Berlin sichert Kohleausstieg bis 2030 mit einer Milliarde Euro Finanzierung
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Berlin sichert sich eine Milliarde Euro für den Kohleausstieg bis 2030, während das Zerbster Gymnasium auf Biogas umgestellt wird und Balkonkraftwerke zunehmend lohnenswert sind.
Kohleausstieg in Berlin bis 2030 gesichert
Die Berliner Energie und Wärme GmbH (BEW) hat von einem Konsortium aus neun Banken eine Finanzierung in Höhe von einer Milliarde Euro erhalten, um bis 2030 aus der Kohle auszusteigen. Diese Finanzierung ist über eine Laufzeit von 20 Jahren gesichert und stellt ein bisher einzigartiges Instrument für ein Infrastrukturunternehmen in Deutschland dar. Axel Pinkert, Geschäftsführer Finanzen der BEW, betont, dass diese Finanzierung ein starkes Signal für die Wärmewende in Berlin ist.
Die Hauptstadt plant, ihre beiden Heizkraftwerke, die derzeit auf Steinkohle setzen, in den nächsten vier Jahren durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Insgesamt sollen für den Kohleausstieg 3,5 Milliarden Euro investiert werden, um bis 2045 klimaneutral zu werden. Aktuell stammen 95 Prozent der Fernwärme aus Kohle und Gas, während bis 2030 40 Prozent aus erneuerbaren Energien kommen sollen.
„Diese Finanzierung ist ein starkes Signal für die Wärmewende in Berlin. Sie zeigt, was möglich wird, wenn Unternehmen, Eigentümer, Politik und Finanzwirtschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“ - Axel Pinkert, Geschäftsführer Finanzen der BEW
Zusammenfassung: Berlin erhält eine Milliarde Euro zur Finanzierung des Kohleausstiegs bis 2030, mit dem Ziel, die Fernwärme bis 2045 klimaneutral zu gestalten.
Neuer Technikchef für Potsdams EWP
Ferdinand von Stryk wird ab dem 1. Januar 2027 neuer technischer Geschäftsführer der Energie- und Wasser Potsdam (EWP). Er folgt auf Carsten Schulte, der die Position derzeit übergangsweise innehat. Von Stryk kommt von den Gothaer Stadtwerken, wo er den Bereich Erzeugung und Wärmenetz leitete.
Der neue Technikchef wird die Herausforderungen rund um die Wärmewende und die Bezahlbarkeit der Energieversorgung angehen. EWP-Aufsichtsratschef Bernd Rubelt äußerte sich optimistisch über die neuen Impulse, die von Stryk mitbringen wird.
Zusammenfassung: Ferdinand von Stryk wird neuer Technikchef der EWP und soll die Wärmewende in Potsdam vorantreiben.
Energie-Wandel am Zerbster Gymnasium
Der Landkreis Anhalt-Bitterfeld erhält 50 Millionen Euro aus dem Sondervermögen Infrastruktur des Bundes, um verschiedene Projekte zu finanzieren. Eine der Maßnahmen umfasst die Umstellung der Wärmeerzeugeranlage in der Außenstelle des Zerbster Gymnasiums auf Biogas, mit einer Investitionssumme von 120.000 Euro.
Diese Umstellung ist Teil eines größeren Plans, der in diesem Jahr bereits mit 28 Maßnahmen beginnen soll, um die Energieversorgung in der Region zu modernisieren und nachhaltiger zu gestalten.
Zusammenfassung: Das Zerbster Gymnasium wird auf Biogas umgestellt, unterstützt durch 120.000 Euro aus dem Sondervermögen des Bundes.
Balkonkraftwerke: Ein lohnendes Investment
Experte Sebastian Müller erklärt, dass sich Balkonkraftwerke für viele Haushalte in absehbarer Zeit lohnen. Offiziell sind über eine Million Anlagen registriert, jedoch schätzt Müller die tatsächliche Zahl auf vier bis fünf Millionen. Diese Geräte haben die Phase des Nischenthemas verlassen und sind mittlerweile im Alltag angekommen.
Die Amortisationszeit für ein Balkonkraftwerk liegt zwischen drei und sieben Jahren, abhängig von der Nutzung und dem Verbrauch des Haushalts. Müller betont, dass die Beteiligung an der Energiewende das Bewusstsein für nachhaltige Energieversorgung schärft.
„Ein normales Balkonkraftwerk lohnt sich eigentlich für alle in einer absehbaren Zeit.“ - Sebastian Müller, Balkonsolar-Mitgründer
Zusammenfassung: Balkonkraftwerke sind eine lohnende Investition für viele Haushalte und fördern das Bewusstsein für die Energiewende.
Quellen:
- Jetzt steht es fest: Berlin steigt 2030 aus der Kohle aus
- Von Energie Cottbus zu Dynamo Dresden: Nachgefragt bei Simon Straudi
- rbb24 Brandenburg aktuell ∙ rbb
- Neuer Technikchef für Potsdams Energie- und Wasserversorger Ferdinand von Stryk wechselt aus Gotha zur EWP
- Investition aus Sondervermögen: Energie-Wandel im Klassenzimmer: Was sich am Zerbster Gymnasium jetzt ändert
- Experte: "Ein Balkonkraftwerk lohnt sich eigentlich für alle – in absehbarer Zeit"