VNG schließt Rückkehr zu russischem Gas aus und setzt auf Diversifizierung

    03.04.2025 140 mal gelesen 6 Kommentare

    Gashändler VNG: Rückkehr zu russischem Gas kaum vorstellbar

    Der ostdeutsche Energiekonzern VNG sieht derzeit keine Möglichkeit, zu russischen Pipeline-Gaslieferungen zurückzukehren. Vorstandschef Ulf Heitmüller erklärte in Leipzig, dass eine direkte Rückkehr zur russischen Lieferung „schwierig vorstellbar“ sei, da Russland die Gaslieferungen einseitig und vertragsbrüchig eingestellt habe. VNG unterhalte daher keine Lieferbeziehungen mehr zu Russland.

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    Stattdessen hat VNG seit 2022 seine Gasbezüge diversifiziert. Lieferverträge mit Norwegen wurden verlängert, und Gas aus Algerien spielt eine zunehmend größere Rolle. Ziel ist es, die Versorgungssicherheit unabhängig von einzelnen Herkunftsländern langfristig zu gewährleisten. Auch das Bundeswirtschaftsministerium schließt künftige Importe von russischem Gas aus und betont, dass Deutschland sich erfolgreich von russischer Energie unabhängig gemacht habe.

    „Derzeit ist eine Rückkehr zu russischem Gas für uns keine Option“, so Heitmüller.
    • VNG diversifiziert Gasbezüge mit Fokus auf Norwegen und Algerien.
    • Deutschland hat sich von russischer Energie unabhängig gemacht.

    Erzeugt Bayern zu viel Solarstrom?

    Bayern hat im Jahr 2024 mit dem Zubau von Solarkraftwerken einen deutschen Rekord aufgestellt. Allein vier Gigawatt (GW) neue Kapazität wurden installiert, was die Bedeutung der Sonnenenergie im Freistaat weiter erhöht. Zum Vergleich: Der zuletzt abgeschaltete Reaktorblock des Atomkraftwerks Gundremmingen hatte eine Leistung von 1,3 GW. Insgesamt betrug die installierte Solar-Gesamtleistung in Deutschland Ende 2024 99,3 GW.

    Ein Großteil der neuen Anlagen, etwa zwei Drittel, wurde auf Hausdächern oder an Gebäuden installiert, während der Rest auf größeren Flächen steht. Trotz des Erfolgs gibt es Herausforderungen, insbesondere bei der Integration des Solarstroms in das Netz. Netzbetreiber äußern Bedenken, dass die Infrastruktur nicht ausreichend auf die hohen Einspeisungen vorbereitet ist.

    • 2024: Bayern installierte 4 GW neue Solarkapazität.
    • Gesamtleistung in Deutschland: 99,3 GW.
    • Herausforderung: Netzkapazitäten für Solarstrom.

    VNG erzielt starkes Ergebnis trotz Unsicherheiten

    Der Leipziger Gasgroßhändler VNG hat das Geschäftsjahr 2024 mit einem bereinigten operativen Ergebnis von 321 Millionen Euro abgeschlossen. Das Konzernergebnis lag bei 232 Millionen Euro, was jedoch hinter den Rekordwerten von 2023 zurückblieb. Der Umsatz sank aufgrund gesunkener Marktpreise deutlich auf rund 16,1 Milliarden Euro (2023: 23,2 Milliarden Euro).

    VNG investierte 2024 rund 329 Millionen Euro in Infrastrukturprojekte sowie in das Geschäft mit Biogas und Wasserstoff. Ein zentrales Projekt ist der Energiepark Bad Lauchstädt in Sachsen-Anhalt, wo bis Ende 2025 ein 30-Megawatt-Elektrolyseur entstehen soll. Zudem plant VNG, bis 2035 bis zu fünf Milliarden Euro in Mittel- und Ostdeutschland zu investieren, sofern stabile politische Rahmenbedingungen gegeben sind.

    Jahr Operatives Ergebnis Konzernergebnis Umsatz
    2023 447 Mio. € 380 Mio. € 23,2 Mrd. €
    2024 321 Mio. € 232 Mio. € 16,1 Mrd. €
    • Investitionen 2024: 329 Mio. € in grüne Gase und Infrastruktur.
    • Geplante Investitionen bis 2035: 5 Mrd. € in Ostdeutschland.

    Hyundai setzt auf Wasserstoff

    Hyundai bleibt der Brennstoffzellentechnologie treu und präsentierte auf der Mobility Show in Seoul die nächste Generation des Nexo. Der Geländewagen erzeugt seine elektrische Energie aus Wasserstoff und soll noch 2025 auf den Markt kommen. Mit einer Länge von 4,75 Metern bietet der neue Nexo mehr Platz im Innenraum und einen Kofferraum mit bis zu 1.719 Litern Fassungsvermögen.

    Der Antrieb erfolgt über eine E-Maschine mit 150 kW (204 PS), die eine Spitzengeschwindigkeit von 179 km/h ermöglicht. Die Brennstoffzelle wandelt knapp sieben Kilogramm Wasserstoff in Strom um, was eine Reichweite von fast 700 Kilometern erlaubt. Das Tanken dauert lediglich drei Minuten, was den Nexo im Vergleich zu herkömmlichen Elektroautos besonders attraktiv macht.

    • Reichweite: 700 km mit einer Tankfüllung.
    • Tankzeit: 3 Minuten.
    • Leistung: 150 kW (204 PS).

    Quellen:

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    Ich find's gut, dass VNG jetzt so stark auf Diversifizierung setzt, das gibt doch deutlich mehr Sicherheit und Stabilität. Klar, Russland als Lieferant war mal günstig, aber am Ende bringt uns das doch nichts, wenn man sich auf so einen unsicheren Partner verlässt. Gerade mit Norwegen und Algerien sieht das jetzt vielversprechend aus – besser, als wieder von einer Pipeline abhängig zu sein, die jederzeit abgedreht werden kann.
    Also ehrlich gesagt versteh ich nich ganz, warum hier so sehr auf Norwegen oder Algerie gesetzt wird, es ist ja nich so, als ob die Länder 100% stabil oder risikofrei sind. Natürlich is Russland jetz nich mehr optimal, aber wir tun so als gäbs sonst gar keine Probleme... Wär vielleicht besser, wenn wir mehr auf so Alternativen wie Wasserstoff schauen? Hab aber auch nich den Plan, wie weit die Technik da jetz wirklich is.
    Ich glaub, ehrlich gesagt, dass sie am Ende doch wieder zu russischem Gas zurückmüssen, weil Algerien allein niemals genug liefern kann, oder?
    Ich finde interessant, wie stark sich nun auf Algerien konzentriert wird – hat jemand Infos, wie stabil die Lage dort aktuell für langfristige Verträge ist?
    Na ja, aber wenn die immer sag'n, Russland war so unzuverläsig, frag ich mich doch, warum sie jahrelang drauf gesetzt haben... Jetzt mit Algerien und Norwegen klingt das ja gut, aber was mach'n wir, wenn da auch ma Probleme sind? Ganz ehrlich, find Diversifizieren super, aber 100% Sicherheit gibt’s doch nie, oder?
    Mich würde interessieren, ob VNG bei der Diversifizierung auch verstärkt auf erneuerbare Energiequellen setzt oder ob das langfristig nur ein Mix aus verschiedenen fossilen Lieferanten bleibt.

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