Energieeffizienz in Deutschland: Verbraucher im Fokus der Energiewende
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Die Diskussion um Energieeffizienz in Deutschland erfordert einen Fokus auf den Verbraucher, während Projekte wie „wind2hydrogen“ und neue Solarbatterien innovative Lösungen zur Energiewende bieten. Zudem erhalten Landwirte Zuschüsse für energieeffiziente Technologien, was die CO₂-Reduktion unterstützt.
Warum wir die Energie vom Verbraucher her denken müssen
Die Diskussion um die Energieeffizienz in Deutschland wird zunehmend von der Notwendigkeit geprägt, die Energie vom Verbraucher her zu denken. Laut vorläufigen Berechnungen der AG Energiebilanzen hatten die Erneuerbaren Energien im Jahr 2025 einen Anteil von 20,6 Prozent am Primärenergieverbrauch in Deutschland. Im Vergleich dazu dominieren Öl mit 35,7 Prozent und Erdgas mit 26,9 Prozent, was vor allem für den Verkehr und das Heizen von Bedeutung ist. Experten des internationalen Energie-Think-Tanks Ember haben in ihrer Analyse „Reframing Energy for the Age of Electricity“ die Ineffizienz fossiler Brennstoffe im Vergleich zu erneuerbaren Energien aufgezeigt.
„Die Bereitstellung von Strom aus Wind-, Wasser- und Sonnenkraft hat eine Nutzbarkeit von 92 Prozent, während fossile Brennstoffe nur auf 29 Prozent kommen.“
Die Analyse zeigt, dass elektrische Antriebe im Schnitt 68 Prozent ihrer Energie in nutzbare Leistung umsetzen, während Brennstoffe nur 29 Prozent erreichen. Besonders E-Autos weisen einen Wirkungsgrad von 60 bis 94 Prozent auf, während Benziner lediglich 12 bis 30 Prozent erreichen. Diese Erkenntnisse verdeutlichen die Notwendigkeit, die Energiewende voranzutreiben und den Fokus auf die Elektrifizierung zu legen.
Zusammenfassung: Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch in Deutschland betrug 20,6 Prozent im Jahr 2025. Die Analyse von Ember zeigt die Überlegenheit elektrischer Antriebe gegenüber fossilen Brennstoffen.
Projekt wind2hydrogen: Wasserstoffproduktion auf dem Meer ermöglichen
Das Projekt „wind2hydrogen“ an der Hochschule Bremerhaven zielt darauf ab, die Energie aus Offshore-Windenergieanlagen direkt auf dem Meer in Wasserstoff umzuwandeln. Dies ist ein wichtiger Schritt, um Deutschland klimaneutral mit Energie zu versorgen. Die Forscher arbeiten an der Entwicklung einer schwimmenden Wasserstoffproduktionsanlage, die den Herausforderungen der rauen See standhalten muss.
Ein erster Meilenstein wurde bereits erreicht: Das Team hat sich intensiv mit der Plattformstruktur beschäftigt und eine Marktanalyse durchgeführt, um bestehende Technologien zu identifizieren. Diese Analyse soll helfen, die Entwicklung der Wasserstoffproduktionsanlage zu beschleunigen.
Zusammenfassung: Das Projekt „wind2hydrogen“ an der Hochschule Bremerhaven erforscht die Umwandlung von Offshore-Windenergie in Wasserstoff. Erste Erfolge wurden bei der Entwicklung einer schwimmenden Produktionsanlage erzielt.
Neue Solarbatterie speichert Energie direkt im Molekül
Ein Forschungsteam der University of California in Santa Barbara hat ein neues Molekül entwickelt, das Sonnenenergie in seiner chemischen Struktur speichert. Dieses Molekül, inspiriert von einem DNA-Baustein, kann bei Bestrahlung seine Struktur verändern und so Energie speichern. Die neu entwickelte Solarbatterie könnte eine Lösung für die Herausforderungen der Photovoltaik darstellen, insbesondere in Zeiten ohne Sonnenlicht.
Die Tests zeigten, dass das Pyrimidon-Molekül in der Lage ist, Wasser zum Kochen zu bringen, was auf eine hohe Effizienz bei der Energiespeicherung hinweist. Mit einer Energiedichte von mehr als 1,6 Megajoule pro Kilogramm übertrifft es herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus.
Zusammenfassung: Ein neues Molekül zur Energiespeicherung könnte die Effizienz von Solarbatterien revolutionieren. Es speichert Sonnenenergie in seiner chemischen Struktur und hat eine hohe Energiedichte.
Energieeffizienz-Netzwerk der ESM: Selber Unternehmen auf Energie-Sparkurs
Die Energieversorgung Selb-Marktredwitz (ESM) lädt Unternehmen zur Gründung eines Energieeffizienz-Netzwerks ein, um Energiekosten zu senken. Die Initiative zielt darauf ab, durch Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen die hohen Energiekosten in Deutschland zu reduzieren. Die Gründung des Netzwerks findet am 25. Februar statt.
Unternehmen, die in neue Technologien investieren, können von Zuschüssen im Rahmen des Bundesprogramms zur Steigerung der Energieeffizienz profitieren. Dies könnte eine wichtige Maßnahme zur Unterstützung der Wirtschaftswende in Deutschland sein.
Zusammenfassung: Die ESM initiiert ein Energieeffizienz-Netzwerk zur Senkung der Energiekosten. Unternehmen können von Zuschüssen profitieren, wenn sie in neue Technologien investieren.
Ministerin: Öko-Energie-Erzeuger sollen mehr Verantwortung übernehmen
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat angekündigt, dass die Erzeuger erneuerbarer Energien mehr Verantwortung im deutschen Energiesystem übernehmen müssen. Sie verteidigt ihre Pläne, die Privilegien dieser Erzeuger einzuschränken, um die Kosten für ungenutzten Strom zu senken, die mittlerweile fast drei Milliarden Euro pro Jahr betragen.
Die Ministerin betont, dass eine faire Lastenverteilung notwendig sei, um die Belastungen für Verbraucher und Wirtschaft zu reduzieren. Die geplanten Änderungen sind Teil eines Netzpakets, das darauf abzielt, die Effizienz des Energiesystems zu verbessern.
Zusammenfassung: Ministerin Reiche fordert mehr Verantwortung von Öko-Energie-Erzeugern und plant Änderungen, um die Kosten für ungenutzten Strom zu senken. Die Maßnahmen sind Teil eines Netzpakets zur Effizienzsteigerung.
Landwirte: Energie sparen, CO2 reduzieren und Geld bekommen
Landwirte können durch das Bundesprogramm zur Steigerung der Energieeffizienz und CO₂-Einsparung Zuschüsse für Investitionen in neue Technologien erhalten. Die Rentenbank fördert zudem die Markteinführung alternativer Antriebstechnologien, um den CO₂-Ausstoß in der Landwirtschaft zu reduzieren.
Die Förderung kann bis zu 30 Prozent des Netto-Investitionsvolumens betragen, abhängig von der Kategorie der Investition. Dies umfasst unter anderem die Elektrifizierung von Landmaschinen und die Anschaffung von Biokraftstoffen.
Zusammenfassung: Landwirte können Zuschüsse für Investitionen in Energieeffizienz und CO₂-Einsparung erhalten. Die Förderung kann bis zu 30 Prozent betragen und unterstützt alternative Antriebstechnologien.
Quellen:
- Warum wir die Energie vom Verbraucher her denken müssen (und es bereits tun)
- Projekt wind2hydrogen: Wasserstoffproduktion auf dem Meer ermöglichen
- Neue Solarbatterie speichert Energie direkt im Molekül
- Energieeffizienz-Netzwerk der ESM: Selber Unternehmen auf Energie-Sparkurs
- Ministerin: Öko-Energie-Erzeuger sollen mehr Verantwortung übernehmen - 18.02.26 - News
- Landwirte: Energie sparen, CO2 reduzieren und Geld bekommen