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    Strompreise, Wasserstoff und Energieprojekte: Die wichtigsten Entwicklungen im Überblick

    KI-generiert
    05.08.2026 7 mal gelesen 0 Kommentare

    Strompreise, Wasserstoff und neue Energieprojekte im Pressespiegel

    Deutliche Entlastungen beim Strompreis laut Katherina Reiche erst in den 2030er-Jahren

    Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche rechnet nach einem Bericht des Spiegel erst in den 2030er-Jahren mit spürbar niedrigeren Strompreisen. „Spürbare Entlastungen werden wir erst in den 2030er-Jahren sehen“, sagte die CDU-Politikerin der Nachrichtenagentur dpa.

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    Reiche wies zugleich die Kritik zurück, ihre Reformpläne könnten die Energiewende ausbremsen. Dauerhaft erfolgreich könne die Energiewende nur sein, wenn Klimaschutz, Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit für die Bürger, der Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und ein verantwortungsvoller Umgang mit Steuergeld zusammenkämen.

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    Das Kabinett hat laut Bericht eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sowie ein Netzpaket auf den Weg gebracht. Ziel sei eine kosteneffizientere Energiewende, da steigende Energiepreise den Wirtschaftsstandort Deutschland belasteten.

    Als zentrale Belastung nennt Reiche die EEG-Förderung. „Heute gibt der Bund für die EEG-Förderung 17 Milliarden Euro aus. Tendenz steigend“, sagte sie. Ohne Reformen würde die Belastung im Bundeshaushalt weiter wachsen. Die Ministerin verwies außerdem darauf, dass Förderzusagen aus der EEG-Novelle des Jahres 2014 über 20 Jahre nachwirkten.

    Geplant ist demnach unter anderem, dass ab 2027 neue Solaranlagen unter 25 Kilowatt installierter Leistung, vor allem kleine Dachphotovoltaik, keine dauerhafte Förderung mehr erhalten. Außerdem soll die Vergütung für Strom, der wegen Netzengpässen nicht genutzt werden kann, schrittweise neu geregelt werden. Für Altanlagen gilt weiterhin Bestandsschutz für die 20 vereinbarten Jahre der Förderung.

    Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Netzausbau. Reiche erklärte, der gesetzliche Anspruch auf einen Netzanschluss unabhängig vom Standort habe vielfach Netzausbau erforderlich gemacht, der nicht zeitgerecht realisiert werden konnte. Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik sollen künftig stärker dort ausgebaut werden, wo bereits Netzkapazitäten vorhanden sind oder das Netz zusätzlichen Strom aufnehmen kann.

    Auch der Gaspreis sei ein wichtiger Hebel für die Kosten der Stromerzeugung. Langfristige, diversifizierte und verlässliche Gasimporte zu günstigen Konditionen könnten Preisschwankungen abfedern und verhindern, dass diese unmittelbar bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankämen.

    Die Pläne stoßen laut Spiegel auf Kritik der Grünen, von Verbänden der erneuerbaren Energien und von Umweltverbänden. Der Bundesverband Erneuerbare Energie hält die Ausbauziele auf Grundlage der Pläne faktisch für nicht erreichbar, während der Bundesverband Windenergie vor einem Ausbaustopp warnte. Reiche sagte, sie nehme die Kritik aus der Branche ernst, verwies aber zugleich auf Investitionsmöglichkeiten und ein verlässliches Investitionsumfeld.

    AspektAngabe aus der Quelle
    Erwartete spürbare Entlastungenin den 2030er-Jahren
    EEG-Förderung des Bundes17 Milliarden Euro
    Neue Solaranlagen ohne dauerhafte Förderungab 2027 unter 25 Kilowatt
    Nachwirkende Förderzusagen der EEG-Novelleüber 20 Jahre

    Zusammenfassung: Der Bericht stellt sinkende Strompreise erst in den 2030er-Jahren in Aussicht. Reformen bei EEG-Förderung, Netzausbau und Standortsteuerung sollen Kosten senken, während Verbände vor Nachteilen für den Ausbau erneuerbarer Energien warnen.

    Grüner Wasserstoff fließt erstmals von Lingen ins Ruhrgebiet

    Erstmals ist in Deutschland erneuerbarer Wasserstoff aus einer Elektrolyseanlage über ein im Aufbau befindliches Kernnetz zu einem industriellen Abnehmer transportiert worden. Das berichtet SZ.de unter Berufung auf den dpa-Newskanal.

    Der von RWE in Lingen produzierte Wasserstoff wird nach Angaben des Netzbetreibers Nowega über ein 120 Kilometer langes Leitungsnetz zum Chemiepark Marl von Evonik im Ruhrgebiet transportiert. Das Projekt trägt den Namen GET H2 Nukleus und wird in Teilen von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mitfinanziert.

    Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne bezeichnete den Transport als wichtigen Meilenstein für den Wasserstoffhochlauf in Niedersachsen und Deutschland. „Wasserstoff ist ein zentraler Baustein für die Transformation energieintensiver Industrien“, sagte der SPD-Politiker laut Mitteilung.

    RWE will nach eigenen Angaben bis Ende dieses Jahres in Lingen eine Elektrolyseleistung von 200 Megawatt in Betrieb nehmen. Vom kommenden Jahr an soll die gesamte Anlage 300 Megawatt produzieren.

    Der in Lingen erzeugte Wasserstoff erfüllt nach Unternehmensangaben die EU-Anforderungen für erneuerbare Kraftstoffe nicht-biologischen Ursprungs, kurz RFNBO. Abnehmer erhalten dadurch Nachhaltigkeitsnachweise und können ihrerseits Einsparungen beim Klimagas CO2 geltend machen.

    Im Chemiepark Marl soll der Wasserstoff direkt für den industriellen Bedarf eingesetzt werden. Weitere Projekte im Zusammenhang mit GET H2 Nukleus in Nordrhein-Westfalen seien bereits fertiggestellt oder befänden sich in Umsetzung.

    Dazu zählt laut SZ.de eine Ende 2025 fertiggestellte 10 Kilometer lange Leitung im Münsterland zu einem Wasserstoffspeicher von RWE. Dieser Speicher soll Mitte 2027 in Betrieb gehen. Die verschiedenen Vorhaben sind Teil eines Wasserstoff-Kernnetzes, das bundesweit schrittweise aufgebaut wird.

    Für die Wasserstoffproduktion in Lingen nutzt RWE vor allem Windenergie aus der Nordsee. Bei der Elektrolyse wird Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff aufgespalten. Da bei diesem Prozess kein CO2 freigesetzt wird, gilt der erzeugte Wasserstoff als grün.

    Die Initiative GET H2 Nukleus umfasst mehr als 50 Unternehmen, Institutionen, Verbände und Kommunen. Die beteiligten Akteure planen und realisieren Projekte entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette – von Elektrolyse, Import, Transport und Speicherung bis zur Anwendung.

    ProjektangabeWert
    Leitung von Lingen nach Marl120 Kilometer
    Elektrolyseleistung bis Ende dieses Jahres200 Megawatt
    Geplante gesamte Leistung vom kommenden Jahr an300 Megawatt
    Leitung im Münsterland10 Kilometer
    GET-H2-Nukleus-Initiativemehr als 50 Unternehmen, Institutionen, Verbände und Kommunen

    Zusammenfassung: Grüner Wasserstoff aus Lingen erreicht erstmals über eine 120 Kilometer lange Leitung einen industriellen Abnehmer in Marl. RWE plant einen Ausbau der Elektrolyseleistung auf 200 Megawatt bis Ende dieses Jahres und auf 300 Megawatt vom kommenden Jahr an.

    Grünen-Politikerin fordert regionale Strompreiszonen

    Die Grünen-Spitzenkandidatin in Sachsen-Anhalt, Susan Sziborra-Seidlitz, hat sich für regionale Strompreiszonen ausgesprochen. Nach Angaben von DIE ZEIT sagte sie dem MDR, der Strom könne dort günstiger sein, wo er aus erneuerbaren Energien produziert werde.

    Sziborra-Seidlitz schlug vor, dass Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen eine Strompreiszone bilden könnte. „Das ist nichts, was wir auf Landesebene regeln können, aber das müssen wir als Land anstoßen und unterstützen“, sagte sie.

    Derzeit gilt in Deutschland überall ein einheitlicher Börsenstrompreis. Erneuerbare Energie wird laut Bericht vor allem im Norden und Osten erzeugt, während wichtige industrielle Zentren im Süden und Westen liegen.

    Reichen die Netze für den Transport nicht aus, werden Windräder und Solaranlagen abgestellt, um eine Überlastung zu vermeiden. Aus Sicht der Grünen-Politikerin könnten von einer regionalen Preisgestaltung sowohl Verbraucher als auch Unternehmen profitieren. „Das merken die Leute dann im Portemonnaie und das ist auch für die Unternehmen ein wirtschaftlicher Vorteil“, sagte sie.

    Gleichzeitig verteidigte Sziborra-Seidlitz das Ziel, Sachsen-Anhalt bereits bis 2035 klimaneutral zu machen. Damit würde das Land zehn Jahre früher als der Bund klimaneutral werden.

    Vorgeschlagene StrompreiszoneRegionen
    Gemeinsame ZoneSachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen

    Zusammenfassung: Susan Sziborra-Seidlitz plädiert für regionale Strompreise, damit günstige erneuerbare Energie in den Erzeugungsregionen preislich stärker wirksam wird. Ihr Klimaneutralitätsziel für Sachsen-Anhalt liegt bei 2035 und damit zehn Jahre früher als das Ziel des Bundes.

    Hamburger Energie-Plus-Haus wird teurer und später fertig

    Das als ökologisches Vorzeigeprojekt geplante Energie-Plus-Haus in der Hamburger HafenCity wird deutlich teurer als ursprünglich vorgesehen. Die MOPO berichtet unter Berufung auf neue Senatsangaben, dass die Baukosten von zunächst veranschlagten 39 Millionen Euro auf nun 64 Millionen Euro steigen.

    Damit erhöhen sich die Kosten laut Bericht um rund 25 Millionen Euro beziehungsweise 64 Prozent. Auch die Fertigstellung verschiebt sich: Ursprünglich sollte das Gebäude bereits 2024 fertiggestellt werden, nun rechnet der Senat erst 2027 mit der Eröffnung.

    Das Energie-Plus-Haus entsteht am Westfield-Überseequartier. Es soll mehr Strom erzeugen, als es selbst verbraucht. Zu den geplanten Bestandteilen gehören eine begrünte Fassade und eine klimafreundliche Energieversorgung mit Tiefenwärme.

    Für die Verzögerungen werden mehrere Gründe genannt. Rammarbeiten mussten wegen Lärmbeschwerden zeitweise unterbrochen werden. Außerdem wurde die ursprünglich vorgesehene sibirische Lärche nach dem russischen Angriff auf die Ukraine durch dänisches Holz ersetzt. Technische Probleme trugen ebenfalls zu den Mehrkosten bei.

    Das Gebäude soll als Vorbild für nachhaltiges Bauen in der HafenCity dienen. Kritik kommt aus der Opposition: Der CDU-Haushaltspolitiker Thilo Kleibauer bezeichnete das Vorhaben als „fragwürdiges, teures Prestigeprojekt“ und warf dem Senat vor, mit dem Bau überfordert zu sein.

    Nach Angaben des Senats wird die HafenCity GmbH künftig weniger als die Hälfte der Büroflächen selbst nutzen. Für den verbleibenden Teil sollen weitere Mieter gefunden werden.

    ProjektangabeUrsprünglichAktuell
    Baukosten39 Millionen Euro64 Millionen Euro
    Fertigstellung beziehungsweise Eröffnung20242027
    Kostensteigerungrund 25 Millionen Euro beziehungsweise 64 Prozent

    Zusammenfassung: Die Baukosten des Hamburger Energie-Plus-Hauses steigen von 39 Millionen Euro auf 64 Millionen Euro. Die Eröffnung verschiebt sich von 2024 auf 2027; als Gründe nennt die MOPO unter anderem Lärmbeschwerden, einen Materialwechsel und technische Probleme.

    Energie-Entdecker-Pfad in Bentorf verbindet Wandern und erneuerbare Energien

    In Bentorf ist ein neuer Rundweg eröffnet worden, der Natur, Geschichte und Wissen über Energie verbindet. Die Lippische Landes-Zeitung berichtet, dass der Energie-Entdecker-Pfad rund acht Kilometer lang ist und an zehn Stationen zeigt, wie Menschen früher und heute Energie gewinnen.

    Der Weg richtet sich damit an Besucher, die Wandern mit Informationen zu erneuerbaren Energien verbinden möchten. Die Quelle hebt insbesondere die Verbindung von Naturerlebnis, regionaler Geschichte und Wissensvermittlung hervor.

    MerkmalAngabe
    Länge des Rundwegsrund acht Kilometer
    Anzahl der Stationenzehn

    Zusammenfassung: Der neue Energie-Entdecker-Pfad in Bentorf macht auf rund acht Kilometern und an zehn Stationen die Entwicklung der Energiegewinnung erlebbar. Der Beitrag der Lippischen Landes-Zeitung stellt den Rundweg als Verbindung von Wandern, Natur, Geschichte und erneuerbaren Energien vor.

    Kohlenstoff-14-Batterie soll jahrtausendelang Energie liefern

    Chinesische Forschende haben Anfang Juli eine neue Nuklearbatterie vorgestellt, die theoretisch mehrere tausend Jahre lang Strom liefern kann. Darüber berichtet die Vogel Communications Group unter Berufung auf die chinesische Wissenschaftszeitung Keji Ribao.

    Die kompakte Batterie trägt den Markennamen „Qianjiyuan Tianshu“ und nutzt das radioaktive Isotop Kohlenstoff-14, kurz C-14. Zusammen mit einem Siliziumkarbid-Wandler soll die Technologie eine besonders lange Energieversorgung ermöglichen.

    Für Smartphones reicht die Leistung laut Quelle nicht aus. Interessant könnte die Batterie jedoch für Sensoren an schwer zugänglichen Orten sein, an denen ein regelmäßiger Batteriewechsel schwierig wäre.

    • Verwendetes Isotop: Kohlenstoff-14, kurz C-14
    • Wandler: Siliziumkarbid
    • Markenname: „Qianjiyuan Tianshu“
    • Mögliche Einsatzfelder: Sensoren an schwer zugänglichen Orten

    Zusammenfassung: Die vorgestellte Nuklearbatterie nutzt Kohlenstoff-14 und einen Siliziumkarbid-Wandler. Ihre Leistung reicht laut Vogel Communications Group nicht für Smartphones, die Batterie könnte aber Sensoren an schwer zugänglichen Orten über mehrere tausend Jahre mit Strom versorgen.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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