Strompreise erreichen 70 Cent: Gaspreis-Explosion treibt Kosten in die Höhe
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Die Strompreise in Deutschland erreichen 70 Cent pro kWh aufgrund stark gestiegener Gaspreise, während die Hamburger Energiewerke einen Wärmespeicher zur Unterstützung der Wärmewende bauen. Ein neuer molekularer Solarspeicher könnte Lithium-Ionen-Akkus übertreffen, benötigt jedoch weitere Forschung.
Strompreise steigen auf 70 Cent: Gaspreis-Explosion und Folgen für Strompreise
Die Strompreise in Deutschland haben einen neuen Höchststand erreicht und liegen für dynamische Tarife bei 70 Cent pro Kilowattstunde. An der Strombörse kostet Strom ohne Steuern und Abgaben heute teilweise 43 Cent. Diese Entwicklungen sind teilweise auf die dramatische Verdopplung der Gaspreise in den letzten Tagen zurückzuführen, die durch geopolitische Spannungen im Iran ausgelöst wurde. Die Gaspreise stiegen von knapp 30 Euro/MWh Ende Februar auf über 55 Euro/MWh, was den höchsten Stand seit über drei Jahren darstellt.
„Die Explosion der Gaspreise am Strommarkt ist nur eine Frage der Zeit.“
Die Erdgaskraftwerke produzierten im Jahr 2025 netto 52,4 TWh für die öffentliche Stromversorgung, was einen Anstieg von 3,7 TWh im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Diese Abhängigkeit von Gaspreisen hat direkte Auswirkungen auf die Strompreise, da hohe Gaspreise die Kosten für die Stromerzeugung erheblich erhöhen.
Zusammenfassung: Die Strompreise in Deutschland erreichen 70 Cent pro kWh, während die Gaspreise aufgrund geopolitischer Spannungen stark gestiegen sind. Die Abhängigkeit von Gaspreisen bleibt ein kritischer Faktor für die Stromkosten.
Energiewerke beginnen mit Bau von Wärmespeicher
Die Hamburger Energiewerke haben mit dem Bau eines Wärmespeichers begonnen, der heißes Wasser für das Fernwärmenetz speichern soll. Der Speicher wird auf dem Gelände des Kohlekraftwerks Tiefstack errichtet, das bis spätestens 2030 vom Netz genommen werden soll. Die Fertigstellung des Speichers ist für Ende 2027 geplant, mit einer Inbetriebnahme im ersten Halbjahr 2029.
Der städtische Versorger investiert einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag in das Projekt und erhält Fördermittel vom Bundeswirtschaftsministerium und der EU. Der Speicher wird Teil eines Energieparks, der das Kohlekraftwerk ersetzen soll, und soll dazu beitragen, die Steinkohle bis 2030 abzulösen.
Zusammenfassung: Die Hamburger Energiewerke starten den Bau eines Wärmespeichers zur Unterstützung der Wärmewende, mit einer Investition im niedrigen zweistelligen Millionenbereich und Fördermitteln von Bund und EU.
Sonnenenergie: Molekularer Solarspeicher schlägt Lithium-Ionen-Akkus
Wissenschaftler haben einen neuen molekularen Solarspeicher entwickelt, der in der Lage ist, Sonnenstrahlung aufzunehmen und diese über lange Zeiträume zu speichern. Dieser Speicher könnte eine Alternative zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus darstellen, da er eine Energie von 1650 Kilojoule pro Kilogramm speichert, was etwa dem doppelten Energiegehalt eines handelsüblichen Lithium-Ionen-Akkus entspricht.
Die neu entwickelten Moleküle sind wasserlöslich und können theoretisch durch Rohre gepumpt werden, was sie für den Einsatz in Fernwärmenetzen geeignet macht. Allerdings sind sie derzeit noch in der Entwicklungsphase und benötigen weitere Forschung, um ihre Effizienz zu steigern und die Nutzung zu optimieren.
Zusammenfassung: Ein neuer molekularer Solarspeicher könnte Lithium-Ionen-Akkus übertreffen, indem er eine hohe Energiespeicherkapazität bietet und für den Einsatz in Fernwärmenetzen geeignet ist, jedoch noch Entwicklungsbedarf besteht.
Quellen:
- "Zurück im Abstiegskampf": Der HSV und die Suche nach der Energie
- Strompreise steigen auf 70 Cent: Gaspreis-Explosion und Folgen für Strompreise
- DEFFNER & ZSCHÄPITZ: Öl, Dax, Rüstung, Energie – was der Krieg für Euer Depot bedeutet
- BörsenTag: Energie für das Depot ohne Öl
- Energie - Energiewerke beginnen mit Bau von Wärmespeicher - Wirtschaft
- Sonnenenergie: Molekularer Solarspeicher schlägt Lithium-Ionen-Akkus