Inhaltsverzeichnis:
Energiepolitik: Deutschland will Zusammenarbeit mit Indonesien ausbauen
Deutschland will seine energiepolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Indonesien intensivieren. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, reist Ministerin Alabali-Radovan mit einer Delegation aus Wirtschaftsvertretern der deutschen Energie- und Gesundheitsbranche in das südostasiatische Land.
Indonesien gilt laut WirtschaftsWoche als größte Volkswirtschaft Südostasiens und als strategisch wichtige Mittelmacht im Konflikt zwischen China und den USA. In der Metropolregion Jakarta leben rund 42 Millionen Menschen; zugleich habe Deutschland in der Region bislang kaum Fuß gefasst.
Im Mittelpunkt der Mission stehen erneuerbare Energien. Deutschland treibt gemeinsam mit Japan eine internationale Partnerschaft für die Energiewende mit Indonesien voran, über die rund 20 Milliarden US-Dollar mobilisiert werden sollen. Die Mittel sollen laut Ministerin je zur Hälfte aus öffentlichen und privaten Quellen stammen und zu über 90 Prozent in Form von Krediten bereitgestellt werden.
Mit den Geldern sollen der Ausbau erneuerbarer Energien und der Stromnetze sowie bessere Rahmenbedingungen für die Energiewende in Indonesien unterstützt werden. Zugleich sollen dadurch bessere Voraussetzungen für Investitionen deutscher Unternehmen geschaffen werden.
„Deutsche Unternehmen wie Siemens und Bayer wollen wir vor Ort besser unterstützen“, sagt Alabali-Radovan laut WirtschaftsWoche.
Die Ministerin sieht insbesondere bei bereits in Indonesien ansässigen deutschen Unternehmen Chancen, wenn diese frühzeitig in entwicklungspolitische Gespräche und Planungen einbezogen werden. Sie verweist außerdem auf die Zurückhaltung deutscher Firmen gegenüber Investitionen im globalen Süden, obwohl dort wichtige Absatzmärkte und Möglichkeiten zur Schaffung von Stabilität lägen.
„Ein Win-win für alle Beteiligten“, sagt Radovan laut WirtschaftsWoche.
Zusammenfassung: Deutschland und Japan wollen rund 20 Milliarden US-Dollar für Indonesiens Energiewende mobilisieren. Deutschland möchte damit erneuerbare Energien und Stromnetze fördern und zugleich Investitionen deutscher Unternehmen erleichtern.
Großspeicher soll Industriestandort Perlen zum Energie-Hub machen
Am Schweizer Industriestandort Perlen entsteht ein Batteriespeicher mit 10 MW Leistung und 20 MWh Speicherkapazität. Das berichtet finanzen.net unter Berufung auf eine EQS-Mitteilung vom 17. August 2026.
Investorin ist die BESS Perlen AG, ein Joint Venture der Perlen Industrieholding AG und der Anlagestiftung Valyou. Die Anlage wird auf dem Areal der Perlen Papier AG errichtet, einer Tochtergesellschaft der Perlen Industrieholding AG; die Gesamtprojektleitung übernimmt die wattss Group.
Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 vorgesehen. Der Speicher soll Strom flexibel aufnehmen und an den Strommärkten vermarkten können.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Leistung | 10 MW |
| Speicherkapazität | 20 MWh |
| Geplante Inbetriebnahme | Ende 2026 |
Zunächst ist die Teilnahme an den Regelenergiemärkten geplant. Perspektivisch soll der Batteriespeicher zusätzlich im Day Ahead und Intraday Handel eingesetzt werden.
„Mit dem Batteriespeicher entwickeln wir unser Industrieareal in Perlen zu einem modernen Energie-Hub weiter und erschließen neue Wertschöpfungspotenziale“, sagt Dr. Florian Geiger laut finanzen.net.
Die BESS Perlen AG wurde gegründet, um langfristig in Energiespeicherinfrastruktur zu investieren und deren Betrieb sicherzustellen. Die Anlagestiftung Valyou sieht in dem Projekt eine Verbindung von institutionellem Kapital, Industriestandort und Energietechnologie.
ADS-TEC Energy liefert das Batteriespeichersystem und bringt laut Mitteilung mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Entwicklung von Batteriespeichern, Leistungselektronik und Energiemanagementsystemen ein. Die wattss Group begleitet das Vorhaben von der Projektentwicklung über die technische Integration bis zur energiewirtschaftlichen Vermarktung.
„Großspeicherprojekte wie in Perlen zeigen, welches Potenzial in der Verbindung von Industrie und Energiemarkt steckt“, sagt Marco Rüegg laut finanzen.net.
Zusammenfassung: Ein Batteriespeicher mit 10 MW Leistung und 20 MWh Kapazität soll den Industriestandort Perlen erweitern. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2026 geplant; zunächst steht die Vermarktung über Regelenergiemärkte im Mittelpunkt.
Cyberkriminelle behaupten Datendiebstahl bei Energie- und Medizintechnikunternehmen
Die russischsprachige Cybercrime-Gruppe Cl0p behauptet, große Datenmengen von global tätigen Unternehmen erbeutet zu haben. Laut heise online sollen fast 50 Unternehmen betroffen sein, darunter Shell, Philips, General Electric und Fiserv.
Cl0p gibt an, 89 GByte Daten von Shell und 13,5 GByte von Philips erbeutet zu haben. Die Unternehmen bestätigten Cyberangriffe beziehungsweise Zugriffsversuche, haben einen tatsächlichen Datenabfluss aber nicht eingeräumt.
Shell soll nach Angaben der Gruppe Projektzeichnungen für Energieanlagen, Fotos von Industriestandorten, technische Inspektionsberichte und Projektplanungsmaterialien verloren haben. Bei Philips gehe es angeblich um Schaltpläne, Zeichnungen und Diagramme.
Beweise in Form von Beispielen der erbeuteten Daten habe Cl0p bislang nicht vorgelegt. Shell erklärte, man arbeite mit Sicherheitsteams und relevanten Experten an der Untersuchung der Situation.
„Philips hat einen versuchten Angriff auf die Cybersicherheit eines bestimmten Unternehmensservers im Zusammenhang mit internen Daten identifiziert und eingedämmt“, heißt es laut heise online in einer Stellungnahme.
Nach Angaben von Philips seien Kundenumgebungen nicht betroffen. Auch Fiserv erklärte laut heise online, es gebe keine Anzeichen dafür, dass Kundendaten oder der Betrieb betroffen seien.
Als möglicher Angriffsweg gelten Sicherheitslücken in nicht aktualisierter Software. Das Ransom-ISAC hatte am 22. Juli 2026 darauf hingewiesen, dass Cl0p Schwachstellen in PTC Windchill und FlexPLM ausnutze. Genannt wird die Sicherheitslücke CVE-2026-12569.
PTC habe zwar Patches veröffentlicht, Cl0p nutze die Schwachstellen in nicht aktualisierter Software jedoch weiter aus. Die betroffenen Unternehmen seien von der Gruppe per E-Mail über den behaupteten Datendiebstahl informiert worden.
- Cl0p behauptet fast 50 Opfer.
- Genannt werden unter anderem Shell, Philips, General Electric und Fiserv.
- Shell: angeblich 89 GByte erbeutete Daten.
- Philips: angeblich 13,5 GByte erbeutete Daten.
- Die Unternehmen bestätigen Angriffe oder Zugriffsversuche, aber keinen Datenabfluss.
- Als Angriffsweg werden Schwachstellen in PTC Windchill und FlexPLM genannt.
Zusammenfassung: Cl0p behauptet einen massiven Datendiebstahl bei Energie-, Medizintechnik- und weiteren Unternehmen. Die betroffenen Firmen untersuchen die Vorfälle; ein Datenabfluss ist laut heise online bislang nicht bestätigt.
Energie sparen im Alltag: Verbraucher empfehlen gemeinsames Kochen und gezielte Nutzung von Geräten
Verbraucher berichten von verschiedenen Möglichkeiten, im Haushalt Energie, Wasser und Geld zu sparen. T-Online stellt dabei Tipps vor, die unter anderem das Kochen, die Nutzung elektrischer Geräte und die Beleuchtung betreffen.
Beim Kochen empfiehlt der Beitrag, den Speiseplan so zu gestalten, dass Grundzutaten mehrfach verwendet werden. Werden beispielsweise Nudeln, Kartoffeln oder Reis am Vortag in größerer Menge zubereitet, können die Reste am folgenden Tag weiterverarbeitet werden; auch das Aufwärmen einer Mahlzeit sei günstiger als eine vollständige Neuzubereitung.
Für das Erhitzen von Wasser wird der Wasserkocher als Alternative zum Kochtopf genannt. Eine weitere Möglichkeit ist die Kochkiste: Der Topf wird nach dem Ankochen in eine mit Stroh oder Sägespänen ausgelegte Holzkiste gestellt und gart dort langsam weiter. Der Beitrag weist darauf hin, dass sich die Kochzeit dabei teilweise vervierfacht.
Gemeinsame Mahlzeiten können laut T-Online den Energieverbrauch verringern, weil einzelne Speisen nicht separat erwärmt und Räume nicht für jede Person einzeln beleuchtet oder beheizt werden müssen. Auch abwechselnde Einladungen mit Freunden oder Nachbarn werden als Möglichkeit genannt, an einem Tag den Energieaufwand für Kochen, Heizen und Beleuchtung zu vermeiden.
Beim Fernsehkonsum empfiehlt T-Online, ein- oder zweimal die Woche gemeinsame Fernsehabende zu veranstalten und das Gerät an den übrigen Abenden ausgeschaltet zu lassen. Als Alternativen werden Spieleabende, Lesen und gemeinsame Aktivitäten am Küchentisch genannt.
Auch bei der Beleuchtung sieht der Beitrag Einsparpotenzial. Beim Verlassen eines Raums sollte das Licht ausgeschaltet werden, selbst wenn der Raum nur für zehn Minuten verlassen wird. Zudem könne in bestimmten Situationen geprüft werden, ob die Helligkeit aus angrenzenden Räumen ausreicht.
Die Hinweise werden ausdrücklich als Anregungen bezeichnet. T-Online weist darauf hin, dass nicht ausgerechnet wurde, inwieweit die Tipps mehr Geld sparen als bereits bekannte Vorgehensweisen.
- Reste von Nudeln, Kartoffeln oder Reis für das nächste Gericht verwenden.
- Wasser für Nudeln, Reis oder Kartoffeln im Wasserkocher erhitzen.
- Eine Kochkiste zum langsamen Garen nutzen; die Kochzeit vervierfacht sich teilweise.
- Gemeinsame Mahlzeiten und abwechselnde Einladungen organisieren.
- Fernseher gezielt ein- oder zweimal die Woche nutzen.
- Licht beim Verlassen eines Raums ausschalten.
Zusammenfassung: T-Online bündelt Alltagstipps zum Sparen von Energie und Kosten. Im Mittelpunkt stehen die Mehrfachnutzung von Lebensmitteln, der Wasserkocher, gemeinsames Essen, begrenzte Fernsehnutzung und ein bewusster Umgang mit Licht.
Quellen:
- Alabali-Radovan: Energiewende-Mission nach Indonesien
- Großspeicher stärkt den Industriestandort Perlen als Energie-Hub
- Energie- und Medizintechnikkonzerne wohl Opfer massiven Datendiebstahls
- „Es ist so beeindruckend wieviel Energie Chip hat“
- Strom, Wasser, Essen: Verbraucher verraten ihre besten Spartricks
- Kofferfisch-Auto Deep Orange 17 soll mehr Energie erzeugen als verbrauchen






















