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Wirtschaftsministerin Reiche wirbt für langfristige Gasverträge
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche setzt auf langfristige Gaslieferverträge, um die Versorgungssicherheit in Deutschland zu gewährleisten. Sie betont, dass Vereinbarungen mit verschiedenen Lieferanten aus unterschiedlichen Ländern notwendig sind, um Preisschwankungen zu vermeiden. Das bundeseigene Energieunternehmen Sefe plant eine Ausschreibung für mittelfristige Gaslieferungen im Zeitraum von 2027 bis 2036, wobei das LNG hauptsächlich an Terminals in Nordwesteuropa geliefert werden soll.
Zusätzlich wird der Energiekonzern VNG seine Lieferbeziehungen zu Algerien ausbauen und Aserbaidschan als weiteren Lieferanten für zusätzliche Gasmengen über Pipelines in Betracht ziehen. Reiche warnt jedoch, dass die strengen EU-Klimaschutzregeln die verlässlichen Energielieferungen nach Deutschland nicht behindern dürfen.
„Das EU-Recht, wie zum Beispiel die Methanverordnung, darf die verlässliche Energielieferungen nach Deutschland nicht behindern“, sagte Reiche.
Zusammenfassung: Reiche fordert langfristige Gasverträge zur Sicherstellung der Energieversorgung und warnt vor zu strengen Klimaschutzregeln.
Abschaltungen notwendig: Netzengpässe bremsen Einspeisung erneuerbarer Energien
Die Bundesnetzagentur berichtet, dass im vergangenen Jahr 3,5 Prozent der gesamten erneuerbaren Stromerzeugung aufgrund von Netzengpässen abgeregelt werden mussten. Dies geschah, um Überlastungen der bestehenden Stromleitungen zu vermeiden. Trotz dieser Abschaltungen konnten mehr als 96 Prozent der erneuerbaren Energie ins Netz eingespeist werden.
Die Kosten für das Netzengpassmanagement stiegen 2025 auf knapp 3,1 Milliarden Euro. Die Hauptmaßnahme zur Vermeidung von Engpässen ist der sogenannte Redispatch, bei dem Stromerzeuger angewiesen werden, ihre Einspeisung zu drosseln, während andere Anlagen gleichzeitig mehr einspeisen müssen.
| Jahr | Kosten für Netzengpassmanagement (in Milliarden Euro) |
|---|---|
| 2023 | 3,4 |
| 2025 | 3,1 |
Zusammenfassung: Netzengpässe führten zu Abschaltungen von 3,5 Prozent der erneuerbaren Energie, die Kosten für das Management stiegen auf 3,1 Milliarden Euro.
10 Mio. Euro, 750 kWh Strom: 2 Landwirte produzieren jetzt Flüssiggas
Die Brüder Martin und Michael Zeller aus Bad Grönenbach haben eine innovative Methode entwickelt, um aus der Gülle ihres Milchviehbetriebs Biogas zu erzeugen und dieses in Flüssiggas (LNG) umzuwandeln. Seit September 2024 wird das Biomethan in einer Aufbereitungsanlage auf -162 °C tiefgekühlt, wodurch das Gas stark komprimiert wird und sein Volumen um das 600-Fache reduziert wird.
Diese Technologie ermöglicht es den Landwirten, Lkw mit eigenem LNG zu betanken und somit einen klimaneutralen Kraftstoff zu produzieren. Die Investition in die Anlage belief sich auf 10 Millionen Euro, und die Brüder sehen großes Potenzial für die Landwirtschaft in der Nutzung von Biogas.
Zusammenfassung: Die Zeller-Brüder produzieren aus Gülle Flüssiggas und investieren 10 Millionen Euro in eine Biogas-Anlage zur Betankung von Lkw.
Energie und Süßwaren treiben Preise in Rheinland-Pfalz
Im März 2026 stiegen die Verbraucherpreise in Rheinland-Pfalz um 2,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was den höchsten Stand seit Dezember 2024 darstellt. Besonders die Energiekosten trugen zu dieser Inflation bei, mit einem Anstieg der Kraftstoffpreise um 25,6 Prozent und Heizöl um 25,1 Prozent. Auch die Preise für Süßwaren erhöhten sich um 8,4 Prozent.
Die Preisanstiege bei Nahrungsmitteln waren moderater, mit einem Anstieg von 1 Prozent. Während Obst und Fleisch teurer wurden, sanken die Preise für Butter um über 26 Prozent und für Quark um 23 Prozent.
| Produkt | Preisänderung (%) |
|---|---|
| Kraftstoffe | +25,6 |
| Heizöl | +25,1 |
| Süßwaren | +8,4 |
| Butter | -26,0 |
| Quark | -23,0 |
Zusammenfassung: Die Inflation in Rheinland-Pfalz beträgt 2,9 Prozent, angetrieben durch steigende Energiepreise und Süßwaren.
Preise für Energie zuletzt deutlich gestiegen - für Lebensmittel nur wenig
In Berlin und Brandenburg stiegen die Verbraucherpreise im März 2026 um 2,5 Prozent bzw. 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Energiepreise erhöhten sich um 6,7 Prozent in Berlin und um 8,5 Prozent in Brandenburg. Im Gegensatz dazu blieben die Preise für viele Lebensmittel stabil oder sanken sogar, wie bei Butter, die um 22,9 Prozent in Berlin und 26,3 Prozent in Brandenburg günstiger wurde.
Die Preise für Obstkonserven stiegen jedoch stark an, mit einem Anstieg von 42,7 Prozent in Berlin und 51,1 Prozent in Brandenburg. Auch Kaffee, Tee und Kakao wurden teurer, was die Inflation weiter anheizt.
Zusammenfassung: In Berlin und Brandenburg stiegen die Energiepreise stark, während viele Lebensmittelpreise stabil blieben oder sanken.
Quellen:
- Wirtschaftsministerin Reiche wirbt für langfristige Gasverträge
- Abschaltungen notwendig: Netzengpässe bremsen Einspeisung erneuerbarer Energien
- 10 Mio. Euro, 750 kWh Strom: 2 Landwirte produzieren jetzt Flüssiggas
- Energie und Süßwaren treiben Preise in Rheinland-Pfalz
- Preise für Energie zuletzt deutlich gestiegen - für Lebensmittel nur wenig
- Blick in die Werkstatt: Energie-Atlas und Wärmewende-Kompass Leipzig













