Energie im Fokus: Koalition prüft Kohlekraftwerke, Söder warnt vor Gasmangel

Autor: Energie-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Die Koalition prüft alte Kohlekraftwerke, während in Bergheim wegen einer Umspannwerkstörung ermittelt wird und Berghülen sechsmal mehr Ökostrom erzeugt als verbraucht. In Bremen wird zur Energieversorgung der Zukunft geforscht, zugleich warnen Söder und Aiwanger vor niedrigen Gasspeichern und fordern eine nationale Reserve.

Koalition berät über Reaktivierung alter Kohlekraftwerke

Die Koalition verhandelt über die Reaktivierung alter Kohlekraftwerke. Im Mittelpunkt steht nach Angaben der WirtschaftsWoche die Energieversorgung.

Der Beitrag der WiWo enthält darüber hinaus keine nutzbaren Informationen zu konkreten Kraftwerken, Zeitplänen oder politischen Positionen.

Zusammenfassung: Die Koalition befasst sich mit der möglichen Wiederinbetriebnahme alter Kohlekraftwerke.

Ermittlungen nach Störung in Umspannwerk Bergheim

Nach dem gestrigen Anschlag auf ein Kohlekraftwerk in Brandenburg gibt es offenbar einen weiteren Angriff auf eine Einrichtung der Energie-Infrastruktur. Im nordrhein-westfälischen Bergheim ermittelt die Polizei nach eigenen Angaben nach einer Störung an einem Umspannwerk.

Der Deutschlandfunk berichtet, dass ein Verdacht auf eine Straftat besteht. Weitere Angaben zum Ablauf der Störung, zu möglichen Schäden oder zu Tatverdächtigen enthält die vorliegende Meldung nicht.

Zusammenfassung: In Bergheim laufen nach einer Störung an einem Umspannwerk Ermittlungen wegen des Verdachts auf eine Straftat.

Berghülen erzeugt sechsmal mehr Strom als die Gemeinde verbraucht

Die Gemeinde Berghülen auf der Schwäbischen Alb erzeugt nach Angaben des SWR sechs Mal mehr Strom, als sie selbst verbraucht. Die rund 2.100 Menschen im Alb-Donau-Kreis verbrauchen im Jahr etwa 4,2 Millionen Kilowattstunden Strom, während auf dem Gemeindegebiet rund 27 Millionen Kilowattstunden aus Sonne, Wind und Biogas produziert werden.

Begonnen hat die Entwicklung 1999 mit dem ersten Windrad. Heute stehen auf der Gemarkung sechs Windräder, außerdem gibt es eine Photovoltaik-Anlage auf einer drei Hektar großen Fläche, eine private Biogasanlage auf einem Bauernhof sowie zahlreiche Photovoltaikanlagen auf privaten Hausdächern und landwirtschaftlichen Schuppen.

Die Gemeinde setzte dabei auf die Beteiligung der Bürger. 2007 wurde eine Photovoltaik-Anlage auf dem Turnhallendach mit Bürgerbeteiligung errichtet; innerhalb kürzester Zeit wurden dafür 250.000 Euro eingesammelt. Die Anleger erhalten seither einen Abschlag, wenn die Sonne scheint und Strom produziert wird.

Die 2012 gegründete Bürgerenergiegenossenschaft ist inzwischen an der großen neuen Photovoltaikanlage sowie an drei der sechs Windräder beteiligt. Wer investiert hat, erhält eine Gewinnbeteiligung.

Auch die Gemeinde profitiert finanziell. Pachteinnahmen aus der Fläche der Photovoltaikanlage fließen direkt in die Gemeindekasse. Zudem können Betreiber großer Solar- und Windkraftanlagen die Gemeinde nach dem deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz 2023 mit 0,2 Cent pro auf ihrer Gemarkung erzeugter Kilowattstunde Strom beteiligen.

Trotz des hohen Überschusses gilt Berghülen zumindest auf dem Papier nicht als stromautark. Der produzierte Strom wird in das überörtliche Netz eingespeist und kann nicht gezielt vor Ort verbraucht werden. Nach Einschätzung des ehemaligen Bürgermeisters Bernd Mangold fehlen dafür die rechtlichen und technischen Rahmenbedingungen.

Berghülen will nach Angaben des SWR bis 2030 nicht nur strom-, sondern auch wärmeneutral werden. Damit läge das Ziel vor den Zieljahren von Land, Bund und EU, die mit 2045 beziehungsweise 2050 angegeben werden.

AngabeWert
Einwohnerzahlrund 2.100
Jährlicher Stromverbrauchetwa 4,2 Millionen Kilowattstunden
Stromproduktion auf dem Gemeindegebietrund 27 Millionen Kilowattstunden
Windrädersechs
Fläche der Photovoltaik-Anlagedrei Hektar
Investitionssumme für die Anlage auf dem Turnhallendach250.000 Euro
Beteiligung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 20230,2 Cent pro auf der Gemarkung erzeugter Kilowattstunde Strom
Ziel für Strom- und Wärmeneutralität2030

Infobox: Berghülen produziert rund 27 Millionen Kilowattstunden Strom und verbraucht etwa 4,2 Millionen Kilowattstunden. Der Überschuss wird in das überörtliche Netz eingespeist; eine gezielte Versorgung der Menschen vor Ort ist laut SWR nicht möglich.

Bremer Forschung zeigt Vorboten der Energieversorgung der Zukunft

Die Ausbauziele für erneuerbare Energien sehen vor, die Leistung mindestens zu verdoppeln. In Bremen und Bremerhaven wird nach Angaben von buten un binnen intensiv für die Energiewende geforscht.

Der Beitrag ist Teil einer Wochenserie und wurde am 1. September 2026 veröffentlicht. Konkrete Forschungsprojekte, technische Ergebnisse oder Leistungsdaten nennt der vorliegende Inhalt nicht.

Zusammenfassung: Bremer Forschung beschäftigt sich mit der Energieversorgung der Zukunft, während die Ausbauziele für erneuerbare Energien eine mindestens doppelte Leistung vorsehen.

Söder und Aiwanger warnen vor unzureichenden Gasspeicherfüllständen

Angesichts bislang unzureichend gefüllter Gasspeicher schlagen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger Alarm. Sie verlangen vom Bund, rasch für ausreichende Füllstände zu sorgen, und fordern eine nationale Gasreserve.

Söder sagte nach einer Kabinettssitzung in München, die aktuelle Füllung der Gasspeicher bereite Sorgen. „Im Moment ist es noch zu wenig, und es deutet sich wieder eine Zitterpartie an.“ Der Bund müsse sowohl für diesen Winter als auch für die nächsten Winter handeln.

„Wir brauchen letztlich am Ende eine nationale Gasreserve, ähnlich wie wir sie beim Öl haben“, forderte Markus Söder.

Nach Angaben Aiwangers liegt der Gasspeicherfüllstand in Deutschland derzeit bei rund 50 Prozent. In Bayern liege der Füllstand bei den rein bayerischen Gaslagern deutlich darunter; gemeinsam mit Österreich komme man auch in etwa auf 50 Prozent.

Zum 1. November seien jedoch 70 Prozent nötig, sagte Aiwanger. Wenn die Einspeicherung nicht deutlich schneller gehe, werde dieses Ziel nicht erreicht. Ein kalter Winter, Lieferverzögerungen beim LNG-Gas oder eine weitere internationale Krisensituation könnten dazu führen, dass Gas knapp werde.

Aiwanger forderte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche auf, das Thema zur Chefsache zu machen. Es gehe darum, Gas zu bestellen und einzulagern, statt lediglich auf eine Entspannung zu hoffen.

Eine nationale Gasreserve müsse nach Aiwangers Vorstellung nicht unbedingt 90 Tage reichen. Er sagte, bei der Gasreserve wären vielleicht schon drei Wochen ausreichend, damit Gas für Krisenzeiten in den Speichern vorgehalten und abgerufen werden könne.

ThemaAngabe
Gasspeicherfüllstand in Deutschlandrund 50 Prozent
Füllstand in Bayerndeutlich darunter
Erforderlicher Füllstand zum 1. November70 Prozent
Von Aiwanger vorgeschlagene Dauer der Gasreservedrei Wochen
Genannte mögliche längere Reservendauer90 Tage

Infobox: In Deutschland liegt der Gasspeicherfüllstand laut Aiwanger bei rund 50 Prozent, in Bayern bei den rein bayerischen Gaslagern deutlich darunter. Für den 1. November werden 70 Prozent genannt; Söder und Aiwanger verlangen deshalb schnelle Maßnahmen des Bundes und eine nationale Gasreserve.

Quellen: