Energie-News: Stillstand, Großprojekte und neue Impulse für die Energiewende
Autor: Energie-Echo Redaktion
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Kategorie: News
Zusammenfassung: Bad Schwartau spart kaum Energie, während Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Duisburg in erneuerbare Energien und moderne Infrastruktur investieren; China kritisiert US-Sanktionen gegen Russland.
Städtische Gebäude in Bad Schwartau bleiben Energieschwerpunkt
In den städtischen Liegenschaften von Bad Schwartau herrscht laut dem Jahresenergiebericht energetischer Stillstand. Die Lübecker Nachrichten berichten, dass in kaum einer Immobilie der Verbrauch gesunken sei.
Das Bauamt räumte dem Bericht zufolge Versäumnisse ein. Zugleich fordert die Politik Maßnahmen, nachdem die Gebäude weiterhin als Energiefresser gelten und Wärme ungenutzt verloren geht.
Infobox: Der Jahresenergiebericht stellt für Bad Schwartaus städtische Gebäude einen weitgehend unveränderten Energieverbrauch fest. Das Bauamt räumt Versäumnisse ein, während die Politik Maßnahmen verlangt.
Technikmuseum Berlin veranstaltet ersten Energie-Erlebnis-Tag
Das Deutsche Technikmuseum Berlin lädt für Samstag, den 19. September 2026, Familien von 11 bis 17 Uhr in den Museumspark ein. Nach Angaben von heise online zeigen 30 Aussteller Solar- und Windtechnologie, Dampfmaschinen und historische Windmühlen, Stromnetze, Speicher sowie Elektromobilität.
Der Eintritt ist im regulären Museumsticket enthalten. Die Veranstaltung ist Teil des Festivals der Berliner Industriekultur, das vom 12. September bis 4. Oktober in der ganzen Stadt stattfindet.
Das Programm setzt auf praktische Erlebnisse: Familien können mit einer kleinen Dampflok durch den Museumspark fahren, Kinder können ferngesteuerte Modellboote steuern und ein Müller öffnet die Türen der historischen Windmühlen. Außerdem gibt es moderne Windräder auf Augenhöhe, ein Energiequiz, Dampfmaschinenmodelle zu Wasser und zu Lande sowie ein Schülerlabor, in dem Kinder eigene Bio-Solarzellen bauen.
Weitere Stationen sind ein Schmied bei der Arbeit und ein 3D-Drucker, der funktionsfähige Mini-Windrädchen produziert. Auch ein Lastwagen ohne Diesel und Benzin sowie die Berliner Feuerwehr mit Informationen über elektrisch angetriebene Löschboote der Zukunft gehören zum Angebot.
Getragen wird die Veranstaltung unter anderem von der TU Berlin, dem Helmholtz-Zentrum Berlin, der HTW Berlin, dem Energie Museum Berlin, Solarcamp Berlin, dem SolarZentrum Berlin, der BEHALA, der Berliner Feuerwehr, Omas for Future und dem Make-Magazin.
Das Technikmuseum will Energie, Erneuerbare und Energiewende künftig stärker in den Mittelpunkt seiner Ausstellungs- und Vermittlungsarbeit stellen. Der Energie-Erlebnis-Tag findet 2026 erstmals statt und soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.
Das Make-Magazin bringt einen selbst gebauten Solaranhänger mit. Die Konstruktion basiert auf einem handelsüblichen ungebremsten 750er-Anhänger für rund 600 Euro, auf dem drei bifaziale 455-Watt-Module und vier biegsame 200-Watt-Module montiert sind.
Voll ausgeklappt erreicht die Anlage bis zu 2.165 Watt Spitzenleistung. Gespeichert wird die Energie in einem 300-Ah-LiFePO4-Akku; die Bauzeit betrug rund 150 Stunden, die Kosten lagen bei etwa 3.000 Euro.
Infobox: Der Energie-Erlebnis-Tag findet am 19. September 2026 von 11 bis 17 Uhr statt. Im Mittelpunkt stehen 30 Aussteller sowie praktische Angebote zu Solarenergie, Windkraft, Dampfmaschinen, Speichern und Elektromobilität.
Windstrom-Plattform: Großauftrag mit Schwerpunkt Mecklenburg-Vorpommern
Der Stromnetzbetreiber 50Hertz hat einen zweiten Milliarden-Auftrag für den Bau einer Windstrom-Plattform auf See überwiegend nach Mecklenburg-Vorpommern vergeben. Wie STERN.de berichtet, soll die Konverter-Anlage zu wesentlichen Teilen in Rostock-Warnemünde vom Unternehmen Neptun Smulders Offshore Renewables gefertigt werden.
Zusammen mit einem Erstauftrag vom Juni liegt das Volumen laut dem Bericht bei rund 2,5 Milliarden Euro. Die Anlagen sollen in der Nordsee rund 200 Kilometer westlich der Insel Sylt installiert werden.
Konverter wandeln den von Windkraftanlagen auf See produzierten Wechselstrom in Gleichstrom um. Dieser wird zur Küste transportiert und von dort in große Verbrauchszentren im Land verteilt.
Der Einsatz von Gleichstrom ist laut STERN.de vor allem für lange Transportwege relevant, weil dabei deutlich geringere Verlustwerte als bei Wechselstrom entstehen.
Infobox: Der zweite Großauftrag von 50Hertz geht überwiegend nach Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit dem Erstauftrag vom Juni erreicht das Auftragsvolumen rund 2,5 Milliarden Euro.
Energiepark Wanheim soll Duisburg klimafreundlicher mit Strom und Wärme versorgen
Der Energiepark Wanheim in Duisburg wird modernisiert. Der WDR berichtet, dass neue Anlagen künftig klimafreundlicheren Strom und klimafreundlichere Wärme für Duisburg liefern sollen.
Das bisherige Heizkraftwerk III ist seit vielen Jahren in Betrieb; ein Teil der Anlage stammt aus dem Jahr 1975 und erreicht in den kommenden Jahren das Ende seiner technischen Lebensdauer. Deshalb sollen die alten Anlagen nach und nach ersetzt werden.
Für den Umbau sind insgesamt rund 200 Millionen Euro vorgesehen. Geplant sind Blockheizkraftwerke, große Wärmepumpen und Elektrokessel.
Die neuen Blockheizkraftwerke können später auch mit Wasserstoff betrieben werden. Auf den Dächern der neuen Gebäude sollen zudem, sofern es baulich möglich ist, Photovoltaikanlagen installiert werden.
Vier Wärmepumpen sollen die Energie des Rheinwassers nutzen. Zusammen können sie rund 60 Megawatt Wärme erzeugen. Bei geplanten 6.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr können sie laut WDR den Wärmebedarf von rund 25.300 angeschlossenen Haushalten mit Fernwärme decken.
Auch die Elektrokessel sollen die Energienutzung verbessern. Sie können überschüssigen Strom aus Wind- und Solaranlagen in Wärme umwandeln und diese im Fernwärmespeicher speichern.
Die Bauarbeiten sollen noch 2026 starten. Ein großer Teil der vorhandenen Infrastruktur kann weiter genutzt werden, darunter Anlagen für die Entnahme und Rückführung von Rheinwasser. Die neuen Anlagen sollen spätestens Anfang 2029 in Betrieb gehen.
Infobox: Für die Modernisierung des Energieparks Wanheim werden rund 200 Millionen Euro investiert. Vier Wärmepumpen sollen zusammen rund 60 Megawatt Wärme erzeugen und bei geplanten 6.000 Vollbenutzungsstunden pro Jahr den Wärmebedarf von rund 25.300 angeschlossenen Haushalten decken.
China kritisiert US-Sanktionsgesetz gegen Russland
China hat das neue US-Sanktionsgesetz gegen Russland kritisiert. Das berichtet der Deutschlandfunk in seiner Meldung zur russischen Energiepolitik.
Der Bericht ordnet die Kritik in den Zusammenhang der russischen Energie ein. Weitere Einzelheiten zu den konkreten chinesischen Einwänden oder zu den vorgesehenen Maßnahmen des US-Sanktionsgesetzes enthält die vorliegende Quelle nicht.
Infobox: China kritisiert das neue US-Sanktionsgesetz gegen Russland. Die Meldung des Deutschlandfunks stellt den Vorgang in den Zusammenhang der russischen Energie.
Quellen:
- Trainer-Aus bei Energie Cottbus? „Pele“ Wollitz nennt Bedingung für Rückzug
- Warum Bad Schwartaus städtische Gebäude weiter Energie verschwenden
- Energie-Erlebnis-Tag im Technikmuseum Berlin: 30 Aussteller von Dampf bis Solar
- Energie: Weiterer Großauftrag für Windstrom-Plattform geht nach MV
- Projektpartner stecken 200 Millionen Euro in den Energiepark Wanheim
- Russische Energie - China kritisiert US-Sanktionsgesetz gegen Russland