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    Energie-Pressespiegel: Gasheizungen werden teurer, Solarstrom wächst

    KI-generiert
    25.07.2026 233 mal gelesen 6 Kommentare

    Gasheizungen, Stromnetze und Solarstrom: Energiefragen im Pressespiegel

    IW-Studie warnt vor steigenden Kosten für Gasheizungen

    Die jährlichen Heizkosten einer neuen Gasheizung könnten sich bis 2040 fast verdoppeln. Das berichtet die WELT unter Berufung auf eine bislang unveröffentlichte Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln.

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    Nach Darstellung der Studie würde eine Wärmepumpe das Kostenrisiko in den kommenden Jahren deutlich reduzieren. In teilsanierten Altbauwohnungen könnten im Vergleich zu einer Gasheizung 1000 Euro oder mehr im Jahr eingespart werden, während die Heizkosten über viele Jahre weitgehend stabil bleiben könnten.

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    Kritisch bewertet das IW die Vorgaben des neuen Heizungsgesetzes. Der Einbau von Gas- und Ölheizungen bleibt demnach möglich, zugleich sollen diese Heizungen ab 1. Januar 2029 einen zunehmenden Anteil CO₂-neutraler Brennstoffe wie Biomethan nutzen. Das könnte die Kosten zusätzlich erhöhen.

    Die zuvor geltende 65-Prozent-Regelung, nach der neu eingebaute Heizungen mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden sollten, wird laut Bericht gestrichen. Sie galt seit 2024 zunächst für Neubauten in einem Neubaugebiet.

    „Haushalte könnten dadurch zu Investitionen verleitet werden, die zwar kurzfristig zulässig erscheinen, sich langfristig jedoch als unwirtschaftlich oder regulatorisch nicht tragfähig erweisen.“

    Infobox – WELT: Die IW-Untersuchung warnt vor einer möglichen fasten Verdoppelung der jährlichen Kosten für neue Gasheizungen bis 2040. Wärmepumpen könnten das Kostenrisiko senken und in teilsanierten Altbauwohnungen 1000 Euro oder mehr pro Jahr sparen.

    Forum in Neuss: Wasserstoff, Fernwärme und Stromnetz im Mittelpunkt

    In Neuss haben 3M, die Stadtwerke Neuss und die Wasserstoff-Initiative H2UB über Energiesicherheit und die Zukunft des Stromnetzes diskutiert. Die Veranstaltung „Energie – der Weg in die Zukunft“ fand im Pavillon der Industrie- und Handelskammer Mittlerer Niederrhein auf dem Wendersplatz statt, wie RP Online berichtet.

    Im Mittelpunkt standen die Fragen, wie ein zuverlässiges Energienetz gestaltet werden kann und wie die Stromversorgung künftig gesichert wird. Thomas Walkiewicz, Geschäftsführer der Stadtwerke Neuss, sprach über die kommunale Versorgung mit Gas, Fernwärme und Strom sowie über einen möglichen Einsatz von Wasserstoff im Stadtgebiet.

    Eine weitere Aufgabe sehen die Stadtwerke darin, viele kleine Kraftwerke, etwa Photovoltaikanlagen, an das Netz anzuschließen. Das Stromnetz stehe wegen der zunehmenden Elektrifizierung von Industrie und Mobilität vor großen Anforderungen. Gleichzeitig wachse der Anteil erneuerbarer und volatiler Energien.

    Frank Piller von der RWTH Aachen stellte das Forschungsprojekt „Safer Grid“ vor. Der Ansatz sieht ein dezentrales Stromnetz vor, bei dem das europäische Stromnetz in viele entkoppelt arbeitende Teilnetze aufgespalten wird. Die Energie könnte dabei asynchron ausgeglichen werden, was eine Abkehr von der festen Netzfrequenz von 50 Hertz bedeuten würde.

    „Es wird eine große Herausforderung zu zeigen, dass unser Modell auf nationale Ebene skalierbar ist.“

    Auch die Akzeptanz in der Gesellschaft wurde als wichtige Dimension der Energiepolitik benannt. Neben Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und Umweltverträglichkeit müsse die gesellschaftliche Akzeptanz berücksichtigt werden, etwa bei Fragen sozialer Gerechtigkeit oder der Flächenkonkurrenz.

    Bei der Diskussion kam zudem eine Flusswasserwärmepumpe am Niehler Hafen in Köln zur Sprache. Sie soll ab 2028 in Betrieb gehen, 50.000 Haushalte mit Wärme versorgen und 30 Prozent des Wärmebedarfs der Kölner Innenstadt abdecken. Die Kosten belaufen sich auf 280 Millionen Euro, von denen 100 Millionen Euro der Bund übernimmt.

    Infobox – RP Online: Das Forum stellte die wachsenden Anforderungen an das Stromnetz, dezentrale Netzmodelle, Wasserstoff und Fernwärme in den Mittelpunkt. Die Beteiligten betonten die Bedeutung von Innovation, regionaler Zusammenarbeit und gesellschaftlicher Akzeptanz.

    Ispringen plant Solaroffensive und kommunale Wärmeplanung

    Die Gemeinde Ispringen hat gemeinsam mit dem Unternehmen Energie Calw eine neue Gesellschaft gegründet. Nach Angaben von PZ-news wurde sie im Februar notariell aus der Taufe gehoben und soll künftig unter anderem Photovoltaikanlagen auf gemeindeeigenen Dächern errichten.

    Zu den Vorhaben gehört außerdem die Mitwirkung an der kommunalen Wärmeplanung, die der Gemeinderat in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung auf den Weg gebracht hat. Als ein konkretes Projekt wird der Ausbau von Photovoltaik auf dem Dach der Otto-Riehm-Schule genannt.

    Co-Geschäftsführerin Michaela Sieber skizzierte die Ziele für die kommenden Monate. Für das Dach der Schule sieht sie mit einer möglichen Energieerzeugung von 241 Megawattstunden pro Jahr das größte Potenzial.

    Infobox – PZ-news: Ispringen will mit einer neuen Gesellschaft den Ausbau kommunaler Photovoltaikanlagen vorantreiben und die Wärmeplanung unterstützen. Für das Dach der Otto-Riehm-Schule wird eine mögliche Energieerzeugung von 241 Megawattstunden pro Jahr genannt.

    Balkonsolaranlagen in Baden-Württemberg legen weiter zu

    In Baden-Württemberg sind im ersten Halbjahr 2026 Balkonsolaranlagen mit einer installierten Leistung von 38 Megawatt angemeldet worden. Im gesamten Vorjahr lag der Wert bei 74 Megawatt, berichtet SZ.de unter Berufung auf Angaben der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg und des Solar Clusters Baden-Württemberg.

    Im ersten Halbjahr 2026 machten Balkonsolaranlagen 4,6 Prozent der insgesamt neu zugebauten Leistung aus. Im Marktstammdatenregister wurden 28.037 Anlagen neu angemeldet, gegenüber 60.075 Anlagen im Gesamtjahr 2025.

    Kennzahl Wert
    Neu angemeldete Leistung im ersten Halbjahr 2026 38 Megawatt
    Neu angemeldete Leistung im Gesamtjahr 2025 74 Megawatt
    Anteil an der neu zugebauten Leistung im ersten Halbjahr 2026 4,6 Prozent
    Neu angemeldete Anlagen im ersten Halbjahr 2026 28.037
    Neu angemeldete Anlagen im Gesamtjahr 2025 60.075
    Registrierte Anlagen insgesamt 188.569
    Installierte Leistung insgesamt 197 Megawatt

    Die höhere Gesamtleistung trotz der geringeren Zahl neuer Anlagen wird mit der zunehmenden Leistung neuer Module erklärt. Außerdem würden inzwischen häufig mehr als zwei Module installiert.

    Die tatsächliche Zahl der Balkonsolaranlagen dürfte nach Einschätzung von Fachleuten deutlich höher liegen, weil nicht alle Anlagen angemeldet werden. Das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg schätzt, dass auf eine angemeldete Balkonsolaranlage insgesamt rund zwei nicht angemeldete Anlagen kommen.

    Als Gründe für den Boom nennt ZSW-Experte Tobias Kelm gesunkene Preise, leistungsfähigere Geräte, die größere Verfügbarkeit im Handel und die Strompreise. Hinzu kämen regulatorische Klarheit und der Abbau bürokratischer Hürden. Seit 2024 müssen Steckersolargeräte lediglich in einem vereinfachten Verfahren im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur registriert werden.

    Infobox – SZ.de: Im ersten Halbjahr 2026 wurden in Baden-Württemberg 28.037 Balkonsolaranlagen mit 38 Megawatt Leistung angemeldet. Insgesamt sind 188.569 Anlagen mit 197 Megawatt registriert; Fachleute gehen wegen nicht gemeldeter Anlagen von einer deutlich höheren tatsächlichen Zahl aus.

    Quellen:

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    Die Entwicklung bei den Balkonsolaranlagen finde ich echt erfreulich, gerade weil die Technik inzwischen viel einfacher und günstiger geworden ist. Was mir aber noch fehlt, sind klarere Infos für Mieter, etwa zur Montage am Balkon und zur Anmeldung – viele lassen es vermutlich genau deshalb bleiben. Und bei den steigenden Gasheizkosten zeigt sich mal wieder, dass eine kurzfristig einfache Lösung langfristig nicht unbedingt die billigste ist.
    Die Balkonsolar zahlen sind schon echt krass, vorallem wenn viele garnicht angemeldet sind. Aber bei den ganzen neuen Anlagen frag ich mich ob unser Stromnetz da überhaupt hinterher kommt, sonst haben wir bald viel Solarstrom und trotzdem kein Strom wenn die sonne weg ist. auserdem wären klare Infos für Mieter wirklich wichtig, da blickt doch keiner durch welche befestigung erlaubt ist und was man anmelden muss.
    Bei den Balkonanlagen sehe ich das ähnlich: Die vereinfachte Anmeldung ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber bei der Montage schrecken Mieter bestimmt noch viele Unsicherheiten ab. Gerade deshalb wären verständliche Hinweise von Vermietern und Behörden hilfreich, sonst bleibt manches Panel am Ende doch im Karton liegen.
    Die Zahlen zu den Balkonsolar dingern sind schon interresant, vorallem das angeblich auf jede angemeldete noch zwei heimliche kommen. Dann währen es ja nicht nur 188 tausend sondern grob 560 tausend anlagen, oder hab ich da die rechnung falsch zusammengewürfelt. Irgendwie auch logisch, viele denken bestimmt anmelden ist kompliziert oder der vermieter sagt gleich nein obwohl das ja inzwischen nichtmehr so einfach verboten werden kann. Bei den 241 megawattstunden auf dem Schuldach frag ich mich aber wieviel davon wirklich selber verbraucht wird und wieviel mittags ins netz weg geht, weil schule ist ja meistens zu wenn die sonne am stärksten scheint, ausser die kinder machen jetzt auch samstags unterricht wegen der energiewende.

    Das mit dem Stromnetz find ich ehrlich gesagt noch viel wichtiger als einzelne Balkonkraftwerke. Wenn überall Wärmepumpen, E autos und Solardächer gleichzeitig laufen muss das netz ja schon ziemlich zaubern können. Dieses Safer Grid mit mehreren Teilnetzen klingt spannend, aber ich verstehe nicht wie das ohne 50 Hertz genau funktionieren soll, Strom ist doch eigentlich immer 50 Hertz, dachte ich jedenfalls. Vielleicht muss man dann zuhause auch noch extra Geräte kaufen damit der Kühlschrank weis in welchem Teilnetz er gerade ist. Bei Wasserstoff bin ich auch skeptisch, der wird irgendwie bei jedem Energieproblem genannt, ist aber bestimmt nicht automatisch billig nur weil er grün ist. Und 280 millionen für eine Wärmepumpe ist natürlich viel Geld, aber wenn dafür wirklich 50.000 Haushalte Wärme kriegen könnten, kann sich das vieleicht langfristig rechnen.

    Am meisten stört mich das bei den Gasheizungen. Erst ist etwas erlaubt und ein paar Jahre später wird es durch neue Beimischungen praktisch unbezahlbar, da kann ein normaler Hausbesitzer doch kaum noch vernünftig planen. Die Wärmepumpe ist sicher nicht für jedes alte Haus sofort die Lösung, aber wenn in einer teilsanierten Wohnung 1000 Euro im Jahr gespart werden können, sollte man wenigstens ehrlich vergleichen und nicht nur auf die Anschaffung schauen. Förderungen ändern sich ja auch dauernd, heute gibts was und morgen ist der Topf leer. Insgesamt find ich gut das Solar weiter wächst, aber Bürokratie und klare Regeln für Mieter müssen noch viel besser werden, sonst bleibt das ganze wieder bei denen hängen die sowieso schon alles wissen.
    Das mit den vielen kleinen Solaranlagen find ich eigendlich am spannendsten, weil man da mal sieht das Energiewende nicht nur aus riesen Windparks und teuren Grossprojekten bestehen muss. 28.037 neue Anlagen in einem halben Jahr is schon ne menge, auch wenn bestimmt viele garnicht angemeldet werden. Dann wären es ja vielleicht sogar fast 3 mal soviel, wobei ich nicht weis ob diese Schätzung wirklich belastbar ist oder einfach nur hochgerechnet wurde.

    Was mir bei dem ganzen Thema Stromnetz noch fehlt ist die praktische Seite. Wenn immer mehr Leute PV, E-Autos und Wärmepumpen haben, muss der Strom ja auch irgendwie gleichzeitig durch die Leitungen passen. Das klingt bei dem dezentralen Modell aus Neuss interesant, aber ehrlich gesagt hab ich nicht ganz verstanden wie ein Netz ohne feste 50 Hertz funktionieren soll. Bei Strom denkt man ja immer, der muss überall gleich sein, sonst flackert am Ende noch die Kaffeemaschine oder so. Vieleicht ist das aber auch genau der Punkt, dass solche technischen Regeln irgendwann mit neuer Technik anders gelöst werden können.

    Die Solaroffensive in Ispringen finde ich ebenfalls sinnvoll. Gemeindliche Dächer stehen oft jahrelang einfach rum und werden nur nass, obwohl sie Sonne abbekommen. 241 Megawattstunden im Jahr klingt jedenfalls gewaltig, wobei ich nicht einschätzen kann wieviel eine Schule davon selber verbraucht und wieviel ins Netz geht. Wenn die Kommune dann noch Bürger bei der Wärmeplanung berät, könnte das mehr bringen als nur ein paar Solarmodule, weil die Leute dann hoffentlich konkretere Infos bekommen statt immer nur allgemeine Parolen.

    Bei Wasserstoff bin ich noch etwas skeptisch, nicht weil ich dagegen bin sondern weil der Begriff inzwischen für alles benutzt wird. Für manche Industrien ist das bestimmt wichtig, aber eine normale Wohnung mit Wasserstoff zu heizen klingt für mich nach ziemlich vielen Umwegen und hohen Kosten. Fernwärme kann dagegen gut sein, aber nur wenn sie auch wirklich langfristig bezahlbar bleibt und nicht plötzlich die einzige Leitung im Keller ist an der man nichts mehr ändern kann. Die Flusswasserwärmepumpe in Köln ist ein riesiges Projekt, 280 Millionen Euro sind schon eine Hausnummer. Wenn damit wirklich 50.000 Haushalte versorgt werden, kann es sich rechnen, aber solche Zahlen sollte man später auch mal mit den tatsächlichen Kosten vergleichen und nicht nur bei der Eröffnung feiern.

    Das eigentliche Problem ist wohl, dass man heute eine Heizung einbaut die 15 oder 20 Jahre halten soll, während sich Regeln und Energiepreise dauernd verändern. Da kann ein günstiger Einbau am Anfang am Ende die teurere Variante sein. Andererseits kann sich auch nicht jeder sofort eine Wärmepumpe und neue Dämmung leisten, vorallem in älteren Häusern mit mehreren Wohnungen. Deshalb braucht es klare Beratung und weniger Papierkram, sonst profitieren wieder hauptsächlich die Leute die sich sowieso schon auskennen. Bei Balkonsolar scheint der Abbau der Bürokratie ja tatsächlich etwas zu bringen, vielleicht könnte man sich davon bei anderen Energiethemen mal ne Scheibe abschneiden.

    solarPuffin
    Bei den vielen nicht angemeldeten Balkonanlagen frag ich mich ja wie genau die Zahlen überhaupt sein können, vermutlich stehen auf jedem zweiten Balkon noch geheime Mini-Kraftwerke rum und keiner weis davon.

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