Akzeptanz für Erneuerbare Energien sinkt, Wunsch nach Ausbau bleibt stark

Akzeptanz für Erneuerbare Energien sinkt, Wunsch nach Ausbau bleibt stark

Autor: Energie-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Eine Umfrage zeigt, dass die Akzeptanz für erneuerbare Energien in Österreich sinkt, jedoch der Wunsch nach deren Ausbau stark bleibt; gleichzeitig kämpft die Branche mit finanziellen Herausforderungen.

Akzeptanz für Erneuerbare Energien geht zurück – bleibt aber hoch

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Zustimmung zu Windkraftanlagen und Solarparks in den Gemeinden Österreichs sinkt. Dennoch befürwortet eine große Mehrheit den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien. Laut dem Stimmungsbarometer der Universität Graz, Deloitte Österreich und Wien Energie sprechen sich zwei Drittel der Befragten für den Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Dachflächen oder Fassaden aus, während 45 Prozent mehr Freiflächen-Solarparks wünschen. Diese Ergebnisse verdeutlichen, dass trotz sinkender Akzeptanz in den Gemeinden das Interesse an erneuerbaren Energien ungebrochen bleibt.

„Die Zustimmung zu Windrädern und Solarparks in der Gemeinde sinkt, trotzdem will eine große Mehrheit den weiteren Ausbau.“

Zusammenfassend zeigt die Umfrage, dass die Akzeptanz für erneuerbare Energien zwar abnimmt, jedoch der Wunsch nach deren Ausbau weiterhin stark ausgeprägt ist.

Eon steigert Gewinn und plant Milliardeninvestitionen

Der Energiekonzern Eon hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 3,0 Milliarden Euro erzielt, was einem Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Das bereinigte EBITDA lag bei 9,8 Milliarden Euro, neun Prozent über dem Vorjahr. Eon plant, in den nächsten fünf Jahren 48 Milliarden Euro in die Modernisierung der Energieinfrastruktur zu investieren, was die Grundlage für zukünftiges Wachstum und eine deutliche Steigerung des Gewinns darstellt.

„Wir investieren massiv in unsere Netze und die Modernisierung der Energieinfrastruktur, weil genau dort die Energiewende entschieden wird“, erklärte Finanzvorständin Nadia Jakobi. Diese Investitionen sind entscheidend für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und die Umsetzung der Energiewende in Deutschland.

Insgesamt zeigt Eon, dass es nicht nur finanziell stabil ist, sondern auch bereit ist, in die Zukunft der Energieversorgung zu investieren.

So will die Koalition die Regeln für Heizungen ändern

Die Koalition aus SPD und Union hat sich auf eine Reform des Gebäudeenergiegesetzes geeinigt, die die bisherige 65-Prozent-Regelung für neue Heizungen abschafft. Zukünftig können Eigentümer neben Wärmepumpen und Fernwärme auch Gas- oder Ölheizungen installieren. Diese Entscheidung soll die Entscheidungsfreiheit der Eigentümer stärken und gleichzeitig sicherstellen, dass ab 2029 ein zunehmender Anteil an CO2-neutralen Brennstoffen genutzt wird.

„Die Koalition stärke damit die Entscheidungsfreiheit und Eigenverantwortung“, heißt es in dem Eckpunktepapier. Die Förderung für energetische Sanierungen bleibt bis mindestens 2029 bestehen, was den Übergang zu nachhaltigeren Heizsystemen unterstützen soll.

Zusammenfassend wird die Reform des Gebäudeenergiegesetzes als ein Schritt in Richtung mehr Flexibilität für Eigentümer und gleichzeitig als Maßnahme zur Förderung erneuerbarer Energien betrachtet.

In unserem Abwasser steckt die Energie von 100 Atomkraftwerken

Eine internationale Studie zeigt, dass in Abwasser weltweit chemische Energie im Umfang von über 800.000 Gigawattstunden enthalten ist, was dem Jahresertrag von etwa 100 Kernkraftwerken entspricht. Mikroorganismen könnten helfen, diese Energie zurückzugewinnen und gleichzeitig wertvolle Nährstoffe und sauberes Wasser zu gewinnen. In Deutschland fallen jährlich rund 9 Milliarden Kubikmeter Abwasser an, von denen ein Großteil ohne Weiterverwendung eingeleitet wird.

„Wenn wir diese Energie nutzen, könnte der Wassersektor eines Tages sogar seinen eigenen Strombedarf decken“, sagt Uwe Schröder, Professor für Elektrobiochemie. Die Technologie könnte nicht nur die Kosten der Abwasserbehandlung senken, sondern auch zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen.

Insgesamt zeigt die Studie das enorme Potenzial von Abwasser als Ressource für Energie und Nährstoffe auf.

Energie: Landtag Brandenburg berät über Windrad-„Wildwuchs“

Der Brandenburger Landtag diskutiert ein Gesetz, das den Wildwuchs beim Windkraftausbau eindämmen soll. Die SPD-Fraktion plant ein Moratorium, das den Bau neuer Windräder für ein Jahr auf Vorranggebiete beschränken soll. Dies ist eine Reaktion auf die Verpflichtung des Bundes, bis 2032 mindestens zwei Prozent der Fläche für Windenergie bereitzustellen.

Die CDU unterstützt den Entwurf, während die Opposition kritisiert, dass die Pläne nicht weit genug gehen. Das Moratorium könnte bestehende Genehmigungsverfahren für fast 1.000 neue Windkraftanlagen betreffen, was zu weiteren Diskussionen führen könnte.

Zusammenfassend wird die Debatte um den Windkraftausbau in Brandenburg als ein wichtiger Schritt zur Regulierung und Planung der erneuerbaren Energien betrachtet.

Erneuerbare Energien: Solar- und Windparks werden zum Minusgeschäft

Die Branche der erneuerbaren Energien sieht sich derzeit mit roten Zahlen, Entlassungen und abgesagten Projekten konfrontiert. Insbesondere der Bau von Solarparks ist nicht mehr profitabel, und auch Windparks stehen unter Druck. Brancheninsider warnen vor einem möglichen Einbruch beim Ausbau erneuerbarer Energien, was zu einer Konsolidierung in der Branche führen könnte.

„Es wird eine Konsolidierung kommen“, sagt Heiko Wuttke von PNE. Die Unsicherheiten und Wertberichtigungen bei Projekten haben die Situation verschärft, was die Zukunft der erneuerbaren Energien in Deutschland gefährden könnte.

Insgesamt zeigt die aktuelle Lage, dass die Branche vor großen Herausforderungen steht, die eine Neubewertung der Investitionen und Strategien erfordern.

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