Continental baut eigenen Windpark für Reifenwerk in Korbach
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Continental baut in Korbach einen Windpark zur Deckung von zwei Dritteln des Werksstrombedarfs; Leipzig widmet ein Festival Quebecs Tanzszene, während das DLR neue Windradtechnik testet.
Continental setzt in Korbach auf eigenen Windpark
Continental baut für sein Reifenwerk in Korbach einen eigenen Windpark. Südlich von Twiste im Landkreis Waldeck-Frankenberg sollen drei Windkraftanlagen entstehen, die jeweils rund 267 Meter hoch sind und eine Leistung von 6,8 Megawatt haben. Der offizielle Spatenstich für den Windpark Twistenberg fand am Mittwoch statt.
Der erzeugte Strom soll nicht in das allgemeine Stromnetz fließen, sondern direkt in das knapp zehn Kilometer entfernte Werksnetz von Continental eingespeist werden. Nach Angaben des Unternehmens ist das Projekt ein wichtiger Meilenstein für die langfristige Energieversorgung. Zusammen mit den bereits vorhandenen Solaranlagen im Werk sollen künftig rund zwei Drittel des Strombedarfs selbst mit erneuerbarer Energie gedeckt werden.
Continental investiert nach eigenen Angaben einen Betrag im zweistelligen Millionenbereich. Der Strom wird unmittelbar für die Reifenproduktion genutzt, insbesondere für das Mischen der Kautschukrohstoffe und das Formen der Bauteile. Im Werk in Korbach arbeiten rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; gefertigt werden Pkw-, Motorrad-, Fahrrad- und Industriereifen.
Als Gründe für die Investition nennt Continental mehr Planungssicherheit bei den Energiekosten und eine größere Unabhängigkeit von den Schwankungen am Strommarkt. Julia König vom Hessischen Industrie- und Handelskammertag bezeichnete Energiekosten als einen relevanten wirtschaftlichen Risikofaktor für viele Unternehmen. Marius Schäfer von der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände verwies zugleich darauf, dass ein eigener Windpark wegen der Investitionssumme nur für wenige Betriebe infrage komme.
Als Alternative gewinnen laut dem Bericht direkte Stromabnahmeverträge mit Windparks, sogenannte Power Purchase Agreements, an Bedeutung. Dabei verkaufen Windparkbetreiber den Strom direkt an Unternehmen. In Mittelhessen laufen außerdem Genehmigungsverfahren für den Windpark Görzhäuser Hof in Marburg und den Windpark Josbach in Rauschenberg, die jeweils sechs Windenergieanlagen umfassen und der Versorgung von Unternehmensstandorten dienen sollen.
Ein Beispiel für eine kleinere firmeneigene Energieversorgung gibt es laut hessenschau.de in Driedorf. Dort betreibt Unternehmer Raimund Würz bereits seit den 1980er Jahren ein Windrad vor seiner Fabrik. Das Unternehmen mit rund 130 Beschäftigten benötigt 2,2 Millionen Kilowattstunden pro Jahr und erzeugt mit Windrad und Solaranlagen mehr als doppelt so viel Strom, wie es selbst verbraucht.
Der neue Windpark in Korbach entsteht im 27 Hektar großen Windvorranggebiet „KB 81a“. Die Flächen sind teils in privater Hand und teils kommunal. Nach einer redaktionellen Korrektur von hessenschau.de wird ein Großteil der Grundstücke von Privateigentümern gepachtet; angrenzende Flächen für Rotorüberstreichung und Baulast gehören der Waldeckischen Domanialverwaltung.
Norman Gerhardt vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik sieht in firmeneigenen Windanlagen eine mögliche Antwort auf begrenzte Netzkapazitäten. Der Strombedarf der Industrie wächst, während der Ausbau des allgemeinen Netzes nicht Schritt hält. Für Continental ist das Projekt ein Pilotvorhaben und könnte nach Angaben des Werksleiters als Blaupause für weitere Standorte dienen.
| Projekt | Angabe |
| Standort | Südlich von Twiste, Versorgung des Werks in Korbach |
| Anzahl der Anlagen | 3 |
| Höhe je Anlage | rund 267 Meter |
| Leistung je Anlage | 6,8 Megawatt |
| Entfernung zum Werk | knapp zehn Kilometer |
| Geplante Eigenversorgung | rund zwei Drittel des Strombedarfs |
| Investition | zweistelliger Millionenbereich |
| Beschäftigte im Werk Korbach | rund 2.400 |
Infobox: Continental will in Korbach mit drei Windkraftanlagen einen großen Teil des Strombedarfs selbst decken. Das Projekt soll Energiekosten planbarer machen und könnte nach Angaben des Unternehmens als Vorbild für weitere Standorte dienen. Quelle: hessenschau.de, veröffentlicht am 23.09.26.
Leipziger euro-scene rückt Quebecs Tanzszene in den Mittelpunkt
Das Leipziger Tanz- und Theaterfestival euro-scene widmet seine 36. Auflage in diesem Jahr der kanadischen Provinz Quebec. Nach Angaben der Süddeutschen Zeitung geben fünf Gastspiele einen Einblick in eine vielfältige und international ausstrahlende Tanzszene.
Das Festival findet vom 3. bis 8. November statt und umfasst 36 Einzelveranstaltungen. Im Mittelpunkt stehen Einflüsse aus Hip-Hop-, Street- und Clubkulturen, die laut Festivalleiter Christian Watty die internationale künstlerische Entwicklung in diesem Jahr besonders deutlich sichtbar machen.
„Diese Energie, die Spielfreude, die Lust am Risiko und die enorme Präsenz der Tänzer:innen bringen eine mitreißende Dynamik auf die Bühne.“
Neben den urbanen Tanzformen zieht sich die Frage nach der Bedeutung von Heimat durch das gesamte Programm. In mehreren Arbeiten wird thematisiert, was geschieht, wenn Menschen den Ort verlassen, den sie Heimat nennen – freiwillig oder gezwungenermaßen.
Die Produktionen beschäftigen sich außerdem mit dem Ankommen an einem anderen Ort, dem Aufbau eines neuen Lebens sowie dem Spannungsfeld zwischen Erinnerung, Verlust und neuer Zugehörigkeit. Auch die mögliche Rückkehr an einen veränderten Heimatort wird aufgegriffen.
„Was bedeutet es, anderswo anzukommen, sich ein neues Leben aufzubauen und zwischen Erinnerung, Verlust und neuer Zugehörigkeit einen eigenen Platz zu finden?“
Infobox: Die euro-scene Leipzig präsentiert vom 3. bis 8. November fünf Gastspiele aus Quebec und insgesamt 36 Einzelveranstaltungen. Inhaltliche Schwerpunkte sind Hip-Hop-, Street- und Clubkulturen sowie unterschiedliche Perspektiven auf Heimat. Quelle: Süddeutsche Zeitung, dpa.
DLR testet neue Windradtechnik unter realen Bedingungen
Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt hat im Forschungspark Windenergie in Krummendeich im Landkreis Stade eine dritte Windenergieanlage errichtet. Zwei weitere Windräder sind dort bereits seit 2023 in Betrieb. Mit der neuen Anlage wollen Wissenschaftler Rotorblätter, Getriebeteile und Steuerungen unter echtem Wind testen und weiterentwickeln.
Die Anlage trägt den Namen „OPUS 3“ und ist als modularer Baukasten konzipiert. Rotorblätter, Teile des Getriebes und die Steuerung können ausgetauscht und neu miteinander kombiniert werden. Auch neue Steuerungsverfahren lassen sich während des Betriebs untersuchen.
Das Windrad ist kleiner als viele industrielle Anlagen, arbeitet aber unter realen Wetter- und Betriebsbedingungen. Die Forschungsteams können dadurch prüfen, ob sich technische Entwicklungen in der Praxis bewähren, bevor sie in größeren Windenergieanlagen eingesetzt werden.
Der Aufbau der Anlage war selbst Teil des Forschungsprojekts. Der rund 80 Tonnen schwere Turm wurde aus zwei Segmenten zusammengesetzt, aufgestellt und verschraubt. Anschließend wurde die etwa 30 Tonnen schwere Gondel montiert, in der sich unter anderem Getriebe und Generator befinden.
Zum Abschluss kam der rund 15 Tonnen schwere Rotorstern hinzu. An ihm hängen drei jeweils 25 Meter lange Rotorblätter. Die Bauteile wurden teilweise vormontiert und mit mehreren Schwertransporten nach Krummendeich gebracht.
Während der Montage untersuchten die Wissenschaftler außerdem, wie sich der Turm im Wind bewegte, solange die Gondel noch fehlte. Das zusätzliche Gewicht an der Turmspitze verändert die Schwingungen des Turms. Die dabei gewonnenen Daten sollen helfen, den Aufbau größerer Windenergieanlagen besser zu planen und Risiken zu verringern.
| Bauteil | Angabe |
| Forschungsanlage | „OPUS 3“ |
| Weitere Anlagen im Forschungspark | 2, seit 2023 in Betrieb |
| Gewicht des Turms | rund 80 Tonnen |
| Gewicht der Gondel | etwa 30 Tonnen |
| Gewicht des Rotorsterns | rund 15 Tonnen |
| Anzahl der Rotorblätter | 3 |
| Länge der Rotorblätter | jeweils 25 Meter |
| Unterstützung | rund sechs Millionen Euro |
Infobox: „OPUS 3“ soll technische Komponenten und Steuerungen für künftige große Windenergieanlagen unter realen Bedingungen erproben. Der Aufbau lieferte zugleich Daten über das Schwingungsverhalten des Turms. Quelle: n-tv.de, dpa.
Hamburg stellt Förderung für Wasserstoffprojekte bereit
Hamburg stellt in diesem Jahr zunächst fünf Millionen Euro für die Förderung von Wasserstoffprojekten bereit. Wie die Wirtschaftsbehörde mitteilte, kann die Summe bis 2028 auf 15 Millionen Euro anwachsen.
Für die Bereitstellung der weiteren zehn Millionen Euro ist noch die Zustimmung der Bürgerschaft erforderlich. Gefördert werden sollen unter anderem Elektrolyseure zur Wasserstoffproduktion, Wasserstoffspeicher und Infrastruktur für die Verteilung des Wasserstoffs.
Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard erklärte, viele Wasserstofftechnologien seien bereits entwickelt. Nun müssten sie stärker in die praktische Anwendung kommen.
„Viele Wasserstofftechnologien sind entwickelt - jetzt müssen sie noch stärker in die praktische Anwendung kommen.“
Infobox: Hamburg stellt zunächst fünf Millionen Euro bereit; bis 2028 ist eine Aufstockung auf 15 Millionen Euro möglich. Die zusätzlichen zehn Millionen Euro müssen noch von der Bürgerschaft bewilligt werden. Quelle: STERN.de, 24. September 2026.
EnBW-Rechenzentrum in Neckarwestheim sorgt weiter für Diskussionen
Die Pläne der EnBW für ein Rechenzentrum in Neckarwestheim bewegen weiterhin die Gemüter. Die Ludwigsburger Kreiszeitung führt das Vorhaben im Themenbereich Energie und Digitalisierung, nennt in dem vorliegenden Inhalt jedoch keine weiteren nutzbaren Angaben zu Umfang, Kosten, Zeitplan oder den Positionen der Beteiligten.
Infobox: Die Pläne für das EnBW-Rechenzentrum in Neckarwestheim bleiben Gegenstand der Debatte. Konkrete zusätzliche Daten sind in der vorliegenden Meldung nicht enthalten. Quelle: Ludwigsburger Kreiszeitung.
Frankfurter Rundschau berichtet über mögliche höhere Energiekosten
Die Frankfurter Rundschau berichtet unter der Überschrift „Iran-Krieg macht Energie teurer: Was jetzt bei Strom, Gas und Heizkosten droht“ über mögliche Auswirkungen auf die Energiepreise. Im vorliegenden Quellenausschnitt sind jedoch keine belastbaren Angaben zu konkreten Preisveränderungen, Kostenbeträgen oder Prognosen enthalten.
Infobox: Der Bericht thematisiert mögliche Folgen für Strom, Gas und Heizkosten. Konkrete Zahlen und weitere nutzbare Fakten liegen im übermittelten Inhalt nicht vor. Quelle: Frankfurter Rundschau, Stand: 25.09.2026.
Quellen:
- Für Reifen-Werk: Continental baut eigenen Windpark in Korbach
- Tanz- und Theaterfestival - Quebecs Tanzszene bringt Hip-Hop-Energie nach Leipzig - Kultur - SZ.de
- Niedersachsen & Bremen: Energie der Zukunft: Wie Forscher Windanlagen testen
- Energie: Hamburg legt Förderung für Wasserstoffprojekte auf
- Pläne der EnBW in Neckarwestheim: Rechenzentrum bewegt weiter die Gemüter
- Gas, Strom, Heizöl: Diese Preissprünge kommen jetzt auf deutsche Haushalte zu