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    Energiepolitik unter Druck: Solarabgabe, Stromstreit und Dürre-Engpässe

    KI-generiert
    08.08.2026 53 mal gelesen 2 Kommentare

    Solarabgabe, Strompreisstreit und dürrebedingte Engpässe: Die Energiethemen im Pressespiegel

    Neue Gebühr für Solarbesitzer ab 2029 geplant

    Die Bundesnetzagentur plant laut T-Online ab 2029 einen höheren Grundpreis für sogenannte „Prosumer“. Gemeint sind Haushalte, die mit einer Solaranlage Strom erzeugen, selbst verbrauchen und überschüssige Energie in das Netz einspeisen.

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    Der Aufschlag soll laut Festlegungsentwurf „mindestens 70 Prozent bis höchstens 90 Prozent des Grundpreises“ betragen. Die Einnahmen sollen an Netzbetreiber fließen, damit diese ihre Stromnetze ausbauen und ertüchtigen können.

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    Der Hintergrund ist das Auslaufen der heutigen Netzentgeltregelung Ende 2028. Nach Darstellung der Bundesnetzagentur nutzen Solarbesitzer das Stromnetz weiterhin in sonnenarmen Stunden, beziehen wegen ihres Eigenverbrauchs aber weniger Strom aus dem Netz und tragen deshalb im bisherigen Modell weniger zur Finanzierung der Netzentgelte bei.

    Stromanbieter sollen die Prosumerabgabe ab dem 1. April 2028 auf den Energierechnungen ausweisen. Die endgültige Festlegung soll bis Ende 2026 beschlossen werden.

    Zusätzliche Veränderungen betreffen laut T-Online auch die Einspeisevergütung. Das Bundeskabinett habe die Abschaffung der festen Einspeisevergütung für Solaranlagen beschlossen; ab 2027 solle es statt der 20-jährigen Förderung nur noch eine Übergangszahlung für 36 Monate geben. Danach wechseln Solarbesitzer in die Direktvermarktung.

    RegelungAngabe
    Beginn des höheren Grundpreises2029
    Geplanter Aufschlagmindestens 70 Prozent bis höchstens 90 Prozent des Grundpreises
    Ausweisung auf Energierechnungenab dem 1. April 2028
    Geplante Beschlussfassungbis Ende 2026
    Übergangszahlung bei der Einspeisevergütung36 Monate

    Infobox: Die Bundesnetzagentur plant für Prosumer ab 2029 einen Grundpreisaufschlag von mindestens 70 Prozent bis höchstens 90 Prozent. Die Ausweisung auf den Energierechnungen soll ab dem 1. April 2028 beginnen.

    Grüne kritisieren Energiepolitik von Wirtschaftsministerin Reiche

    Die Frankfurter Rundschau berichtet über einen Streit zwischen den Grünen und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) über die Entwicklung der Strompreise. Die Grünen werfen Reiche vor, mit ihrer Energiepolitik günstige Strompreise aktiv zu verhindern und durch den Ausbau fossiler Gaskraftwerke eine Abhängigkeit von teuren fossilen Energien zu schaffen.

    Fraktionsvize Julia Verlinden bezeichnete Reiches Erwartung sinkender Strompreise als „unredlich“. Reiche hatte der Deutschen Presse-Agentur gesagt, sie rechne mittelfristig mit sinkenden Strompreisen, allerdings werde dies erst Mitte der 2030er Jahre spürbar werden.

    „Erneuerbare sind der Garant für günstige Strompreise. Kalifornien und Spanien machten vor, wie man teures Gas ersetzen könne.“

    Verlinden fordert nach Angaben der Frankfurter Rundschau stattdessen einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien und von Speichern. Außerdem kritisiert sie, dass Bürgerinnen und Bürger beim Ausbau eigener Solaranlagen behindert würden und Netzbetreiber nicht ausreichend dazu verpflichtet würden, die Netze für mehr erneuerbaren Strom auszubauen.

    Die geplante EEG-Reform sieht laut dem Bericht vor, dass neue kleine Dach-Photovoltaikanlagen unter 25 Kilowatt ab 2027 keine dauerhafte Förderung mehr erhalten sollen. Innerhalb der Grünen gibt es zudem den Vorschlag regionaler Strompreiszonen. Susan Sziborra-Seidlitz regte an, dass Sachsen-Anhalt gemeinsam mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen eine gemeinsame Strompreiszone bilden könnte. Derzeit gilt in ganz Deutschland ein einheitlicher Börsenstrompreis.

    Kurzfristig sei für Verbraucherinnen und Verbraucher keine Entlastung absehbar. Der Zuschuss der Bundesregierung zu den Übertragungsnetzkosten aus dem Klima- und Transformationsfonds soll 2027 von 6,5 auf rund 5,5 Milliarden Euro sinken. Nach Einschätzung des Vergleichsportals Verivox dürfte dies die durchschnittlichen Strompreise für Haushalte um rund ein Prozent steigen lassen.

    Reiche betont laut Frankfurter Rundschau, die Energiewende solle kosteneffizienter werden. Der Bund gebe aktuell 17 Milliarden Euro für die EEG-Förderung aus – „Tendenz steigend“. Ihr Ziel sei „mehr Markt und weniger Dauerförderung“.

    ThemaAngabe
    Spürbare sinkende Strompreise laut ReicheMitte der 2030er Jahre
    Neue kleine Dach-Photovoltaikanlagen ohne dauerhafte Förderungunter 25 Kilowatt ab 2027
    Zuschuss zu den Übertragungsnetzkosten 2027von 6,5 auf rund 5,5 Milliarden Euro
    Erwarteter Anstieg der durchschnittlichen Strompreise für Haushalterund ein Prozent
    Aktuelle EEG-Förderung des Bundes17 Milliarden Euro

    Infobox: Im Mittelpunkt steht der politische Streit über den Ausbau von Solarenergie, Gas und Stromnetzen. Laut Verivox könnte die Absenkung des Zuschusses zu den Übertragungsnetzkosten 2027 zu einem Anstieg der durchschnittlichen Strompreise für Haushalte um rund ein Prozent führen.

    Hitzesommer bremst ungarisches Atomkraftwerk in Paks

    SZ.de berichtet über eine Energiekrise in Ungarn, die durch Trockenheit und einen gesunkenen Wasserstand der Donau ausgelöst wurde. Das einzige Atomkraftwerk des Landes in Paks musste seine Leistung drosseln, weil das Wasser zur vollständigen Kühlung nicht mehr ausreichte.

    In Budapest blieben unter anderem das ungarische Parlament, die Kettenbrücke und die Burg nachts dunkel. Busse und Straßenbahnen fuhren langsamer, während Güterzüge teilweise stillstanden. Die Regierung rief Privatleute und Unternehmen dazu auf, insbesondere zwischen 17 und 22 Uhr Strom zu sparen.

    Nach Angaben des Berichts war in Paks zeitweise nur noch eine letzte Turbine in Betrieb. Ministerpräsident Péter Magyar sagte, man sei „wenige Millimeter“ davon entfernt gewesen, das Kraftwerk vollständig vom Netz nehmen zu müssen.

    Magyar zufolge konnten durch freiwillige Einschränkungen zehn bis fünfzehn Prozent des Verbrauchs eingespart werden. Am Donnerstagabend erklärte er, die Energiesicherheit sei wieder stabil und eine freiwillige Einschränkung sei nicht mehr erforderlich.

    Kurzfristig entspannte sich die Situation durch einen wieder leicht angestiegenen Wasserstand der Donau und erwarteten Regen. Mittelfristig stellt sich laut SZ.de jedoch die Frage nach der strategischen Ausrichtung der ungarischen Energieversorgung. Ungarn bezieht weiterhin russische Energie; außerdem hatte Viktor Orbán Pläne unterstützt, das Atomkraftwerk Paks durch die staatliche russische Atomenergiegesellschaft Rosatom ausbauen zu lassen.

    Gleichzeitig hat Ungarn stark in Solarenergie investiert. Solarenergie macht inzwischen mehr als ein Viertel der ungarischen Stromerzeugung aus. Experten zufolge reicht dies jedoch nicht aus, weil Wind- und Wasserkraft vernachlässigt wurden und der Strombedarf unter anderem durch die deutsche Autoindustrie gestiegen ist.

    Die niedrigen Energiepreise für Privatverbraucher wurden laut SZ.de unter der Regierung Orbán reguliert und subventioniert. Dies belastete den Staatshaushalt und führte dazu, dass das Bewusstsein für Energiesparen nicht stark ausgeprägt sei.

    • Die Regierung rief zum Stromsparen zwischen 17 und 22 Uhr auf.
    • In Paks war zeitweise nur eine letzte Turbine in Betrieb.
    • Durch freiwillige Einschränkungen wurden laut Péter Magyar zehn bis fünfzehn Prozent des Verbrauchs eingespart.
    • Solarenergie macht inzwischen mehr als ein Viertel der ungarischen Stromerzeugung aus.

    Die niedrigen Wasserstände wirkten sich auch auf den Schiffsverkehr aus. Die beliebten Donaukreuzfahrten kamen nur bis Komárom; in Rumänien musste die Armee einen Felsen in der Donau sprengen, damit mehr Wasser zum Atomkraftwerk Cernavoda fließen konnte. Seit Ende Juli ist dort der Notstand ausgerufen.

    Infobox: Die Trockenheit setzte das einzige ungarische Atomkraftwerk in Paks unter Druck. Zwischenzeitlich wurden zehn bis fünfzehn Prozent des Verbrauchs durch freiwillige Einschränkungen eingespart; nach einem leichten Anstieg des Donau-Wasserstands wurde die Energiesicherheit wieder als stabil bezeichnet.

    Polen drosselt Kohlekraftwerke wegen niedriger Wasserstände

    Euronews.com berichtet, dass Polen die Stromproduktion in den Kohlekraftwerken Kozienice und Połaniec drosseln musste. Grund waren kritisch niedrige Wasserstände der Weichsel, die die Versorgung mit Kühlwasser einschränkten.

    Am vierten August reduzierte der Energieversorger Enea die Produktion. Dadurch verschwanden nach Angaben des Unternehmens 1,3 GW aus dem polnischen Stromsystem. Diese Leistung reicht laut Euronews.com aus, um mehr als eine Million Durchschnittshaushalte zu versorgen, und entspricht rund zwei Prozent der aktuellen Erzeugungskapazität des Landes.

    Der Durchfluss der Weichsel in der Nähe des Kraftwerks Kozienice sank am fünften August auf 135 Kubikmeter pro Sekunde. Das Kühlsystem entnimmt dem Fluss rund 80 bis 100 m³ Wasser pro Sekunde und damit unter den beschriebenen Bedingungen mehr als die Hälfte des verbliebenen Durchflusses.

    Fachleute kritisieren zugleich die Pläne, am Standort Kozienice zusätzlich ein fast 1,3 GW starkes Gaskraftwerk zu bauen. Nach Angaben von Euronews.com gibt es Belege dafür, dass das Kraftwerk Millionen Fischlarven tötet, darunter aus sechs geschützten Arten. Ein zusätzliches Gaskraftwerk könne den Druck auf das Ökosystem der Weichsel weiter erhöhen, weil der Bedarf an Kühlwasser dauerhaft hoch bleibe.

    „Das ist das Paradox der Klimakrise: Kraftwerke, die die Erderwärmung vorantreiben, werden immer öfter selbst zu ihren Opfern.“

    Paweł Pomian von der polnischen Umweltorganisation EKO-UNIA sieht in der Dürre einen Weckruf für Polen und den gesamten Kontinent. Solar- und Windenergie benötigten für die Stromproduktion besonders wenig Wasser und könnten dadurch einen Beitrag zu einem widerstandsfähigeren Energiesystem leisten.

    Polen installierte zwischen 2020 und 2025 mehr als 20 GW neue Solarkapazität. Dennoch liegt der gemeinsame Anteil von Wind- und Solarstrom noch immer fünf Prozentpunkte unter dem EU-Durchschnitt. Nach Daten des Thinktanks Ember deckt Polen 51 Prozent seines Strombedarfs mit Kohle; Wind- und Solarenergie kommen zusammen auf 25 Prozent.

    Bis 2030 strebt die polnische Regierung an, 51 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen zu erzeugen und die Ökokapazität auf 64 GW auszubauen. Die Abhängigkeit von der Kohle bleibt laut Euronews.com dennoch bestehen.

    AngabeWert
    Aus dem Stromsystem genommene Leistung1,3 GW
    Betroffene Versorgungmehr als eine Million Durchschnittshaushalte
    Anteil an der aktuellen Erzeugungskapazitätrund zwei Prozent
    Durchfluss der Weichsel am fünften August135 Kubikmeter pro Sekunde
    Wasserentnahme des Kühlsystemsrund 80 bis 100 m³ Wasser pro Sekunde
    Neue Solarkapazität in Polen zwischen 2020 und 2025mehr als 20 GW
    Anteil der Kohle am polnischen Strombedarf51 Prozent
    Anteil von Wind- und Solarenergie25 Prozent
    Ziel für erneuerbare Stromerzeugung bis 203051 Prozent
    Geplante Ökokapazität bis 203064 GW

    Infobox: Niedrige Wasserstände führten in Polen zur Drosselung zweier Kohlekraftwerke und zum Verlust von 1,3 GW im Stromsystem. Der Bericht stellt die wasserintensive Kühlung fossiler Kraftwerke der geringeren Wasserabhängigkeit von Solar- und Windenergie gegenüber.

    Europas Wasserkraft leidet unter Trockenheit

    Die Dürre belastet laut Euronews.com nicht nur fossile Kraftwerke, sondern auch die Wasserkraft in Europa. Die Zuflüsse in Speicherseen und Laufwasserkraftwerke in Österreich und der Schweiz lagen im Juli fast 50 Prozent unter dem Durchschnitt.

    In Österreich erreichte die gesamte Wasserkraftproduktion im Juli nur 51 Prozent des üblichen Niveaus, gemessen am Durchschnitt der letzten 15 Jahre. In der Schweiz lag die Erzeugung bei 48 Prozent, während Deutschland 63 Prozent und Frankreich 68 Prozent verzeichneten.

    Große Einbrüche bei der Wasserkraft können Staaten dazu zwingen, stärker auf Kohle und Gas zurückzugreifen. Gleichzeitig können Solar- und Windstrom den Rückgang teilweise ausgleichen. Nach Daten von Ember führte ein Rückgang der jährlichen Wasserkrafterzeugung um zwölf Prozent im vergangenen Jahr zu einem Anstieg der Gasstromproduktion in der EU um acht Prozent im Vergleich zu 2024.

    Die gleichen Wetterlagen ließen die Windstromproduktion um zwei Prozent sinken, sorgten aber zugleich für einen deutlichen Schub bei der Solarenergie. Solaranlagen erzeugten 2025 in der EU so viel Strom wie noch nie zuvor und legten um mehr als 20 Prozent zu.

    Land beziehungsweise EntwicklungAngabe
    Zuflüsse in Speicherseen und Laufwasserkraftwerke in Österreich und der Schweiz im Julifast 50 Prozent unter dem Durchschnitt
    Wasserkraftproduktion Österreich im Juli51 Prozent des üblichen Niveaus
    Wasserkrafterzeugung Schweiz48 Prozent
    Wasserkrafterzeugung Deutschland63 Prozent
    Wasserkrafterzeugung Frankreich68 Prozent
    Rückgang der jährlichen Wasserkrafterzeugungzwölf Prozent
    Anstieg der Gasstromproduktion in der EU gegenüber 2024acht Prozent
    Rückgang der Windstromproduktionzwei Prozent
    Anstieg der Solarenergie 2025 in der EUmehr als 20 Prozent

    Infobox: Die Trockenheit schwächt die Wasserkraft in mehreren europäischen Ländern. Gleichzeitig erreichte die Solarstromerzeugung in der EU 2025 ein Rekordniveau und legte um mehr als 20 Prozent zu.

    Quellen:

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    Auf die Solarabgabe wurde ja schon eingegangen, aber die Dürre zeigt doch erst richtig wie abhängig auch Kohle und Atom von Wasser sind und das wird bei dem ganzen Strompreis streit irgendwie total vergessen, als ob mehr Gas dann plötzlich die Lösung wär.
    Ja genau, das wird im Streit ständig übersehen, auch Gas braucht Kühlung und mehr Gaskraftwerke sind bei Dürre und Preisen wohl kaum die Wunderlößung fürs Netz.

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