Stromverbrauch in Deutschland sinkt: Einpersonenhaushalte sparen am meisten
Autor: Energie-Echo Redaktion
Veröffentlicht:
Kategorie: News
Zusammenfassung: Claudia Kemfert schlägt ein freiwilliges „Solarjahr“ für junge Menschen vor, um sie in die Energiewende einzubinden und die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren.
Weniger Verbrauch, aber ein blinder Fleck: Was die neue Stromstudie aufdeckt
Die aktuelle Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) zeigt, dass Haushalte in Deutschland im Jahr 2025 durchschnittlich 2.434 Kilowattstunden (kWh) Strom verbrauchen, was einen Rückgang im Vergleich zu 2.660 kWh im Jahr 2019/20 darstellt. Besonders Einpersonenhaushalte haben ihren Verbrauch um 18 Prozent gesenkt, während Zweipersonenhaushalte um 11,7 Prozent und Dreipersonenhaushalte nur um 3,8 Prozent gespart haben.
Der größte Stromverbrauch entfällt auf Informations- und Kommunikationstechnik mit 712 kWh, was 29 Prozent des gesamten Verbrauchs ausmacht. Um den Verbrauch weiter zu senken, empfiehlt die Studie, den Stand-by-Modus zu vermeiden und Geräte nur bei Bedarf zu nutzen. Auch der Umstieg auf LED-Lampen kann signifikante Einsparungen bringen.
„69 Prozent der Haushalte legen Wert auf einen sparsamen Verbrauch“, kommentiert der BDEW die Studienergebnisse.
Zusammenfassung: Der Stromverbrauch in deutschen Haushalten ist gesunken, wobei Einpersonenhaushalte die größten Einsparungen erzielt haben. Informations- und Kommunikationstechnik sind die Hauptverbraucher. Einsparpotenziale liegen in der Vermeidung von Stand-by und dem Umstieg auf LED-Lampen.
Energie: Brief an Merz: Chemie macht Druck bei EU-Emissionshandel
Die deutsche Chemieindustrie übt Druck auf Kanzler Friedrich Merz aus, um sich bei der Reform des EU-Emissionshandels für die Branche einzusetzen. Der Präsident des Chemieverbands VCI, Markus Steilemann, warnt in einem Brief, dass die neuen Anforderungen die Transformationsmöglichkeiten der Wirtschaft übersteigen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands gefährden könnten.
Steilemann betont, dass die geplanten Änderungen zu zusätzlichen Belastungen in dreistelliger Millionenhöhe pro Jahr für die deutsche chemische Industrie führen könnten. Die Chemielobby fordert eine Aussetzung der Verschärfungen, da zentrale Voraussetzungen wie ausreichende Netzanschlüsse und wettbewerbsfähige Kosten fehlen.
„Insgesamt drohen weiterhin zusätzliche Belastungen in deutlich dreistelliger Millionenhöhe pro Jahr allein für die deutsche chemische Industrie“, so Steilemann.
Zusammenfassung: Die Chemieindustrie fordert von Kanzler Merz Unterstützung bei der Reform des EU-Emissionshandels, um zusätzliche finanzielle Belastungen zu vermeiden. Die Branche sieht sich durch neue Anforderungen in ihrer Wettbewerbsfähigkeit gefährdet.
Stromnetz am Limit: Überschüssige Windenergie bleibt großes Problem in OWL
In der Region Ostwestfalen-Lippe (OWL) wird überschüssige Windenergie abgeregelt, was bedeutet, dass Energie, die für die Versorgung von Detmold ein Jahr lang ausgereicht hätte, nicht genutzt werden kann. Dies ist auf einen schleppenden Netzausbau zurückzuführen, der die Integration erneuerbarer Energien behindert.
Die häufigen Abregelungen führen dazu, dass Windkraftanlagen abgeschaltet werden müssen, was die Effizienz der Energieerzeugung in der Region stark beeinträchtigt. Der Netzausbau ist daher dringend erforderlich, um die Nutzung von Windenergie zu optimieren und die Energieversorgung zu sichern.
Zusammenfassung: In OWL wird überschüssige Windenergie aufgrund unzureichender Netzinfrastruktur abgeregelt. Ein zügiger Netzausbau ist notwendig, um die Effizienz der Windkraftnutzung zu verbessern.
Energie-Ökonomin Kemfert fordert „Solarjahr" für junge Menschen in Deutschland
Die Energie-Ökonomin Claudia Kemfert schlägt ein freiwilliges „Solarjahr“ für junge Menschen in Deutschland vor, um aktiv an der Energiewende mitzuwirken. Dieses Programm soll jungen Menschen zwischen 18 und 27 Jahren die Möglichkeit bieten, beim Aufbau von Solaranlagen und in Energiegenossenschaften mitzuarbeiten.
Kemfert sieht das „Solarjahr“ nicht nur als Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch als Möglichkeit, junge Menschen in zukunftsfähige Berufe einzuführen. Sie betont, dass jede Kilowattstunde aus heimischer Sonnenenergie Deutschland unabhängiger von fossilen Energieimporten machen würde.
„In diesem Sinne wäre das Solarjahr nicht nur ein Klimaprojekt, sondern auch ein Friedensprojekt“, so Kemfert.
Zusammenfassung: Claudia Kemfert fordert ein „Solarjahr“ für junge Menschen, um sie aktiv in die Energiewende einzubinden. Dies könnte nicht nur den Klimaschutz fördern, sondern auch die Abhängigkeit von fossilen Energien verringern.
Quellen:
- Weniger Verbrauch, aber ein blinder Fleck: Was die neue Stromstudie aufdeckt
- Energie: Brief an Merz: Chemie macht Druck bei EU-Emissionshandel
- Der Börsen-Tag: Kleines Energie-Einmaleins: Wie lange reicht das Öl?
- Energie fürs Grabfeld: Netzausbau ist überfällig
- Energie-Ökonomin Kemfert fordert „Solarjahr" für junge Menschen in Deutschland
- Stromnetz am Limit: Überschüssige Windenergie bleibt großes Problem in OWL