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    Steigende Energiekosten belasten Betriebe, Haushalte und Kommunen weltweit

    KI-generiert
    03.10.2026 56 mal gelesen 2 Kommentare

    Hohe Energiekosten belasten Betriebe, Haushalte und Kommunen

    Italienische Gastronomie kämpft mit stark gestiegenen Stromkosten

    Die italienische Gastronomie leidet nach einem Bericht des Merkur unter deutlich höheren Stromkosten. Besonders betroffen sind Bars, Restaurants und Hotels, deren Energieverbrauch durch Kaffeemaschinen, Kühlschränke, Kühlzellen, gekühlte Vitrinen, Eisbereiter, Backöfen, Spülmaschinen sowie Heizungen und Klimaanlagen geprägt ist.

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    Der Energie-Spread führt dem Bericht zufolge dazu, dass Italien für Strom 65 bis 69 Euro mehr pro Megawattstunde zahlt als Deutschland, Spanien und Frankreich. Nach Berechnungen des italienischen Gastronomieverbands Fipe machten Energiekosten bei Bars in Zeiten starker Preissteigerungen mehr als 13 Prozent des Umsatzes aus; die durchschnittlichen jährlichen Energiekosten lagen bei mehr als 16.000 Euro.

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    Die monatlichen Energiekosten einer Bar belaufen sich normalerweise auf rund 1000 Euro. Wegen zusätzlicher Verbräuche, die durch besonders herausfordernde Temperaturen entstanden, können daraus laut Diego Rodeschini, dem Präsidenten von Fipe Bergamo, bis zu 2000 Euro werden.

    Auch Hotels sind stark betroffen. Für ein Hotel mit 20 Zimmern werden die durchschnittlichen jährlichen Stromkosten allein für Elektrizität grob auf zwischen 25.000 und 45.000 Euro geschätzt. Roberto Jannotta vom Hotel Milano in Castione della Presolana berichtet für sein Hotel mit 60 Zimmern von rund 100.000 Euro Stromkosten.

    Im September stieg der einheitliche nationale Strompreis in Italien, der sogenannte Pun, um 73,3 Prozent gegenüber dem Durchschnitt von 2025. Als einen Grund nennt der Bericht die starke Abhängigkeit Italiens von Gas.

    BereichAnstieg der Stromrechnungen im zweiten Halbjahr 2026 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres
    Hotels26,2 Prozent
    Bars und Restaurants26,3 Prozent
    Große Verkaufsflächen23,1 Prozent
    Geschäfte23,2 Prozent

    Nach Einschätzung von Confcommercio summierten sich die Erhöhungen landesweit auf eine Milliarde Euro. Luciano Patelli, Präsident von Confcommercio Bergamo, fordert eine strukturelle Überarbeitung der Systemgebühren, schnellere Sammelverträge für den Energieeinkauf kleiner und mittlerer Unternehmen sowie vereinfachte Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energien.

    Als konkrete Unterstützung hat Confcommercio das „Sportello Energia“ aktiviert. Dort sollen Stromrechnungen kostenlos analysiert und mögliche Einsparungen, Steuererleichterungen sowie Förderungen für Effizienzmaßnahmen ermittelt werden. Zusätzlich wurden Vereinbarungen mit Energiepartnern geschlossen, um angeschlossenen Unternehmen über kollektive Lieferverträge günstigere Preise zu ermöglichen.

    „Bei unserem Hotel mit 60 Zimmern liegen wir bei rund 100.000 Euro, wir zahlen eine Unmenge“, wird Roberto Jannotta vom Hotel Milano in Castione della Presolana im Merkur zitiert.

    Zusammenfassung: Der Bericht des Merkur zeigt steigende Stromkosten für die italienische Gastronomie und Hotellerie. Betroffene Verbände setzen auf gemeinsame Energieverträge, Effizienzmaßnahmen und erneuerbare Energien.

    Schadenssumme im Fall Seitz Energie steigt auf 4,3 Millionen Euro

    Im Fall der mutmaßlichen Betrugsfirma Seitz Energie aus Hannover ist die Schadenssumme nach Angaben der HAZ auf 4,3 Millionen Euro gestiegen. Insgesamt haben 248 Kunden Anzeige erstattet.

    Gegen vier Personen wird ermittelt. Damit sind zwei Personen mehr betroffen als bislang bekannt.

    Der Fall steht im Zusammenhang mit Photovoltaik. Weitere Einzelheiten zum Ablauf der mutmaßlichen Vorgänge oder zu den einzelnen Schadensfällen enthält der vorliegende Artikeltext nicht.

    AngabeWert
    Schadenssumme4,3 Millionen Euro
    Kunden mit Anzeige248
    Beschuldigte Personen4
    Veränderung gegenüber bisherigem Stand2 Personen mehr

    Zusammenfassung: Laut HAZ ist die Schadenssumme im Fall Seitz Energie auf 4,3 Millionen Euro gestiegen. 248 Kunden haben Anzeige erstattet, während gegen vier Personen ermittelt wird.

    US-Haushalten drohen laut Berechnung höhere Energiekosten

    Die Politik der Regierung von US-Präsident Donald Trump könnte US-Haushalte bis 2040 Tausende Dollar zusätzlich für Energie kosten. Das berichtet die WirtschaftsWoche unter Berufung auf Berechnungen der parteiunabhängigen Denkfabrik Energy Innovation.

    Im Durchschnitt seien bis 2040 zusätzliche Kosten von insgesamt 6500 Dollar pro Haushalt zu erwarten. Die Quelle nennt dafür rund 5800 Euro als entsprechenden Betrag.

    In Oregon, Mississippi, South Dakota, Virginia und Wyoming könnten die zusätzlichen Kosten jeweils bei rund 9000 Dollar pro Haushalt liegen. Die Berechnung bezieht sich auf die 48 zusammenhängenden US-Bundesstaaten und schließt Alaska und Hawaii nicht ein.

    Energy Innovation begründet den erwarteten Anstieg unter anderem mit dem Stopp neuer Projekte für saubere Energie durch die Regierung. Dadurch könne die Nachfrage nach Erdgas für die Stromerzeugung steigen.

    Zusätzlich würden Donald Trump und der Kongress Vorgaben und finanzielle Anreize für sparsamere und emissionsärmere Fahrzeuge zurücknehmen. Dadurch werde mehr Benzin benötigt, während die höhere Nachfrage die Preise nach Darstellung der Denkfabrik antreibe.

    Gebiet beziehungsweise DurchschnittErwartete zusätzliche Energiekosten bis 2040
    Durchschnitt pro Haushalt6500 Dollar
    Durchschnitt pro Haushaltrund 5800 Euro
    Oregon, Mississippi, South Dakota, Virginia und Wyomingjeweils rund 9000 Dollar
    Oregon, Mississippi, South Dakota, Virginia und Wyomingjeweils rund 8000 Euro

    Zusammenfassung: Nach der von der WirtschaftsWoche beschriebenen Berechnung könnten US-Haushalte bis 2040 im Durchschnitt 6500 Dollar zusätzliche Energiekosten tragen. Als Ursachen werden eine geringere Förderung sauberer Energie sowie eine steigende Nachfrage nach Erdgas und Benzin genannt.

    Geothermie-Idee aus der DDR gewinnt in Mecklenburg-Vorpommern wieder an Bedeutung

    Die Frage nach einer verlässlichen Wärmeversorgung führt in Mecklenburg-Vorpommern bis in die Energieplanung der DDR zurück. Der Nordkurier berichtet, dass bereits Ende der 1970er-Jahre nach Energiequellen gesucht wurde, die weniger abhängig von Importen waren.

    Eine zentrale Rolle spielt die Geologische Landessammlung Mecklenburg-Vorpommern in Sternberg. Dort werden rund 66.000 bis mehr als 70.000 Meter Bohrkernmaterial aus etwa 350 Bohrungen aufbewahrt.

    Die Bohrkerne stammen unter anderem aus Erdöl- und Erdgasbohrungen, Braunkohleerkundungen, Kartierungen und Geothermieprojekten. Sie können dabei helfen, den Untergrund einzuschätzen, bevor neue und teure Bohrungen geplant werden.

    Die DDR bezog große Mengen Erdöl und Erdgas aus der Sowjetunion. Nach Angaben des NDR stieg der Importpreis für sowjetisches Erdöl zwischen 1974 und 1986 um das Elffache. Braunkohle blieb zwar die wichtigste heimische Energiequelle, wurde aber vor allem im Süden der DDR gefördert.

    Für die Nordbezirke bedeutete dies lange Transporte, hohe Kosten und zusätzliche Probleme in strengen Wintern. Um 1980 suchte die DDR-Regierung deshalb gezielter nach anderen Energiequellen, wobei Mecklenburg und Vorpommern wegen früherer Bohrungen mit warmem Wasser im Untergrund in den Blick rückten.

    Ein bekanntes Geothermieprojekt entstand in Waren an der Müritz. Dort stießen Fachleute in 1560 Metern Tiefe auf etwa 63 Grad heißes Wasser. 1984 ging ein geothermisches Heizwerk in Betrieb, das bis heute rund 1800 Wohnungen mit Fernwärme versorgt.

    Die Nutzung des Tiefenwassers war technisch anspruchsvoll, weil es stark salzhaltig war und Rohre sowie Anlagenteile angriff. In Waren wurde die Wärmegewinnung mit einem geschlossenen Kreislauf und zusätzlicher technischer Absicherung umgesetzt.

    Ende der 1980er-Jahre waren weitere Geothermieanlagen unter anderem auf Usedom, in Stralsund, Neubrandenburg, Neustadt-Glewe und Schwerin geplant. Zuständig war der VEB Geothermie Neubrandenburg, in dem rund 800 Menschen arbeiteten.

    Nach der politischen Wende wurde der VEB Geothermie Neubrandenburg aufgelöst, Erkundungen wurden eingestellt und Bohrtürme verschwanden. In den 1990er-Jahren galt Erdgas als günstige und sichere Lösung, während die Geothermie an Bedeutung verlor.

    Heute rücken die alten Untersuchungen angesichts der Themen Wärmeversorgung und Energieabhängigkeit wieder stärker in den Blick. Viele Bohrungen aus DDR-Zeiten wurden jedoch nicht weiter genutzt oder später verschlossen, sodass an manchen Orten neu gebohrt werden müsste.

    AngabeWert
    Aufbewahrtes Bohrkernmaterialrund 66.000 bis mehr als 70.000 Meter
    Anzahl der Bohrungenetwa 350
    Importpreis für sowjetisches Erdölzwischen 1974 und 1986 um das Elffache gestiegen
    Tiefe der Bohrung in Waren1560 Meter
    Temperatur des Wassers in Warenetwa 63 Grad
    Inbetriebnahme des Heizwerks1984
    Versorgte Wohnungenrund 1800
    Beschäftigte beim VEB Geothermie Neubrandenburgrund 800

    Zusammenfassung: Der Nordkurier beschreibt, wie die DDR bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren auf Geothermie setzte. Das Heizwerk in Waren an der Müritz nutzt bis heute etwa 63 Grad heißes Wasser aus 1560 Metern Tiefe und versorgt rund 1800 Wohnungen mit Fernwärme.

    Quellen:

    Hinweis zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz auf dieser Webseite

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    Die Kommentare drehen sich ja fast alle um die üblichen Energiepreise, aber was mir noch fehlt ist der Blick darauf wie unterschiedlich die Länder überhaupt aufgestellt sind. In Italien hängt die Gastronomie scheinbar sehr stark am Gas und dann schlägt jeder Preisanstieg gleich doppelt durch, erst beim Einkauf und danach bei der Rechnung vom Stromanbieter. 100.000 Euro im Jahr nur für Strom bei einem Hotel ist schon wirklich eine Hausnummer, da kann man nicht einfach sagen der Wirt soll halt ein bischen sparen. Kühlschränke und Kühlhäuser kann man ja nicht einfach Nachts abschalten, sonst ist am nächsten morgen das Essen hinüber und dann wirds erst recht teuer.

    Auch diese Sammelverträge klingen erstmal sinnvoll, aber kleine Betriebe haben oft gar keine Zeit sich durch 30 Seiten Vertrag und irgendwelche Tarife zu lesen. Ein kostenloser Rechnungscheck wäre deshalb vermutlich hilfreicher als noch eine neue Broschüre mit Energiespartips. Trotzdem frage ich mich, ob das dauerhaft reicht. Wenn die Grundgebüren und Netzkosten weiter steigen, bringt ein etwas günstigerer Tarif am Ende vielleicht auch nicht so viel. Und die Kunden können die höheren Kosten ja ebenfalls nicht endlos bezahlen, irgendwann bleibt der Cappuccino eben stehen oder man geht weniger essen.

    Der Fall Seitz Energie ist nochmal eine ganz andere Baustelle. 248 Anzeigen und 4,3 Millionen Euro Schaden, das ist kein kleiner Einzelfall mehr. Gerade bei Photovoltaik wird vielen Leuten erzählt, sie könnten mit einer Anlage praktisch sofort unabhängig werden, dabei sind Planung, Montage, Speicher und Netzanschluss viel komplizierter als es in der Werbung aussieht. Ich hoffe wirklich, dass die Ermittler da schnell aufklären was genau passiert ist. Für die Betroffenen ist es besonders bitter, weil sie vermutlich nicht nur Geld verloren haben, sondern vielleicht auch auf einer halbfertigen Anlage sitzen. Das beschädigt dann leider auch das Vertrauen in seriöse Solarfirmen, obwohl die für den Betrug ja garnichts können.

    Bei den USA finde ich diese 6500 Dollar bis 2040 etwas schwer einzuordnen. Das klingt natürlich riesig, aber über viele Jahre verteilt ist es trotzdem eine dauerhafte zusätzliche Belastung, vor allem für Haushalte mit wenig Einkommen. Und Prognosen bis 2040 sind ja immer mit vorsicht zu genießen, weil keiner genau weiß wie sich Gaspreise, Autos oder neue Technologien entwickeln. Wenn aber wirklich weniger in saubere Energie investiert wird, wird die Rechnung nicht automatisch verschwinden, sondern kommt wahrscheinlich nur später und teurer zurück. Irgendwer muss die alten Kraftwerke und die importierte Energie schließlich bezahlen.

    Am spannendsten finde ich allerdings die Geothermie in Mecklenburg. 63 Grad aus 1560 Metern Tiefe und damit 1800 Wohnungen heizen, das klingt eigentlich nach einer Lösung die man viel öfter prüfen sollte. Schon erstaunlich, dass die DDR damals trotz ihrer vielen Probleme solche Projekte aufgebaut hat und heute teilweise wieder ganz von vorne angefangen werden muss. Die Bohrkerne mit über 70.000 Metern Material sind dabei ja fast wie ein Archiv vom Untergrund. Warum wird sowas nicht viel stärker genutzt bevor man neue Probebohrungen macht, die dann wieder Millionen kosten und am Ende vielleicht nichts bringen?

    Natürlich ist Tiefengeothermie nicht überall möglich und das salzige Wasser macht die Technik kompliziert. Aber genau deswegen wäre es doch sinnvoll, die alten Daten systematisch auszuwerten und nicht immer nur auf die nächste schnelle Gaslösung zu setzen. Vielleicht ist die vergessene Idee am Ende garnicht die Wunderlösung, aber ein Baustein für Städte und Kommunen. Die Energiefrage wird jedenfalls nicht dadurch gelöst, dass man sie jedes Jahr neu diskutiert. Was mir bei allen vier Themen auffällt: kurzfristig wird überall irgendwie geflickt, aber langfristige Planung und vernünftige Kontrolle fehlen offenbar an vielen Stellen.
    Was mir an den bisherigen Beiträgen noch fehlt ist der ganz praktische Blick auf die Kommunen. Über Betriebe und Haushalte wird viel gesprochen, aber am Ende müssen Städte und Gemeinden ja auch Schulen, Schwimmbäder, Straßenbeleuchtung und Verwaltungsgebäude bezahlen. Gerade bei Hallenbädern dürfte der Strom und Wärmeverbrauch enorm sein, und einfach früher zu zu machen ist für Familien und Vereine auch keine richtige dauerlösung.

    Bei den alten Geothermie Daten finde ich deshalb den Gedanken mit der Landessammlung echt wichtig. Wenn dort wirklich über 70.000 Meter Bohrkerne aus ungefähr 350 Bohrungen liegen, dann sollte man die Unterlagen doch digital ordentlich erfassen und für aktuelle Projekte nutzbar machen. Viele infos liegen vermutlich noch in Ordnern oder alten Karten rum und keiner weis genau was davon noch brauchbar ist. Das ist irgendwie schade, weil neue Probebohrungen ja nicht nur teuer sind, sondern auch lange dauern und nicht ohne Risiko sind.

    Andererseits darf man die DDR Projekte auch nicht einfach romantisieren. Damals waren die Bedingungen komplett anders, Energie wurde politisch geplant und Wirtschaftlichkeit war vielleicht nicht immer das erste Kriterium. Auch das Heizwerk in Waren mit den 63 Grad klingt zwar super, aber salzhaltiges Wasser ist halt kein normales Leitungswasser. Wenn die Rohre ständig angegriffen werden, frisst die Wartung den Vorteil vielleicht teilweise wieder auf. Trotzdem zeigt das Projekt, dass es funktionieren kann, wenn man langfristig dran bleibt und die Technik passend baut.

    Was mich dabei wundert ist, dass offenbar viele Anlagen nach der Wende aufgegeben wurden, obwohl sie noch hätten weiterentwickelt werden können. In den 1990ern dachte man wahrscheinlich Erdgas bleibt dauerhaft billig und verfügbar. Im nachhinein war das eine ziemlich riskante Annahme, aber damals hat es vermutlich kaum jemand anders sehen wollen. Jetzt muss man die alten Fehler teuer korrigieren und gleichzeitig neue Netze planen. Das passiert bei Energie irgendwie ständig, erst wird eine Lösung als sicher verkauft und zehn Jahre später ist sie plötzlich das Problem.

    Für Kommunen ist das besonders schwierig, weil sie nicht einfach mal schnell einen anderen Anbieter nehmen oder eine große Solaranlage aufs Dach setzen können. Genehmigungen, Ausschreibungen und Denkmalschutz machen alles langsamer. Und wenn eine Stadt ein altes Schulgebäude energetisch saniert, kostet das erstmal viel Geld, auch wenn es sich später rechnet. Dafür braucht es verlässliche Förderungen und nicht jedes Jahr neue Regeln, bei denen keiner weis ob das Programm nächstes Jahr überhaupt noch existiert.

    Auch bei den USA Zahlen sollte man meiner Meinung nach genauer hinschauen, nicht nur die 6500 Dollar nennen. Ein Durchschnitt sagt wenig darüber aus, wer am stärksten betroffen ist. Für einen reichen Haushalt ist das ärgerlich, für jemanden mit kleinem Einkommen kann das bedeuten weniger Heizung, weniger Autofahrten oder unbezahlte Rechnungen. Und wenn einzelne Bundesstaaten bei rund 9000 Dollar liegen, sieht man ja schon das die Belastung sehr ungleich verteilt sein kann. Solche Rechnungen sind natürlich keine sichere Vorhersage, aber sie zeigen zumindest welche Folgen politische Entscheidungen haben können.

    Bei der Photovoltaik Sache finde ich vor allem die Lücke bei der Kontrolle bemerkenswert. Der Artikel nennt ja keine genauen Abläufe, deshalb sollte man mit Vorwürfen vorsichtig sein. Aber 248 Anzeigen und 4,3 Millionen Euro Schaden sind trotzdem eine Größenordnung, bei der Aufsicht und Kundenberatung offenbar nicht gut funktioniert haben. Viele Käufer können technische Angebote kaum prüfen und verlassen sich auf Versprechen wie komplett unabhängig oder sofortige Ersparnis. Da wäre eine einfache unabhängige Prüfung vor Vertragsabschluss vielleicht sinnvoller als noch mehr Werbung für Solarenergie.

    Am Ende hängen die Themen sogar zusammen: Hohe Preise treiben Leute zu neuen Anlagen, alte Geothermie wird wieder interessant und gleichzeitig fehlt vielen das Geld für Investitionen. Wenn dann Firmen unseriös arbeiten, verlieren Kunden nicht nur ihr Geld sondern auch das Vertrauen in die ganze Technik. Das kann dann wiederum gute Projekte bremsen. Darum sollte Energiepolitik nicht nur aus neuen Zielen bestehen, sondern auch aus Wartung, Kontrolle und verständlichen Informationen. Sonst bauen wir immer neue Lösungen auf und wundern uns später warum keiner mehr daran glaubt.

    Anbieter im Vergleich (Vergleichstabelle)

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