Neue Solar-Gebühr ab 2029, KfW-Förderung und aktuelle Energietrends
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Ab 2029 sollen Prosumer höhere Netzkosten zahlen, während die KfW Kommunen fördert und das Kampnagel-Festival hoffnungsvoll startet.
Neue Solar-Gebühr für Prosumer ab 2029 geplant
Die Bundesnetzagentur will sogenannte Prosumer ab 2029 stärker an den Kosten für die Stromnetze beteiligen. Nach dem veröffentlichten Festlegungsentwurf sollen Haushalte, die mit einer Solaranlage Strom erzeugen, selbst verbrauchen und überschüssige Energie ins Netz einspeisen, einen höheren Grundpreis auf ihren Stromtarif zahlen.
Der Aufschlag soll laut dem von T-Online berichteten Entwurf „mindestens 70 Prozent bis höchstens 90 Prozent des Grundpreises“ betragen. Wer bislang pro Jahr insgesamt 100 Euro Grundpreis zahlt, müsste demnach zusätzlich 70 bis 90 Euro entrichten. Die konkrete Höhe soll der jeweilige Stromanbieter anhand bestimmter Regeln festlegen.
Die Erlöse sollen an die Netzbetreiber fließen, damit diese ihre Stromnetze ausbauen und ertüchtigen können. Hintergrund ist laut Bundesnetzagentur, dass private Solaranlagen zunehmend ungesteuert Strom einspeisen und dadurch Netzengpässe entstehen können. Gleichzeitig beziehen Solarhaushalte wegen ihres Eigenverbrauchs weniger Strom aus dem Netz als Haushalte ohne Photovoltaikanlage und tragen im heutigen Modell entsprechend weniger über die verbrauchsabhängigen Netzentgelte bei.
Die Stromtarife bestehen aus Arbeitspreis und Grundpreis. Der Arbeitspreis orientiert sich am Verbrauch und wird in Cent pro Kilowattstunde ausgewiesen, während der Grundpreis unabhängig vom Verbrauch zur Deckung der Fixkosten erhoben wird. Stromanbieter sollen die geplante Prosumerabgabe ab dem 1. April 2028 auf den Energierechnungen ausweisen, um Kunden auf das neue System vorzubereiten.
Die Bundesnetzagentur begründet die Reform damit, dass das Stromnetz auch in sonnenarmen Stunden zur Versorgung benötigt werde. Nach Angaben der Behörde werde die Infrastruktur zunehmend hauptsächlich von Haushalten ohne Solaranlage finanziert; dies sei nicht mehr mit EU-Recht vereinbar. Der Festlegungsentwurf soll bis Ende 2026 beschlossen werden.
Zusätzlich steht für Solarbesitzer eine weitere Veränderung bevor: Laut T-Online hat das Bundeskabinett die Abschaffung der festen Einspeisevergütung beschlossen. Ab 2027 soll es statt der 20-jährigen Förderung nur noch eine Übergangszahlung für 36 Monate geben, anschließend wechseln die Betreiber in die Direktvermarktung.
Zusammenfassung: Prosumer sollen ab 2029 einen Grundpreisaufschlag von mindestens 70 Prozent bis höchstens 90 Prozent zahlen. Die Abgabe soll den Ausbau der Stromnetze mitfinanzieren; ab dem 1. April 2028 muss sie auf Energierechnungen ausgewiesen werden.
KfW bündelt Förderangebote für kommunale Energieinfrastruktur
Die KfW begleitet Kommunen und kommunale Unternehmen bei Projekten zur Energieinfrastruktur. Genannt werden unter anderem neue Nahwärmenetze, Photovoltaikanlagen auf Schuldächern und die Modernisierung von Stromnetzen.
Gefördert werden die Errichtung, Erweiterung und Modernisierung von Anlagen zur Strom- und Wärmeerzeugung aus Sonnenenergie, Wind- und Wasserkraft, Geothermie und Biomasse. Das Angebot umfasst auch große Einzelvorhaben wie Tiefengeothermie-Bohrungen ab 400 Metern für kommunale Wärmenetze.
Für Anlagen zur Erzeugung von Strom und Wärme sowie für Netze und Speicher nennt die KfW den Förderkredit „Erneuerbare Energien – Standard“, Kredit Nr. 270. Das Programm ist für Vorhaben mit EEG-Einspeisung geeignet. Für Tiefengeothermie führt die KfW den Förderkredit Geothermie, Kredit Nr. 572, auf. Dieser ermöglicht einen Kreditbetrag von bis zu 25 Mio. Euro pro Bohrprojekt sowie eine 100% Finanzierung der förderfähigen Kosten und ist mit anderen Fördermitteln kombinierbar.
| Programm | Förderung |
|---|---|
| Kredit Nr. 572 Förderkredit Geothermie | Bis zu 25 Mio. Euro pro Bohrprojekt; 100% Finanzierung der förderfähigen Kosten |
| Zuschuss Nr. 498, 499 Klimafreundlicher Neubau – Kommunen | Zuschuss bis zu 10 % der förderfähigen Kosten |
| Kredit Nr. 297, 298 Klimafreundlicher Neubau – Wohngebäude | Bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit |
| Heizungsförderung für Kommunen | Zuschuss in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten |
| Kredit Nr. 295 Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz | Bis zu 60 % Tilgungszuschuss |
| Kredit Nr. 263 Nichtwohngebäude – Kredit | Zwischen 5 % und 25 % Tilgungszuschuss |
Für den Ausbau und die Digitalisierung von Stromverteilnetzen sowie für Wärme- und Kältenetze, Speicher und Wärmeübergabestationen verweist die KfW ebenfalls auf mehrere Programme. Gefördert werden auch die Einbindung industrieller Abwärme über Power-to-Heat-Anlagen und der Aufbau von Infrastruktur für Wasserstoff und erneuerbare Gase.
Bei der Heizungsförderung erhalten Kommunen und kommunale Unternehmen direkte Zuschüsse. Unterstützt werden der Einbau von Wärmepumpen, Biomasseheizungen und Solarthermie sowie der Anschluss an ein bestehendes Wärmenetz. Für kommunale Gebäude wie Rathäuser, Schulen oder kommunale Wohngebäude nennt die KfW das Programm Zuschuss Nr. 422 mit einem Zuschuss von 30 % der förderfähigen Kosten.
Unternehmen, juristische Personen und Contractoren können für Wohngebäude die Heizungsförderung für Unternehmen, Wohngebäude, Zuschuss Nr. 459, nutzen. Auch hier beträgt der Zuschuss 30 % der förderfähigen Kosten. Für bestehende Nichtwohngebäude führt die KfW Zuschuss Nr. 522 mit einem Zuschuss in Höhe von 30 % der förderfähigen Kosten auf.
Zur Senkung des Energieverbrauchs nennt die KfW unter anderem die Klimaschutzoffensive für Unternehmen, Kredit Nr. 293, sowie Programme für energieeffiziente Technologien, energetische Sanierungen und klimafreundliche Neubauten. Der Kredit für klimafreundliche Nichtwohngebäude, Kredit Nr. 299, sieht bis zu 30 Jahre Laufzeit und bis zu 10 Jahre Zinsbindung vor.
Zusammenfassung: Die KfW nennt Förderkredite und Zuschüsse für erneuerbare Energieanlagen, Netze, Speicher, Geothermie, Heizungen, Neubauten und Effizienzmaßnahmen. Für einzelne Programme werden unter anderem bis zu 25 Mio. Euro pro Bohrprojekt, bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit sowie Zuschüsse von 30 % der förderfähigen Kosten ausgewiesen.
Kampnagel-Festival startet mit Tanzabend voller Energie und Hoffnung
Das Internationale Sommerfestival auf Kampnagel ist laut NDR.de unter dem Motto „hope!“ gestartet. Eröffnet wurde es mit der Deutschlandpremiere von „Irresistible Revolution“ der argentinischen Choreographin Ayelen Parolin.
Die Aufführung beginnt mit tastenden Schritten der Tänzerinnen und Tänzer, die nacheinander aus einer Ecke der Bühne kommen. Zu hören sind zunächst kaum wahrnehmbare Summtöne, bevor sich erste instrumentale Rhythmen entwickeln. Im weiteren Verlauf werden Bewegungen und Musik größer und opulenter.
Festivalleiter András Siebold beschrieb den Abend in seiner Eröffnungsrede als „Wimmelbild“. Auf der Bühne treffen zwölf Menschen in immer neuen Konstellationen aufeinander. Sie verlieben sich, ärgern sich, lachen, protestieren und kabbeln sich, während die Inszenierung von einer ungeheuren Energie getragen wird.
Parolins Produktion verbindet laut NDR.de Straßenkarneval, Lebensfreude und Lust an der Anarchie mit der Kraft des Miteinanders. Auch gemeinsamer Protest wird angedeutet, unter anderem durch geballte Fäuste. Die Tänzerinnen und Tänzer übersetzen die Energie der Musik direkt in ihre Körper und Bewegungen.
„Miteinander geht's besser, und nicht alleine. Wir brauchen die anderen“, sagte Kultursenator Carsten Brosda laut NDR.de.
Brosda bezog sich in seiner kurzen Rede auf das Festivalmotto „hope!“ und erklärte, nichts sei im Moment dringender als das Gefühl der Hoffnung. Die Eröffnung setzte damit bewusst auf positive Signale.
Das Internationale Sommerfestival dauert drei Wochen. NDR.de berichtet außerdem, dass neben anderen Gästen Julija Nawalnaja erwartet wird. Für Kampnagel ist zudem ein Umbau vorgesehen; der Bund fördert diesen laut dem Bericht mit bis zu 60 Millionen Euro.
Zusammenfassung: Das Kampnagel-Sommerfestival eröffnete mit Ayelen Parolins „Irresistible Revolution“. Die zwölfköpfige Besetzung verbindet Tanz, Musik, Lebensfreude, Protest und das Festivalthema Hoffnung.
Berrytones Big Band kündigt Konzert in Nordhorn an
Die Berrytones Big Band Grafschaft Bentheim bringt laut GN-Online unter dem Motto „The Power Of Big Bands“ ein Konzertprogramm in den Konzert- und Theatersaal Nordhorn. Das Konzert findet am Sonntag, 20. September, statt.
Das Ensemble verspricht eine Fülle anspruchsvoller Uptempo-Charts, die den einzelnen Registern der Band hohe musikalische Leistungen abverlangen. Auf dem Programm stehen Arrangements von Gordon Goodwin, Buddy Rich, Peter Herbolzheimer und John Clayton.
Für den Gesang ist die Nordhorner Frontsängerin Chananja Schulz angekündigt. GN-Online beschreibt ihren Soul- und Popgesang als kraftvoll und facettenreich; er soll den Bläsersound der Band ergänzen.
Die musikalische Leitung übernimmt Andrew Berryman. Der aus England stammende Leiter führt die Berrytones laut GN-Online seit elf Jahren. Neben seiner Rolle als Bandleader soll er das Publikum als Moderator mit britischem Humor durch das Programm führen.
| Angabe | Details |
|---|---|
| Veranstaltung | „The Power Of Big Bands“ |
| Ort | Konzert- und Theatersaal Nordhorn |
| Termin | Sonntag, 20. September |
| Beginn | 16 Uhr |
| Einlass | Ab 15.30 Uhr |
| Ticketpreis | 28,70 Euro |
| GN-Card-Rabatt | 2,50 Euro |
Tickets sind laut GN-Online online sowie in Nordhorn beim Reisebüro Richters und bei den Grafschafter Nachrichten erhältlich. Das Konzert soll mit Energie, Präzision und musikalischer Leidenschaft gestaltet werden.
Zusammenfassung: Die Berrytones Big Band tritt am Sonntag, 20. September, um 16 Uhr in Nordhorn auf. Der Eintritt kostet 28,70 Euro; GN-Card-Inhaber erhalten 2,50 Euro Rabatt.
Solarstromproduktion steigt, Batteriespeicher werden attraktiver
Die Solarstromproduktion in der Schweiz ist im Juli im Vergleich zum Vorjahr um 43 Prozent gestiegen. Das berichtet SRF unter Berufung auf Daten des Informationsdienstes Swiss Energy-Charts.
Als Gründe nennt der Bericht die außergewöhnliche Sonneneinstrahlung und die kontinuierlich steigende Zahl von Photovoltaikanlagen im ganzen Land. Mit der wachsenden Zahl an Solardächern nimmt zugleich die Herausforderung zu, den erzeugten Strom sinnvoll zu nutzen.
Vor allem zur Mittagszeit übersteigt die Solarstromproduktion häufig den Verbrauch. Das Netz kann laut SRF nicht alle Überschüsse aufnehmen, sodass ein Teil der Energie verloren geht. Batteriespeicher sollen deshalb Strom aufnehmen, wenn er im Überfluss vorhanden ist, und ihn zu Zeiten bereitstellen, in denen mehr verbraucht wird.
„Wir produzieren mehr Strom zur Mittagszeit, während der Verbrauch oft morgens und abends höher ist“, sagte Anna Plancherel von Swissolar laut SRF.
Plancherel bezeichnete Batterien als Möglichkeit, dem elektrischen System Flexibilität zu verleihen. Jérôme Menoud, Direktor und Gründer des auf Photovoltaik spezialisierten Unternehmens Sungrid, verwies ebenfalls auf den zeitlichen Unterschied zwischen Erzeugung und Verbrauch.
„Man produziert die Energie während des Tages, aber das ist nicht zwingend der Moment, in dem man sie verbraucht“, sagte Jérôme Menoud laut SRF.
Die Investitionsbedingungen für Speicherbatterien haben sich laut Bericht verbessert. Einerseits ist der Preis für den Verkauf überschüssigen Stroms an das Netz stark gesunken, andererseits sind die Kosten für Batterien zurückgegangen. Menoud zufolge haben sich die Kosten halbiert.
Mehrere öffentliche Institutionen fördern Investitionen in Speicherkapazitäten. Der Kanton Neuenburg leistet seit März Hilfen von bis zu 15 Prozent des investierten Betrags. Weitere Förderungen gibt es in den Städten Payerne und Bulle sowie bei den Industriellen Betrieben von Genf.
Die Nachfrage nach den Fördermitteln ist laut SRF groß. In rund fünf Monaten gingen im Kanton Neuenburg etwa 140 Anfragen ein. Ziel der Unterstützung ist es, Eigentümer dazu zu bewegen, die Photovoltaikproduktion besser zu verwalten, den Eigenverbrauch zu verstärken und das Stromnetz zu entlasten.
Nach Angaben des Stromversorgers Groupe E wird heute etwa jede zweite neue Photovoltaikanlage direkt mit einer Batterie verkauft. Außerdem rüsten zahlreiche bereits bestehende Anlagenbesitzer ihre Systeme nachträglich mit einem Speicher aus.
| Entwicklung | Angabe |
|---|---|
| Solarstromproduktion im Juli gegenüber dem Vorjahr | 43 Prozent Zunahme |
| Förderung im Kanton Neuenburg | Bis zu 15 Prozent des investierten Betrags |
| Anfragen in Neuenburg | Etwa 140 in rund fünf Monaten |
| Neue Photovoltaikanlagen mit Batterie bei Groupe E | Etwa jede zweite |
Zusammenfassung: Die Solarstromproduktion stieg im Juli um 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Sinkende Batteriekosten, gesunkene Vergütungen für überschüssigen Strom und Förderprogramme machen Speicher laut SRF attraktiver.
Quellen:
- Neue Solar-Gebühr kommt: PV-Besitzer zahlen ab 2029 bis zu 90 Prozent mehr
- Nach zwölf Jahren zurück: Energie Cottbus ist gekommen, um zu bleiben
- Mit Energie durchstarten – KfW-Förderung für kommunale Unternehmen und Kommunen
- Hoffnung, Energie und geballte Fäuste: So startete das Kampnagel-Festival
- „The Power Of Big Bands“ bringen geballte Energie nach Nordhorn
- Solar-Boom: Warum immer mehr Häuser Batterien installieren