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Hessens erstes Solardorf: Wärmespeicher liefert Energie für alle
Der 800-Seelen-Ort Bracht im Kreis Marburg-Biedenkopf hat sich als erstes Solardorf in Hessen etabliert. Die Gemeinde hat ein innovatives Nahwärmenetz mit einem großen Wärmespeicher implementiert, das fast ausschließlich mit Sonnenenergie betrieben wird. Ralph Vogt, der Vorstandsvorsitzende der Solar-Genossenschaft, spielt eine zentrale Rolle in diesem Projekt, das bereits große Fortschritte auf dem Weg zur Klimaneutralität gemacht hat.
„Geheizt wird hier bald fast nur noch mit Sonnenenergie“, erklärt Vogt.
Die Wärmewende in Bracht ist nahezu abgeschlossen, und die Bewohner profitieren bereits von den Vorteilen des neuen Systems. Die Kosten für den Hausanschluss belaufen sich auf 6000 Euro, während die Kilowattstunde mit 16,5 Cent kalkuliert wird. Dies ist zwar etwas teurer als die aktuellen Preise für Öl oder Gas, jedoch wird eine Stabilität der Preise in den kommenden Jahren erwartet.
Zusammenfassung: Bracht hat erfolgreich ein Nahwärmenetz etabliert, das fast ausschließlich auf Sonnenenergie basiert. Die Kosten für den Hausanschluss betragen 6000 Euro, und die Kilowattstunde kostet 16,5 Cent.
Nordex sichert sich großen Windpark-Auftrag in Spanien
Die Nordex Group hat einen bedeutenden Auftrag von Grupo Enhol für das Repowering eines Windparks in Navarra, Spanien, erhalten. Dieser Auftrag umfasst die Lieferung und Installation von sechs Windenergieanlagen des Typs N163/5.X mit einer Gesamtleistung von 34,2 MW. Die Installationsarbeiten sind für Juli 2026 geplant, während die Inbetriebnahme für Februar 2027 vorgesehen ist.
„Die Partnerschaft mit Grupo Enhol stärkt die Führungsrolle Navarras im Bereich der erneuerbaren Energien“, betont Francisco Cejudo, Director Sales Spain bei Nordex.
Ein wichtiger Aspekt des Projekts ist der 20-jährige Premium-Service, den Nordex bereitstellen wird, um einen zuverlässigen Betrieb und maximale Energieerträge zu gewährleisten. Die Fertigung der Türme, Rotorblätter und Maschinenhäuser erfolgt in Spanien, während Naben und Antriebsstränge in Deutschland produziert werden.
Zusammenfassung: Nordex hat einen Auftrag für einen Windpark in Spanien erhalten, der sechs Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 34,2 MW umfasst. Die Inbetriebnahme ist für Februar 2027 geplant.
Energie-Studie zeigt: Kernfusion an vielen Orten in Deutschland möglich
Eine Studie der Technischen Universität München hat ergeben, dass in Deutschland 53 geeignete Standorte für Fusionskraftwerke existieren. Besonders attraktiv sind ehemalige Standorte von Kohle- und Atomkraftwerken, da sie bereits über die notwendige Anbindung an das Stromnetz verfügen.
„Die besten Orte für Fusionskraft sind Standorte ehemaliger Kohle- und Atomkraftwerke“, so die Studienautoren.
Die Studie hebt hervor, dass die geologischen und meteorologischen Bedingungen an diesen Standorten ideal sind, um Fusionskraftwerke zu errichten. In Ostdeutschland könnten beispielsweise Standorte in der Lausitz sowie in der Nähe von Leipzig und Magdeburg in Betracht gezogen werden.
Zusammenfassung: In Deutschland gibt es 53 geeignete Standorte für Fusionskraftwerke, insbesondere an ehemaligen Kohle- und Atomkraftwerken. Diese Standorte bieten die besten Voraussetzungen für die Entwicklung der Kernfusion.
Energie teilen – ziemlich schwer gemacht
Ab Juni 2026 wird Energy Sharing in Deutschland gesetzlich möglich sein, jedoch drohen bürokratische Hürden und eine faktische Smart-Meter-Pflicht, die die Umsetzung erschweren könnten. Der neue Paragraf 42c im Energiewirtschaftsgesetz erlaubt es, gemeinsam erzeugten Ökostrom zu teilen, jedoch unterliegt dies strengen Vorschriften.
„Das Warten auf die gesetzliche Regelung hat lange gedauert, aber die Umsetzung ist nur halbherzig“, kritisiert Valérie Lange vom Bündnis Bürgerenergie.
Die Regelungen sehen vor, dass Letztverbraucher nur dann Energie teilen dürfen, wenn ihre Anlagen nicht überwiegend gewerblicher Natur sind. Dies schließt viele Energiegenossenschaften aus und könnte die Akzeptanz des Energy Sharing beeinträchtigen.
Zusammenfassung: Energy Sharing wird ab Juni 2026 in Deutschland gesetzlich möglich sein, jedoch gibt es zahlreiche bürokratische Hürden, die die Umsetzung erschweren könnten.
Importpreise fallen wegen Energie, Exportpreise steigen leicht
Im Oktober 2025 sind die Importpreise in Deutschland im Jahresvergleich um 1,4 Prozent gesunken, während die Exportpreise um 0,5 Prozent über dem Vorjahresniveau lagen. Der Rückgang der Energiepreise, insbesondere bei Steinkohle und Erdöl, hat maßgeblich zur Entwicklung der Importpreise beigetragen.
Die Energiepreise fielen im Oktober 2025 im Durchschnitt um 15,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Steinkohle verzeichnete einen Rückgang von 22,1 Prozent, während rohes Erdöl um 21,1 Prozent günstiger wurde.
Zusammenfassung: Die Importpreise in Deutschland sind im Oktober 2025 um 1,4 Prozent gesunken, während die Exportpreise um 0,5 Prozent gestiegen sind. Der Rückgang der Energiepreise hat einen wesentlichen Einfluss auf diese Entwicklung gehabt.
Quellen:
- Hessens erstes Solardorf: Wärmespeicher liefert Energie für alle
- Nordex sichert sich großen Windpark-Auftrag in Spanien – Zukunft der Energie!
- "Hiobsbotschaft" in Cottbus: Energie bangt um Rorig
- Energie-Studie zeigt: Kernfusion an vielen Orten in Deutschland möglich
- Energie teilen – ziemlich schwer gemacht
- Importpreise fallen wegen Energie, Exportpreise steigen leicht













