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    Energie im Wandel: Kohle, Netzausbau und neue Speichertechnologien

    KI-generiert
    20.08.2026 172 mal gelesen 2 Kommentare

    Energie-Pressespiegel: Zwischen Kohlebedarf, Netzausbau und neuen Speichertechnologien

    Kernkraft, Fusion und Dual-Fluid-Reaktor: Welche Optionen bleiben?

    Die „Achse des Guten“ beschäftigt sich mit der Frage, welche energiepolitischen Optionen Befürwortern einer technologieoffenen Energieversorgung in Deutschland noch bleiben. Der Beitrag von Werner Huber stellt die These der Nuclear Energy Agency der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit heraus, wonach die Energiewende ohne Kernkraft finanziell untragbar werde. Zugleich wird darauf verwiesen, dass in Deutschland die zwischen 2019 und 2023 stillgelegten Atomkraftwerke wieder instandgesetzt werden könnten.

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    Als Gegenargumente zur Windkraft nennt der Autor Netzengpässe, die Absorption von Windenergie in Windparks und die Kannibalisierung von Wind- und Solarkraft. Der starke Zubau zwischen 2020 und 2025 habe zwar die Nennleistung um 69 Prozent erhöht, die Stromproduktion jedoch nur um 2,7 Prozent. Die jährlichen Dauersubventionen für Wind- und Sonnenstrom würden dem Beitrag zufolge von jetzt 30 Milliarden auf 90 Milliarden bis 2035 steigen.

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    Die Wiederinstandsetzung bestehender Atomkraftwerke hält Huber wegen des öffentlichen Widerstands sowie gesetzlicher und administrativer Blockaden für unrealistisch. Auch die Kernfusion wird kritisch bewertet: An Magnetfusionen werde seit acht Jahrzehnten gearbeitet, während der europäische Forschungsreaktor ITER seit 2010 gebaut werde und nach zahlreichen Verzögerungen um 2035 in Betrieb gehen solle.

    Als weitere Möglichkeit beschreibt der Beitrag Small Modular Reactors. Die EU-Kommission habe für diese AKWs der 4. Generation eine Industrieallianz mit 12 EU-Staaten gegründet; Frankreich habe dafür allein 300 Millionen EU-Entwicklungsgelder erhalten. In den USA würden Tech-Konzerne wie Amazon, Google und Microsoft auf SMRs setzen, deren Serienziel Anfang der 2030er liege.

    Im Mittelpunkt steht schließlich der Dual-Fluid-Reaktor des 2021 in Vancouver gegründeten deutsch-kanadischen Startups. Das Konzept soll Natururan, Thorium und Atommüll aus konventionellen Atomkraftwerken nutzen. Der Beitrag nennt eine Arbeitstemperatur von typisch 1.000 Grad, eine flexible Skalierbarkeit von 300 MW bis 1.500 MW sowie einen geplanten ersten Prototyp in 2031 und eine Serienproduktion ab 2033.

    „Die Energiewende wird ohne Kernkraft finanziell untragbar.“

    Infobox – Achse des Guten: Der Beitrag sieht Kernfusion und SMRs kurzfristig nicht als realistische Lösung für Deutschland. Als Hoffnung wird der Dual-Fluid-Reaktor mit geplantem Prototyp in 2031 und Serie ab 2033 beschrieben.

    Dürre und Gaspreise treiben deutsche Kohleverstromung

    FOCUS online berichtet über eine zunehmende Stromerzeugung aus Stein- und Braunkohle in Deutschland. Als Gründe werden ein europäischer Gas-Referenzpreis von rund 63 Euro pro Megawattstunde im Juli, die Blockade an der Straße von Hormus sowie erwartete Lieferkürzungen bei LNG aus Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten genannt.

    Zusätzlich habe die Dürre in Europa die Stromerzeugung aus Wasserkraft und Atomkraft beeinträchtigt. Viele Flüsse führten nicht mehr genug Wasser; betroffen seien neben Wasserkraftwerken auch Kraftwerke, die Flusswasser zur Kühlung benötigen, darunter Teile der französischen Kernkraftwerke und das ungarische „Paks“-Kraftwerk.

    Im Juli stieg die Erzeugung aus Steinkohle auf 6,6 Gigawatt und aus Braunkohle auf 2,5 Gigawatt. Der deutsche Gasverbrauch zur Stromerzeugung sank dagegen auf 3,9 Gigawatt und erreichte damit für einen Juli den schwächsten Wert seit 2018.

    Bea Leverett von Argus Media erwartet, dass Kohlekraftwerke die Gasverstromung anhaltend verdrängen könnten, falls die Gaspreise wegen der Hormus-Krise dauerhaft erhöht bleiben. Gleichzeitig warnt sie, dass das Energieangebot wegen Hitze und Dürre bis weit in den Sommer hinein knapp bleiben könnte.

    FOCUS online erinnert daran, dass Deutschland den Ausstieg aus der Kohleenergie bis spätestens 2038 beschlossen hat. Ein Bericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zum weiteren Vorgehen sollte am 15. August vorgestellt werden, verzögert sich jedoch.

    Auch die Strompreise könnten unter Druck geraten. Die Großhandelspreise für deutsche Baseload-Stromkontrakte mit Lieferung in den Jahren 2027 und 2028 seien seit Kriegsbeginn um 34 Prozent beziehungsweise 21 Prozent gestiegen. John Horstmann zufolge dürfte sich ein Teil dieses Anstiegs auf die Verbraucherpreise auswirken.

    • Steinkohle: 6,6 Gigawatt im Juli
    • Braunkohle: 2,5 Gigawatt im Juli
    • Gas zur Stromerzeugung: 3,9 Gigawatt im Juli
    • Gas-Referenzpreis: rund 63 Euro pro Megawattstunde
    • Kohleausstieg: spätestens 2038

    Infobox – FOCUS online: Hitze, Dürre und hohe Gaspreise erhöhen den Einsatz von Stein- und Braunkohle. Gleichzeitig könnten steigende Großhandelspreise teilweise bei den Verbrauchern ankommen.

    Windkraftbranche fordert Änderungen bei EEG und Netzanschlüssen

    T-Online berichtet über Kritik des WindEnergy Network an geplanten Änderungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und am Netzanschlusspaket. Vor der Konferenz der norddeutschen Regierungschefs in Rostock forderte WEN-Vorstand Robert Vogt, die Regelungen so nachzubessern, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien nicht ausgebremst werde.

    Nach Angaben des Vereins ist die Wirtschaft der erneuerbaren Energien für Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein von herausragender Bedeutung. Jeder zweite Job der bundesweit 436.000 Beschäftigten in der Branche sei unmittelbar an die Höhe der Investitionen gekoppelt.

    Kritisch sieht der Verband unter anderem den geplanten Wegfall von Entschädigungszahlungen für Betreiber von Windkraftanlagen in bestimmten Gebieten. Diese Zahlungen werden bislang geleistet, wenn Anlagen wegen Netzengpässen abgeregelt werden. Die Eingriffe werden als Redispatch bezeichnet und verursachen laut Bericht jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe.

    WEN fordert einen weniger strengen Richtwert, damit weniger Anlagen von den Entschädigungszahlungen ausgeschlossen werden. Grundsätzlich warnt der Verband vor Investitionsunsicherheiten und plädiert stattdessen für einen stärkeren Netzausbau sowie die direkte Abnahme von Strom.

    Darüber hinaus drängt die Branche auf einen zügigen Ausbau der Verteilnetze. Die Modernisierung und Digitalisierung der Verteilnetze müsse mit einem beschleunigten Ausbau einhergehen, um den Wirtschaftsstandort Deutschland nicht zu gefährden. Dem Verein gehören nach eigenen Angaben mehr als 90 Mitgliedsunternehmen an.

    Infobox – T-Online: Das WindEnergy Network warnt vor Investitionsunsicherheit durch geplante EEG-Änderungen. Im Mittelpunkt der Forderungen stehen Netzausbau, Verteilnetze und eine Anpassung der Regeln zu Redispatch-Entschädigungen.

    Wässrige Zinkbatterien speichern mit neuer Elektrode mehr Energie

    Ingenieur.de berichtet über ein Forschungsteam des Korea Advanced Institute of Science and Technology, das ein neues Elektrodenmaterial für wässrige Zink-Ionen-Batterien entwickelt hat. Das Team um Sarah S. Park steuert dabei gezielt, wann Zink-Ionen und Protonen an der Energiespeicherung beteiligt sind.

    Wässrige Zink-Ionen-Batterien verwenden einen Elektrolyten auf Wasserbasis und gelten dadurch als weniger brandgefährlich als Batterien mit organischen Elektrolyten. Zink ist zudem vergleichsweise günstig und gut verfügbar, weshalb die Technologie insbesondere für große stationäre Stromspeicher interessant ist.

    Die Herausforderung besteht darin, dass Protonen zu früh reagieren können. Dabei können Nebenprodukte entstehen, die den Transport der Zink-Ionen behindern. Das neue zweidimensionale metallorganische Gerüst, kurz MOF, enthält Amin-Gruppen in seinen Poren und legt eine feste Reihenfolge fest: Zuerst werden Zink-Ionen gespeichert, danach Protonen.

    Im Labortest erreichte das Elektrodenmaterial eine spezifische Kapazität von 368,7 mAh/g bei einer Stromdichte von 0,5 A/g. Bei einer 16-fach höheren Stromdichte blieben noch 46,9 Prozent des Ausgangswerts erhalten. Nach 500 schnellen Lade- und Entladezyklen verfügte das Material noch über 83,6 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität.

    Röntgenmessungen bestätigten laut Ingenieur.de die vorgesehene Reihenfolge der Speicherprozesse. Beim Entladen würden die Protonen wieder freigesetzt und könnten im nächsten Ladezyklus erneut aufgenommen werden.

    „Diese Studie zeigt, dass Protonen, die die Batterieleistung beeinträchtigen können, stattdessen zur Speicherung zusätzlicher Energie genutzt werden können“, erklärt Sarah S. Park.
    MessgrößeWert
    Spezifische Kapazität368,7 mAh/g
    Stromdichte im Labortest0,5 A/g
    Erhaltene Kapazität bei 16-fach höherer Stromdichte46,9 %
    Erhaltene Kapazität nach schnellen Lade- und Entladezyklen83,6 % nach 500 Zyklen

    Infobox – Ingenieur.de: Das neue MOF-Material trennt die Reaktionen von Zink-Ionen und Protonen zeitlich beziehungsweise elektrochemisch. Im Labortest wurden 368,7 mAh/g, 46,9 Prozent Restkapazität bei 16-fach höherer Stromdichte und 83,6 Prozent nach 500 Zyklen erreicht.

    Weitere Meldungen

    Die Kieler Nachrichten kündigen Termine zur klimabewussten Modernisierung bei Sievers im Haßberg 15 an. Genannt werden der 26.09. und der 07.11.2026; die Fachleute von Sievers sollen dabei Fragen zur Modernisierung beantworten.

    Der übermittelte Inhalt der Kieler Nachrichten enthält darüber hinaus keine nutzbaren Angaben zum Ablauf, zu Projekten oder zu konkreten Energiedaten. Deshalb werden keine weiteren Details ergänzt.

    Infobox – Kieler Nachrichten: Die Fachleute von Sievers informieren am 26.09. und 07.11.2026 über klimabewusste Modernisierung.

    Die SWP berichtet über die Baufirma Leonhard Weiss und deren Arbeit an einer emissionsfreien Baustelle. Anlass des Beitrags ist der Besuch des Göppinger Landrats Markus Möller im Rahmen einer Wasserstofftour.

    Konkrete technische Daten, Produktionswerte oder Zeitpläne werden im übermittelten Inhalt nicht genannt. Im Mittelpunkt stehen damit die Baustelle der Zukunft, Wasserstoff und die Projekte von Leonhard Weiss.

    Infobox – SWP: Leonhard Weiss arbeitet an einer emissionsfreien Baustelle. Markus Möller informierte sich im Rahmen einer Wasserstofftour über die Projekte.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Die Zinkbatterie klingt für mich deutlich greifbarer als manche großen Reaktor-Versprechen, gerade für stationäre Speicher. 500 Zyklen und gut 83 Prozent Restkapazität sind im Labor zwar interessant, aber für den Alltag müssen Kosten, Lebensdauer und der Maßstab noch zeigen, was wirklich drin ist.
    Ja, genau der Punkt mit der Zinkbatterie is eigendlich interesant, aber ich glaub man darf sich von den Laborzahlen nicht zu sehr blenden lassen. 368,7 mAh/g klingt erstmal riesig, nur ist das ja nicht automatisch die Kapazität von einem fertigen Speicher mit Gehäuse, Elektrolyt, Kühlung und dem ganzen restlichen Kram. Im Labor ist vieles kleiner und sauberer als später drausen bei Wind und Wetter.

    500 Zyklen mit 83,6 Prozent Restkapazität sind jetzt auch nicht schlecht, aber für stationäre Speicher wären vermutlich deutlich mehr Zyklen nötig, weil die jeden Tag be- und entladen werden. Sonst ist die Batterie nach paar Jahren schon ziemlich runter, auch wenn Zink selber billig und nicht gleich brennbar ist. Bei 16-facher Stromdichte bleiben ausserdem nur 46,9 Prozent übrig, was schon zeigt das schnelles Laden wohl noch ein Problem ist. Für Solarüberschüsse, die manchmal schnell weg müssen, könnte das wichtig sein.

    Ich finde auch den Zusammenhang mit dem Netzausbau spannend. Wenn dauernd Windräder abgeregelt werden, dann braucht man nicht nur neue Leitungen sondern vielleicht auch Speicher direkt dort wo der Strom entsteht. Dann könnte so eine Wasser-Zink-Batterie eventuell helfen, zumindest für Stunden und nicht für komplette Dunkelflauten über mehrere Tage. Für sowas wären dann wieder andere Speicher oder Kraftwerke nötig, also die eine Wunderlösung wird es warscheinlich nicht geben.

    Bei den Atomkraftwerken und diesen neuen Reaktoren bin ich eher skeptisch, nicht unbedingt weil die Technik unmöglich ist, sondern wegen den Zeitplänen. 2031 Prototyp und ab 2033 Serienproduktion hört sich immer sehr schön an, aber bei Kerntechnik dauert meistens alles länger und kostet mehr als zuerst gesagt. Das gilt vermutlich auch für Fusion, wo schon seit Jahrzehnten gesagt wird das es bald soweit ist. Andererseits kann Deutschland auch nicht jede Technologie von vornherein ausschliesen, sonst kauft man später wieder alles teuer aus dem Ausland.

    Das mit der Kohle wegen Dürre fand ich ziemlich ironisch, weil Wassermangel ja auch andere Kraftwerke trifft und man dann am Ende wieder mehr Kohle nimmt. Damit sieht man vielleicht, dass ein System mit nur einer bevorzugten Energiequelle ziemlich anfällig ist. Gas ist teuer, Wasser fehlt, Wind wird abgeregelt und Sonne gibts nachts nicht, da wird die Rechnung schnell kompliziert. Die 30 oder vielleicht 90 Milliarden Subventionen muss man aber auch genau nachrechnen, weil je nach dem was alles eingerechnet wird solche Zahlen sehr unterschiedlich wirken.

    Die Forderung der Windbranche nach mehr Netzen ist jedenfalls nicht ganz von der Hand zu weisen. Wenn Anlagen gebaut werden und der Strom dann nicht abtransportiert werden kann, ist das irgendwie wie eine Autobahn ohne Ausfahrt. Nur sollte man bei Entschädigungen auch aufpassen, dass Betreiber nicht für immer bezahlt werden obwohl die Engpässe bekannt sind. Vielleicht wären Speicher, flexible Verbraucher und bessere Stromtarife sinnvoller als einfach immer nur Geld zu überweisen.

    Unterm Strich klingt die Zinktechnologie für mich am greifbarsten von den neuen Sachen, weil sie nicht gleich einen neuen Reaktor oder eine komplett neue Stromwelt braucht. Aber 500 Zyklen sind noch kein Beweis für den Alltag, sondern eher ein gutes erstes Signal. Jetzt müsste man wissen wie teuer die komplette Batterie wird, wie sie bei Hitze und Kälte läuft, wie der Elektrolyt altert und ob die Materialien in grosser Menge hergestellt werden können. Sonst bleibt es am Ende wieder bei tollen Laborwerten und schönen Überschriften, davon haben wir im Energiebereich ja schon einige gesehn.

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