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title: Solarstromrekord, nukleare Wärme und neue Speicherideen im Fokus
canonical: https://energie-echo.de/solarstromrekord-nukleare-waerme-und-neue-speicherideen-im-fokus/
author: Energie-Echo Redaktion
published: 2026-09-28
updated: 2026-09-28
language: de
category: News
description: Deutschland übertrifft bereits 2025s Solarstrommenge, während neue Ansätze nuklearer Wärme, höherer Erneuerbaren-Investitionen, effizienterer Solarzellen und Wasserstoffspeicherung vorangetrieben werden.
source: Provimedia GmbH
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# Solarstromrekord, nukleare Wärme und neue Speicherideen im Fokus

> **Autor:** Energie-Echo Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-28

**Zusammenfassung:** Deutschland übertrifft bereits 2025s Solarstrommenge, während neue Ansätze nuklearer Wärme, höherer Erneuerbaren-Investitionen, effizienterer Solarzellen und Wasserstoffspeicherung vorangetrieben werden.

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## Solarstrom erreicht in Deutschland bereits den Vorjahreswert

In Deutschland ist nach Angaben von **heise.de** bereits Ende September mehr Solarstrom erzeugt worden als im gesamten Jahr 2025. Bis zum 27. September seien 90,2 Terawattstunden Solarstrom produziert worden. Damit wurde der Gesamtwert von 2025 mit 90 Terawattstunden übertroffen.

Der Bundesverband Solarwirtschaft erklärte den 27. September deshalb zum „Solar Day“. Grundlage der Angaben sind Daten der Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE. Zum Rekord beigetragen hätten sowohl ungewöhnlich viele Sonnenstunden als auch der weitere Ausbau der Photovoltaik.

Neue Anlagen entstehen laut dem Verband auf Wohn- und Gewerbegebäuden sowie auf Freiflächen. Zugleich gewinnen Batteriespeicher an Bedeutung. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig bezeichnete Solarenergie als Bürgerenergie, Unternehmensenergie und tragende Säule der Stromversorgung.

> „Solarenergie ist längst keine Nischentechnologie mehr. Sie ist Bürgerenergie, Unternehmensenergie und eine tragende Säule unserer Stromversorgung“, sagte BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig laut heise.de.

Der Verband warnte zugleich vor möglichen Investitionshürden durch die geplante EEG-Novelle 2027 und das sogenannte Netzpaket. Mit der Novelle und dem Netzpaket will die Bundesregierung den Ausbau der Erneuerbaren nach eigenen Angaben stärker an Kosteneffizienz, Versorgungssicherheit und tatsächlicher Netzkapazität ausrichten.

Geplant ist außerdem eine bessere regionale Steuerung des Zubaus. Ab 2027 sollen kleine, meist privat installierte Solaranlagen mit unter 25 Kilowatt installierter Leistung keine dauerhafte Förderung mehr bekommen.

**Infobox:** Bis zum 27. September wurden 90,2 Terawattstunden Solarstrom erzeugt. Der Gesamtwert des Jahres 2025 lag bei 90 Terawattstunden.

## Finnland plant nukleares Heizwerk im Zentrum Helsinkis

Die **WELT** berichtet über den Bau eines Prototyps für ein nukleares Heizwerk im Zentrum von Helsinki. Die Anlage entsteht zwei Kilometer vom finnischen Parlament entfernt. Mehrere Staaten zeigen laut dem Bericht Interesse an der Technologie.

Das Heizwerk soll Fernwärme erzeugen und damit einen Bereich adressieren, der in der deutschen Energiewende nach Darstellung der WELT weniger Aufmerksamkeit erhält als der Stromverbrauch. Wärme- und Kälteerzeugung machten mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauchs aus, während erneuerbare Energien in diesem Bereich nur langsam an Bedeutung gewännen.

Finnland beschreitet mit der nuklearen Fernwärmeanlage neue Wege. Das Pilotprojekt soll zeigen, ob Kernenergie für die Wärmeerzeugung einen Beitrag zu sauberer Energie leisten kann.

Nach Darstellung der WELT wäre eine solche Technologie trotz des Atomausstiegs wohl auch in Deutschland zulässig. Zugleich wird auf die kontroverse Debatte über Chancen und Risiken der Kernenergie für Wärme verwiesen.

Der Bericht stellt damit die Frage, wie nukleare Wärme in die deutsche Energiewende integriert werden könnte. Im Mittelpunkt stehen dabei die Bedeutung des Wärmesektors, die langsame Entwicklung erneuerbarer Energien in diesem Bereich sowie der Widerstand gegen die Nutzung von Kernenergie.

**Infobox:** Finnland baut einen Prototyp für ein nukleares Heizwerk in Helsinki. Die Anlage liegt zwei Kilometer vom Parlament entfernt; laut WELT wäre diese Technologie trotz Atomausstiegs wohl auch in Deutschland zulässig.

## Europäische Unternehmen sprechen sich für höhere Investitionen in Erneuerbare aus

**Vodafone live** führt eine Studie zum Thema Investitionen europäischer Unternehmen in erneuerbare Energien. Der veröffentlichte Beitrag trägt den Titel „Studie: Europas Firmen für mehr Investitionen in Erneuerbare“ und wurde am 28.09.2026 um 03:03 Uhr veröffentlicht.

Weitere inhaltliche Angaben zur Studie enthält der übermittelte Beitrag nicht. Festgehalten wird, dass europäische Firmen für mehr Investitionen in erneuerbare Energien stehen.

**Infobox:** Vodafone live berichtet über eine Studie, nach der Europas Unternehmen höhere Investitionen in erneuerbare Energien befürworten. Der Beitrag wurde am 28.09.2026 veröffentlicht.

## Neue Theorie soll Wirkungsgradgrenze von Solarzellen verschieben

**BASIC thinking** berichtet über einen theoretischen Ansatz, mit dem Forscher die bisherige Grenze beim Wirkungsgrad von Solarzellen überwinden wollen. Im Mittelpunkt stehen sogenannte heiße Elektronen, deren zusätzliche Energie künftig besser für die Stromerzeugung genutzt werden könnte.

Der Wirkungsgrad beschreibt, welcher Anteil der einfallenden Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt wird. Je höher der Wert ist, desto mehr Strom kann auf derselben Fläche erzeugt werden. Dadurch beeinflusst der Wirkungsgrad sowohl die Kosten als auch den Flächenbedarf von Solaranlagen auf Dächern und in Solarparks.

Herkömmliche Solarzellen wandeln Sonnenlicht in nur einer Halbleiterschicht um. Nach dem sogenannten Shockley-Queisser-Limit liegt der theoretisch maximal erreichbare Wirkungsgrad dieser Zellen unter üblichen Bedingungen bei rund 33 Prozent.

Forscher der Universität Groningen untersuchten einen Mechanismus, der diese Grenze verschieben könnte. Heiße Elektronen verfügen nach der Aufnahme besonders energiereicher Lichtteilchen zunächst über überschüssige Energie. Unter normalen Umständen geht diese Energie innerhalb von Pikosekunden verloren.

BASIC thinking gibt für eine Pikosekunde den Wert 0,000000000001 Sekunden an. Jan Anton Koster, Professor für Physik neuartiger Halbleiter und Bauelemente an der Universität Groningen, erklärt, dass die Energie verloren gehe, bevor das heiße Elektron das Material der Solarzelle verlasse.

In bestimmten Zinn-Perowskiten bleibt die zusätzliche Energie den Forschungsergebnissen zufolge deutlich länger erhalten. Ein Experiment der Forscherin Maria Antonietta Loi zeigte, dass heiße Elektronen ihre überschüssige Energie nicht innerhalb weniger Pikosekunden verloren. Stattdessen dauerte der Abkühlungsprozess bis in den Nanosekundenbereich und damit etwa 1.000-mal länger.

Um diese Beobachtung zu erklären, untersuchten Koster und sein Doktorand Tim Faber den Energieverlust mithilfe von Simulationen. Dabei berücksichtigten sie zwei Effekte. Der sogenannte „Hot Phonon Bottleneck“-Effekt beschreibt, dass beim Abkühlen entstehende Wärme von den Elektronen teilweise wieder aufgenommen werden kann.

Dieser Effekt allein reichte laut dem Bericht jedoch nicht aus, um die langen Abkühlzeiten zu erklären. Erst durch die zusätzliche Berücksichtigung des Burstein-Moss-Effekts stimmten die Simulationen mit den Messungen überein.

Der Burstein-Moss-Effekt besagt, dass Elektronen bestimmte niedrigere Energiezustände nicht einnehmen können, wenn diese bereits besetzt sind. Dadurch werden heiße Elektronen daran gehindert, ihre überschüssige Energie schnell abzugeben. Ihr Abkühlungsprozess wird verlangsamt, wodurch ein Teil der Energie möglicherweise für die Stromerzeugung nutzbar wird.

> „Die Messungen waren eindeutig, aber wir verstanden die zugrundeliegende Physik nicht“, erklärt Jan Anton Koster laut BASIC thinking.

> „Als wir auch diesen Prozess in die Simulation integrierten, stellten wir fest, dass der Energieverlust nun im Nanosekundenbereich lag – genau wie in den Experimenten von Maria Loi beobachtet“, fasst Koster zusammen.

| Angabe | Wert | 

| Theoretisches Shockley-Queisser-Limit | rund 33 Prozent | 

| Abkühlungsprozess in den untersuchten Zinn-Perowskiten | Nanosekundenbereich | 

| Verlängerung gegenüber dem üblichen Zeitraum | etwa 1.000-mal länger | 

| Eine Pikosekunde | 0,000000000001 Sekunden | 

**Infobox:** Die Forschung der Universität Groningen untersucht heiße Elektronen in Zinn-Perowskiten. Durch den Hot-Phonon-Bottleneck- und den Burstein-Moss-Effekt könnte sich die bisherige Wirkungsgradgrenze von rund 33 Prozent prinzipiell verschieben.

## Landwirtin will überschüssigen Solarstrom in Wasserstoff umwandeln

**agrarheute.com** berichtet über die Geflügelhalterin Karin Perdaems in den Niederlanden. Auf ihrem Hof erzeugen 1.500 Solarmodule Strom für Stall, Lager und Maschinen.

Die Anlage produziert insbesondere an sonnigen Tagen mehr Energie, als der Betrieb selbst nutzen kann. Gleichzeitig steht bei besonders energieintensiven Arbeiten nicht immer ausreichend Solarstrom zur Verfügung, sodass weiterhin andere Energieträger benötigt werden.

Perdaems will überschüssigen Solarstrom deshalb in Wasserstoff umwandeln. Ein Elektrolyseur soll den Strom in Wasserstoff überführen, während eine Batterie kurzfristige Verbrauchsspitzen abfängt.

Mit diesem Konzept soll Strom aus dem Sommer für Zeiten gespeichert werden, in denen die Sonne kaum Energie liefert. Der Hof könnte dadurch einen erheblich größeren Anteil seiner selbst erzeugten Energie nutzen und unabhängiger vom Stromnetz und von fossilen Energieträgern werden.

Für Geflügelhalter ist die Lösung laut agrarheute.com besonders interessant, weil beim Aufheizen eines Stalls für die nächste Kükenherde innerhalb kurzer Zeit viel Energie benötigt wird. Wasserstoff könnte den überschüssigen Solarstrom für solche späteren Bedarfszeiten verfügbar machen.

Die Umwandlung bringt jedoch einen erheblichen Nachteil mit sich: Bei der Herstellung von Wasserstoff und der späteren Rückverstromung geht ein großer Teil der Energie verloren. Ob sich das Verfahren für einen landwirtschaftlichen Betrieb dennoch rechnet, soll der Praxiseinsatz auf dem Hof von Karin Perdaems zeigen.

- 1.500 Solarmodule erzeugen Strom für Stall, Lager und Maschinen.

- Ein Elektrolyseur soll überschüssigen Solarstrom in Wasserstoff umwandeln.

- Eine Batterie soll kurzfristige Verbrauchsspitzen abfangen.

- Bei der Umwandlung und Rückverstromung geht ein großer Teil der Energie verloren.

**Infobox:** Karin Perdaems will den Strom ihrer 1.500 Solarmodule mithilfe eines Elektrolyseurs in Wasserstoff speichern. Eine Batterie soll kurzfristige Spitzen abdecken; die Wirtschaftlichkeit wird im Praxiseinsatz geprüft.Quellen:
- [Solarstromproduktion übertrifft bereits jetzt Vorjahreswert](https://www.heise.de/news/Solarstromproduktion-uebertrifft-bereits-jetzt-Vorjahreswert-11467510.html)
- [Energie: Dieses Atom-Heizwerk wäre in Deutschland zulässig – und halbiert Wärmepreise](https://www.welt.de/wirtschaft/plus6aae6337708e760b5e064027/energie-dieses-atom-heizwerk-waere-in-deutschland-zulaessig-und-halbiert-waermepreise.html)
- [(k+) Volle Energie voraus - mit Aussetzern: Cottbus im Start-Check](https://www.kicker.de/volle-energie-voraus-mit-aussetzern-cottbus-im-start-check-1256402/artikel)
- [Studie: Europas Firmen für mehr Investitionen in Erneuerbare](https://live.vodafone.de/news/nachrichten/wirtschaft/studie-europas-firmen-fuer-mehr-investitionen-in-erneuerbare/13262085)
- [66 statt 33 Prozent: Forscher wollen Grenze beim Solar-Wirkungsgrad sprengen](https://www.basicthinking.de/blog/2026/09/28/wirkungsgrad-solarzellen/)
- [Landwirtin hat zu viel Solarstrom, jetzt will sie auf Wasserstoff für den Hof setzen](https://www.agrarheute.com/tier/gefluegel/landwirtin-hat-viel-solarstrom-will-wasserstoff-fuer-hof-setzen-643038)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [energie-echo.de](https://energie-echo.de/solarstromrekord-nukleare-waerme-und-neue-speicherideen-im-fokus/)*
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