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    Energie im Fokus: Koalition prüft Kohlekraftwerke, Söder warnt vor Gasmangel

    KI-generiert
    02.09.2026 115 mal gelesen 5 Kommentare

    Koalition berät über Reaktivierung alter Kohlekraftwerke

    Die Koalition verhandelt über die Reaktivierung alter Kohlekraftwerke. Im Mittelpunkt steht nach Angaben der WirtschaftsWoche die Energieversorgung.

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    Der Beitrag der WiWo enthält darüber hinaus keine nutzbaren Informationen zu konkreten Kraftwerken, Zeitplänen oder politischen Positionen.

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    Zusammenfassung: Die Koalition befasst sich mit der möglichen Wiederinbetriebnahme alter Kohlekraftwerke.

    Ermittlungen nach Störung in Umspannwerk Bergheim

    Nach dem gestrigen Anschlag auf ein Kohlekraftwerk in Brandenburg gibt es offenbar einen weiteren Angriff auf eine Einrichtung der Energie-Infrastruktur. Im nordrhein-westfälischen Bergheim ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben nach einer Störung an einem Umspannwerk.

    Der Deutschlandfunk berichtet, dass ein Verdacht auf eine Straftat besteht. Weitere Angaben zum Ablauf der Störung, zu möglichen Schäden oder zu Tatverdächtigen enthält die vorliegende Meldung nicht.

    Zusammenfassung: In Bergheim laufen nach einer Störung an einem Umspannwerk Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine Straftat.

    Berghülen erzeugt sechsmal mehr Strom als die Gemeinde verbraucht

    Die Gemeinde Berghülen auf der Schwäbischen Alb erzeugt nach Angaben des SWR sechs Mal mehr Strom, als sie selbst verbraucht. Die rund 2.100 Menschen im Alb-Donau-Kreis verbrauchen im Jahr etwa 4,2 Millionen Kilowattstunden Strom, während auf dem Gemeindegebiet rund 27 Millionen Kilowattstunden aus Sonne, Wind und Biogas produziert werden.

    Begonnen hat die Entwicklung 1999 mit dem ersten Windrad. Heute stehen auf der Gemarkung sechs Windräder, außerdem gibt es eine Photovoltaik-Anlage auf einer drei Hektar großen Fläche, eine private Biogasanlage auf einem Bauernhof sowie zahlreiche Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern und landwirtschaftlichen Schuppen.

    Die Gemeinde setzte dabei auf die Beteiligung der Bürger. 2007 wurde eine Photovoltaik-Anlage auf dem Turnhallendach mit Bürgerbeteiligung errichtet; innerhalb kürzester Zeit wurden dafür 250.000 Euro eingesammelt. Die Anleger erhalten seither einen Abschlag, wenn die Sonne scheint und Strom produziert wird.

    Die 2012 gegründete Bürgerenergiegenossenschaft ist inzwischen an der großen neuen Photovoltaikanlage sowie an drei der sechs Windräder beteiligt. Wer investiert hat, erhält eine Gewinnbeteiligung.

    Auch die Gemeinde profitiert finanziell. Pachteinnahmen aus der Fläche der Photovoltaikanlage fließen direkt in die Gemeindekasse. Zudem können Betreiber großer Solar- und Windkraftanlagen die Gemeinde nach dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 mit 0,2 Cent pro auf ihrer Gemarkung erzeugter Kilowattstunde Strom beteiligen.

    Trotz des hohen Überschusses gilt Berghülen zumindest auf dem Papier nicht als stromautark. Der produzierte Strom wird in das überörtliche Netz eingespeist und kann nicht gezielt vor Ort verbraucht werden. Nach Einschätzung des ehemaligen Bürgermeisters Bernd Mangold fehlen dafür die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen.

    Berghülen will nach Angaben des SWR bis 2030 nicht nur strom-, sondern auch wärmeneutral werden. Damit läge das Ziel vor den Zieljahren von Land, Bund und EU, die mit 2045 beziehungsweise 2050 angegeben werden.

    AngabeWert
    Einwohnerzahlrund 2.100
    Jährlicher Stromverbrauchetwa 4,2 Millionen Kilowattstunden
    Stromproduktion auf dem Gemeindegebietrund 27 Millionen Kilowattstunden
    Windrädersechs
    Fläche der Photovoltaik-Anlagedrei Hektar
    Investitionssumme für die Anlage auf dem Turnhallendach250.000 Euro
    Beteiligung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 20230,2 Cent pro auf der Gemarkung erzeugter Kilowattstunde Strom
    Ziel für Strom- und Wärmeneutralität2030

    Infobox: Berghülen produziert rund 27 Millionen Kilowattstunden Strom und verbraucht etwa 4,2 Millionen Kilowattstunden. Der Überschuss wird in das überörtliche Netz eingespeist; eine gezielte Versorgung der Menschen vor Ort ist laut SWR nicht möglich.

    Bremer Forschung zeigt Vorboten der Energieversorgung der Zukunft

    Die Ausbauziele für erneuerbare Energien sehen vor, die Leistung mindestens zu verdoppeln. In Bremen und Bremerhaven wird nach Angaben von buten un binnen intensiv für die Energiewende geforscht.

    Der Beitrag ist Teil einer Wochenserie und wurde am 1. September 2026 veröffentlicht. Konkrete Forschungsprojekte, technische Ergebnisse oder Leistungsdaten nennt der vorliegende Inhalt nicht.

    Zusammenfassung: Bremer Forschung beschäftigt sich mit der Energieversorgung der Zukunft, während die Ausbauziele für erneuerbare Energien eine mindestens doppelte Leistung vorsehen.

    Söder und Aiwanger warnen vor unzureichenden Gasspeicherfüllständen

    Angesichts bislang unzureichend gefüllter Gasspeicher schlagen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Alarm. Sie verlangen vom Bund, rasch für ausreichende Füllstände zu sorgen, und fordern eine nationale Gasreserve.

    Söder sagte nach einer Kabinettssitzung in München, die aktuelle Füllung der Gasspeicher bereite Sorgen. „Im Moment ist es noch zu wenig, und es deutet sich wieder eine Zitterpartie an.“ Der Bund müsse sowohl für diesen Winter als auch für die nächsten Winter handeln.

    „Wir brauchen letztlich am Ende eine nationale Gasreserve, ähnlich wie wir sie beim Öl haben“, forderte Markus Söder.

    Nach Angaben Aiwangers liegt der Gasspeicherfüllstand in Deutschland derzeit bei rund 50 Prozent. In Bayern liege der Füllstand bei den rein bayerischen Gaslagern deutlich darunter; gemeinsam mit Österreich komme man auch in etwa auf 50 Prozent.

    Zum 1. November seien jedoch 70 Prozent nötig, sagte Aiwanger. Wenn die Einspeicherung nicht deutlich schneller gehe, werde dieses Ziel nicht erreicht. Ein kalter Winter, Lieferverzögerungen beim LNG-Gas oder eine weitere internationale Krisensituation könnten dazu führen, dass Gas knapp werde.

    Aiwanger forderte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche auf, das Thema zur Chefsache zu machen. Es gehe darum, Gas zu bestellen und einzulagern, statt lediglich auf eine Entspannung zu hoffen.

    Eine nationale Gasreserve müsse nach Aiwangers Vorstellung nicht unbedingt 90 Tage reichen. Er sagte, bei der Gasreserve wären vielleicht schon drei Wochen ausreichend, damit Gas für Krisenzeiten in den Speichern vorgehalten und abgerufen werden könne.

    ThemaAngabe
    Gasspeicherfüllstand in Deutschlandrund 50 Prozent
    Füllstand in Bayerndeutlich darunter
    Erforderlicher Füllstand zum 1. November70 Prozent
    Von Aiwanger vorgeschlagene Dauer der Gasreservedrei Wochen
    Genannte mögliche längere Reservendauer90 Tage
    • Söder fordert eine nationale Gasreserve ähnlich der Ölreserve.
    • Aiwanger warnt vor möglichen Engpässen bei kaltem Winter, Lieferverzögerungen beim LNG-Gas oder einer weiteren internationalen Krisensituation.
    • Zum 1. November sollen 70 Prozent erreicht werden.

    Infobox: In Deutschland liegt der Gasspeicherfüllstand laut Aiwanger bei rund 50 Prozent, in Bayern bei den rein bayerischen Gaslagern deutlich darunter. Für den 1. November werden 70 Prozent genannt; Söder und Aiwanger verlangen deshalb schnelle Maßnahmen des Bundes und eine nationale Gasreserve.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Also irgendwie zeigt der Artikel ganz gut das ganze Energie chaos, erst alte Kohlekraftwerke wieder anwerfen weil gas vielleicht knapp wird, gleichzeitig soll alles sauberer werden und dann gibt es Gemeinden wie Berghülen die sechsmal mehr Strom machen als sie selber brauchen. Da frag ich mich schon warum das nicht viel besser zusammen funktioniert, der Strom ist ja offenbar da aber kann vor Ort nicht richtig genutzt werden. 27 millionen Kilowattstunden bei nur 4,2 millionen verbrauch klingt erstmal nach extrem viel, aber wenn das alles ins Netz geht und bei den Leuten trotzdem nichts direkt ankommt dann fehlt wohl nicht nur Strom sondern auch planung und Leitungen.

    Die Bürgerbeteiligung dort finde ich eigentlich ziemlich interresant. Wenn die Leute selber in Windräder oder Solar investieren und dann was davon zurück bekommen, sind sie vielleicht auch eher dafür. Sonst heist es immer nur die Bürger sollen die Energiewende akzeptieren, aber am Ende verdienen andere daran und vor dem eigenen Fenster steht das Windrad. So mit Beteiligung ist es wenigstens nicht ganz so einseitig, auch wenn ich nicht genau weis wie hoch dieser Abschlag bei der Turnhallenanlage wirklich ist. Das wurde leider nicht genauer erklärt, genauso wenig wie die Forschung in Bremen. Überschrift klingt spannend, aber konkrete Ergebnisse fehlen dann doch komplett, da bleibt man etwas ratlos zurück.

    Bei den alten Kohlekraftwerken bin ich sehr gespalten. Einerseits ist Versorgungssicherheit natürlich wichtig und ein kalter Winter ist kein theoretisches Problem. Andererseits sind alte Kraftwerke ja nicht plötzlich modern und sauber, nur weil man sie wieder einschaltet. Vermutlich brauchen die auch erstmal Reparaturen und kosten ordentlich Geld, bevor überhaupt Strom rauskommt. Und wenn man gleichzeitig neue erneuerbare Anlagen ausbaut, aber dann bei jeder Krise wieder auf Kohle zurück fällt, wird die ganze Sache auch nicht gerade übersichtlicher. Vielleicht braucht es einfach mehr Speicher, bessere Netze und klare Reservekraftwerke, aber das ist als Laie natürlich leicht gesagt und technisch bestimmt komplizierter.

    Die Meldung aus Bergheim finde ich auch beunruhigend, gerade weil kaum details genannt werden. Eine Störung an einem Umspannwerk kann ja vieles sein, technischer Fehler oder absichtliche Beschädigung, und sofort denken alle an Anschlag. Wenn es wirklich eine Straftat war, sollte man die Infrastruktur natürlich besser schützen. Ohne Umspannwerke bringt einem das schönste Windrad nämlich auch nicht viel, der Strom kommt dann trotzdem nicht dort hin wo er gebraucht wird. Vielleicht sollte man über solche Anlagen weniger genaue einzelheiten veröffentlichen, damit nicht noch jemand auf dumme Ideen kommt, aber die Bevölkerung sollte trotzdem wissen ob eine gefahr besteht.

    Die Gaswarnungen von Söder und Aiwanger wirken auf mich teilweise wie echte Vorsorge und teilweise wie politisches Alarm machen. 50 Prozent Speicherfüllung hört sich erstmal halb leer an, ist aber wohl nicht automatisch gleich eine Katastrophe weil ja laufend Gas nachkommt. Die 70 Prozent bis November sind dann aber schon eine konkrete Zahl. Was mir fehlt ist die Erklärung wer diese Reserve bezahlt und wer entscheidet wann sie benutzt wird. Drei Wochen Reserve kann wenig oder viel sein, kommt ja darauf an wie kalt es ist und wie stark Industrie und Haushalte verbrauchen. 90 Tage Ölreserve kann man nicht einfach mit Gas vergleichen, weil Gas verbraucht sich im Winter viel schneller und Leitungen spielen auch eine Rolle.

    Am ende ist Berghülen irgendwie der hoffnungsvollste Teil von dem ganzen Artikel. Nicht weil dort alles perfekt ist, sondern weil man sieht das Gemeinden tatsächlich selber etwas aufbauen können. Sechs Windräder, Solar und Biogas, dazu Bürger die sich beteiligen, das klingt nach einem Modell das man sich zumindest genauer anschauen sollte. Aber stromautark ist man eben trotzdem nicht, nur weil auf dem Papier mehr erzeugt wird als verbraucht. Das verstehen viele wahrscheinlich falsch und dann wird gleich wieder behauptet die Energiewende sei entweder total gelöst oder kompletter unsinn. In wirklichkeit ist es komplizierter, wie meistens bei Politik und Technik.

    Hoffentlich werden diesmal nicht nur Schlagzeilen produziert, sondern auch konkrete Zeitpläne und Lösungen. Alte Kohle für den Notfall, Gasreserven, Netzausbau, Speicher und erneuerbare Energien müssten doch irgendwie zusammen gedacht werden. Sonst diskutiert jede Seite nur über ihr Lieblingsthema und im nächsten Winter wundern sich alle wieder warum es teuer und knapp wird.
    Was mir bei dem ganzen Thema noch fehlt ist eine halbwegs verständliche Erklärung wie das eigentlich alles bezahlt werden soll. Alte Kohlekraftwerke wieder flott machen klingt ja erstmal nach Notfalllösung, aber die stehen doch nicht einfach rum wie ein Fahrrad im Keller und laufen nach fünf minuten wieder. Da müssen Leute ran, Ersatzteile her und wahrscheinlich auch irgendwelche Prüfungen gemacht werden. Und am ende wird das dann vielleicht für ein paar kalte Tage gebraucht, während die Kosten trotzdem dauerhaft anfallen. Wer das zahlt ist dann vermutlich wieder der Stromkunde, also wir, aber dazu liest man erstaunlich wenig

    Auch bei Berghülen wird immer nur die grosse Zahl von 27 millionen Kilowattstunden genannt. Das ist natürlich beeindruckend, aber Strom ist ja nicht gleich Strom, also nicht jede Kilowattstunde ist zu jeder Zeit verfügbar. Nachts produziert die Solaranlage nichts und wenn kein Wind geht stehen die Windräder vieleicht auch still. Dafür kann an einem windigen sonnigen Tag sehr viel auf einmal entstehen. Dann ist der Überschuss nicht unbedingt nutzbar sondern muss irgendwo hin, und genau da kommen Netze und Speicher ins spiel. Ich dachte früher ehrlich gesagt auch, wenn eine Gemeinde mehr produziert als sie verbraucht dann ist sie automatisch unabhängig, aber offenbar ist das eher eine Rechenaufgabe auf dem Papier als im echten Leben

    Interessant wäre auch, ob die sechs Windräder und die Solaranlagen überhaupt in derselben Gegend genug Leitungen haben oder ob der Strom erst viele kilometer weiter geschickt werden muss. Ein Netz kann man schliesslich nicht einfach nachträglich vergrössern wie einen Gartenschlauch. Wenn immer mehr Gemeinden Strom erzeugen, aber die Leitungen nicht mitwachsen, gibt es irgendwann vielleicht viel Strom und trotzdem Engpässe. Das ist irgendwie die absurde Seite der Energiewende: zu viel Strom am falschen Ort und zu wenig am richtigen Ort. Und dann wird wahrscheinlich wieder gesagt die erneuerbaren seien unzuverlässig, obwohl teilweise eher die Infrastruktur das Problem ist

    Das Ziel von Berghülen bis 2030 auch bei der Wärme neutral zu werden finde ich mutig, aber da wird es meiner Meinung nach erst richtig kompliziert. Strom kann man mit Anlagen erzeugen, aber Wärme braucht dann wieder andere Technik, etwa Wärmepumpen, Nahwärme oder vielleicht Biogas. Nicht jedes alte Haus ist dafür sofort geeignet und nicht jeder kann mal eben zehntausende Euro in eine neue Heizung stecken. Wenn eine Gemeinde sowas schaffen will, muss sie auch die Bürger mitnehmen und nicht nur schöne Zahlen in einer Broschüre drucken. Sonst ist das Ziel zwar auf dem Papier grün, aber im Geldbeutel ziemlich dunkel

    Bei der Bürgerenergie ist ausserdem die Frage wie viel Leute wirklich mitmachen können. 250.000 Euro klingt für eine Gemeinde vielleicht machbar, für einzelne Familien ist das aber trotzdem eine menge Geld. Wer wenig verdient kann nicht einfach investieren und später auf eine Gewinnbeteiligung hoffen. Deshalb sollte man bei solchen Modellen vielleicht auch kleine Beträge ermöglichen, sonst profitieren am Ende hauptsächlich die, die sowieso schon etwas übrig haben. Bürgerbeteiligung ist gut, aber sie darf nicht bedeuten, dass man sich die Akzeptanz kaufen muss und alle anderen schauen nur zu

    Die Sache mit der gesetzlichen Beteiligung von 0,2 Cent pro Kilowattstunde hört sich auch erstmal klein an, wird bei 27 millionen Kilowattstunden aber natürlich zu einem gewissen Betrag. Ich hab das kurz überschlagen und komme auf ungefähr 54.000 Euro, falls die Regelung auf die ganze genannte Erzeugung angewendet wird. Ob das wirklich genau so gerechnet wird weis ich aber nicht, vielleicht gelten da noch Bedingungen oder es wird nicht alles einbezogen. Jedenfalls sieht man daran, dass Gemeinden nicht nur Belastungen durch Baustellen und Landschaftsveränderungen haben müssen, sondern auch direkt etwas davon haben können. Das könnte bei neuen Projekten viel Streit verhindern, aber sicher nicht jeden

    Bei der Bremer Forschung ist mir aufgefallen, dass Forschung immer sehr positiv klingt, aber im Artikel dann gar nicht steht, woran genau gearbeitet wird. Erste Vorboten der Zukunft kann halt alles heissen, von besseren Batterien bis zu Wasserstoff oder irgendwas mit künstlicher Intelligenz. Ein paar konkrete Beispiele wären schon hilfreich gewesen. Sonst bleibt beim Leser nur hängen, dass irgendwo geforscht wird und die erneuerbaren verdoppelt werden sollen. Das ist ein bisschen wie ein Filmtrailer ohne Film, man bekommt Hoffnung gemacht aber weis danach nicht mehr als vorher

    Und auch bei den Gaszahlen wäre eine zeitliche Einordnung wichtig. 50 Prozent hört sich als einzelne Zahl dramatisch an, aber Speicher werden ja nicht immer auf 100 Prozent gehalten und Gas wird laufend eingespeichert und entnommen. Ausserdem ist Bayern nicht komplett vom eigenen Speicher getrennt, wenn Gas durch ein gemeinsames Netz fliesst. Das ist alles nicht so einfach wie eine Wasserflasche halb voll oder halb leer. Trotzdem verstehe ich, dass drei Wochen Reserve in einer echten Krise sehr schnell weg sein können, besonders wenn Industrie und Haushalte gleichzeitig viel brauchen. Ob drei Wochen sinnvoll sind oder 90 Tage, können Politiker aber nicht einfach nach Gefühl festlegen, da müsste es Szenarien und Zahlen geben

    Was mich bei Söder und Aiwanger etwas stört ist dieses ständige warnen ohne genau zu sagen was jetzt konkret gemacht wird. Eine Warnung kann sinnvoll sein, damit niemand überrascht wird. Aber wenn dauernd Zitterpartie und Krise gesagt wird, stumpfen die Leute auch ab oder kaufen am ende wieder unnötig alles leer. Wenn der Bund Gas einkaufen soll, muss man auch erklären zu welchem Preis und nach welchen Regeln. Staatliche Reserve klingt beruhigend, kostet aber auch Geld und kann falsch geplant werden. Vielleicht ist eine Reserve nötig, vielleicht auch nicht in dem Umfang, aber die Debatte sollte weniger aus Schlagworten und mehr aus nachvollziebaren Rechnungen bestehen

    Und noch ein Gedanke zu dem Anschlag in Brandenburg und der Störung in Bergheim: Gut dass ermittelt wird, aber solange fast keine details bekannt sind, sollte man mit dem Wort Anschlag vorsichtig sein. Eine Störung kann vieles sein, ein technischer Defekt, ein Kabelbrand oder eben absichtliche Beschädigung. Wenn sofort jeder Vorfall als Angriff eingeordnet wird, macht das die Leute nur nervös und hilft den Ermittlungen wahrscheinlich auch nicht. Andererseits muss kritische Infrastruktur natürlich geschützt werden, denn ohne Umspannwerk bringen einem auch sechs Windräder nicht viel. Vielleicht sollte es mehr Sicherheitskonzepte und Ersatzmöglichkeiten geben, damit ein einzelner Standort nicht gleich für ganze Regionen zum Problem wird

    Am Ende zeigt der Artikel eigentlich weniger eine fertige Lösung als viele einzelne Baustellen. Berghülen zeigt, dass vor Ort viel möglich ist, die Gasdebatte zeigt die Abhängigkeit von Reserven und Lieferungen, und die Kraftwerke zeigen dass man politisch noch immer zwischen alten und neuen Systemen hängt. Dazu kommen Netze, Speicher, Wärme, Preise und Sicherheit. Alles hängt irgendwie zusammen, aber in den Meldungen wird immer nur ein Teil davon beleuchtet. Ich hoffe deshalb, dass aus dem prüfen, warnen und forschen irgendwann auch mal konkrete Entscheidungen werden, sonst bleibt die Energiewende eine riesige Excel tabelle mit sehr vielen farbigen Kästchen und trotzdem keiner weis was im nächsten Winter passiert
    Was mich am meisten stört ist, dass bei den alten Kohlekraftwerken scheinbar keiner konkrete Namen oder Zeitpläne nennt. Immer nur „wird geprüft“ und „Versorgung sichern“, aber ob die Dinger überhaupt schnell genug laufen und was die Instandsetzung kostet bleibt völlig offen, da kann man als Leser ja nur raten.
    Was mir bei den ganzen Kommentaren noch fehlt ist die Frage, wer am Ende eigentlich für die ganzen Entscheidungen gerade stehen soll. Bei Berghülen sieht man ja, dass Bürgerbeteiligung funktionieren kann, aber 250.000 Euro einsammeln ist vermutlich einfacher als bei einem großen Windpark, wo es um viel mehr Geld, Landschaft und jahrelange Genehmigungen geht. Da kann man nicht jedes Problem mit einer Genossenschaft wegmoderieren. Trotzdem wäre es vieleicht ein guter Weg, wenn Gemeinden nicht nur die Nachteile vor Ort haben, sondern auch wirklich dauerhaft etwas davon abbekommen.

    Auch das Ziel von Berghülen bis 2030 wärmeutral zu werden wird irgendwie schnell überlesen. Strom ist ja nur ein Teil, beim Heizen wird es wahrscheinlich erst richtig kompliziert. Wenn dann alle Wärmepumpen einbauen sollen, braucht man wieder mehr Strom und stärkere Leitungen, und im Winter scheint die Sonne bekanntlich eher weniger. Das klingt jetzt vielleicht nach einem Wiederspruch, aber genau da merkt man das die Zahlen für das ganze Jahr alleine nicht reichen. 27 Millionen Kilowattstunden sind schön, nur sagt das nicht automatisch ob am 15 Januar um 7 Uhr morgens genug Leistung da ist.

    Was mich bei den Kohlekraftwerken am meisten stört, ist diese völlige Unklarheit. Es wird über Reaktivierung geredet, aber keiner sagt welche Anlagen gemeint sind, wie lange das dauern würde oder ob die überhaupt noch technisch bereit stehen. Ein altes Kraftwerk kann man ja nicht wie einen Toaster einfach wieder einstecken. Da braucht es Personal, Ersatzteile, Sicherheitsprüfungen und vermutlich sehr viel Geld. Wenn dann am Ende nur eine Reserve für wenige Stunden entsteht, sollte man das auch ehrlich sagen und nicht so tun als wäre damit die gesamte Energiefrage gelöst.

    Bei der Bremer Forschung ist es ähnlich. Forschung klingt immer nach Fortschritt, aber ohne konkrete Projekte oder Ergebnisse bleibt es eigentlich nur ein hübsches Wort im Artikel. Mich würde interessieren, woran genau gearbeitet wird, also Speicher, Wasserstoff, Stromnetze oder vielleicht neue Windkraftanlagen. Sonst kann man auch einfach schreiben, dass irgendwo Menschen über die Zukunft nachdenken. Das machen wahrscheinlich ziemlich viele, sogar ich beim Kaffee, aber davon wird noch keine Kilowattstunde produziert.

    Und bei der Gasreserve sollte man meiner Meinung nach auch viel genauer erklären, was drei Wochen überhaupt bedeutet. Drei Wochen für normale Haushalte? Für die Industrie? Für ganz Deutschland bei durchschnittlichem Wetter oder bei einer extremen Kälte? Solche Angaben hören sich konkret an, sind es aber ohne Verbrauchswerte gar nicht. Eine Reserve kann außerdem teuer werden, besonders wenn Gas zu einem ungünstigen Zeitpunkt gekauft werden muss. Bezahlt wird das am Ende vermutlich über Steuern oder Netzentgelte, also irgendwie doch wieder von allen, nur merkt man es nicht sofort auf der Rechnung.

    Das eigentliche Problem scheint mir deshalb weniger zu sein, dass niemand Ideen hat, sondern dass alles nebeneinander her läuft. Der eine redet über Kohle, der nächste über Gas, dann gibt es Gemeinden mit viel Solarstrom und irgendwo fehlt eine Leitung. Gleichzeitig soll schneller ausgebaut werden, aber jedes neue Projekt wird vor Ort zum Streitfall. Man kann nicht verlangen, dass die Leute begeistert sind, wenn sie nur die Baustelle und die Stromtrasse sehen, während der Nutzen irgendwo ganz anders landet.

    Vielleicht müsste es viel mehr regionale Energiepläne geben, wo Produktion, Speicher, Wärme und Verbrauch gemeinsam berechnet werden. Also nicht nur wieviel Strom übers Jahr erzeugt wird, sondern wann er gebraucht wird und was bei Flaute passiert. In Berghülen könnte man vielleicht mehr mit Speichern oder lokaler Wärme machen, aber dafür braucht es eben Regeln und Investitionen. Das wird sicher nicht billig und auch nicht sofort klappen, aber planlos alte Kraftwerke hochzufahren ist vermutlich auch keine dauerhafte Strategie.

    Am Ende bleibt bei mir vor allem der Eindruck, dass ständig Notlösungen diskutiert werden, weil langfristig keiner richtig planen will oder kann. Ein bischen Reserve ist sicher sinnvoll, bei Gas genauso wie bei Strom. Aber Reserve darf nicht zum Dauerzustand werden, sonst baut man erneuerbare Energien aus und hält gleichzeitig die alten Strukturen künstlich am leben. Dann zahlt man doppelt und wundert sich später über hohe Preise. Die Zahlen aus Berghülen machen jedenfalls Mut, zeigen aber auch ziemlich deutlich, dass erzeugen alleine noch lange nicht bedeutet, dass Energie dort ankommt wo sie gerade gebraucht wird.
    Was mir noch fehlt ist die Frage, wer bei einer Gasreserve eigentlich haftet, wenn das Gas teuer eingekauft wird und am Ende garnicht gebraucht wird. Bei den alten Kohlemeilern wird ja auch nur allgemein geredet, ohne zu sagen ob die technisch überhaupt noch schnell hochzufahren sind, sonst bleibt das ganze eher politisches Säbelrasseln als echte Planung.

    Zusammenfassung des Artikels

    Die Koalition prüft alte Kohlekraftwerke, während in Bergheim wegen einer Umspannwerkstörung ermittelt wird und Berghülen sechsmal mehr Ökostrom erzeugt als verbraucht. In Bremen wird zur Energieversorgung der Zukunft geforscht, zugleich warnen Söder und Aiwanger vor niedrigen Gasspeichern und fordern eine nationale Reserve.

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