Dena unter Druck: Sparvorschläge gefährden wichtige Unterstützung für Kommunen

Dena unter Druck: Sparvorschläge gefährden wichtige Unterstützung für Kommunen

Autor: Energie-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Dena steht unter Druck durch Sparvorschläge, während sie als wichtige Unterstützung für Kommunen in der Wärmeplanung fungiert.

Katherina Reiche möchte keine Transparenz schaffen - das nehmen wir hin

Die Deutsche Energie-Agentur (Dena) steht unter Druck, da der Bund sparen muss. Der stellvertretende Fraktionschef der Union, Sepp Müller, hat vorgeschlagen, die Dena abzuschaffen, was die Dena-Chefin Corinna Enders als problematisch ansieht. Sie betont, dass die Dena als "Scharnier zwischen Politik und Praxis" fungiert und Kommunen bei der Wärmeplanung unterstützt, was viele nicht selbst leisten können.

„Wir sind ein Bundesunternehmen mit Gesellschaftsvertrag. Der gibt uns vor, in welchem Rahmen wir handeln dürfen.“ - Corinna Enders

Aktuell beschäftigt die Dena rund 700 Mitarbeiter und ist mit etwa 100 Projekten im Auftrag der Bundesregierung tätig. Enders warnt, dass die Ministerien nicht die nötige Expertise besitzen, um die Aufgaben der Dena zu übernehmen. Sie hebt hervor, dass die Dena ein Netzwerk hat, das Kommunen bei der Wärmewende unterstützt.

Zusammenfassung: Die Dena sieht sich durch Sparvorschläge in ihrer Existenz bedroht, während sie als wichtige Unterstützung für Kommunen in der Wärmeplanung fungiert.

Geothermie: Wohin mit der Wärme aus dem Untergrund?

In Wien wird ab 2028 eine Tiefengeothermieanlage in der Seestadt Aspern in Betrieb genommen, die rund 20.000 Haushalte mit Energie versorgen soll. Diese Anlage könnte jährlich bis zu 54.000 Tonnen CO₂ einsparen und stellt einen wichtigen Schritt in der Nutzung erneuerbarer Energien dar.

Österreich hat einen hohen Anteil seines Endenergieverbrauchs, etwa 50%, der auf Wärme und Kälte entfällt. Die Fernwärme deckt mit rund 25 Terawattstunden (TWh) etwa 10% des gesamten Energieverbrauchs ab, wobei ein erheblicher Teil noch aus fossilen Quellen stammt.

Zusammenfassung: Die geplante Geothermieanlage in Wien wird einen bedeutenden Beitrag zur CO₂-Reduktion leisten und zeigt das Potenzial der Geothermie für die zukünftige Energieversorgung.

Neue Skala für Energieausweise: Wird mein Haus jetzt schlechter bewertet?

Ab Mai 2024 treten neue Anforderungen an Energieausweise in Kraft, die durch die europäische Gebäuderichtlinie festgelegt wurden. Die bisherige Skala von A+ bis H wird geändert, wobei A für Null-Emissionsgebäude steht und die Klasse H entfällt. Diese Änderungen sollen die Vergleichbarkeit der Gebäude verbessern.

Ein neuer Energieausweis wird erforderlich, wenn der alte abläuft oder bei Verkauf, Vermietung oder größeren Sanierungen. Wer keinen gültigen Ausweis vorlegen kann, riskiert Bußgelder von bis zu 10.000 Euro.

Zusammenfassung: Die neuen Anforderungen an Energieausweise bringen Änderungen in der Bewertung von Gebäuden mit sich, die Eigentümer und Interessenten beachten müssen.

„Der 1. Mai hat gezeigt, dass wir keinen funktionierenden Markt haben“

Der Geschäftsführer von Tennet Germany äußert sich kritisch über den aktuellen Zustand des Energiemarktes in Deutschland. Er betont, dass der 1. Mai 2023, an dem es zu einem massiven Stromengpass kam, die Schwächen des Marktes deutlich gemacht hat. Die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und die unzureichende Integration erneuerbarer Energien sind zentrale Probleme.

Die Herausforderungen im Energiesektor erfordern eine umfassende Reform, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Klimaziele zu erreichen. Tennet fordert daher eine klare Strategie zur Verbesserung der Marktbedingungen.

Zusammenfassung: Tennet Germany sieht dringenden Handlungsbedarf im Energiemarkt, um die Versorgungssicherheit zu verbessern und die Klimaziele zu erreichen.

Energie: Die Schweiz kann sich den Atomausstieg nicht leisten

Die Schweiz hat im Gegensatz zu Deutschland nicht überstürzt aus der Kernenergie ausgestiegen. Die bestehenden Kernkraftwerke Gösgen und Leibstadt könnten durch Nachrüstungen bis zu 80 Jahre in Betrieb bleiben und somit verlässlichen Winterstrom liefern. Dies könnte helfen, die drohenden Versorgungsprobleme zu entschärfen.

Die Politik steht vor der Herausforderung, die Rahmenbedingungen für den Langzeitbetrieb der Kernkraftwerke zu schaffen, um die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren und den steigenden Strombedarf zu decken.

Zusammenfassung: Die Schweiz könnte durch den Langzeitbetrieb ihrer Kernkraftwerke eine wichtige Rolle in der zukünftigen Energieversorgung spielen, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmen.

Quellen: