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Reiche-Gesetz blockiert: Ministerin muss Wind-Solar-Pläne anpassen
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht sich mit einer Blockade zentraler Gesetze konfrontiert, die den Ausbau erneuerbarer Energien betreffen. Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat ein Veto gegen mindestens vier von Reiche geplante Gesetze eingelegt, darunter das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Netzanschlusspaket. Diese Gesetze müssen nun auf oberster Ebene verhandelt werden, was die Umsetzung der Wind- und Solarprojekte erheblich verzögern könnte.
„Wer der Meinung ist, man bremst den Ausbau der Erneuerbaren ab, schadet am Ende Deutschland“, so Klingbeil.
Ein zentrales Anliegen der SPD ist es, den sogenannten Redispatch-Vorbehalt im Netzanschlusspaket zu verhindern. Dieser würde dazu führen, dass Betreiber von Wind- und Solarparks keine Entschädigungszahlungen mehr erhalten, wenn ihre Anlagen aufgrund von Netzengpässen abgeschaltet werden müssen. Dies könnte den Ausbau erneuerbarer Energien in wind- und sonnenreichen Regionen wie Bayern und Niedersachsen gefährden.
Zusammenfassung: Katherina Reiche steht vor der Herausforderung, zentrale Gesetze für den Ausbau erneuerbarer Energien anzupassen, da die SPD wichtige Punkte blockiert. Der Redispatch-Vorbehalt könnte den Ausbau in wichtigen Regionen gefährden.
Kerosin aus Rübenresten und Holzschnitzeln
Die Montanuniversität in Leoben hat eine Versuchsanlage in Betrieb genommen, die umweltfreundliches Kerosin aus Rübenresten und Holzschnitzeln produziert. Jährlich werden rund 280 Millionen Tonnen Kerosin für die kommerzielle Luftfahrt benötigt, was etwa 350 Milliarden Litern entspricht. Die Luftfahrt ist ein wesentlicher Verursacher der Klimaerwärmung, da sie drei bis fünf Prozent der jährlich in die Atmosphäre gepumpten Treibhausgase ausstößt.
Die neue Anlage produziert im Vollbetrieb jede Stunde aus 750 Gramm Rohstoffen etwa einen halben Liter Kerosin. Dies ist zwar nicht ausreichend für den Betrieb von Flugzeugen, zeigt jedoch das Potenzial für die Entwicklung nachhaltiger Treibstoffe. Die EU plant, den Anteil nachhaltiger Flugtreibstoffe bis 2030 auf sechs Prozent und bis 2050 auf 70 Prozent zu erhöhen.
Zusammenfassung: An der Montanuniversität in Leoben wird Kerosin aus Rübenresten und Holzschnitzeln hergestellt. Die EU plant, den Anteil nachhaltiger Treibstoffe in der Luftfahrt bis 2050 erheblich zu steigern.
Protest gegen Energiepolitik der Bundesregierung
Ein Bündnis von Umweltorganisationen ruft zu einer Demonstration in Berlin und weiteren Städten auf, um gegen die Energiepolitik der Bundesregierung zu protestieren. Unter dem Motto „Erneuerbare Energien verteidigen!“ wird die Demonstration am 18. April 2026 um 12 Uhr am Invalidenpark in Berlin beginnen. Die Organisatoren rechnen mit rund 1500 Teilnehmenden.
Der Protest richtet sich insbesondere gegen die Politik von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die den Ausbau erneuerbarer Energien trotz steigender Preise für fossile Energieträger ausbremse. Zu den Rednern der Kundgebung gehören prominente Vertreter von Fridays for Future und anderen Umweltorganisationen.
Zusammenfassung: In Berlin und anderen Städten wird gegen die Energiepolitik der Bundesregierung demonstriert. Der Protest zielt darauf ab, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fordern und die Politik von Katherina Reiche zu kritisieren.
Wettbewerb und Workshops: Stadtwerke Goch sammeln Energie-Ideen
Die Stadtwerke Goch haben in Kooperation mit dem Grimme Institut einen Wettbewerb ins Leben gerufen, um innovative Ideen im Bereich Energie und Nachhaltigkeit zu fördern. Neben dem Wettbewerb werden auch Workshops angeboten, die sich an Bürger jeden Alters richten. Ziel ist es, die Bevölkerung aktiv in die Energiewende einzubeziehen und über umweltfreundliche Technologien zu informieren.
Das Projekt „Die Gochmacher – Deine Energieideen für morgen“ soll dazu beitragen, das Bewusstsein für nachhaltige Energien zu schärfen und die Bürger zu motivieren, eigene Ideen zur Energiewende einzubringen.
Zusammenfassung: Die Stadtwerke Goch veranstalten einen Wettbewerb und Workshops, um Bürgerideen zur Energiewende zu sammeln und das Bewusstsein für nachhaltige Technologien zu fördern.
Quellen:
- Reiche-Gesetz blockiert: Ministerin muss Wind-Solar-Pläne anpassen – "schadet Deutschland"
- Energie: Kerosin aus Rübenresten und Holzschnitzeln
- Protest gegen Energiepolitik der Bundesregierung Klimaschützer wollen in Berlin für erneuerbare Energien demonstrieren
- Energie in der Krise: Zwischen Tankrabatt und Atomdebatte – Sehen Sie ein WELT Spezial - Video
- Kardinal Woelki ruft zu Unterstützung von Energie-Demos auf
- Wettbewerb und Workshops: Stadtwerke Goch sammeln Energie-Ideen













