Energie-News: Windkraft-Rekord trifft auf Ausbau-Sorgen und hohe Energiekosten
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Baden-Württemberg verzeichnet Rekorde bei Windkraft, doch Experten fordern mehr Tempo; zugleich belasten Energiekosten Osthaushalte stärker und Altbauten werden klimafreundlich saniert.
Windkraft in Baden-Württemberg: Rekordwerte treffen auf neue Ausbau-Sorgen
In Baden-Württemberg sind im ersten Halbjahr 33 Windkraftanlagen ans Netz gegangen. Im gesamten Vorjahr waren es 40 Anlagen. Die neu in Betrieb genommene Leistung erreichte nach Angaben des Umweltministeriums 169 Megawatt (MW) und damit Rekordwerte aus 2016 und 2017.
Nach Angaben von Umweltministerin Thekla Walker steuert das Land auch bei der genehmigten Leistung auf einen Höchststand zu. Bis zum Halbjahr waren 480 MW genehmigt; damit werde Baden-Württemberg schon bald die Ende 2025 erreichten 660 MW übertreffen. Zum Vergleich: Die Halbjahresbilanz hatte damals 175 MW betragen.
Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg weist mit Stand 1. Juli 1.771 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 11.005 MW in unterschiedlichen Projektphasen aus. Die meisten Anlagen befinden sich noch im Genehmigungsverfahren. Nach Einschätzung Walkers liegt Baden-Württemberg mit den geplanten Vorhaben und den 850 bereits in Betrieb befindlichen Windenergieanlagen auf dem angestrebten Ausbaupfad.
Gleichzeitig wird das Tempo von Experten als nicht ausreichend bewertet. Ein Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass bis 2030 rund 1.400 Windenergieanlagen benötigt werden, damit Baden-Württemberg seine Klimaschutzziele erreicht. Bis 2040 soll das Land klimaneutral werden.
„Der Trend bei der Windenergie halte nur, solange Planungssicherheit gegeben sei“, sagte der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Andreas Schwarz, laut SZ.de.
Schwarz warnte vor möglichen Folgen einer Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Durch den Wegfall von Ausgleichszahlungen für Windkraft-Betreiber drohten Unsicherheiten, die den Ausbau spürbar bremsen könnten. Der Grünen-Politiker verwies außerdem auf Waldbrände, Wasserknappheit und Stromrationierungen als Folgen des menschengemachten Klimawandels.
Bei der Photovoltaik fiel der Zubau im Vergleich zu den Vorjahren weniger außergewöhnlich aus. Im ersten Halbjahr wurden in Baden-Württemberg 851 Megawatt-Peak (MWp) Photovoltaikleistung zugebaut. Davon entfielen 600 MWp auf Anlagen an Gebäuden.
| Bereich | Wert |
|---|---|
| Windkraftanlagen im ersten Halbjahr | 33 |
| Neu in Betrieb genommene Windkraftleistung | 169 MW |
| Bis zum Halbjahr genehmigte Windkraftleistung | 480 MW |
| Geplante Windenergieanlagen | 1.771 |
| Leistung der geplanten Anlagen | 11.005 MW |
| Photovoltaik-Zubau im ersten Halbjahr | 851 MWp |
| Photovoltaik an Gebäuden | 600 MWp |
Zusammenfassung:
Quelle: SZ.de. Baden-Württemberg meldet Rekordwerte bei der Windkraft, muss den Ausbau nach Experteneinschätzung jedoch deutlich beschleunigen. Zugleich sorgen mögliche Gesetzesänderungen für Unsicherheit, während der Photovoltaik-Zubau hinter den Werten der Vorjahre zurückbleibt.
Energiekosten: Ostdeutsche Haushalte stärker belastet
Die Energiekosten belasten Haushalte in Ostdeutschland nach einer Auswertung des Vergleichsportals Verivox weiterhin stärker als Verbraucher im Westen. Kaufkraftbereinigt liegen die Ausgaben für Wärme, Strom und Kraftstoffe im Osten im Schnitt um 16 Prozent über dem westdeutschen Niveau.
Für einen Musterhaushalt ergeben sich in westdeutschen Bundesländern kaufkraftbereinigte Kosten von 2.545 Euro für Wärme, Strom und Treibstoff. In Ostdeutschland sind es 2.973 Euro. Damit liegen die ostdeutschen Kosten 350 Euro über dem Bundesdurchschnitt und 428 Euro über dem Niveau der westdeutschen Bundesländer.
Die Berechnung berücksichtigt die Energiekosten für die Monate Januar bis Juli. Trotz des Ost-West-Unterschieds steht ein westdeutsches Bundesland an der Spitze: In Bremen liegen die kaufkraftbereinigten Energiekosten laut Analyse um 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
| Region oder Bundesland | Abweichung vom Bundesdurchschnitt |
|---|---|
| Bremen | 22 Prozent darüber |
| Thüringen | 20 Prozent darüber |
| Sachsen | 17 Prozent darüber |
| Sachsen-Anhalt | 16 Prozent darüber |
| Mecklenburg-Vorpommern | 16 Prozent darüber |
| Bayern | 12 Prozent darunter |
Als wichtigste Treiber der regionalen Unterschiede nennt Verivox die Heiz- und Tankkosten. Neben regionalen Preisunterschieden bei Strom, Gas und Kraftstoffen spiele vor allem die unterschiedliche Kaufkraft eine Rolle, erklärte Thorsten Storck, Energieexperte des Vergleichsportals.
„In Regionen mit geringerer Kaufkraft beanspruchen vergleichbare Energiekosten einen größeren Anteil des verfügbaren Einkommens“, sagte Thorsten Storck laut stern.de.
Bei den genannten Werten handelt es sich nicht um die tatsächlichen Rechnungsbeträge eines durchschnittlichen Haushalts. Verivox legte kaufkraftbereinigte und auf ein Jahr hochgerechnete Vergleichswerte zugrunde.
Zusammenfassung:
Quelle: stern.de. Ostdeutsche Haushalte kommen bei kaufkraftbereinigten Ausgaben für Wärme, Strom und Kraftstoffe auf 2.973 Euro, westdeutsche Haushalte auf 2.545 Euro. Die Analyse sieht vor allem Heiz- und Tankkosten sowie die unterschiedliche Kaufkraft als Ursachen.
Erneuerbare Energien und Elektromobilität im Streit über Deutschlands Kurs
PZ-news beschäftigt sich mit der Frage, ob Deutschland sich beim Ausbau erneuerbarer Energien und bei der Elektromobilität selbst im Weg steht. Der Beitrag beschreibt den Eindruck, dass in Deutschland viel Energie in das Schlechtreden beider Bereiche fließe.
Für die Analyse wurden die Themen nach Angaben von PZ-news genauer beleuchtet. Der Wirtschaftswissenschaftler Hanno Beck von der Hochschule Pforzheim und der Pforzheimer Psychologe Werner Polster wurden nach Erklärungen für die aktuelle Situation befragt.
Der Beitrag stammt als Analyse vom PZ-Redakteur Sven Bernhagen. Der vorliegende Quelltext enthält jedoch keine weiteren ausformulierten Ergebnisse, Zahlen oder konkreten Aussagen aus den Gesprächen zur Entwicklung der erneuerbaren Energien und der Elektromobilität.
Zusammenfassung:
Quelle: PZ-news. Der Artikel untersucht kritisch, ob Deutschland den Fortschritt bei erneuerbaren Energien und Elektromobilität durch öffentliche Debatten und eigene Rahmenbedingungen erschwert. Als Gesprächspartner werden Hanno Beck und Werner Polster genannt.
Konstanzer Altbau soll fast klimaneutral mit Energie versorgt werden
Eine unter Denkmalschutz stehende Villa in Konstanz zeigt laut Südkurier, dass auch ein Altbau auf eine nachhaltige und möglichst klimaneutrale Energieversorgung ausgerichtet werden kann. Das Anwesen mit seinen Türmchen wurde 1897 erbaut und von Michaela und Henning Tartsch erworben.
Nach dem Kauf war klar, dass umfangreiche Investitionen notwendig waren. Besonders die Wohnung unter dem Dach bot zunächst eine schlechte Wohnqualität: Im Sommer war es heiß, im Winter kalt. Zusätzlich wollten die Eigentümer das Anwesen an die Folgen des Klimawandels anpassen.
Das Ehepaar verfolgte deshalb das Ziel, die Energieversorgung nachhaltig und möglichst klimaneutral zu gestalten. Der Artikel kündigt außerdem Tipps der Eigentümer an, ist im vorliegenden Quelltext jedoch hinter einer Bezahlschranke nur in seinen einleitenden Angaben enthalten.
Zusammenfassung:
Quelle: suedkurier.de. Eine 1897 erbaute, denkmalgeschützte Villa in Konstanz soll trotz ihres Alters fast klimaneutral mit Energie versorgt und besser gegen Hitze geschützt werden. Die Eigentümer mussten dafür insbesondere in die bislang problematische Dachwohnung und die Energieversorgung investieren.
Quellen:
- Erneuerbare Energie - Rekord bei Windenergie - doch ist der Ausbau in Gefahr? - Wirtschaft
- Einkommen und Energie: Energiekosten belasten ostdeutsche Haushalte stärker
- Erneuerbare Energien und Elektromobilität: Steht sich Deutschland selbst im Weg? - Politik - Pforzheimer-Zeitung
- Fast klimaneutral und gegen Hitze gewappnet? Das geht auch bei Altbauten, beweisen zwei Konstanzer
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