Energiepreise sinken leicht, bleiben aber hoch – Verbraucher und Unternehmen betroffen
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Die Preise für Strom und Gas sind gesunken, bleiben jedoch hoch; während Verbraucher Entlastungen erwarten, kritisiert die Verbraucherzentrale Intransparenz bei Nachzahlungen von Mainova.
Energie bleibt aber teuer: Strom und Gas wieder günstiger zu haben
Die Preise für Strom und Gas sind für Verbraucher gesunken, jedoch bleiben sie im Vergleich zu den Vorjahren hoch. Im ersten Halbjahr 2025 zahlten Privathaushalte im Schnitt 12,13 Cent je Kilowattstunde Erdgas, was einem Rückgang von 1,2 Prozent im Vergleich zum zweiten Halbjahr 2024 entspricht. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 stiegen die Preise jedoch um 2,2 Prozent und lagen 77,6 Prozent über dem Niveau vor dem Ukraine-Krieg.
Bei Strom sank der Preis im ersten Halbjahr 2025 auf durchschnittlich 39,92 Cent je Kilowattstunde, was 3,1 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2024 und 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr entspricht. Dennoch sind die Preise im Vergleich zu den Werten vor dem Ukraine-Krieg um 21,4 Prozent höher. Die Belastung durch Steuern und Umlagen stieg für Gaskunden um 5,8 Prozent, während die Kosten für Energie und Vertrieb um 9,2 Prozent sanken.
„Die uns bislang vorgelegten Nachberechnungen zur Gaspreisbremse entbehren jedoch jeglicher Transparenz und sind in keiner Weise überprüfbar.“ - Peter Lassek, Verbraucherzentrale Hessen
Die Bundesregierung plant Entlastungen beim Strompreis, darunter sinkende Netzentgelte. Für Gas sollen Verbraucher ab 2026 von der Gasspeicherumlage befreit werden. Unternehmen zahlen deutlich weniger für Energie, im ersten Halbjahr 2025 lag der Preis für Erdgas bei 6,75 Cent je Kilowattstunde und für Strom bei 19,33 Cent.
Zusammenfassung: Trotz gesunkener Preise bleiben die Energiekosten für Verbraucher hoch. Die Bundesregierung plant Entlastungen, während Unternehmen von deutlich niedrigeren Preisen profitieren.
„Entbehren jeglicher Transparenz“ – Ärger um Energie-Nachzahlungen bei Mainova
Der Energieversorger Mainova sieht sich mit Vorwürfen konfrontiert, da mehrere Kunden unverhältnismäßige Nachforderungen erhalten haben. Diese Nachzahlungen, die bis zu 600 Euro betragen, wurden von der Verbraucherzentrale Hessen als nicht nachvollziehbar kritisiert. Mainova begründet die Nachzahlungen mit einer gesetzlich vorgeschriebenen externen Wirtschaftprüfung, die sich auf einen pauschalen Korrekturbetrag für die Preisbremse bezieht.
Die Verbraucherzentrale fordert, dass Energieversorger ihre Rechnungen einfach und nachvollziehbar gestalten müssen. Mainova hingegen betont, dass es sich um ein branchenweites Problem handelt und dass auch Rückzahlungen an Kunden erfolgt sind. Die gesetzlichen Vorgaben zur Umsetzung der Preisbremsen seien komplex gewesen, was zu Fehlern in der Rechnungsstellung geführt haben könnte.
Zusammenfassung: Mainova steht wegen unklarer Nachzahlungen in der Kritik. Die Verbraucherzentrale fordert mehr Transparenz, während Mainova auf die Komplexität der gesetzlichen Vorgaben hinweist.
Energietag in Bergedorf-West – Gemeinsam Energie sparen
In Bergedorf-West fand ein Energietag statt, der darauf abzielte, das Bewusstsein für Energiesparen zu schärfen. Die Veranstaltung bot den Bürgern Informationen und Tipps, wie sie ihren Energieverbrauch reduzieren können. Ziel war es, die Gemeinschaft zu mobilisieren und nachhaltige Praktiken im Alltag zu fördern.
Die Initiative wurde von der Stadt Hamburg unterstützt und soll dazu beitragen, die Energiewende voranzutreiben. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, sich über verschiedene Maßnahmen zu informieren, die sowohl im Haushalt als auch im Gewerbe umgesetzt werden können, um den Energieverbrauch zu senken.
Zusammenfassung: Der Energietag in Bergedorf-West fördert das Bewusstsein für Energiesparen und unterstützt die Bürger bei der Umsetzung nachhaltiger Praktiken.
Quellen:
- Energie bleibt aber teuer: Strom und Gas wieder günstiger zu haben
- „Entbehren jeglicher Transparenz“ – Ärger um Energie-Nachzahlungen bei Mainova
- Energietag in Bergedorf-West – Gemeinsam Energie sparen
- CGN OPEN DAY verbindet vier Kontinente mit sauberer Energie und Kultur
- Landwirte und PV-Besitzer: Kein Recht auf zeitnahe Einspeisevergütung - Das Urteil
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