arbeitet er auf einer Baustelle in Kreuzberg. Nach Angaben der BZ brachte er Interesse an Technik, Engagement und Freude an Teamarbeit mit.

    Ecomind Energy Systems wurde 2023 gegründet. Aktuell sorgen 14 Mitarbeiter für Energieberatung in verschiedenen Bereichen. Das Unternehmen hat derzeit eine Ausbildungsstelle zum Technischen Systemplaner (m/w/d) zu besetzen. Der Beruf wurde früher als Technischer Zeichner bezeichnet.

    Die BZ Berlin berichtet, dass Ahmad nach dem Abschluss seiner Ausbildung gute Chancen auf eine direkte Übernahme habe. Damit könnte er zum Teammitglied Nummer 15 werden.

    Interessierte an der Ausbildung zum Technischen Systemplaner (m/w/d) sollen sich laut Quelle per E-Mail an die Arbeitsagentur Mitte wenden.

    Infobox – BZ Berlin: Ecomind Energy Systems wurde 2023 gegründet und beschäftigt aktuell 14 Mitarbeiter. Zu besetzen ist eine Ausbildungsstelle zum Technischen Systemplaner (m/w/d); Ahmad ist 21 Jahre alt und lernt seit zwei Jahren den Beruf des Anlagenmechanikers.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Also die 35,6 Cent pro kwh sind schon echt heftig, da fragt man sich langsam ob man zuhause noch den Toaster anmachen darf ohne gleich einen Kredit aufzunehmen. Das die eigentliche Stromerzeugung angeblich nur ein drittel ausmacht war mir so garnicht klar, ich dachte immer der Strom selber wäre der grosse Kostenpunkt. Über 60 Prozent für Steuern, Netze und sonstige abgaben klingt jedenfalls nach ziemlich viel Verwaltung rund um ein bisschen Strom aus der Steckdose.

    Bei den G20 vergleichen muss man aber auch ein bischen aufpassen, weil in anderen Ländern die Netze und versorgung bestimmt nicht überall so ausgebaut und zuverlässig sind wie hier. Trotzdem hilft das einem normalen Haushalt natürlich wenig, wenn am Monatsende die Rechnung kommt. Für Firmen ist es ja noch schlimmer, die können ihre Produktion dann vieleicht irgendwann dahin verlegen wo der Strom billiger ist. Und dann wundert man sich wieder über fehlende Arbeitsplätze, ist doch alles irgendwie miteinander verbunden.

    Die Sache mit Volt und den Energie-Schätzen in Mecklenburg Vorpommern finde ich grundsätzlich interessant, auch wenn 0,6 Prozent natürlich erstmal nicht gerade nach grosser Volkspartei klingt. Windräder und Solaranlagen gibt es dort ja genug, aber bei den Bürgern kommt oft nicht wirklich an, wo das Geld am Ende landet. Wenn Gemeinden und Anwohner tatsächlich beteiligt werden würden, wäre die Akzeptanz bestimmt höher. Andererseits kann man nicht einfach überall Windräder hinstellen und sagen jetzt wird alles ein Wirtschaftswunder, weil Netze, Speicher und Genehmigungen ja auch noch dazugehören. Das wird in solchen politischen Aussagen gern etwas zu schnell übersprungen.

    Die Idee mit Estland und digitalen Ämtern hört sich gut an. Ein Ausweis online beantragen wäre schon angenehm, solange die Technik funktioniert und man nicht drei Stunden in irgendeinem Portal festhängt weil ein Passwort angeblich falsch ist. Wichtig finde ich aber auch, dass ältere Menschen oder Leute ohne Internet nicht einfach Pech haben. Digital ja, aber bitte nicht digital oder garnicht. Da hat Volt mit den analogen Angeboten schon einen vernünftigen Punkt, auch wenn das wahrscheinlich mehr Personal kostet und genau da dann wieder gespart werden soll.

    Beim Arendsee musste ich erst überlegen was mit Ausfällen gemeint ist. Ich dachte kurz an ausgefallene Pumpen oder so. Gemeint ist wohl das Ausfällen von Phosphor, damit die Blaualgen weniger zu futtern haben. Das klingt logisch, aber Natur lässt sich bestimmt nicht immer so einfach mit einem einzigen Eingriff reparieren. Der Schilfgürtel ist sicher wichtig, nur wächst Schilf auch nicht über nacht und wenn der See schon stark belastet ist, kann man nicht erwarten das ein paar Pflanzen alles wegfiltern. Wasser kühlen klingt ebenfalls aufwendig, vorallem wenn draussen gleichzeitig immer heisseres Wetter kommt. Hoffentlich wird da nicht nur diskutiert sondern auch vernünftig gemessen was wirklich hilft.

    Die Schwungradspeicher aus China finde ich technisch ziemlich spannend, obwohl ich bei unbegrenzter Zyklenfestigkeit erstmal vorsichtig wäre. Unbegrenzt klingt immer nach Werbeprospekt und nicht nach echter Technik. Ein Rotor der extrem schnell dreht und dabei 200 Kilowattstunden speichert ist jedenfalls nicht ganz ohne, wenn da mal etwas kaputt geht möchte ich nicht in der Nähe stehen. Das Vakuum soll die Reibung verringern, aber die Sicherheit muss dann wohl besonders gut sein. Für kurze Zeiträume und schnelle Reaktion im Netz könnte sowas sinnvoller sein als Batterien, aber ob es auch wirtschaftlich ist, zeigt sich vermutlich erst nach ein paar Jahren Betrieb.

    200 Kilowattstunden sind für ein ganzes Land natürlich fast garnichts, für einen Prototyp aber wahrscheinlich schon eine Menge. Man darf solche Meldungen nicht direkt mit dem gesamten Stromproblem verwechseln. Ein Speicher ersetzt ja weder Leitungen noch Erzeugung, er verschiebt den Strom nur von einer Zeit in die andere. Trotzdem braucht man wahrscheinlich viele verschiedene Speicherarten, weil Wind und Sonne nicht immer dann liefern wenn gerade alle ihre Waschmaschine anschmeissen.

    Die Ausbildung bei Ecomind ist dann mal eine erfreuliche Nachricht zwischen all den grossen Problemen. Anlagenmechaniker und technische Systemplaner werden bestimmt gebraucht, gerade wenn mehr Heizungen, Solaranlagen und Energiesysteme gebaut werden sollen. Dass Ahmad mit 21 schon seit zwei Jahren dabei ist und gute Übernahmechancen hat, klingt nach einem ordentlichen Einstieg ins Berufsleben. Vielleicht müsste man solche Ausbildungswege viel stärker zeigen, statt immer so zu tun als wäre nur ein Studium etwas wert. Ohne Leute die wirklich planen, montieren und reparieren, bleibt die ganze Energiewende nämlich nur eine powerpoint präsentation.

    Am Ende hängen die Themen sowieso zusammen: hohe Strompreise, neue Speicher, erneuerbare Energien, Netzausbau und Fachkräfte. Nur wird überall gerne so getan als gäbe es eine einfache Lösung. Stromsteuer senken hilft kurzfristig, kostet aber dem Staat Einnahmen. Wind und Sonne sind günstig wenn sie laufen, aber nicht rund um die Uhr. Digitale Verwaltung spart Zeit, kann aber Menschen ausschliessen. Und neue Speicher sind interessant, aber noch lange kein bewiesenes Wundermittel. Wäre schön wenn Politik und Unternehmen da weniger mit grossen Sprüchen und mehr mit ehrlichen Zahlen arbeiten würden.
    Die Estland idee klingt schon gut, aber wenn die systeme dauernd ausfallen oder man jedes mal ein neues passwort braucht ist auch nichts gewonnen. Wichtig wär halt das die Ämter nicht einfach alles abschaffen und leute ohne internet dann doof dastehen lassen, gerade ältere kommen mit sowas oft garnicht klar
    Ich fand vorallem den Punkt mit der Stromsteuer für alle spannend, weil es ja offenbar im Koalitionsvertrag so vereinbart war und dann doch erstmal nur bestimmte Unternehmen profitieren sollen. Da fragt man sich schon, wie verbindlich solche Versprechen eigentlich noch sind. Für einen kleinen Betrieb ist Strom ja nicht nur irgendeine Nebenkostenposition, sondern kann direkt darüber entscheiden ob sich eine Produktion hier noch lohnt oder nicht. Bei Haushalten wird immer gesagt, man könne ja Strom sparen, aber Kühlschrank, Heizungspumpe und Waschmaschiene lassen sich nunmal nicht beliebig abschalten. Und wenn man dann noch im Homeoffice arbeitet wirds auch nicht gerade weniger.

    Bei Volt finde ich den Bildungsansatz fast interessanter als das große Wirtschaftswunder durch Wind und Sonne. Dass Schüler mehr Probleme lösen und weniger nur auswendig lernen sollen, klingt eigentlich ziemlich logisch. In der Schule wird aber oft genau das belohnt, was man am schnellsten wiederholen kann, nicht unbedingt ob man etwas verstanden hatt. Nur bei der Beteiligung von Jugendlichen bin ich etwas unsicher, weil feste Strukturen und Informationen alleine noch keine Lösung sind. Viele wissen ja schon bei Erwachsenen nicht, wo man überhaupt mitreden darf und wo alles längst entschieden ist. Vielleicht müsste man in Schulen ganz praktisch zeigen wie ein Gemeinderat funktioniert oder wie man einen Antrag stellt, anstatt nur allgemein von Demokratie zu reden.

    Die Idee, junge Leute an Entscheidungen zu beteiligen, klingt erstmal gut, kann aber auch schnell zur Alibi-Veranstaltung werden. Dann dürfen sie Vorschläge machen und am Ende heißt es, leider nicht finanzierbar oder rechtlich nicht möglich. Wenn man Beteiligung ernst meint, müsste es auch ein kleines Budget geben, über das Jugendliche wirklich entscheiden können. Sonst verliert man wahrscheinlich eher noch mehr Vertrauen, weil man merkt dass man zwar angehört aber nicht berücksichtigt wird. Das gilt übrigens nicht nur für Jugendliche, bei vielen Bürgerbeteiligungen von Erwachsenen läuft es vermutlich genauso.

    Beim Arendsee ist mir aufgefallen, dass die Kühlung des Wassers erwähnt wird, aber gar nicht so richtig erklärt wird, wie das praktisch funktionieren soll. Einen ganzen See zu kühlen hört sich nach enormen Energieverbrauch an und wäre irgendwie paradox, wenn man dafür wieder viel Strom braucht. Vielleicht geht es auch nur um einzelne Bereiche oder technische Anlagen, aber als Laie stellt man sich dabei sofort riesige Kühlschlangen im Wasser vor. Und wenn die Sommer künftig häufiger sehr heiß werden, müsste man das ja jedes Jahr wieder machen. Das kann doch kaum dauerhaft die Hauptlösung sein.

    Interessant fand ich deshalb eher die Nutzung der Energie rund um den See, auch wenn dazu im Artikel wenig Details stehen. Vielleicht könnte man Solarstrom für Pumpen oder Messanlagen verwenden, aber wahrscheinlich ist das viel komplizierter wegen Naturschutz und wechselndem Wasserstand. Beim Schilf wäre auch die Frage, ob mehr Schilf automatisch besser ist oder ob es irgendwann andere Probleme verursacht. Natur ist halt kein Aquarium wo man einfach einen Filter einbaut und danach ist das Wasser wieder klar. Wichtig wären meiner Meinung nach langfristige Messungen, damit nicht jede Maßnahme nach zwei Monaten als Erfolg oder Misserfolg verkauft wird.

    Die 200 Kilowattstunden beim Schwungrad kann man sich schwer vorstellen. Für einen Haushalt wäre das vermutlich schon eine ganze Weile Strom, für ein Netz aber eher ein kurzer Moment. Trotzdem könnte gerade die schnelle Abrufbarkeit wichtig sein, wenn plötzlich viel Leistung gebraucht wird. Ich frage mich nur, ob das System auch bei längeren Flauten hilft oder hauptsächlich für Sekunden und Minuten gedacht ist. Wenn nachts kein Wind weht, bringt ein Speicher mit begrenzter Kapazität natürlich nicht viel, egal wie oft man ihn laden kann. Unbegrenzte Ladezyklen heißt ja nicht unbegrenzte Energiemenge, das wird in Überschriften leicht verwechselt.

    Dass keine Chemie verwendet wird, finde ich trotzdem einen echten Vorteil. Batterien brauchen Rohstoffe und müssen irgendwann ausgetauscht oder recycelt werden. Andererseits steckt in so einem schnell drehenden Rotor sehr viel Energie auf engem Raum, und deshalb ist die Sicherheit bestimmt nicht nur eine Nebensache. Eine Batterie kann brennen, ein Rotor kann vielleicht eher mechanisch gefährlich werden, wenn die Hülle versagt. Ich würde deswegen erstmal abwarten, wie sich die Testanlage im normalen Dauerbetrieb bewährt und was Wartung und Versicherung am Ende kosten. Technisch spektakulär ist es aber allemal.

    Bei Ecomind bleibt bei mir vorallem hängen, dass das Unternehmen erst 2023 gegründet wurde und schon ausbildet. Das ist eigentlich ein gutes Zeichen, weil viele Firmen Nachwuchs wollen, aber dann lieber fertige Leute mit Berufserfahrung suchen. Gerade im Energiesektor wird es vermutlich in den nächsten Jahren sehr viel Arbeit geben, nur muss jemand die Anlagen auch planen und auf der Baustelle richtig umsetzen. Ein Technischer Systemplaner klingt vielleicht für manche weniger aufregend als ein Studium, ist aber offenbar ziemlich wichtig damit am Ende nicht alles nur auf schönen Präsentationen existiert. Und 14 Mitarbeiter ist eine Größe, bei der ein Azubi wahrscheinlich nicht völlig anonym in einer riesigen Firma verschwindet.

    Allerdings sollte man bei kleinen jungen Unternehmen auch schauen, wie sicher die Übernahme wirklich ist. Gute Chancen sind noch keine Garantie, besonders wenn Aufträge ausbleiben oder sich die Wirtschaft verschlechtert. Für Ahmad wäre es natürlich schön, wenn er nach zwei Jahren direkt bleiben kann. Solche Geschichten zeigen jedenfalls, dass Ausbildung nicht automatisch eine Sackgasse ist. Vielleicht würden sich mehr Jugendliche dafür interessieren, wenn Berufe besser erklärt werden und man sieht was man später konkret macht. Nur mit dem Hinweis „Technischer Systemplaner“ können viele vermutlich erstmal garnichts anfangen. Und die Bewerbung über die Arbeitsagentur klingt ein bischen umständlich, da könnte ein direkter Kontakt zur Firma bestimmt nicht schaden.

    Insgesamt wirkt der Artikel fast wie eine Sammlung von Problemen und möglichen Lösungen, die noch nicht richtig zusammenpassen. Hohe Preise, Digitalisierung, Gewässerschutz, Speicher und Ausbildung hängen zwar irgendwie zusammen, aber überall gibt es noch ein großes „ja, aber“. Genau deshalb wären ehrliche Angaben zu Kosten, Zeit und Nutzen hilfreicher als Begriffe wie Wirtschaftswunder oder unbegrenzte Zyklen. Sonst bleibt beim Leser am Ende vorallem hängen, dass alles gleichzeitig möglich sein soll und trotzdem keiner sagen kann, wer es bezahlt.

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