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    Energiepolitik im Fokus: Sparpflichten, Agri-PV und globale Energieprojekte

    KI-generiert
    09.09.2026 26 mal gelesen 1 Kommentare

    Bundesregierung lockert Energiesparpflichten – Fraunhofer-Forscher warnen vor ausbleibenden Einsparungen

    Das Bundeskabinett hat am 24. Juni 2026 die Novelle des Energieeffizienzgesetzes beschlossen. Nach Darstellung von T-Online sollen dadurch Pflichten zur Energieeinsparung für zahlreiche Unternehmen entschärft werden; nun befasst sich der Bundestag mit dem Gesetzentwurf.

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    Eine Kurzstudie des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI untersucht, wie sich die Änderungen auf die Endenergieeinsparung auswirken könnten. Dafür verglichen die Wissenschaftler die erwartete Wirkung des aktuell geltenden Gesetzes mit der erwarteten Wirkung der geplanten Novelle.

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    Derzeit müssen Unternehmen mit einem jährlichen Endenergieverbrauch von über 2,5 Gigawattstunden wirtschaftliche Energieeffizienzmaßnahmen identifizieren und Umsetzungspläne erstellen. Unternehmen mit einem Verbrauch von über 7,5 Gigawattstunden müssen zusätzlich ein Energie- oder Umweltmanagementsystem einführen.

    Nach der geplanten Neuregelung soll diese Pflicht künftig erst für Unternehmen mit einem jährlichen Endenergieverbrauch von über 23,6 Gigawattstunden gelten. Unternehmen mit einem Verbrauch von über 2,77 Gigawattstunden sollen Energieaudits durchführen, sofern sie nicht bereits ein Energie- oder Umweltmanagementsystem nutzen.

    Die Fraunhofer-Forscher gehen davon aus, dass nicht alle Unternehmen zwischen 7,5 und 23,6 Gigawattstunden ihre bestehenden Systeme aufgeben würden. In ihrer Modellrechnung nehmen sie an, dass rund 42 Prozent der Unternehmen mit einem Verbrauch zwischen 7,5 und 10 Gigawattstunden, rund 49 Prozent der Unternehmen zwischen 10 und 15 Gigawattstunden sowie rund 57 Prozent der Unternehmen zwischen 15 und 23,6 Gigawattstunden ihre Systeme weiter nutzen.

    Jährlicher EndenergieverbrauchAnteil der Unternehmen mit angenommener weiterer Nutzung
    7,5 bis 10 GWhrund 42 Prozent
    10 bis 15 GWhrund 49 Prozent
    15 bis 23,6 GWhrund 57 Prozent

    Besonders relevant sei der Wegfall der verpflichtenden Umsetzungspläne für Unternehmen mit einem Jahresverbrauch von über 23,6 Gigawattstunden. Diese Unternehmen müssten zwar weiterhin ein Energie- oder Umweltmanagementsystem betreiben, die wirtschaftliche Bewertung und die standardisierte Planung von Maßnahmen würden jedoch entfallen.

    Ein besonderer Schwerpunkt der Studie liegt auf Unternehmen mit einem Verbrauch von mehr als 28 Gigawattstunden pro Jahr. Insgesamt soll es 3.511 solcher Unternehmen geben; ihr Jahresenergieverbrauch summiere sich auf insgesamt rund 730,2 Terawattstunden.

    Nach der Modellrechnung könnten durch die Novelle jedes Jahr rund 5,3 bis 5,6 Terawattstunden an neuen Endenergieeinsparungen gegenüber dem Fortbestehen der geltenden Regelung entfallen. Für das Jahr 2035 errechnen die Autoren jährlich rund 54,1 Terawattstunden weniger Endenergieeinsparungen; über den gesamten Betrachtungszeitraum bis 2035 summierten sich die geschätzten Mindereinsparungen auf rund 300 Terawattstunden.

    Fraunhofer betont, dass es sich um prognostizierte Werte und nicht um gemessene Größen oder sichere Prognosen handelt. Unsicher sei unter anderem, wie viele Unternehmen freiwillig an ihren Systemen festhalten und wie viele vorgeschlagene Maßnahmen tatsächlich umgesetzt würden.

    „Die Richtung des Ergebnisses“ sei trotz der Unsicherheiten robust, heißt es laut T-Online in der Studie.

    Die DENEFF beziffert die für 2035 erwartete Mindereinsparung auf 54 Milliarden Kilowattstunden jährlich. Je nach Elektrifizierungsfortschritt könne daraus eine Lastwirkung von mehreren Gigawatt entstehen, in einer Größenordnung von rund 7 bis 10 Kraftwerksblöcken à 450 Megawatt.

    Christian Noll, geschäftsführender Vorstand der DENEFF, warnt laut T-Online davor, Energieeffizienzpotenziale ungenutzt zu lassen. Leonard Burtscher vom Umweltinstitut München kritisiert, dass Vorgaben geschwächt würden, die Energie sparen, Kosten senken und die Widerstandsfähigkeit der Industrie stärken könnten.

    • Die Pflicht für Energie- oder Umweltmanagementsysteme soll von über 7,5 GWh auf über 23,6 GWh angehoben werden.
    • Für Unternehmen mit einem Verbrauch von über 2,77 GWh sind Energieaudits vorgesehen, sofern kein Managementsystem genutzt wird.
    • Bis 2035 könnten jährlich rund 54,1 TWh weniger Endenergieeinsparungen erreicht werden.
    • Über den Betrachtungszeitraum bis 2035 werden rund 300 TWh Mindereinsparungen geschätzt.

    Zusammenfassung: Die geplante Novelle soll Unternehmen von Pflichten entlasten, könnte nach der Fraunhofer-Modellrechnung aber erhebliche Energieeinsparungen verhindern. Die genannten Werte sind Prognosen und mit Unsicherheiten verbunden.

    Bundestag debattiert über den Etat für Wirtschaft und Energie

    In der Haushaltswoche des Bundestages stand eine Debatte zum Etat für Wirtschaft und Energie auf der Tagesordnung. Die ARD Mediathek veröffentlichte dazu eine phoenix-parlament-Sendung vom 8. September 2026 um 17:32 Uhr.

    Der Beitrag trägt den Titel „Haushalt: Etat für Wirtschaft und Energie“ und dokumentiert die Debatte im Bundestag. Weitere inhaltliche Angaben enthält der bereitgestellte Quelltext nicht.

    Infobox: Quelle: ARD Mediathek. Thema der Sendung ist die Debatte zum Etat für Wirtschaft und Energie in der Haushaltswoche des Bundestages.

    Agri-Photovoltaik in Schönefeld verbindet Landwirtschaft, Naturschutz und Stromerzeugung

    In Schönefeld bei Berlin ist eine Agri-Photovoltaik-Anlage auf rund 70 Hektar Fläche in Betrieb gegangen. Wie SZ.de unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur berichtet, sollen dort Ökolandwirtschaft, grüne Stromerzeugung und Maßnahmen für die Biodiversität miteinander verbunden werden.

    Geplant ist, dass rund 74.000 Solarmodule jährlich Strom für etwa 16.500 Haushalte produzieren. Mindestens 90 Prozent der Fläche sollen ökologisch bewirtschaftet werden.

    Unter den Solarmodulen, die in 3,50 Meter Höhe stehen, sollen Wildblumen aus regional erzeugtem Saatgut wachsen. Dadurch sollen Lebens- und Rückzugsräume für Insekten und Kleintiere entstehen.

    Zwischen den Modulreihen liegen jeweils elf Meter. Neun Meter davon können landwirtschaftlich genutzt werden. Der Biolandwirt Sven Geelhaar plant dort den Anbau von Wintergetreide wie Roggen sowie der Futterpflanze Luzernegras und von Hirse.

    „Sie schützen vor Hitze, Frost und Starkregen. Das sind alles Themen, die uns Landwirte stark beschäftigen“, sagte Biolandwirt Sven Geelhaar laut SZ.de.

    Die Modulreihen sind in Nord-Süd-Richtung ausgerichtet und können der Sonne folgen. Nach Angaben der Berliner Stadtgüter GmbH ermögliche dies 25 bis 30 Prozent mehr Stromertrag als fest aufgestellte Module, insbesondere an Tagesrandzeiten.

    Zusätzlich stellt die Berliner Stadtgüter GmbH in der Nähe von Ragow und Deutsch Wusterhausen 17 Hektar Fläche für die Ansiedlung von Brutvögeln wie der Feldlerche zur Verfügung. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung und von der Technischen Universität Dresden; unterstützt werden die Einrichtungen vom Bundesamt für Naturschutz.

    MerkmalAngabe
    Fläche der Anlagerund 70 Hektar
    Solarmodulerund 74.000
    Stromversorgungetwa 16.500 Haushalte
    Höhe der Solarmodule3,50 Meter
    Ökologisch bewirtschaftete Flächemindestens 90 Prozent
    Abstand zwischen den Modulreihenelf Meter
    Landwirtschaftlich nutzbarer Bereich zwischen den Reihenneun Meter
    Zusätzliche Fläche für Brutvögel17 Hektar
    Mehrertrag gegenüber fest aufgestellten Modulen25 bis 30 Prozent

    Zusammenfassung: Das Pilotprojekt in Schönefeld kombiniert Photovoltaik mit Ökolandwirtschaft und Biodiversitätsmaßnahmen. Die Anlage soll rund 74.000 Solarmodule umfassen und Strom für etwa 16.500 Haushalte erzeugen.

    Russland setzt im Fernen Osten auf Investitionen, Energieprojekte und China-Geschäfte

    Auf dem Ostwirtschaftsforum in Wladiwostok stellte Wladimir Putin am 3. September 2026 den Fernen Osten und die Arktis als Wirtschaftsmotor Russlands dar. Laut Telepolis ging es dabei um Investitionen, Technologie, Infrastruktur sowie die Stärkung der Beziehungen zu Ländern im asiatisch-pazifischen Raum.

    Putin erklärte, innerhalb von elf Jahren seien rund 25 Billionen Rubel, knapp 250 Milliarden Euro, an Kapitalinvestitionen in die fernöstlichen Regionen Russlands geflossen. Das Bruttoregionalprodukt des Fernen Ostens habe sich in elf Jahren mehr als verdreifacht.

    Die Arbeitslosigkeit in der Region bezifferte Putin auf 2,2 Prozent. Als wichtige Projekte nannte Telepolis unter anderem Hafenterminals, Eisenbahnstrecken, den Swesda-Schiffbaukomplex und die ersten Ausbaustufen der Amur-Gasverarbeitungsanlage.

    Bei einem Besuch der Swesda-Werft wurde Putin der LNG-Tanker „Pjotr Stolypin“ der Eisklasse Arc 7 präsentiert. Das Schiff steht laut Telepolis kurz vor seiner Probefahrt; zwei weitere Eistanker befinden sich im Bau.

    Zwei Arc-7-Tanker für das Projekt Arctic LNG 2 seien trotz Verzögerungen im Einsatz und verschifften LNG nach China. Die chinesischen LNG-Importe seien von Januar bis Juli im Vergleich zum Vorjahr fast 5 Prozent auf 33,79 Millionen Tonnen gesunken, während die Lieferungen aus Russland um knapp 25 Prozent auf 4,23 Millionen Tonnen LNG gestiegen seien.

    AngabeWert
    Kapitalinvestitionen in den Fernen Osten innerhalb von elf Jahrenrund 25 Billionen Rubel
    Umrechnung der Kapitalinvestitionenknapp 250 Milliarden Euro
    Arbeitslosigkeit im Fernen Osten2,2 Prozent
    Chinesische LNG-Importe von Januar bis Juli33,79 Millionen Tonnen
    Veränderung der chinesischen LNG-Importefast 5 Prozent gesunken
    Russische LNG-Lieferungen nach China4,23 Millionen Tonnen
    Veränderung der russischen LNG-Lieferungenknapp 25 Prozent gestiegen
    Anteil russischer LNG-Importe12,5 Prozent
    Anteil im Vorjahr9,5 Prozent

    Für die geplante Gasleitung Power of Siberia 2 wurde laut Telepolis der neue Name Power of Baikal vorgestellt. Über die Mongolei sollen künftig von der Jamal-Halbinsel am Nordmeer und aus Westsibirien 50 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr nach China geleitet werden.

    Russland und China vereinbarten, die Ausarbeitung eines Gasliefervertrags für das Projekt zu beschleunigen. Eine Zusage für einen solchen Vertrag bedeute dies jedoch noch nicht. Gleichzeitig wurde ein Anstieg des Energiehandels zwischen beiden Ländern um 20 Prozent genannt.

    Putin stellte außerdem die ganzjährige Beschiffung der Nordmeerroute als Ziel heraus. Am 6. September wurde laut Telepolis das arktische Ölterminal Bukhta Sever zusammen mit dem Projekt Vostok Oil von Rosneft in der Region Krasnojarsk eröffnet.

    Lieferengpässe bei Treibstoff infolge ukrainischer Drohnenangriffe spielte Putin dem Bericht zufolge herunter und bezifferte die Reparaturquote bei Raffinerien auf lediglich 10 Prozent. Die Wirtschaftszeitung Kommersant berichtete zugleich, dass Ölkonzerne wegen zunehmender Schäden an Raffinerien fast 60 Prozent der zwischen Mai und September abgeschlossenen Verträge mit der Petersburger Rohstoffbörse nicht erfüllen konnten.

    • Der Ferne Osten soll als Zentrum für Investitionen, Infrastruktur und Energieprojekte ausgebaut werden.
    • Russische LNG-Lieferungen nach China stiegen auf 4,23 Millionen Tonnen.
    • Der russische Anteil an den chinesischen LNG-Importen erhöhte sich auf 12,5 Prozent.
    • Power of Siberia 2 soll künftig Power of Baikal heißen und 50 Milliarden Kubikmeter Gas im Jahr transportieren.
    • Bei Raffinerien wurde eine Reparaturquote von 10 Prozent genannt.

    Zusammenfassung: Russland will den Fernen Osten und die Arktis durch Investitionen, Energieprojekte und engere Beziehungen zu China stärken. Zugleich berichtet Telepolis über wachsende russische LNG-Lieferungen nach China und Probleme bei der Versorgung mit Treibstoff.

    Kernfusion im Mittelpunkt einer Ausgabe von Spektrum der Wissenschaft

    Spektrum der Wissenschaft widmet die Ausgabe 10/2026 dem Schwerpunkt „Kernfusion – Der Traum von grenzenloser Energie“. Im Mittelpunkt steht der Traum vom Fusionskraftwerk.

    Die Ausgabe enthält außerdem Beiträge zum Terrell-Penrose-Effekt, zu Schwarzen Löchern, Mitochondrien, der messinischen Salinitätskrise, der Entwicklung des modernen Menschen, der Biervorliebe sowie zu Wetterextremen.

    Spektrum der Wissenschaft beschreibt die Ausgabe als monatliches Wissensangebot mit 12 Ausgaben im Jahr und über 80 Seiten. Die Beiträge sollen von Forschenden verfasst und mit Infografiken ergänzt werden.

    • Kernfusion: Der Traum vom Fusionskraftwerk
    • Terrell-Penrose-Effekt: Ein Phänomen der Relativitätstheorie
    • Schwarze Löcher und die Weltformel
    • Mitochondrien als Energiefabriken auf Wanderschaft
    • Messinische Salinitätskrise
    • Wetterextreme und Klima

    Infobox: Quelle: Spektrum der Wissenschaft. Die Ausgabe 10/2026 stellt Kernfusion und den Traum vom Fusionskraftwerk in den Mittelpunkt.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Ich finde den Artikel interesant, vorallem weil man mal sieht wie sehr Energiepolitik alles gleichzeitig sein soll: sparen, Industrie entlasten, Natur schützen, Strom bauen und nebenbei noch irgendwie unabhängig werden. Bei den neuen Schwellenwerten für Unternehmen bin ich aber echt skeptisch. 23,6 GWh klingt für mich als Laie erstmal nach extrem viel, aber wenn dann doch viele große Betriebe aus den Plänen rausfallen, geht vermutlich einiges an Einsparung verloren. 300 TWh bis 2035 ist jedenfalls keine kleine Zahl, auch wenn das natürlich nur eine Modellrechnung ist und nicht bedeutet das diese Energie sicher eingespart worden wäre.

    Was mir dabei fehlt ist die Frage, warum Unternehmen Energieeffizienz nicht sowieso freiwillig machen. Also klar, Strom und Gas kosten Geld, aber offenbar lohnt es sich nicht immer sofort oder die Investitionen sind zu teuer. Dann braucht es wohl doch Regeln, sonst wird am Ende nur auf den Preis geschaut und wenn der sinkt ist das Thema wieder vergessen. Die Entlastung klingt politisch schön, kann aber später teurer werden, wenn Netze und Kraftwerke für unnötigen Verbrauch ausgebaut werden müssen. Da spart man dann vielleicht Verwaltungskosten und zahlt es woanders wieder drauf.

    Das Agri-PV-Projekt in Schönefeld finde ich dagegen ziemlich überzeugend, zumindest auf dem Papier. 74.000 Module und gleichzeitig Landwirtschaft, Wildblumen und Brutvögel, das ist schon besser als einfach jede freie Fläche voll zu pflastern. Die 3,50 Meter Höhe stelle ich mir allerdings bei Wartung und Sturm etwas kompliziert vor. Und ob neun Meter zwischen den Reihen für alle Maschinen wirklich bequem sind, weis ich nicht. Ein Traktor ist ja nicht gerade ein kleines Fahrrad. Trotzdem ist der Gedanke gut, dass die Module sogar gegen Hitze und Starkregen helfen könnten. Wenn das mit Roggen, Luzerne und Hirse dauerhaft klappt, wäre das ein echtes Argument für solche Anlagen.

    Bei den Zahlen zum Mehrertrag bin ich etwas vorsichtig, weil 25 bis 30 Prozent mehr als feste Module ja stark von Standort, Wetter und der Technik abhängen dürfte. Aber gerade Strom am Morgen und Abend ist wertvoll, da die Sonne dann nicht so hoch steht. Vielleicht sollte man solche Projekte viel öfter testen, statt immer nur pauschal dafür oder dagegen zu sein. Es gibt ja nicht nur die eine perfekte Lösung, sondern viele Flächen und Bedingungen sind verschieden.

    Der Abschnitt zu Russland und China wirkt im Vergleich ziemlich weit weg von der deutschen Debatte, hängt aber natürlich trotzdem zusammen. Russland baut seine Energiegeschäfte um und China kauft mehr LNG aus Russland, während die gesamten chinesischen Importe gleichzeitig sinken. Das zeigt irgendwie, dass Energie nicht nur eine technische Sache ist, sondern auch Geopolitik und Abhängigkeit. Power of Baikal statt Power of Siberia 2 klingt für mich ehrlich gesagt eher nach umbenennen als nach einem fertigen Projekt. Ein Vertrag ist ja ausdrücklich noch nicht zugesagt, also sollte man die 50 Milliarden Kubikmeter nicht schon als sichere Zukunft behandeln.

    Auch bei der Reparaturquote der Raffinerien merkt man, wie unterschiedlich Aussagen sein können. Einer sagt 10 Prozent, gleichzeitig sollen fast 60 Prozent der Börsenverträge nicht erfüllt worden sein. Da fragt man sich schon, welche Zahl jetzt genau was misst. Propaganda gibt es vermutlich auf allen Seiten, besonders wenn es um Krieg und Energie geht. Jedenfalls ist es riskant, wenn ein Land immer mehr auf wenige Abnehmer und lange Transportwege setzt.

    Kernfusion klingt natürlich wieder nach der ganz großen Lösung, aber da bin ich inzwischen vorsichtig. Seit Jahren heist es, sie kommt bald, und dann dauert es doch immer weiter. Als Forschung ist das super spannend, aber für die Energieplanung bis 2035 kann man darauf wohl nicht bauen. Wir brauchen jetzt Effizienz, Netze, Speicher und erneuerbare Anlagen und nicht nur den Traum vom späteren Wunderkraftwerk. Vielleicht funktioniert Fusion irgendwann wirklich, aber bis dahin müssen wir mit den Lösungen klarkommen die schon existieren.AV在线

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