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    Energie im Wandel: Strom, Biogas und Meerwasser-Wärme im Fokus

    KI-generiert
    26.07.2026 233 mal gelesen 6 Kommentare

    Energie im Wandel: Strompreis-Prognose, Biogas-Umbruch und Meerwasser als Wärmequelle

    Strom soll in zwei Jahren günstiger sein als das fossile System

    Deutschland gibt nach Angaben von n-tv.de jedes Jahr 80 Milliarden Euro für Erdöl und Erdgas aus. Jan Lozek, Chef des Risikokapitalgebers Future Energy Ventures, bezeichnet diese Ausgaben als eine „unsichtbare Steuer“, weil das Geld in die USA, den Nahen Osten und nach Norwegen fließe und nicht in Deutschland reinvestiert werden könne.

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    Lozek sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für Deutschland und Europa. Energie sei ein wesentlicher Kostenfaktor der Industrieproduktion; wer fossile Energien aus anderen Ländern kaufe, sei gegenüber Wettbewerbern im Nachteil. In Deutschland würden weiterhin 57 Prozent fossile Energien benötigt, um Auto zu fahren und zu produzieren.

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    Zum Vergleich nennt das Interview Zahlen von Eurostat: Die EU-Staaten gaben im vergangenen Jahr 336,7 Milliarden Euro für Erdgas, Flüssigerdgas und Öl aus. Im Jahr 2022 waren es auf dem Höhepunkt der Energiekrise 693,4 Milliarden Euro.

    Als Ausweg fordert Lozek Investitionen in erneuerbare Energien, Wärmepumpen, Batteriespeicher und Elektroautos. Viele Haushalte und Industrien könnten die notwendigen Anschaffungen jedoch nicht aus eigener Kraft finanzieren. Deshalb plädiert er für eine Anschubfinanzierung, die zurückgezahlt werden könne und mit den erzielten Einsparungen verbunden werde.

    Ein zentrales Hindernis sieht der Investor bei Genehmigungen und Netzanschlüssen. Der Anschluss eines Wind- oder Solarparks sowie eines großen Batteriespeichers dauere je nach Region derzeit fünf bis sieben Jahre. Auch für die Vermarktung von Energie aus Haushalten und für die Verteilung erneuerbarer Wärme in Miethäusern müssten geeignete Marktsysteme und organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden.

    „In zwei Jahren wird der Strompreis niedriger sein als im alten fossilen System“, sagt Jan Lozek im Gespräch mit n-tv.de.

    Als weitere wichtige Säule nennt Lozek die Wärmewende. Wärme lasse sich vergleichsweise einfach elektrifizieren; eine Wärmepumpe könne bei hohen Temperaturen im Sommer zudem als Klimaanlage fungieren. Mehr Speicher könnten die Verfügbarkeit von Energie erhöhen und Preisspitzen senken.

    Lozek verweist außerdem auf den weltweiten Kapitalfluss in Energiewendetechnologien. Im vergangenen Jahr seien weltweit 2,5 Billionen Euro in Technologien investiert worden, die die Energiewende unterstützen oder voranbringen. Dazu zählt er unter anderem Wärmepumpen, Photovoltaik, die Elektrifizierung des Transports sowie Lösungen für Netzbetreiber.

    • Jährliche Ausgaben Deutschlands für Erdöl und Erdgas: 80 Milliarden Euro.
    • Fossiler Anteil am Energiebedarf für Autofahren und Produktion in Deutschland: 57 Prozent.
    • Ausgaben der EU-Staaten für Erdgas, LNG und Öl im vergangenen Jahr: 336,7 Milliarden Euro.
    • Ausgaben auf dem Höhepunkt der Energiekrise 2022: 693,4 Milliarden Euro.
    • Investitionen weltweit in Energiewendetechnologien im vergangenen Jahr: 2,5 Billionen Euro.

    Zusammenfassung: Laut n-tv.de sieht Jan Lozek in fossilen Importen eine dauerhafte finanzielle Belastung und erwartet, dass Strom in zwei Jahren günstiger als im alten fossilen System sein wird. Dafür seien Investitionen, schnellere Genehmigungen, ein leistungsfähigeres Stromnetz und politische Unterstützung erforderlich.

    Biogasbranche in Mecklenburg-Vorpommern steht vor tiefgreifendem Umbruch

    Die Biogasbranche in Mecklenburg-Vorpommern steht nach einem Bericht von SZ.de vor wichtigen Entscheidungen. Der Bauernverband Mecklenburg-Vorpommern fordert angesichts auslaufender Förderfristen verlässliche Rahmenbedingungen für die Betreiber von Biogasanlagen.

    Das Gros der 546 Biogasanlagen im Bundesland entstand zwischen 2006 und 2012. Bei mehr als der Hälfte der Anlagen läuft damit in den kommenden fünf Jahren die auf 20 Jahre befristete Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz aus. Die ersten Entscheidungen über einen Weiterbetrieb stehen dem Verband zufolge bereits ab Ende 2026 an.

    Für viele landwirtschaftliche Betriebe sind Biogasanlagen ein wichtiges wirtschaftliches Standbein. Sie verarbeiten Energiepflanzen, Gülle und andere Reststoffe, liefern Strom und Wärme und können einspringen, wenn Wind- und Solarenergie nicht ausreichend zur Verfügung stehen.

    „Biogas ist weit mehr als ein Stromlieferant“, sagte Bauernpräsident Karsten Trunk der Deutschen Presse-Agentur.

    Besonders kritisch bewertet der Bauernverband die vorgesehenen Regelungen für die Anschlussvergütung nach dem Ende der EEG-Förderung. Künftig solle die Einspeisung von Biogasstrom nur noch für maximal 3.000 Stunden im Jahr vergütet werden, vorwiegend in Zeiten, in denen Wind- und Solarenergie nur begrenzt verfügbar sind.

    Nach Einschätzung des Bauernverbands würden viele Betreiber dadurch nur noch einen Bruchteil ihrer bisherigen Erlöse erzielen. Damit stellt sich für zahlreiche Anlagen die Frage, ob ein Weiterbetrieb wirtschaftlich möglich ist und welche Rolle Biogas künftig im Energiesystem übernehmen kann.

    Umweltschützer bewerten den Einsatz von Biogasanlagen insbesondere bei der Nutzung von Mais anders. Der Nabu Schleswig-Holstein hatte im vorigen Jahr gefordert, die Einspeisevergütung für alle mit Mais und anderen Energiepflanzen gespeisten Biogasanlagen auslaufen zu lassen.

    Biogas aus Energiemais sei nach Darstellung des Nabu energetisch wenig effizient und trage kaum zum Klimaschutz bei. Die Förderung über das EEG mit einer 20-jährigen Garantie auf hohe Einspeisevergütungen bezeichnete der Verband als energie- und umweltpolitischen Fehler.

    AngabeWert
    Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern546
    Entstehungszeitraum des Gros der Anlagen2006 bis 2012
    Dauer der EEG-Förderung20 Jahre
    Beginn der ersten Entscheidungen über den Weiterbetriebab Ende 2026
    Maximal vergütete Einspeisung nach den vorgesehenen Regelungen3.000 Stunden im Jahr

    Zusammenfassung: SZ.de berichtet, dass mehr als die Hälfte der 546 Biogasanlagen in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden fünf Jahren vom Auslaufen der 20-jährigen EEG-Förderung betroffen ist. Der Bauernverband fordert Planungssicherheit, während Umweltschützer insbesondere die Nutzung von Mais zur Energiegewinnung kritisieren.

    No Angels setzen bei Konzert in Bopfingen auf direkte Energie

    Die Schwäbische Post berichtet über das Konzert der No Angels beim Festival „Summer Vibes“ im Stadtgarten von Bopfingen am 1. August. Die Band schätzt an kleineren Konzertorten vor allem die Nähe zum Publikum und die unmittelbaren Reaktionen.

    Im Interview erklären die Sängerinnen, dass die Energie in kleineren Städten oder an besonderen Orten direkter spürbar sei. Man sehe Gesichter, erhalte Reaktionen unmittelbar zurück und erlebe dadurch eine besonders echte Atmosphäre.

    Die Band spricht auch über mehrere abgesagte Konzerte in den vergangenen Wochen. Dafür habe es unterschiedliche Gründe gegeben; einige Dinge hätten außerhalb des Einflussbereichs der Band gelegen. Außerdem hätten derzeit viele Künstler mit rückläufigen Ticketverkäufen zu kämpfen, was auch an den No Angels nicht vorbeigehe.

    Nach Trennungen und späteren Wiedervereinigungen verbindet die Band laut Interview eine gemeinsame Geschichte mit gemeinsamen Höhen und Tiefen. Auch die Zeit außerhalb der No Angels sei wichtig gewesen, damit sich jede Sängerin unabhängig von der Band entwickeln konnte.

    Innerhalb der Gruppe gebe es unterschiedliche Dynamiken und Fähigkeiten. Eine Sängerin sei möglicherweise schneller beim Organisieren, eine andere habe ein besonderes Gespür für die Stimmung, während weitere Mitglieder eher praktisch dächten oder bemerkten, wenn emotional etwas nicht stimme.

    Die Rollen wechselten, so die Band, und nach 25 Jahren kenne man sich gut genug, um zu wissen, wer gerade Raum brauche, wer Verantwortung übernehme oder wer Ruhe in eine Situation bringe.

    „Heute ist es körperlich anstrengender als vor 25 Jahren. Aber mir macht es jetzt auf der Bühne mehr Spaß als früher“, sagte Jess der Schwäbischen Post.

    Sie könne heute bewusster genießen und besser einschätzen, was sie könne und was nicht. Häufig komme der Gedanke auf, wie schön es sei, dass die Band diese Erfahrungen noch immer machen dürfe.

    Das Konzert findet am Samstag, 1. August, um 20 Uhr statt. Tickets gibt es laut Schwäbischer Post bei Reservix ab 68 Euro.

    Die „Summer Vibes“ im Bopfinger Stadtgarten starteten im Jahr 2017. Als erste große Namen traten Max Giesinger und Christina Stürmer auf. Später folgten unter anderem Milow, Niko Santos, Ronan Keating und Alvaro Soler; im vergangenen Jahr waren Nena zweimal sowie Giovanni Zarella zu Gast.

    AngabeWert
    KonzertortStadtgarten Bopfingen
    VeranstaltungSummer Vibes
    KonzertterminSamstag, 1. August, 20 Uhr
    Ticketpreisab 68 Euro
    Bandgeschichte25 Jahre
    Start der Summer Vibes2017

    Zusammenfassung: Die No Angels verbinden ihren Auftritt in Bopfingen mit der besonderen Nähe kleiner Konzertorte. Die Band spricht außerdem über abgesagte Termine, ihre gemeinsame Geschichte und die Herausforderungen einer Live-Karriere nach 25 Jahren.

    Cuxhaven baut Energiespundwand für klimaneutrales Quartier

    Im Alten Fischereihafen von Cuxhaven entsteht nach Angaben des Merkur ein Energieprojekt, bei dem eine Kaimauer als Wärmetauscher genutzt wird. Eine 1.200 Meter lange Stahlspundwand soll Wärme und Kälte direkt aus dem Meerwasser gewinnen und damit ein gesamtes Stadtquartier versorgen.

    Hinter den rund 1750 Stahlbohlen verlaufen insgesamt rund 24 Kilometer Absorberrohre. Sie arbeiten nach dem Prinzip von Erdwärmesonden, verwenden als Energiequelle jedoch das Hafenwasser. Die gespeicherte Energie des Meerwassers wird über die Rohre aufgenommen und mit leistungsstarken Großwärmepumpen in Heiz- und Kühlenergie umgewandelt.

    Das System entnimmt kein Wasser und leitet auch kein Wasser ein. Die Spundwand dient ausschließlich als passiver Wärmetauscher im Hafenbecken. Nach Angaben des Merkur wurde die Technik zuvor in drei kleineren Versuchsanlagen erprobt; Cuxhaven ist nun die erste große Anlage weltweit.

    Die Lebensdauer der Spundwand wird mit bis zu 100 Jahren angegeben. Sie soll ganzjährig im Dauerbetrieb eingesetzt werden können und im Winter Wärme sowie im Sommer Kühlung für das Quartier bereitstellen.

    Die geplante Heizleistung beträgt 2.050 Kilowatt. Jährlich soll die Energiespundwand rund 5.000 Megawattstunden Wärmeenergie liefern. Versorgt werden soll ein rund 61.000 Quadratmeter großes Quartier rund um den Alten Fischereihafen mit Wohn- und Gewerbegebäuden.

    Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich laut Planung auf rund 3,135 Millionen Euro. Die Leitungen hinter den Stahlelementen kosten allein rund 2,5 Millionen Euro. Das Land Niedersachsen beteiligt sich mit einem Förderbescheid in Höhe von 1,4 Millionen Euro, was 45 Prozent der Investitionssumme entspricht.

    „Ein Projekt in dieser Größenordnung, mit Energie aus der Spundwand umliegende Gebäude mit Wärmepumpen klimaneutral zu versorgen, ist einzigartig in Deutschland“, sagte Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer.

    Das Projekt soll zeigen, wie Energie aus Meerwasser mit möglichst geringem Eingriff in die Umwelt genutzt werden kann. Die eingesetzten technischen Lösungen könnten laut Merkur als Demonstrationsobjekt für andere Quartiere und Kommunen dienen, sofern Flüsse, Seen oder Hafenbecken als Wärmequelle zur Verfügung stehen.

    In der Fachwelt gilt Aquathermie als Baustein der Wärmewende. Auch auf der Überseeinsel in Bremen wird Wasserenergie genutzt. Dort versorgt die Weser ein Quartier nahezu CO₂-neutral mit Strom, Wärme und Kälte.

    AngabeWert
    Länge der Stahlspundwand1.200 Meter
    Anzahl der Stahlbohlenrund 1750
    Länge der Absorberrohrerund 24 Kilometer
    Lebensdauer der Spundwandbis zu 100 Jahren
    Heizleistung2.050 Kilowatt
    Jährliche Wärmeenergierund 5.000 Megawattstunden
    Größe des Quartiersrund 61.000 Quadratmeter
    Gesamtkostenrund 3,135 Millionen Euro
    Kosten der Leitungenrund 2,5 Millionen Euro
    Förderung des Landes Niedersachsen1,4 Millionen Euro
    Anteil an der Investitionssumme45 Prozent

    Zusammenfassung: In Cuxhaven entsteht eine 1.200 Meter lange Energiespundwand, die Meerwasser als Wärme- und Kältequelle nutzt. Das Projekt soll ein rund 61.000 Quadratmeter großes Quartier mit einer Heizleistung von 2.050 Kilowatt und rund 5.000 Megawattstunden Wärmeenergie pro Jahr klimaneutral versorgen.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Also die Mischung aus Strompreis, Biogas, No Angels und Meerwasser is schon ziemlich wild zusammengestellt, aber irgendwie hats was. Bei der Aussage das Strom in zwei Jahren billiger sein soll als das alte fossile System bin ich ehrlich gesagt noch etwas skeptisch. Billiger für wen genau, für die Industrie oder auch für normale Haushalte? Auf meiner Rechnung sieht man von solchen Prognosen meistens erst mal garnix, ausser neue Abgaben und irgendein Grundpreis der wieder steigt. Trotzdem klingt es logisch, das 80 Milliarden für Öl und Gas jedes Jahr einfach wegfliesen und woanders die Wirtschaft ankurbeln. Das könnte man ja auch hier investieren, wenn die ganzen Anlagen und Netze mal schneller gebaut werden würden.

    Fünf bis sieben Jahre für einen Netzanschluss ist halt schon fast ein schlechter Witz. In der Zeit kann sich die Technik ja schon wieder geändert haben und der Antrag liegt warscheinlich noch bei irgendeinem Amt im Ordner. Batteriespeicher und Wärmepumpen bringen sicher was, aber die müssen sich normale Leute auch erstmal leisten können. Anschubfinanzierung mit späterer Rückzahlung hört sich besser an als einfach alles zu verbieten, wobei ich mich frage wer dann kontrolieren soll ob die Einsparungen wirklich so eintreten.

    Beim Biogas ist der Streit mit dem Mais nachvollziehbar. Wenn extra Mais angebaut wird nur damit er in eine Anlage kommt, konkurriert das doch irgendwie mit Futter und Lebensmitteln und braucht trotzdem Dünger und Diesel. Gülle und Reststoffe finde ich viel sinnvoller, da wird wenigstens etwas benutzt was sowieso anfällt. Andererseits kann Biogas halt genau dann einspringen wenn Sonne und Wind gerade Pause machen, das ist schon ein Vorteil. Nur 3000 Stunden Vergütung klingt für kleine Bauernhöfe vermutlich ziemlich knapp, besonders wenn die Anlage abbezahlt werden muss und dauernd irgendwas kaputt geht. Vielleicht müsste man stärker unterscheiden zwischen Maisanlagen und solchen die hauptsächlich Abfälle verwerten, sonst werden am Ende alle über einen Kamm geschoren.

    Die Energiespundwand in Cuxhaven finde ich dagegen richtig interressant. 24 Kilometer Rohre hinter einer Kaimauer klingt erstmal nach extrem viel Aufwand, aber wenn das wirklich 100 Jahre hält und ein ganzes Viertel heizen und kühlen kann, könnte es sich lohnen. Ich verstehe nur nicht ganz wie warm Meerwasser im Winter dann noch sein soll, aber die Wärmepumpe macht daraus vermutlich trotzdem genug, physik war nie meine stärkste Seite. Gut finde ich jedenfalls, dass kein Wasser rausgepumpt und wieder eingeleitet wird, dadurch gibt es hoffentlich weniger Ärger mit Fischen und Hafenzeug. 5000 Megawattstunden für 61.000 Quadratmeter klingt beeindruckend, wobei man bei solchen Zahlen immer wissen müsste wieviel davon tatsächlich bei den Wohnungen ankommt und wieviel unterwegs verloren geht.

    Und dann mittendrin die No Angels, deren Energie natürlich eine völlig andere Sorte ist. 68 Euro für ein Ticket ist aber auch nicht gerade geschenkt, da muss die direkte Energie im Stadtgarten schon ordentlich sein. Das mit den kleineren Orten kann ich verstehen, bei grossen Arenen sieht man ja oft nur die Köpfe von Leuten vor einem und die Band wirkt weit weg. Nach 25 Jahren noch gerne auf der Bühne zu stehen ist jedenfalls mehr wert als manche künstlich zusammengewürfelte Reunion. Vielleicht ist das sogar die beste Energiequelle im ganzen Artikel, nur leider speist sie kein Stromnetz ein. Insgesamt bleibt bei mir hängen, dass gute Ideen vorhanden sind, aber Genehmigungen, Geld und vernünftige Regeln entscheiden ob daraus auch wirklich was wird.
    Die Idee aus Cuxhaven finde ich wirklich spannend, vor allem weil dafür kein Meerwasser entnommen und wieder eingeleitet werden muss. Wenn solche Anlagen auch an Flüssen oder Seen funktionieren, könnten gerade neue Quartiere davon profitieren. Entscheidend wird aber sein, ob die Technik nach dem Pilotprojekt auch ohne hohe Fördergelder wirtschaftlich bleibt.
    Was mir in den bisherigen Kommentaren noch fehlt, ist der Blick auf die ganzen Übergangsphasen. Oft wird so getan, als müsse man nur schnell genug Windräder, Speicher und Wärmepumpen aufstellen und dann ist das Thema erledigt. In Wirklichkeit laufen aber alte und neue Systeme vermutlich noch viele Jahre parallel. Genau da entstehen die Kosten, weil Netze ausgebaut, Kraftwerke als Reserve vorgehalten und gleichzeitig neue Anlagen finanziert werden müssen. Die Prognose mit dem günstigeren Strom in zwei Jahren klingt deshalb zwar spannend, aber sie müsste viel genauer erklären, welche Kosten dabei überhaupt eingerechnet sind. Börsenstrom, Netzentgelte, Steuern, Umlagen und die Kosten für den Netzausbau sind für Verbraucher eben nicht dasselbe.

    Auch die genannten 2,5 Billionen Euro weltweite Investitionen sollte man nicht einfach als Beweis nehmen, dass die Energiewende automatisch ein Gewinn für alle wird. So viel Geld fließt natürlich auch in Firmen, die sich davon Rendite versprechen. Das ist grundsätzlich nichts Schlechtes, aber am Ende muss trotzdem jemand kontrollieren, ob daraus funktionierende Infrastruktur entsteht und nicht nur immer neue Geschäftsmodelle mit viel Werbung. Bei Förderprogrammen wird gern von Anschubfinanzierung gesprochen. Entscheidend wäre aber, ob die Rückzahlung wirklich fair geregelt ist und was passiert, wenn die erwarteten Einsparungen ausbleiben, weil Strompreise steigen, die Wärmepumpe nicht optimal läuft oder das Gebäude einfach schlecht gedämmt ist.

    Beim Biogas finde ich den Zeitpunkt ab Ende 2026 besonders wichtig. Viele Betreiber haben ihre Anlagen damals unter völlig anderen Bedingungen gebaut und vermutlich auch Kredite mit langen Laufzeiten aufgenommen. Wenn die Förderung endet, kann man nicht erwarten, dass alle Anlagen sofort ohne Weiteres marktfähig sind. Gleichzeitig wäre es aber auch falsch, jede bestehende Anlage dauerhaft zu subventionieren, nur weil sie schon da ist. Vielleicht sollte man stärker danach bezahlen, welchen tatsächlichen Nutzen eine Anlage gerade hat: Regelbarkeit, Wärmeversorgung, Nutzung von Gülle und Reststoffen oder Versorgung eines örtlichen Netzes. Eine Anlage, die hauptsächlich Abfallstoffe verarbeitet und genau dann Strom liefert, wenn er gebraucht wird, ist schließlich etwas anderes als eine große Maisanlage, die möglichst viele Betriebsstunden durchlaufen muss.

    Interessant wäre außerdem, was mit den Flächen passiert, wenn Anlagen stillgelegt werden. Werden dort dann wieder Lebensmittel angebaut, entstehen neue Naturschutzflächen oder wird der Mais einfach für andere Zwecke weiter angebaut? Und wer kümmert sich um die Anlagen, wenn sich der Weiterbetrieb nicht mehr lohnt? Das sind ziemlich praktische Fragen, die in politischen Debatten gerne untergehen. Ein Rückbau kostet schließlich ebenfalls Geld, und eine Biogasanlage verschwindet nicht einfach über Nacht.

    Bei Cuxhaven sehe ich vor allem den möglichen Vorbildcharakter. Nicht jede Stadt hat ein Hafenbecken direkt vor der Tür, aber das Prinzip könnte vielleicht auch an Kanälen, Baggerseen oder Flüssen funktionieren. Gerade für neue Quartiere ist es sinnvoll, die Energieversorgung früh mitzudenken, statt später einzelne Häuser mühsam nachzurüsten. Die Förderung von 1,4 Millionen Euro ist dabei natürlich ein erheblicher Anteil. Das ist als Demonstrationsprojekt nachvollziehbar, aber man sollte nach einigen Jahren offen auswerten, ob die Anlage tatsächlich die geplante Leistung bringt und wie hoch Wartungs- und Betriebskosten sind. Ein Projekt kann technisch funktionieren und trotzdem wirtschaftlich nur unter sehr besonderen Bedingungen sinnvoll sein.

    Die Angabe von bis zu 100 Jahren Lebensdauer hört sich beeindruckend an, sagt aber noch nicht viel über die Lebensdauer der Pumpen, Steuerungen und Absorbertechnik aus. Die Spundwand mag lange halten, die daran angeschlossenen Geräte müssen aber wahrscheinlich mehrfach erneuert werden. Gerade bei Hafenwasser stelle ich mir Korrosion und Ablagerungen als nicht ganz kleine Themen vor, auch wenn kein Wasser durch die Anlage gepumpt wird. Falls die Technik zuverlässig läuft, wäre das trotzdem ein starkes Argument für solche Lösungen, weil die Umweltbelastung im Betrieb offenbar vergleichsweise gering bleibt.

    Und bei den No Angels passt eigentlich der Gedanke der direkten Energie ganz gut zum Rest des Artikels. Auch dort geht es um Infrastruktur, nur eben um die zwischen Bühne und Publikum. Dass Konzerte in kleineren Orten nicht automatisch weniger wert sind, leuchtet mir ein. Für die Band dürfte die Nähe schöner sein, für den Veranstalter ist so ein Konzert aber vermutlich auch ein ordentliches Risiko, gerade wenn Ticketverkäufe allgemein zurückgehen. 68 Euro sind für viele kein spontaner Abend mehr, sondern eine Ausgabe, über die man nachdenkt. Vielleicht erklärt das auch, warum manche Veranstaltungen trotz bekannter Namen nicht ausverkauft sind.

    Insgesamt zeigt der Artikel für mich vor allem, dass Energiewende nicht aus einer einzelnen Wundertechnik besteht. Es braucht bezahlbare Finanzierung, passende Netze, vernünftige Speicher, flexible Biogasanlagen und Leute, die die Projekte auch tatsächlich planen und betreiben. Und zwischendrin muss man ehrlich sagen, was noch nicht funktioniert. Sonst wird aus einer guten Idee schnell eine teure Hochglanzmeldung. unerquicklich
    Was mir noch fehlt, ist der Blick darauf, wie solche Projekte eigentlich dauerhaft kontrolliert und gewartet werden. Gerade bei einer Anlage, die 100 Jahre halten soll, klingt die Rechnung schnell schön, aber Pumpen, Rohre und Technik bleiben ja nicht kostenlos. Wenn Cuxhaven damit wirklich Erfahrungen sammelt, wäre es wichtig, die Ergebnisse offen zu veröffentlichen, damit andere Kommunen nicht nur die Werbeversprechen übernehmen.
    Was bei der Energiespundwand noch spannend wäre: Wie gut funktioniert das Ganze eigentlich bei Sturm, starkem Frost oder wenn das Hafenbecken besonders trüb ist? Wenn sich die Technik bewährt, könnten gerade alte Hafenstandorte davon profitieren, weil die Wärmequelle praktisch schon vor der Haustür liegt.
    Was bei der Meerwasserwärme noch spannend wäre, ist die Wartung von den ganzen Rohren und der Spundwand, gerade im Hafen mit Salz und Rost. Wenn da nach ein paar Jahren was kaputt geht, wirds bestimmt schnell teuer und dann ist die schöne Rechnung wieder ganz anders. Ansonsten finde ich gut das solche Projekte erstmal im kleinen Quartier getestet werden, bevor gleich eine ganze Stadt damit geplant wird.

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