Klimafonds wächst, Windkraft im Aufwind, neue Solarbatterie und lokale Energiewende

Klimafonds wächst, Windkraft im Aufwind, neue Solarbatterie und lokale Energiewende

Autor: Energie-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Klimafonds wächst trotz finanzieller Engpässe, Bauvorgaben werden gelockert und bei Wind- sowie Solarenergie gibt es neue Entwicklungen für mehr Versorgungssicherheit.

Haushalt und Klimafonds: Entwicklung und Herausforderungen

Der Klimafonds (KTF) wächst in den kommenden Jahren trotz Haushaltsloch und Mindereinnahmen bei der CO2-Bepreisung weiter an. Dies liegt nicht nur an der Zuführung aus dem neuen Sondervermögen Infrastruktur. Die Bundesregierung plant zudem, Bauvorgaben für den Wohnungsbau zu lockern, indem Vorgaben im Baugesetzbuch bis Ende 2030 außer Kraft treten könnten. Umweltverbände warnen jedoch vor einem Aufweichen von Klima- und Umweltstandards.

Im Bereich der Nationalen Energie- und Klimapläne zeigt sich, dass die EU-Staaten beim Klimaschutz zwar auf Kurs sind, aber noch nicht am Ziel. Während der Stromsektor und die Erneuerbaren positiv hervorstechen, bestehen weiterhin Probleme in den Sektoren Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und bei der Energieeffizienz. NGOs kritisieren das Fehlen einer Finanzierungsstrategie, während die Industrie den Green Deal beschneiden möchte.

Bereich Herausforderung Entwicklung
Klimafonds Haushaltsloch, Mindereinnahmen CO2-Bepreisung Wachstum durch Sondervermögen Infrastruktur
Wohnungsbau Strenge Bauvorgaben Lockerung bis 2030 geplant
EU-Klimapläne Fehlende Finanzierungsstrategie Stromsektor positiv, andere Sektoren mit Nachholbedarf

Infobox: Der Klimafonds wächst trotz finanzieller Engpässe, die Bundesregierung plant Lockerungen im Bauwesen, und die EU-Klimapläne zeigen Licht und Schatten. (Quelle: Tagesspiegel Background)

Windenergie: Neue Rahmenbedingungen in Obing

Der Gemeinderat von Obing hat über potenzielle Standorte für Windräder diskutiert und neue Rahmenbedingungen festgelegt. Im Zuge der 16. Teilfortschreibung „Energieversorgung – Windkraft“ wurden die Festlegungen zur Windenergienutzung neu gefasst. Für die Gemeinde Obing sind die Gebiete W94, W95, W96, W105 und W106 als potenzielle Flächen ausgewiesen.

Mit einer Mehrheit von 12:4 wurde beschlossen, dass im Bereich „Schutzgut Mensch – Sicherung der Lebensgrundlagen“ die Abstandsflächen zu Wohnnutzung auf mindestens 800 Meter festgelegt werden. Im Bereich „Schutzgut Wasser“ schloss sich die Gemeinde mit 13:3 Stimmen der Stellungnahme des Zweckverbands Harpfinger Gruppe an. Für das „Schutzgut Luft und Klima“ wurde mit 10:6 Stimmen eine positive Stellungnahme zur Förderung der Windkraft abgegeben.

  • 144 Vorranggebiete für Windkraft in der Region Südostoberbayern
  • Abstand zu Wohnbauflächen: mindestens 800 Meter
  • Abstand im Außenbereich: mindestens 800 Meter

Infobox: Obing legt Mindestabstände für Windräder fest und spricht sich für die Förderung der Windkraft aus. (Quelle: chiemgau24)

Windpark im Strohgäu: Pläne und Flächenentwicklung

Im Strohgäu, nördlich von Hemmingen, sollen bald vier Windräder entstehen. Das als LB-08 bezeichnete Vorranggebiet im Regionalplan, das die Gemeinden Hemmingen, Eberdingen, Schwieberdingen und Markgröningen umfasst, wurde von knapp 145 auf gut 100 Hektar verkleinert. Der Projektentwickler Uhl Windkraft sieht darin kein Problem, da das Kerngebiet erhalten bleibt und als chancenreichstes Gebiet gilt.

Mit der zweiten Offenlegung des Regionalplans zur Teilfortschreibung für Windkraftanlagen ist laut Projektleiter Philip Gohl für die Planer eine gewisse Sicherheit eingetreten. Die Konzentration auf das Kerngebiet soll die Umsetzung des Windparks erleichtern.

  • Geplante Windräder: 4
  • Vorranggebiet verkleinert: von 145 auf 100 Hektar
  • Betroffene Gemeinden: Hemmingen, Eberdingen, Schwieberdingen, Markgröningen

Infobox: Trotz Flächenverkleinerung bleibt das Windparkprojekt im Strohgäu auf Kurs. (Quelle: stuttgarter-nachrichten.de)

Solarbatterie: Energie aus Sonnenlicht auch nach Sonnenuntergang

Forschende der Technischen Universität München, des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung und der Universität Stuttgart haben eine Solarzelle entwickelt, die Sonnenlicht einfängt und die Energie über 48 Stunden im wässrigen Medium speichern kann. Das neuartige, metallfreie Gerüstmaterial auf Basis von Naphthalendiimid vereint Lichtnutzung und Langzeitspeicherung in einem System.

Das Material erreicht eine Ladungsspeicherkapazität von 38 mAh/g und übertrifft damit vergleichbare Gerüstmaterialien sowie andere molekulare Halbleiter. Nach zehn Ladezyklen blieb über 90 % der Kapazität erhalten. Die Kombination aus Moleküldesign, Gerüststruktur und Wasserumgebung sorgt für eine stabile Speicherung und gezielte Freisetzung der Energie.

Eigenschaft Wert
Speicherdauer über 48 Stunden
Ladungsspeicherkapazität 38 mAh/g
Zyklenstabilität über 90 % nach 10 Zyklen

Infobox: Die neue Solarbatterie speichert Energie über 48 Stunden und bleibt auch nach mehreren Ladezyklen leistungsfähig. (Quelle: Chemie.de)

Klimawandel und Versorgungssicherheit: Aktuelle Erkenntnisse

Der Klimawandel beeinflusst die Versorgungssicherheit im Energiesektor, insbesondere bei erneuerbaren Energien. Laut Peter Hoffman vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung ist die sogenannte Dunkelflaute – geringer Solarertrag bei gleichzeitiger Flaute – einer stabilen Hochwetterlage über Großbritannien zuzuordnen. Frank Kaspar vom Deutschen Wetterdienst betont, dass diese Großwetterlagen historisch betrachtet nicht zugenommen haben, sondern sogar leicht rückläufig sind.

Die Windkraft bleibt laut Georg Bischof von Siemens Gamesa auch unter verschiedenen Klimaszenarien wirtschaftlich stabil, sofern die globalen Klimaziele eingehalten werden. Wetterextreme können jedoch weiterhin die Versorgungssicherheit beeinflussen, weshalb europaweites Denken und der Ausbau von Stromleitungen empfohlen werden.

  1. Dunkelflaute ist an stabile Hochwetterlagen gebunden, deren Häufigkeit nicht zunimmt
  2. Windkraft bleibt wirtschaftlich stabil bei Einhaltung der Klimaziele
  3. Wetterextreme beeinflussen weiterhin die Versorgungssicherheit

Infobox: Die Versorgungssicherheit ist trotz Klimawandel nicht stärker gefährdet, Windkraft bleibt wirtschaftlich stabil. (Quelle: ingenieur.de)

Photovoltaik für Pfarrgebäude in Gröbenzell

In Gröbenzell werden die Pfarrgebäude mit einer neuen Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Maßnahme ist Teil der lokalen Bemühungen, erneuerbare Energien zu fördern und die Energieversorgung nachhaltiger zu gestalten.

Die Installation der PV-Anlage auf den Pfarrgebäuden soll einen Beitrag zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes leisten und die Energiekosten der Gemeinde senken.

  • Installation einer PV-Anlage auf Pfarrgebäuden
  • Beitrag zur lokalen Energiewende

Infobox: Die Pfarrgebäude in Gröbenzell erhalten eine Photovoltaikanlage zur nachhaltigen Energieversorgung. (Quelle: Merkur)

Quellen: