Energie-News: Ausbau, Netze und Störungen im Fokus

Autor: Energie-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Der Pressespiegel zeigt Fortschritte beim Ausbau erneuerbarer Energien, aber auch politische Unsicherheit, Netzengpässe, steigende Nebenkosten und IT-bedingte Störungen.

Pressespiegel: Ausbau, Engpässe und Störungen prägen die Energienachrichten

Referat für Wind-, Solar- und Transformationsindustrien im Bundeswirtschaftsministerium aufgelöst

Das Bundeswirtschaftsministerium hat das Referat für Wind-, Solar- und Transformationsindustrien aufgelöst. Nach Angaben von top agrar wurde die Stelle am 2. Oktober geschlossen; damit gibt es im Ministerium keine eigene Stelle mehr für Wind- und Solarpolitik.

Die Verbände der erneuerbaren Energien kritisieren den Schritt scharf. BEE-Präsidentin Ursula Heinen-Esser, BWE-Präsidentin Bärbel Heidebroek und BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig erklärten in einem Brief, die Entscheidung komme angesichts der anhaltenden Diskussion über EEG und Netzanschlusspaket zur „absoluten Unzeit“. Die Debatte sorge bereits seit Monaten für starke Verunsicherung in der Branche und blockiere Investitionen.

Zusätzliche Bedeutung erhält die Entscheidung laut den Verbandsvertretern durch die geopolitischen Herausforderungen. Die Auflösung unterstreiche den Eindruck, dass sich das Ministerium nicht für die industriepolitische Bedeutung der erneuerbaren Energien interessiere und deren Erzeugung sowie die dahinterstehende Herstellerindustrie sogar absichtlich schwächen wolle.

Nach Darstellung von top agrar sehen die Verbände dadurch auch die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts gefährdet. Die Branche der erneuerbaren Energien beschäftigt demnach mehr als 436.000 Menschen. Die Unterzeichner warnen, dass die Entwicklung Arbeitsplätze kosten könne, und fordern: „Diese wiederholten Störmanöver müssen aufhören.“

„Die andauernde Diskussion um EEG und Netzanschlusspaket bringt schon seit Monaten starke Verunsicherung in die gesamte Branche und blockiert Investitionen.“ – Ursula Heinen-Esser, Bärbel Heidebroek und Carsten Körnig, zitiert von top agrar

Zusammenfassung: Das Referat wurde am 2. Oktober aufgelöst. Energieverbände sehen darin ein politisches Signal gegen die erneuerbaren Energien und warnen mit Blick auf mehr als 436.000 Beschäftigte vor Folgen für Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit.

Afrikas Solarboom könnte deutlich größer sein als offizielle Statistiken zeigen

Der Ausbau der Solarenergie in Afrika schreitet nach einem Bericht von Utopia.de offenbar deutlich stärker voran, als es offizielle Statistiken ausweisen. Solarstrom wird in vielen Ländern zu einer wirtschaftlich attraktiven Alternative zu teurem Diesel und zu einer unzuverlässigen Netzversorgung.

Auf Dächern, bei Hotels und in Betrieben entstehen Solaranlagen, die Strom direkt vor Ort liefern. Der Thinktank Ember erwartet für 2026 neue Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von rund 17 Gigawatt. Damit könnte der jährliche Ausbau gegenüber 2025 um fast die Hälfte wachsen. Für 2025 schätzt Ember den Zubau auf zwölf Gigawatt.

Die Statistik der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien, IRENA, weist dagegen lediglich einen Zuwachs von 4,6 Gigawatt aus. Eine Ursache für die Differenz ist laut Utopia.de, dass viele Anlagen vor allem der Eigenversorgung dienen und nicht ausreichend erfasst werden.

AngabeWert
Von Ember erwarteter Zubau 2026rund 17 Gigawatt
Von Ember geschätzter Zubau 2025zwölf Gigawatt
Von IRENA verzeichneter Zuwachs4,6 Gigawatt
Anteil des Zubaus 2023 bis 2025 für direkte Versorgung vor Ortrund drei Viertel
Afrikanische Länder mit offiziellen Angaben zur Solarkapazität36 von 54
Länder mit veröffentlichten Zahlen für 202514

Ein wesentlicher Treiber ist der Bedarf an zuverlässiger und bezahlbarer Energie. Stromausfälle gehören in vielen afrikanischen Ländern zum Alltag. Betriebe, Krankenhäuser und Hotels greifen deshalb häufig auf Dieselgeneratoren zurück, was die Versorgung verteuert und von schwankenden Brennstoffpreisen abhängig macht.

Solaranlagen können gemeinsam mit Batteriespeichern den Dieselbedarf senken und die Versorgung verlässlicher machen. Die Energieexperten Toby Couture und David Jacobs schreiben laut Utopia.de in einem Gastbeitrag im PV-Magazine, dass Solarenergie etwa in Nigeria vor allem mit Dieselstrom konkurriere.

Ember schätzt, dass zwischen 2023 und 2025 rund drei Viertel des Zubaus auf Anlagen entfielen, die Strom direkt vor Ort liefern. Diese Anlagen befinden sich überwiegend auf Dächern, sind mit dem Stromnetz verbunden, dienen aber vor allem der eigenen Versorgung. Für seine Schätzung wertete Ember unter anderem chinesische Solarmodul-Exporte aus und berücksichtigte, dass importierte Module mit Verzögerung installiert werden und teilweise zunächst in Lagern bleiben.

Die genaue Größe des Solarbooms bleibt dadurch unsicher. Die Analyse deutet jedoch auf einen deutlich größeren Ausbau hin, als bisher erfasst wird. Afrika verursacht laut der Internationalen Energieagentur weniger als drei Prozent der weltweiten energiebedingten CO₂-Emissionen und ist zugleich überdurchschnittlich stark von den Folgen des Klimawandels betroffen.

Zusammenfassung: Ember erwartet für 2026 rund 17 Gigawatt neue Solaranlagen, während für 2025 zwölf Gigawatt geschätzt werden. Viele dezentrale Anlagen werden laut Utopia.de nicht vollständig erfasst; rund drei Viertel des Zubaus zwischen 2023 und 2025 dienten der direkten Versorgung vor Ort.

Steigende Nebenkosten erhöhen den Druck auf Mieter

Energie, Müllabfuhr und Wasser werden teurer. Die FAZ berichtet, dass die Nebenkosten die Gesamtausgaben fürs Wohnen maßgeblich prägen und damit neben der Miete zu einer zentralen Belastung für Haushalte werden.

Besonders Menschen, die gerade umgezogen sind, spüren laut dem Bericht die gestiegenen Wohnkosten. Bestandsmieter haben zwar häufig noch günstigere Mietverträge, den steigenden Nebenkosten können sie sich jedoch nicht entziehen.

Der Bericht stellt zugleich heraus, dass ein Gegensteuern zumindest teilweise möglich sei. Im vorliegenden Text werden dazu jedoch keine konkreten Maßnahmen oder Zahlen genannt.

Zusammenfassung: Die FAZ beschreibt Energie, Wasser und Müll als zunehmend teure Bestandteile der Wohnkosten. Die Nebenkosten prägen die Gesamtausgaben fürs Wohnen maßgeblich und belasten sowohl neue als auch bestehende Mietverhältnisse.

IT-Umstellung legt Kundenservice von Hamburg Energie lahm

Eine IT-Umstellung beeinträchtigt den städtischen Energieversorger Hamburg Energie. Wie NDR.de berichtet, können Interessierte derzeit weder einen Umzug anmelden noch Neukunden werden.

Damit sind zentrale Vorgänge für Kundinnen und Kunden vorübergehend nicht möglich. Der Bericht nennt als direkte Folge der IT-Umstellung die Einschränkung beim Abschluss beziehungsweise bei der Änderung von Energieverträgen.

Die Meldung wurde im Zusammenhang mit dem Hamburg Journal vom 08.10.2026 veröffentlicht. Weitere Angaben zur Dauer der Einschränkungen oder zu den technischen Hintergründen enthält der vorliegende Inhalt nicht.

Zusammenfassung: Bei Hamburg Energie sind wegen einer IT-Umstellung derzeit Umzugsmeldungen und Neukundenanmeldungen nicht möglich. NDR.de nennt keine Angaben dazu, wann die Vorgänge wieder verfügbar sein sollen.

Ostsachsen produziert 300 Megawatt Stromüberschuss

In Ostsachsen entsteht deutlich mehr Ökostrom, als vor Ort benötigt wird. Die Sächsische Zeitung berichtet von einem Stromüberschuss von 300 Megawatt in den Landkreisen Bautzen und Görlitz.

Das Problem der Netzbetreiber liegt dem Bericht zufolge nicht in der Erzeugung, sondern im Transport der Energie. Die vorhandenen Netze müssen ausgebaut werden, damit der produzierte Strom abtransportiert und genutzt werden kann.

Die Zeitung befasst sich außerdem mit der Frage, wie die Netzbetreiber den Ausbau organisieren und wer künftig dafür zahlen muss. Konkrete Angaben zu geplanten Maßnahmen oder zur Kostenverteilung enthält der vorliegende Inhalt nicht.

Zusammenfassung: Ostsachsen verfügt über einen Ökostromüberschuss von 300 Megawatt. Die Herausforderung besteht laut Sächsischer Zeitung vor allem darin, die Energie über ausreichend leistungsfähige Netze zu transportieren.

Ökostromanbieter grüüün stellt Stromlieferung ein

Der Ökostromanbieter grüüün aus Rugendorf stellt seine Stromlieferung ein. Das berichtet der Fränkische Tag in einer Meldung zum Landkreis Kulmbach.

Der vorliegende Inhalt enthält darüber hinaus keine freigeschalteten Informationen zu den Gründen, zum Zeitpunkt der Einstellung oder zu den weiteren Schritten für Kundinnen und Kunden. Die Meldung wird deshalb auf die Beendigung der Stromlieferung beschränkt.

Zusammenfassung: Der Anbieter grüüün aus Rugendorf beendet seine Stromlieferung. Weitere Einzelheiten sind im vorliegenden Inhalt des Fränkischen Tags nicht enthalten.

Quellen: