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title: Energie im Wandel: Speicher, Kernkraft, Preisdruck und steigender Strombedarf
canonical: https://energie-echo.de/energie-im-wandel-speicher-kernkraft-preisdruck-und-steigender-strombedarf/
author: Energie-Echo Redaktion
published: 2026-09-20
updated: 2026-09-20
language: de
category: News
description: Batteriespeicher könnten bis zu 150 Gigawatt zusätzliche Photovoltaikleistung ermöglichen, während Fritz Vahrenholt für Kernkraft als Ergänzung wirbt.  
Der Iran-Krieg treibt Gas-, Strom- und Heizölpreise in Deutschland deutlich nach oben.
source: Provimedia GmbH
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# Energie im Wandel: Speicher, Kernkraft, Preisdruck und steigender Strombedarf

> **Autor:** Energie-Echo Redaktion | **Veröffentlicht:** 2026-09-20

**Zusammenfassung:** Batteriespeicher könnten bis zu 150 Gigawatt zusätzliche Photovoltaikleistung ermöglichen, während Fritz Vahrenholt für Kernkraft als Ergänzung wirbt.  
Der Iran-Krieg treibt Gas-, Strom- und Heizölpreise in Deutschland deutlich nach oben.

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## Stromnetze, Energiepreise und Energiewende im Fokus

## Batteriespeicher sollen zusätzliche Photovoltaikleistung ermöglichen

Eine vom Bundesverband Solarwirtschaft beauftragte Studie des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik kommt laut *heise online* zu dem Ergebnis, dass Batteriespeicher an Umspannwerken erhebliche zusätzliche Kapazitäten für den Ausbau der Photovoltaik erschließen könnten. Bis zu 150 Gigawatt zusätzlicher Leistung wären demnach möglich. Zum Vergleich: Die derzeit installierte Photovoltaikleistung in Deutschland beträgt laut Quelle 130 Gigawatt.

Für die Umsetzung wären intelligent gesteuerte Batteriespeicher an 1313 ländlichen und stark von erneuerbaren Energien geprägten Standorten erforderlich. Entscheidend sei nicht allein die Nennleistung eines Transformators, sondern dessen tatsächliche Auslastung im Jahresverlauf. Die Transformatoren erreichten ihre Leistungsgrenzen demnach nur zu bestimmten Zeiten, während Speicher Solarstromspitzen aufnehmen und die Energie später wieder in das Netz abgeben könnten.

> „Intelligent gesteuerte Großbatteriespeicher können Solarstromspitzen genau dann aufnehmen und die Energie später wieder abgeben.“

Der Studie zufolge könnte an ein Umspannwerk mehr als die doppelte Leistung aus erneuerbaren Energien angeschlossen werden, als der Transformator übertragen kann. Im Jahresdurchschnitt müsste dabei nur rund ein Prozent des zusätzlich erzeugten Solarstroms wegen der begrenzten Transformatorleistung abgeregelt werden.

Die Untersuchung basiert in einem ersten Schritt auf realen Betriebsdaten von 20 Transformatoren aus 13 Umspannwerken. Anschließend wurde das technische Potenzial mithilfe von Ähnlichkeitsanalysen auf 1313 ländliche Umspannwerke in Deutschland hochgerechnet. Der BSW-Solar betont, dass neben den Speichern insbesondere eine intelligente Ansteuerung erforderlich sei, die die tatsächlichen Leistungsflüsse am Umspannwerk berücksichtigt.

Der Verband fordert, die vorhandenen Netzkapazitäten durch Batteriespeicher, Digitalisierung und einen flexibleren Netzbetrieb besser auszuschöpfen. Die Studie wurde vom BSW-Solar finanziert.

**Infobox:** Laut *heise online* könnten Batteriespeicher an 1313 Umspannwerken bis zu 150 Gigawatt zusätzliche Photovoltaikleistung ermöglichen. Grundlage der Hochrechnung waren Betriebsdaten von 20 Transformatoren aus 13 Umspannwerken.

## Fritz Vahrenholt wirbt für Kernkraft als Ergänzung zu erneuerbaren Energien

Die *Berliner Zeitung* berichtet über ein Interview mit dem früheren Windenergie-Unternehmer Fritz Vahrenholt, der sich nachdrücklich für eine Rückkehr zur Kernkraft ausspricht. Vahrenholt bezeichnet Kernenergie als das beste Back-up für fluktuierende erneuerbare Energien und verbindet die Debatte mit Fragen der Stromversorgung, der Wettbewerbsfähigkeit und des Klimaschutzes.

Im Interview wird auf die steigende Stromnachfrage durch Rechenzentren für Künstliche Intelligenz, Elektromobilität und energieintensive Industrien wie Stahl, Kupfer, Zement und Chemie verwiesen. Zugleich fehlten nach Darstellung der Zeitung ausreichend neue Erdgaskraftwerke, große Batteriespeicher und Stromnetzanschlüsse. Vahrenholt warnt deshalb vor steigenden Kosten und einer Gefährdung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.

> „Das beste Back-up für fluktuierende Erneuerbare ist die Kernenergie.“

Vahrenholt nennt im Gespräch sinkende Erzeugungskosten für Wind- und Solarenergie. Bei Offshore-Windparks seien die Kosten in den 2000er-Jahren mit 18 Cent pro Kilowattstunde angegeben worden, heute teilweise mit 6,5 Cent. Bei Solarenergie seien sie in den vergangenen 20 Jahren von gut 50 auf 5,5 Cent gesunken. Gleichzeitig würden Leitungen, Subventionen und Back-up-Systeme zusätzliche Systemkosten verursachen, die laut seiner Einschätzung am Ende plus zehn bis 20 ct/kWh betragen könnten.

Als Beispiel für den Bau größerer Kernkraftwerke verweist Vahrenholt auf vier Anlagen in Barakah in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Diese seien mit jeweils 1,4 Gigawatt in etwa neun Jahren errichtet worden und hätten insgesamt 24,5 Milliarden Euro gekostet, also sechs Milliarden pro Kernkraftwerk. Bei einer Laufzeit von 50 oder 60 Jahren lägen die Gestehungskosten nach seiner Darstellung in der Größenordnung von fünf ct/kWh.

Als problematische Beispiele nennt Vahrenholt das Kernkraftwerk Olkiluoto in Finnland sowie das französische Kernkraftwerk Flamanville mit einer Bauzeit von 17 Jahren. Nach maximal 18 Jahren seien Kernkraftwerke finanziert und abgeschrieben; anschließend koste der Strom nur etwa 3 ct/kWh, erklärt er.

Für Deutschland schlägt Vahrenholt vor, die früheren Standorte von Kernkraftwerken und Kohlekraftwerken zu nutzen. Er nennt mindestens 17 Standorte mit jeweils einem Kernkraftwerk à 1,4 Gigawatt. Dies entspräche insgesamt fast 24 Gigawatt und Kosten von 85 Milliarden Euro. Nach seiner Darstellung könnten damit 30 Prozent der preiswerten und gesicherten Stromversorgung für die Industrie bereitgestellt werden.

Auch beim Netzausbau sieht Vahrenholt ein Missverhältnis. Den geplanten Netzausbau beziffert er im Interview auf 600 Milliarden Euro und stellt diesen Betrag den von ihm genannten 85 Milliarden Euro für 17 Kernkraftwerke gegenüber. Nordrhein-Westfalen und Bayern bezeichnet er als geeignete Standorte für Kernkraftwerke.

Politisch sieht Vahrenholt insbesondere bei den Grünen keine Bereitschaft zu einem Kurswechsel. Die Chance, die letzten deutschen Kernkraftwerke 2022 als Brücke weiterlaufen zu lassen, sei aus seiner Sicht nicht genutzt worden. Zugleich verweist er auf wieder stabile Mehrheiten in der Bevölkerung für eine weitere Nutzung der Kernenergie.

**Infobox:** Vahrenholt nennt 17 mögliche Standorte, fast 24 Gigawatt Leistung und 85 Milliarden Euro Kosten für ein von ihm vorgeschlagenes Kernkraftprogramm. Als Bauzeit bei serieller Fertigung nennt er sechs Jahre, als mögliche Gestehungskosten fünf ct/kWh.

## Energiepreise in Deutschland steigen durch den Iran-Krieg

Die *Frankfurter Rundschau* berichtet über steigende Preise für Gas, Strom und Heizöl infolge des Iran-Kriegs und der Eskalation in der Straße von Hormus. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verteuerte sich Energie für Haushalte im August um 10,5 Prozent. Die Zeitung bezeichnet dies als den höchsten Anstieg seit mehr als drei Jahren, seit Beginn der russischen Ukraineinvasion.

Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts fielen im Mai bei den Golfstaaten mehr als 14 Millionen Barrel Fördermenge pro Tag aus. Damit sei ein größerer Anteil der weltweiten Ölversorgung betroffen gewesen als bei jeder früheren Krise, einschließlich des zweiten Ölpreisschocks in den 1980er-Jahren und des Ukraine-Kriegs.

Am europäischen Gasmarkt erreichte der Terminkontrakt TTF laut Bericht an der Börse in Amsterdam zeitweise 83,75 Euro pro Megawattstunde. Der Kontrakt stieg zu Wochenbeginn um mehr als fünf Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Ende 2022. Der Preis lag damit fast dreimal so hoch wie vor einem Jahr.

Für Haushalte lag der durchschnittliche Gaspreis laut Verivox vor einem Jahr bei 11,14 Cent pro Kilowattstunde und aktuell bei rund 12,52 Cent. Wer ein Einfamilienhaus mit 20.000 kWh beheizt, zahlt laut Verivox rund 280 Euro mehr. Die Neukundenpreise seien seit Februar um über ein Drittel gestiegen. Zum Jahreswechsel seien Erhöhungen zwischen zehn und 20 Prozent möglich; im ungünstigsten Fall rechnet 1KOMMA5° mit mehr als 15 Cent pro Kilowattstunde.

Auch der Stromgroßhandel reagierte auf die Entwicklung. Zu Wochenbeginn kostete Strom laut Bundesnetzagentur mehr als 256 Euro pro Megawattstunde, am Montagabend wurden in der Spitze rund 740 Euro erreicht. Der Durchschnittspreis im September lag bei 147 Euro und damit etwa 75 Prozent höher als im Vorjahr. Festen Haushaltstarifen zufolge lag der Strompreis laut Verivox bei 32,29 Cent pro Kilowattstunde und damit noch leicht unter dem Vorjahreswert.

Heizöl verteuerte sich ebenfalls deutlich. Ein Barrel Brent kostete zu Wochenbeginn rund 108 Dollar und damit etwa 60 Prozent mehr als vor einem Jahr. Heizöl kostete laut Heizöl24 1,66 Euro pro Liter und damit über 30 Cent mehr als Ende August. 100 Liter kosteten im September des Vorjahres rund 93 Euro, aktuell sind es 156 Euro. Für einen Jahresverbrauch von 2000 Litern stiegen die Kosten damit von 1860 Euro auf 3120 Euro.

Bei Kraftstoffen verzeichnete Destatis im August einen Anstieg um fast 28 Prozent. Benzin und Diesel erreichten neue Höchststände. Tankstellenbetreiber rechnen laut *Frankfurter Rundschau* mit Preisen um die drei Euro pro Liter.

Die Bundesregierung plant kurzfristige Entlastungen, deren konkrete Ausgestaltung offen ist. Die Zeitung verweist darauf, dass eine zeitlich befristete Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe in diesem Jahr laut ifo-Institut nicht vollständig bei den Verbrauchern angekommen sei. Das Fraunhofer ISI bewertet pauschale Instrumente kritisch, weil sie unabhängig vom Einkommen allen Verbrauchenden zugutekommen.

Auf EU-Ebene wurde im April die Strategie AccelerateEU vorgestellt. Die EU gab seit der Eskalation zusätzlich 24 Milliarden Euro für Energieimporte aus, ohne eine zusätzliche Einheit Energie zu erhalten. Die Strategie sieht kurzfristige Hilfe für einkommensschwache Haushalte, einen beschleunigten Netzausbau und Investitionen von jährlich 660 Milliarden Euro bis 2030 vor.

| Bereich | Angabe | 

| Energie für Haushalte im August | plus 10,5 Prozent | 

| TTF-Erdgaspreis | 83,75 Euro pro Megawattstunde | 

| Gaspreis aktuell | rund 12,52 Cent pro Kilowattstunde | 

| Strompreis im September | 147 Euro pro Megawattstunde | 

| Heizölpreis | 1,66 Euro pro Liter | 

| EU-Investitionen bis 2030 | jährlich 660 Milliarden Euro | 

**Infobox:** Die *Frankfurter Rundschau* berichtet von deutlichen Preissteigerungen bei Gas, Strom, Heizöl und Kraftstoffen. Zum Jahreswechsel könnten die Gaspreise zwischen zehn und 20 Prozent steigen.

## Velberter Schulen und Kitas sparen 413 983 Kilowattstunden Energie

In Velbert haben 15 Schulen und Kindertagesstätten im Bilanzjahr 2025 insgesamt 413 983 Kilowattstunden Energie eingespart. Die Ergebnisse des Programms „Schulen und Kitas aktiv fürs Klima!“ wurden laut *Westdeutscher Zeitung* bei einer Prämienveranstaltung am 16. September in der Realschule Kastanienallee vorgestellt und gewürdigt.

Von der Gesamteinsparung entfielen 15 913 Kilowattstunden auf Strom und 398 070 Kilowattstunden auf Wärme. Zusätzlich reduzierten die Einrichtungen ihren Wasserverbrauch um 876 Kubikmeter. Durch die Energieeinsparungen wurden rund 84 Tonnen CO2-Äquivalente vermieden.

Die Stadt veranschaulicht die Einsparung mit rund 1400 Baumsetzlingen, die über zehn Jahre Kohlenstoff binden würden. Aneinandergereiht ergäbe dies eine Baumallee von rund sechs Kilometern Länge, etwa der Strecke vom Velberter Rathaus bis nach Neviges. Die Wassereinsparung von 876 000 Litern entspricht laut Bericht rund 5800 gefüllten Badewannen mit jeweils 150 Litern Inhalt.

> „Es ist schön, zu sehen, wie Schulen und Kindertagesstätten Klimaschutz im Alltag gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen leben.“

Auch finanziell zahlt sich das Engagement aus. Aus den Energieeinsparungen ergibt sich für die Schulen und Kitas ein Prämienanteil von insgesamt 20.906 Euro. Nach dem Prämienmodell verbleiben 50 Prozent der eingesparten Energiekosten bei der Stadt Velbert beziehungsweise dem Immobilienservice. Weitere 25 Prozent werden als Energiesparprämie an Einrichtungen mit nachgewiesenen Einsparungen ausgezahlt, während die übrigen 25 Prozent als Aktivitätsprämie an alle teilnehmenden Einrichtungen gehen.

Ab dem Bilanzjahr 2025 werden zudem Einsparungen bei den Restmüllentsorgungskosten berücksichtigt. 50 Prozent dieser Kosteneinsparungen werden einmalig an die jeweiligen Einrichtungen ausgezahlt. Die Mittel können unter anderem für Umweltbildungsprojekte, Messgeräte, Spiel- und Sportmaterialien sowie die naturnahe Gestaltung von Schul- und Kitageländen verwendet werden.

Das Projekt wird fortgesetzt. Vorgesehen sind die monatliche Erfassung der Zählerstände, weitere Klima-Checks, Vor-Ort-Termine, gemeinsame Aktionen und Workshops. Ein weiterer Höhepunkt ist der Energie-Spar-Tag am 8. Oktober.

| Bereich | Einsparung | 

| Gesamte Energie | 413 983 Kilowattstunden | 

| Strom | 15 913 Kilowattstunden | 

| Wärme | 398 070 Kilowattstunden | 

| Wasser | 876 Kubikmeter | 

| Vermeidene Emissionen | rund 84 Tonnen CO2-Äquivalente | 

| Prämienanteil | 20.906 Euro | 

**Infobox:** 15 Bildungseinrichtungen sparten im Bilanzjahr 2025 insgesamt 413 983 Kilowattstunden Energie und 876 Kubikmeter Wasser. Dafür wurden rund 84 Tonnen CO2-Äquivalente vermieden und ein Prämienanteil von 20.906 Euro erreicht.

## Iran-Krieg belastet Investitionen in saubere Energien

*RP Online* berichtet, dass der Iran-Krieg trotz zahlreicher politischer Maßnahmen den weltweiten Ausbau sauberer Energie bislang nicht beschleunigt hat. Mehr als 30 Regierungen ergriffen Maßnahmen, um den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen voranzutreiben oder die Energieeffizienz zu verbessern. Gleichzeitig stiegen die weltweiten Treibhausgasemissionen leicht an, während die Investitionen in saubere Energien gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgingen.

Nach Angaben der Internationalen Energieagentur beschlossen bis zum 9. September 33 Länder Maßnahmen für sauberen Strom oder eine bessere Energieeffizienz. Dazu gehören die Förderung von Elektrofahrzeugen und erneuerbaren Energien, der Ersatz von Gasheizkesseln durch elektrische Wärmepumpen sowie Nachrüstungen zum Energiesparen in Haushalten und Unternehmen.

Die Niederlande, Spanien und Großbritannien setzen laut Bericht alle Maßnahmen auf der entsprechenden Liste um. China arbeitet an einer höheren Energieeffizienz der Schwerindustrie und treibt die Elektrifizierung von Schwerlastfahrzeugen voran. Indien und Indonesien stellen auf Elektroherde um, um importiertes Flüssiggas als Kochbrennstoff zu ersetzen. Laos hat die Einfuhr von Gas- und Dieselautos bis Ende 2026 ausgesetzt.

Die weltweiten Ausgaben für Wind- und Solarstrom gingen laut dem „Clean Investment Monitor“ der Rhodium Group im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Der größte Teil dieses Rückgangs entfiel auf China. In den USA, Europa und Indien stiegen die Investitionen in Solarenergie, während die Investitionen in Windenergie stabil blieben oder zunahmen.

Experten weisen darauf hin, dass Maßnahmen für Elektrofahrzeuge und Energieeffizienz Zeit benötigen. Klimaforscher Rob Jackson von der Stanford University erklärt, die Elektrifizierung von Fahrzeugen könne helfen, wenn Dutzende Länder entsprechende Maßnahmen über Jahre, ja Jahrzehnte hinweg aufrechterhielten.

> „Die Regierungen bewegen sich derzeit in einem Spagat zwischen der Anerkennung der Bedeutung sauberer Energie und der fortgesetzten Unterstützung des Ausbaus fossiler Brennstoffe.“

Gleichzeitig senkten viele Regierungen die Kraftstoffsteuern. Dies entlaste Verbraucher unmittelbar, wirke sich aber negativ auf den Umstieg auf Elektrofahrzeuge aus. Laut Climate Trace stiegen die globalen Treibhausgasemissionen im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 um 0,2 Prozent.

Die höheren Preise für fossile Brennstoffe belasteten importabhängige Länder. Importeure fossiler Brennstoffe zahlten laut dem Centre for Research on Energy and Clean Air 330 Milliarden Dollar mehr als vor dem Krieg erwartet. Dies sei der größte anhaltende Preisschock seit dem Golfkrieg 1990. Die Europäische Union, China und Indien zahlten am meisten.

Investitionen in saubere Energie nach früheren Energiekrisen führten zugleich zu Einsparungen. Länder sparten in den ersten fünf Monaten des Konflikts schätzungsweise 36 Milliarden Dollar durch vermiedene Importe fossiler Brennstoffe. China und Japan sparten am meisten, gefolgt von Spanien, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Brasilien und Indien.

Ob der Krieg erneuerbaren Energien oder fossilen Brennstoffen langfristig zugutekommt, sei noch offen. Michael Oppenheimer von der Princeton University sieht jedoch die Möglichkeit, dass sich die Ereignisse als Netto-Gewinn für erneuerbare Energien erweisen könnten.

| Angabe | Wert | 

| Länder mit beschlossenen Maßnahmen | 33 | 

| Rückgang der Investitionen | erstes Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum | 

| Anstieg der globalen Treibhausgasemissionen | 0,2 Prozent | 

| Zusätzliche Kosten für fossile Brennstoffimporte | 330 Milliarden Dollar | 

| Eingesparte Importe fossiler Brennstoffe | 36 Milliarden Dollar | 

**Infobox:** 33 Länder beschlossen Maßnahmen für sauberen Strom oder mehr Energieeffizienz. Dennoch stiegen die globalen Treibhausgasemissionen im ersten Halbjahr 2026 um 0,2 Prozent, während die Investitionen in Wind- und Solarenergie weltweit zurückgingen.

## Hyperscaler verändern den Energiemarkt

*Der Aktionär* richtet den Blick auf den wachsenden Strombedarf großer Technologiekonzerne. Hyperscaler beeinflussen demnach den Energiemarkt, weil ihre Rechenzentren eine hohe und weiter steigende Nachfrage nach Strom erzeugen.

Als Beispiel wird Alphabet genannt, das mit Milliardeninvestitionen in Finnland für Aufmerksamkeit sorgt. Die steigende Nachfrage treibt laut *Der Aktionär* auch die Preise weiter nach oben. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Unternehmen vom Wettlauf um zusätzliche Stromkapazitäten profitieren.

Der Bericht ordnet die Entwicklung als Verbindung von Technologie, Stromnachfrage und Investitionen ein. Die wachsende Bedeutung von Rechenzentren verändert damit den Energiemarkt und erhöht den Druck auf die Stromversorgung.

**Infobox:** Laut *Der Aktionär* sorgen Hyperscaler und Milliardeninvestitionen von Alphabet in Finnland für eine steigende Stromnachfrage. Der Artikel stellt die Frage nach den Profiteuren dieses Wettlaufs um Energie.

Quellen:
- [Stromnetze vertragen mehr PV-Strom – mit Batteriespeichern an Umspannwerken](https://www.heise.de/news/Stromnetze-vertragen-mehr-PV-Strom-mit-Batteriespeichern-an-Umspannwerken-11459047.html)
- [„Was liefert Energie? Was sichert Wohlstand? Was hilft beim Klimaschutz? Kernkraft!“](https://www.berliner-zeitung.de/article/was-liefert-energie-was-sichert-wohlstand-was-hilft-beim-klimaschutz-kernkraft-10383138)
- [Gas, Strom, Heizöl: Diese Preissprünge kommen jetzt auf deutsche Haushalte zu](https://www.fr.de/wirtschaft/heizkosten-droht-iran-krieg-macht-energie-teurer-was-jetzt-bei-strom-gas-und-zr-94499809.html)
- [Schulen und Kitas sparen rund 414 000 Kilowattstunden Energie](https://www.wz.de/nrw/kreis-mettmann/velbert-neviges-und-wuelfrath/schulen-und-kitas-sparen-rund-414-000-kilowattstunden-energie_aid-155076093)
- [Globale Versorgung: Iran-Krieg bremst Investitionen in saubere Energie](https://rp-online.de/politik/ausland/nahostkonflikt/oel-und-gas-iran-krieg-verschaerft-druck-auf-die-energiewende_aid-155076443)
- [Wer gewinnt den Kampf um Energie?](https://www.deraktionaer.de/artikel/deraktionaermagazin/wer-gewinnt-den-kampf-um-energie-20408905.html)

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*Dieser Artikel wurde ursprünglich veröffentlicht auf [energie-echo.de](https://energie-echo.de/energie-im-wandel-speicher-kernkraft-preisdruck-und-steigender-strombedarf/)*
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