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Trump und die Auswirkungen auf den Markt für saubere Energie
Der Markt für saubere Energie hat ein Fünf-Jahres-Tief erreicht, was unter anderem auf die Anti-Klima-Politik von Donald Trump zurückzuführen ist. Trotz stabiler Erträge und starkem Wachstum vieler Unternehmen im Bereich grüner Energie sind die Aktienkurse stark gefallen. Der US S&P Global Clean Energy Transition Index, der die Performance der 100 größten Unternehmen in diesem Bereich misst, sank in den letzten zwölf Monaten um 16 Prozent auf rund 750 Punkte. Dies entspricht dem Niveau von Mai 2020.
Trump hat zahlreiche Klimaverordnungen abgeschafft oder geändert, was die Investitionsbereitschaft in erneuerbare Energien weiter belastet. Laut einer Übersicht der Columbia University wurden bereits über 60 Klimaschutzmaßnahmen durch seine Regierung rückgängig gemacht. Experten wie Niklas Höhne vom New Climate Institute betonen jedoch, dass die langfristigen Auswirkungen auf die Treibhausgasemissionen begrenzt bleiben könnten.
„Wir treiben einen Dolch durch das Herz der Klimawandel-Religion und läuten Amerikas goldenes Zeitalter ein“, schrieb EPA-Chef Lee Zeldin im Wall Street Journal.
Zusammenfassung: Der Markt für saubere Energie leidet unter Trumps Politik, was sich in einem Rückgang des US S&P Global Clean Energy Transition Index um 16 Prozent zeigt. Dennoch bleiben die langfristigen Auswirkungen auf die Emissionen begrenzt.
Deutschland und das Energie-Dilemma
Seit dem Atomausstieg im Jahr 2011 haben sich die Stromkosten in Deutschland verdoppelt. Eine Studie der Boston Consulting Group (BCG) zeigt, dass die Energiewende nach aktueller Planung um 320 Milliarden Euro teurer werden könnte als nötig. Hauptgrund sind zu hoch angesetzte Prognosen für die Stromnachfrage, die zu einem übermäßigen Ausbau erneuerbarer Energien führen könnten. Allein durch eine Anpassung der Prognosen könnten 215 Milliarden Euro eingespart werden.
Die Studie kritisiert zudem den Atomausstieg, da die deutsche Kernkraftflotte günstigen Strom produzierte, der durch teurere Alternativen ersetzt wurde. Dennoch spricht sich die BCG gegen den Bau neuer Atomkraftwerke aus, da diese zu hohe Kosten verursachen würden. Stattdessen sollten flexible Stromtarife und der gezielte Einsatz von Gaskraftwerken gefördert werden.
Zusammenfassung: Die Energiewende in Deutschland könnte durch realistischere Prognosen und gezielte Maßnahmen wie flexible Stromtarife deutlich günstiger gestaltet werden. Der Atomausstieg hat die Stromkosten erhöht, doch neue Atomkraftwerke sind keine wirtschaftliche Lösung.
Effizienzsteigerung bei KI-Systemen
Der Energieverbrauch von KI-Systemen ist enorm, doch Forscher der Universität des Saarlandes und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) haben Methoden entwickelt, die den Energiebedarf um bis zu 90 Prozent senken können. Durch Techniken wie Wissensdestillation und neuronale Architektursuche werden KI-Modelle kompakter und effizienter, ohne an Leistung einzubüßen.
Ein Beispiel für die praktische Anwendung ist die Optimierung eines Modells zur Stahlschrottsortierung, das nun nicht nur energiesparender, sondern auch leistungsstärker arbeitet. Zudem entwickeln die Forscher ein Tool, das den Energieverbrauch von KI-Modellen präzise vorhersagen kann, um Unternehmen bei der Planung zu unterstützen.
Zusammenfassung: Neue Methoden zur Effizienzsteigerung könnten den Energieverbrauch von KI-Systemen drastisch reduzieren und gleichzeitig die Nutzung für kleinere Unternehmen erleichtern.
Energy Sharing in Bakum: Ein Pilotprojekt
In Bakum, Niedersachsen, wird ein Pilotprojekt zum Energy Sharing getestet, obwohl diese Praxis in Deutschland offiziell verboten ist. 40 Haushalte nehmen daran teil, wobei überschüssiger Strom aus Solaranlagen innerhalb der Gemeinschaft geteilt wird. Die technische Infrastruktur wird von einem österreichischen Unternehmen bereitgestellt, das auch eine App zur Nachverfolgung der Energiedaten entwickelt hat.
Das Projekt zeigt, wie Energy Sharing zur Akzeptanz erneuerbarer Energien beitragen und den Bedarf an Stromtrassen reduzieren könnte. In Österreich ist Energy Sharing bereits erlaubt, und Haushalte sparen dadurch jährlich 100 bis 200 Euro. Die Gemeinde Bakum hofft, mit diesem Projekt die Politik zu einer Gesetzesänderung zu bewegen.
Zusammenfassung: Das Energy-Sharing-Projekt in Bakum zeigt das Potenzial für mehr Gemeinschaft und Kosteneinsparungen durch lokale Stromnutzung. Eine gesetzliche Grundlage in Deutschland fehlt jedoch noch.
Quellen:
- Trump sorgt für Beben auf den Aktienmärkten: Das sind die verheerenden Folgen
- Deutschland steht vor einem Energie-Dilemma: Die Stromkosten haben sich seit dem Atom-Aus verdoppelt
- „Der erste Fusionsreaktor der Welt soll in Deutschland stehen“
- KI-Einheiten verbrauchen sehr viel Energie: Wissenschaftler steigern nun die Effizienz um 90 Prozent
- "Fast alle Heizungen laufen 30 Jahre falsch - das tut richtig weh"
- Energy Sharing: In Deutschland verboten - aber in diesem Ort in Niedersachsen erlaubt