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    Energiewende im Fokus: Weniger Verbrauch, mehr Ökostrom und neue Solartechnik

    Symbolbild – ganz oder teilweise KI-generiert
    23.07.2026 14 mal gelesen 0 Kommentare

    Sachsen senkt Energieverbrauch und baut erneuerbare Energien aus

    In Sachsen ist 2024 erneut weniger Energie verbraucht worden als im Jahr zuvor. Nach Angaben der WELT sanken sowohl der gesamte Energieverbrauch als auch der Verbrauch der Haushalte, des Verkehrs und der Industrie gegenüber 2023.

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    Als wichtiger Grund gilt der weiter rückläufige Einsatz von Braunkohle. Bei der Stromerzeugung blieb Braunkohle mit einem Anteil von 61 Prozent jedoch der mit Abstand wichtigste Energieträger. Erneuerbare Energien kamen zusammen auf 21 Prozent und legten vor allem dank Photovoltaik und Windkraft weiter zu.

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    Insgesamt wurde 2024 in Sachsen gut ein Prozent weniger Strom erzeugt als im Vorjahr. Die Angaben stammen aus der vorläufigen Energiebilanz des Statistischen Landesamtes.

    BereichAngabe
    Braunkohleanteil an der Stromerzeugung61 Prozent
    Anteil erneuerbarer Energien21 Prozent
    Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahrgut ein Prozent weniger

    Zusammenfassung: Sachsen verbraucht weiter weniger Energie. Braunkohle bleibt bei der Stromerzeugung führend, während Photovoltaik und Windkraft an Bedeutung gewinnen.

    Solaranlagen sollen durch Speicher, Wärmepumpe und E-Auto rentabler werden

    Die WELT berichtet über eine neue Wirtschaftlichkeitsformel für Solaranlagen auf Eigenheimen. Hintergrund ist eine Einigung der Regierung auf ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz, durch das die bisherige Solar-Förderung für künftige Projekte an Bedeutung verliert.

    Nach Darstellung der WELT bedeutet das Ende der üppigen Solar-Fördertöpfe nicht, dass sich eine Photovoltaikanlage grundsätzlich nicht mehr lohnt. Stattdessen rücken die Kombination mit einem Speicher, einer Wärmepumpe und einem E-Auto sowie die Nutzung des erzeugten Stroms im eigenen Haushalt in den Mittelpunkt.

    Die Rendite soll damit nicht allein über die Einspeisung von Solarstrom entstehen. Entscheidend ist vielmehr das Zusammenspiel mehrerer elektrischer Verbraucher und einer möglichst umfassenden Eigenversorgung.

    • Speicher können den erzeugten Solarstrom für einen späteren Verbrauch vorhalten.
    • Eine Wärmepumpe kann Solarstrom zur Wärmeversorgung des Hauses nutzen.
    • Ein E-Auto erweitert die Möglichkeiten, selbst erzeugten Strom im Haushalt einzusetzen.

    Zusammenfassung: Laut WELT verschiebt sich die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen von der Förderung hin zur Kombination aus Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpe und E-Auto.

    Wasserkraft-Betreiber in Traunstein werben für ein breites Energiesystem

    Rund 80 Besucher sowie etliche Familien haben nach Angaben des Traunsteiner Tagblatts anlässlich der Bayerischen Energietage die Haslacher Mühle besucht. Dort konnten sie Wasserkraft unmittelbar erleben und sich über die Energieerzeugung am Mühlbach in Traunstein informieren.

    Müllermeister Hans Gfaller von der Haslacher Mühle betonte, dass für eine erfolgreiche Energiewende alle Arten erneuerbarer Energien gemeinsam benötigt würden. Außerdem müssten alle verfügbaren Speichermöglichkeiten herangezogen werden, da angesichts der zunehmenden Schwankungen bei der Erzeugung eine krisenresiliente Stromversorgung immer stärker in den Vordergrund rücke.

    „Wenn wir in der Energiewende erfolgreich sein möchten, brauchen wir alle Erneuerbaren Energie-Arten gemeinsam“, sagte Müllermeister Hans Gfaller laut Traunsteiner Tagblatt.

    Am Mühlbach gibt es mehrere Wasserkraftwerke. Die vier Betreiber mit insgesamt sieben Kraftwerken arbeiten eng zusammen. In diesem Jahr war Hans Gfaller der einzige Kraftwerksbetreiber, der sich an den Bayerischen Energietagen beteiligte.

    Zusammenfassung: Das Traunsteiner Tagblatt stellt Wasserkraft als Bestandteil eines vielfältigen Energiesystems dar. Im Mittelpunkt stehen die gemeinsame Nutzung aller erneuerbaren Energiearten und ausreichende Speichermöglichkeiten.

    Heringen erzeugt mehr als doppelt so viel erneuerbaren Strom wie benötigt

    Die Stadt Heringen (Werra) hat 2025 mehr als das Doppelte ihres Eigenbedarfs an Strom produziert. Wie hessenschau.de berichtet, stammte die gesamte Erzeugung aus erneuerbaren Quellen.

    Die Eigenversorgung lag 2025 nach der Energiemengenbilanz des Netzbetreibers EAM Netz bei 252,7 Prozent. Die Stadt führt das Ergebnis auf den rasanten Ausbau erneuerbarer Energien in den vergangenen zwei Jahren zurück.

    Die Strommenge aus Windkraft stieg von 7,3 Millionen Kilowattstunden (kWh) im Jahr 2023 auf 26,3 Millionen kWh im Jahr 2025. Im Stadtgebiet stehen aktuell insgesamt 17 Windräder; weitere neun sind genehmigt und teilweise bereits im Bau.

    Auch die Zahl der Solaranlagen nahm zu. Seit 2023 wurden 227 Solaranlagen errichtet, sodass Heringen nun über insgesamt 669 private, städtische und gewerbliche Solaranlagen verfügt.

    KennzahlWert
    Eigenversorgung 2025252,7 Prozent
    Windkraft 20237,3 Millionen kWh
    Windkraft 202526,3 Millionen kWh
    Windräder im Stadtgebiet17
    Weitere genehmigte Windräderneun
    Seit 2023 errichtete Solaranlagen227
    Solaranlagen insgesamt669

    Insgesamt erhöhte Heringen seine Stromerzeugung innerhalb von zwei Jahren von 15,8 Millionen kWh auf 35,6 Millionen kWh. Der Eigenverbrauch betrug 14,1 Millionen kWh; der Überschuss wurde in das öffentliche Netz eingespeist.

    Nach Angaben von hessenschau.de spart die Stadt dadurch jährlich 12.220 Tonnen CO₂ ein. Heringen erhält von den Betreibern der Windkraftanlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz pro erzeugter Kilowattstunde 0,2 Cent.

    Zusätzliche Einnahmen entstehen durch Pachtverträge mit Anlagenbetreibern und Gewerbesteuern. Im vergangenen Jahr kamen aus den Windparks insgesamt rund 250.000 Euro zusammen. Die Einnahmen fließen derzeit ohne festes Ziel in den Haushalt und sollen künftig möglicherweise auch in konkrete Projekte investiert werden.

    „Es hilft dabei, dass wir zum Beispiel keine Preis- oder Gebührenerhöhungen durchführen müssen, obwohl der Haushalt nicht ausgeglichen ist“, sagte Bürgermeister Daniel Iliev laut hessenschau.de.

    Auch andere hessische Kommunen erzeugen mehr erneuerbare Energie, als sie selbst verbrauchen. In der Gemeinde Diemelsee stehen normiert auf die rund 4.700 Einwohner mit Abstand die meisten Windräder: 61. Die Gemeinde Heidenrod berichtet laut hessenschau.de, dass Windkraft im Schnitt 1,3 Millionen Euro pro Jahr in die Kasse spült.

    Als Grund für die höheren Einnahmen in Heidenrod nennt der Bericht unter anderem die Beteiligung der Gemeinde am eigenen Windpark. Dadurch erhält sie neben der Beteiligung nach dem EEG auch direkte Erlösanteile. Das neue Hessische Gemeinde-Energie-Beteiligungsgesetz könnte die Beteiligung von Kommunen künftig verändern; den Entwurf stellte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori Anfang Juni vor.

    Zusammenfassung: Heringen deckte 2025 seinen Strombedarf zu 252,7 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Windkraft und Solarenergie sorgen zugleich für CO₂-Einsparungen und Einnahmen im kommunalen Haushalt.

    Hohe Spritpreise: Bartsch wirft Bundesregierung Untätigkeit vor

    Der haushaltspolitische Sprecher der Linken im Bundestag, Bartsch, hat der schwarz-roten Koalition angesichts hoher Benzinpreise Untätigkeit vorgeworfen. Im Deutschlandfunk bezeichnete er die derzeitigen Preise an den Tankstellen als nicht zumutbar.

    Die Bundesregierung plant nach Angaben des Deutschlandfunks keinen weiteren Tankrabatt. Damit bleibt eine erneute staatliche Entlastung an den Tankstellen aus, während die Debatte über den Umgang mit den hohen Spritpreisen anhält.

    „Die derzeitigen Preise an den Tankstellen seien nicht zumutbar“, sagte Bartsch im Deutschlandfunk.

    Zusammenfassung: Bartsch fordert angesichts hoher Benzinpreise ein Vorgehen der Bundesregierung. Laut Deutschlandfunk ist derzeit kein weiterer Tankrabatt geplant.

    Solarfenster gewinnen Energie aus Außen- und Innenlicht

    Ein Forschungsteam des University College London hat einen Prototyp einer halbtransparenten Solarzelle entwickelt, die an Fensterscheiben angebracht werden kann. Wie heise online berichtet, soll das Modul sowohl Sonnenlicht von außen als auch Kunstlicht aus dem Inneren eines Hauses zur Energiegewinnung nutzen.

    Dadurch könnte Strom nicht nur bei Sonnenschein erzeugt werden, sondern auch an bewölkten Tagen und abends, wenn in Innenräumen Licht eingeschaltet ist. Große Fensterflächen moderner Gebäude bleiben bislang häufig ungenutzt, weil herkömmliche Solarzellen aufgrund ihrer Intransparenz dort nicht eingesetzt werden können.

    Der Prototyp des Perowskit-Solarmoduls misst 30 cm × 30 cm. Die Wissenschaftler nutzten Computermodelle, um die Anordnung der verschiedenen Schichten und deren notwendige Dicke zu bestimmen. So sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Transparenz und Effizienz erreicht werden.

    Die verwendete Perowskit-Schicht ist 185 nm dünn und damit laut heise online etwa 500-mal dünner als ein menschliches Haar. Bei durchschnittlichen Solarzellen auf Perowskit-Basis ist diese Schicht normalerweise etwa drei- bis viermal so stark.

    Zur Verbesserung der Effizienz fügten die Forscher das Molekül 3-Trifluormethyl-1H-1,2,4-triazol hinzu. Es stabilisiert die Kristallstruktur des Perowskits, reduziert Defekte und soll dazu beitragen, dass Funktion und Effizienz länger erhalten bleiben.

    Für die Transparenz entwickelten die Wissenschaftler eine Elektrode aus zwei Molybdänoxid-Schichten mit einer dünnen Goldschicht dazwischen. Das Modul ist jedoch nicht vollständig lichtdurchlässig: Es lässt etwa 30 Prozent des Lichts durch, während normales Glas 80 bis 90 Prozent durchlässt.

    EigenschaftWert
    Abmessungen des Prototyps30 cm × 30 cm
    Dicke der Perowskit-Schicht185 nm
    Durchlässigkeit des Solarmodulsetwa 30 Prozent
    Durchlässigkeit von normalem Glas80 bis 90 Prozent
    Umwandlung von Innenraumlicht mit 1000 Lux22 Prozent
    Umwandlung von Sonnenlicht14 Prozent
    Erhalt der Effizienz nach künstlicher Alterung80 Prozent
    Zeitraum der Lichteinstrahlung300 Stunden

    Das Solarmodul kann laut heise online 22 Prozent des Innenraumlichts mit 1000 Lux und 14 Prozent des Sonnenlichts in Strom umwandeln. Bei einer künstlichen Alterung unter Lichteinstrahlung behielt die unverkapselte Solarzelle über einen Zeitraum von 300 Stunden 80 Prozent ihrer Effizienz bei.

    Die Forscher arbeiten nun an einer flexibleren Ausführung, die auch auf gewölbten Glasoberflächen eingesetzt werden kann. Ziel ist eine halbtransparente Fensterfolie, die direkt auf Fensterscheiben aufgebracht wird.

    Zusammenfassung: Der UCL-Prototyp verbindet teilweise transparente Fensterflächen mit Solarstromerzeugung aus Sonnen- und Innenraumlicht. Die weitere Entwicklung konzentriert sich auf flexible Anwendungen und eine Fensterfolie.

    Quellen:

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