Energie im Wandel: Laser-Drohnen, Fusionsforschung und steigende Preise

Autor: Energie-Echo Redaktion

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Kategorie: News

Zusammenfassung: Drohnen sollen per Laser länger fliegen, während Hessen höhere Inflation meldet, Telgte auf LED umstellt und Biblis zum Laserfusionszentrum werden soll.

Drahtlose Energieversorgung für Drohnen soll Flugzeiten verlängern

Forscher der Civil Aviation University of China haben eine Technik entwickelt, mit der Drohnen über einen Empfänger auf Basis von Perowskit-Solarzellentechnik per Laserstrahl drahtlos mit Energie versorgt werden können. Nach Angaben von heise online soll das Verfahren perspektivisch auch während des Fluges eingesetzt werden, damit Drohnen für Langzeitmissionen nicht landen müssen, um den Akku auszutauschen.

Das System kombiniert eine Perowskit-Laserzelle mit einem thermoelektrischen Element zu einem PLC-TE-Tandembauteil. Die Perowskit-Schicht wandelt das Laserlicht in Strom um, während die thermoelektrische Schicht zusätzlich Energie nutzt, die sonst als Wärme verloren gehen würde. Je größer der Temperaturunterschied zwischen der dem Laser zugewandten und der ihm abgewandten Seite ist, desto größer fällt dabei die Stromproduktion aus.

Bei Hochleistungslasern erhitzte sich das Bauteil zunächst auf Temperaturen zwischen 80 °C und 90 °C. Um die Überhitzung zu begrenzen, reicherten die Wissenschaftler das Modul mit Sb₂Se₂-Nanokristallen an. Diese leiten Wärme schlechter und wirken dadurch als thermische Barriere.

Mit einem grünen Laser wurden laut heise online 38,49 Prozent der einfallenden Energie in Strom umgewandelt. Für einen ersten Versuch bauten die Forscher ein stationäres Modell einer Drohnentragfläche mit Elektromotor und Propeller. Luftschlitze in der Tragfläche unterstützten die Kühlung; der durch den Propeller erzeugte Luftstrom kühlte die kalte Seite der thermoelektrischen Schicht zusätzlich und steigerte dadurch die Leistung.

Als nächsten Schritt wollen die Wissenschaftler eine Leichtbaudrohne bauen und das System im Flug testen. Offen ist jedoch noch, wie eine bewegte Drohne sicher mit dem Laserstrahl verfolgt werden kann.

Zusammenfassung: Das Tandemmodul erreichte mit grünem Laserlicht einen Wirkungsgrad von 38,49 Prozent. Die Forscher arbeiten nun an einem Flugtest und an der sicheren Verfolgung bewegter Drohnen.

Energiepreise treiben Inflationsrate in Hessen im Juli 2026

Die Inflationsrate in Hessen ist im Juli 2026 erstmals seit März 2026 wieder gestiegen. Wie SZ.de unter Berufung auf vorläufige Erhebungen des Statistischen Landesamts in Wiesbaden berichtet, erhöhten sich die Verbraucherpreise im Vergleich zum Juli 2025 um 2,7 Prozent.

Im Mai hatte die Inflationsrate bei 2,6 Prozent und im Juni 2026 bei 2,3 Prozent gelegen. Als wesentliche Gründe für den Anstieg nennt der Bericht deutlich höhere Preise für Kraftstoffe und Heizöl. Beeinflusst worden sei die Entwicklung insbesondere durch den Krieg im Iran sowie durch das Auslaufen der Steuersenkungen für Kraftstoffe.

Energie kostete im Juli 2026 durchschnittlich 5,8 Prozent mehr als im Juni 2026. Besonders stark verteuerten sich Kraftstoffe mit plus 12,3 Prozent und Heizöl mit plus 9,3 Prozent. Bei Diesel lag der Preisanstieg bei 14,6 Prozent, bei Superbenzin bei 11,8 Prozent.

EntwicklungWert
Inflationsrate im Juli 2026 gegenüber Juli 20252,7 Prozent
Energie im Juli 2026 gegenüber Juni 20265,8 Prozent
Kraftstoffe gegenüber dem Vormonatplus 12,3 Prozent
Heizöl gegenüber dem Vormonatplus 9,3 Prozent
Diesel gegenüber dem Vormonat14,6 Prozent
Superbenzin gegenüber dem Vormonat11,8 Prozent

Im Vorjahresvergleich stiegen die Energiepreise im Juli 2026 durchschnittlich um 8,8 Prozent. Heizöl verteuerte sich um 37,7 Prozent, Kraftstoffe um 25,5 Prozent. Für Dieselkraftstoff wurde ein Anstieg von 29,9 Prozent und für Superbenzin von 24,4 Prozent genannt.

Die Steuersenkungen für Benzin und Diesel hatten von Mai 2026 bis Ende Juni 2026 gegolten und rund 17 Cent pro Liter betragen. Händlerinnen und Händler waren laut Bericht nicht gesetzlich verpflichtet, die Ermäßigung an die Kundschaft weiterzugeben.

Bei den Nahrungsmitteln schwächte sich die Teuerung dagegen ab. Sie kosteten 0,7 Prozent mehr als im Juli 2025. Speisefette und -öle waren 12,6 Prozent günstiger, Butter 22,8 Prozent und Molkereiprodukte 6,2 Prozent.

Zusammenfassung: Die hessische Inflationsrate lag im Juli 2026 bei 2,7 Prozent. Vor allem Kraftstoffe und Heizöl erhöhten den Preisdruck, während sich die Teuerung bei Nahrungsmitteln abschwächte.

Telgte stellt Beleuchtung von Sporthallen auf LED um

Die Stadt Telgte rüstet die Beleuchtung in den Turnhallen und Nebenräumen der Christophorusschule in Westbevern und der Marienschule in Telgte auf LED um. Nach Angaben der Westfälischen Nachrichten soll die Maßnahme Energie einsparen und tonnenweise CO₂ vermeiden.

Die Gesamtkosten für beide Hallen betragen 118.274 Euro. Davon fließen 25 Prozent oder 29.569 Euro als Förderung an die Stadt zurück.

Die Investitionskosten sollen sich laut Bericht bereits nach drei bis vier Jahren amortisiert haben. Neben der finanziellen Wirkung steht damit die Verringerung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen im Mittelpunkt der kommunalen Modernisierung.

AngabeWert
Gesamtkosten118.274 Euro
Förderung25 Prozent
Förderbetrag29.569 Euro
Amortisationszeitnach drei bis vier Jahren

Zusammenfassung: Telgte investiert 118.274 Euro in die LED-Beleuchtung zweier Sporthallen. Die Stadt erhält 29.569 Euro Förderung und erwartet eine Amortisation nach drei bis vier Jahren.

Biblis soll Zentrum für Laserfusion werden

Auf dem Gelände des ehemaligen Atomkraftwerks Biblis soll ein nationales Zentrum für Laserfusionsforschung entstehen. Die Frankfurter Rundschau berichtet, dass das Bundesforschungsministerium Biblis zum Schlüsselstandort für die Laserfusion machen will und Hessen als „Leitstandort für die Energie der Zukunft“ bezeichnet.

Nach einer Mitteilung des Entwickler-Unternehmens Focused Energy soll auf dem Areal bis Mitte der 2030er-Jahre das weltweit erste kommerzielle Laserfusionskraftwerk errichtet werden. Start-ups aus den USA, Kanada, China und Europa konkurrieren seit Jahren um die mögliche Kommerzialisierung der Fusionsenergie.

Bei der Laserfusion wird ein winziges Kügelchen mit den Wasserstoffisotopen Deuterium und Tritium, ein sogenanntes Target, mit hochenergetischen Lasern beschossen. Dabei verschmelzen leichte Atomkerne zu schweren und setzen Energie frei. Sobald keine Laserstrahlen mehr eingesetzt werden, kommt die Kernfusion in Sekundenbruchteilen zum Erliegen.

Die Bundesregierung hat nach Angaben der Frankfurter Rundschau mehr als zwei Milliarden Euro für die Fusionsforschung im Haushalt eingeplant. In Biblis soll das erste deutsche Laserfusions-Hub zur Erforschung und Weiterentwicklung der Kernfusion entstehen.

Den Zuschlag erhielt ein Konsortium aus Marvel Fusion aus München und Focused Energy aus Darmstadt. Regionale Partner sind die TU Darmstadt und die GSI. Das Land Hessen unterstützte die Bewerbung mit einem Letter of Intent gegenüber der Bundesregierung.

Neben dem Bibliser Knotenpunkt sollen bundesweit zwei weitere thematische Hubs entstehen: eines für Magnetfusion sowie eines für Brennstoffkreislauf und Materialentwicklung. Der Bund fördert die drei nationalen Hubs in einer ersten Tranche mit 125 Millionen Euro.

Hessen hat laut Bericht in den vergangenen fünf Jahren knapp 90 Millionen Euro in die Fusionsforschung investiert. Focused Energy plant in den kommenden zwei Jahren private Investitionen von 200 Millionen Euro und will bis 2030 rund 500 Millionen Euro investieren. Das Unternehmen war erst wenige Wochen zuvor mit 240 Millionen US-Dollar zur Weiterentwicklung seiner Technologie ausgestattet worden.

Umweltschutzorganisationen kritisieren die Pläne. Greenpeace hält Investitionen in den Ausbau bereits funktionierender erneuerbarer Energien für sinnvoller. Der NABU bezeichnet die Laserfusion als „eine verfehlte und unnötige Zukunftsinvestition, die zu spät kommt, extrem teuer ist und die aktuellen Klimaziele nicht mehr rechtzeitig unterstützen kann“.

Der BUND Hessen sieht die Technologie ebenfalls nicht als Lösung für die künftige Stromerzeugung. Nach Angaben des Verbands würden Kernfusionsanlagen fünfmal so viel atomare Abfälle pro Kilowattstunde erzeugen wie Kernspaltungsreaktoren. Zudem seien für die Verschmelzung der Atomkerne bis zu 100 Millionen Grad im Reaktor erforderlich. Bisher sei es nicht gelungen, aus dem Kernfusionsprozess nutzbare Energie zu gewinnen, weil für die Erhitzung mehr Energie aufgewendet werden musste, als durch die Fusionsreaktion entstand.

„Wer die Kraft der Sonne für unser Energieproblem nutzen will, der nimmt nicht Kernfusion, sondern macht mit Photovoltaik Strom aus Sonnenlicht“, schreibt Greenpeace laut Frankfurter Rundschau.

Zusammenfassung: Biblis soll bis Mitte der 2030er-Jahre Standort des weltweit ersten kommerziellen Laserfusionskraftwerks werden. Der Bund fördert die drei nationalen Fusions-Hubs zunächst mit 125 Millionen Euro, während Umweltverbände die Technologie wegen Kosten, Abfällen und fehlender praktischer Nutzbarkeit kritisieren.

Quantencomputing soll Energieversorgung und Produktionslogistik optimieren

Quantencomputing ist nach Einschätzung der Vogel Communications Group noch nicht praxisreif, könnte aber langfristig Anwendungen in der Energieversorgung und Produktionslogistik ermöglichen. Heutige Quantencomputer seien noch nicht ausgereift genug, um bei praxisrelevanten Anwendungen einen klar messbaren Vorteil gegenüber klassischem High-Performance-Computing zu liefern.

Das Potenzial ergibt sich laut dem Beitrag daraus, dass viele Nachhaltigkeitsfragen im Kern Rechenprobleme sind. Dazu zählen die optimale Energieverteilung und die Minimierung von CO₂-Emissionen in Lieferketten. Die Zahl möglicher Entscheidungen kann so stark wachsen, dass selbst leistungsfähige CPU- und GPU-Systeme an Grenzen stoßen.

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien nimmt die Komplexität der Netzführung zu. Einspeisung und Nachfrage schwanken, während Speicher und flexible Verbraucher hinzukommen. Quantencomputing könnte perspektivisch helfen, viele Simulationen zur Netzplanung und -steuerung effizienter zu bearbeiten, Netzverluste zu senken, Engpässe zu reduzieren und die Integration erneuerbarer Energien zu erleichtern.

Auch Produktions- und Lieferkettenprozesse bieten mögliche Einsatzfelder. Routen, Auslastung, Lagerbestände, Produktionsreihenfolgen, Servicelevel, Kosten und CO₂-Bilanz müssen gleichzeitig berücksichtigt werden. Diese Aufgaben werden im Beitrag als klassische kombinatorische Optimierungsprobleme beschrieben, bei denen Quantenansätze langfristig schneller zu guten Lösungen führen könnten.

Präzisere Berechnungen könnten Produktions- und Lieferkettenplanung energieeffizienter machen, Material- und Transportverluste senken und Unternehmen eine schnellere und nachhaltigere Reaktion ermöglichen. Die genannten Anwendungen bleiben jedoch mittel- bis langfristige Perspektiven und sind keine heute einsatzbereiten Lösungen.

„Quantencomputing ist für die Nachhaltigkeit gleich doppelt relevant“, erklärt Christian Nietner, Innovation Center Lead for Quantum Computing bei NTT DATA DACH. Die Technologie könne komplexe Prozesse so steuern, dass sie weniger Energie und Ressourcen benötigen; zugleich biete die Hardware das Potenzial, künftig mit weniger Energie betrieben zu werden als herkömmliche CPUs oder GPUs.

Für Unternehmen aus der Energie- und Produktionswirtschaft könne es sich dennoch lohnen, die Entwicklung frühzeitig zu beobachten und erste Anwendungsfälle zu prüfen. Damit soll vermieden werden, dass Wettbewerber bei der Erprobung möglicher Einsatzfelder einen Vorsprung gewinnen.

Zusammenfassung: Quantencomputing könnte künftig komplexe Optimierungsaufgaben in Stromnetzen und Lieferketten bearbeiten. Die Technologie ist laut Vogel Communications Group derzeit jedoch noch nicht praxisreif.

Energiemanagement im Chemiepark Genthin

Die Ingenieurin Lisa-Maria Kant ist beim Genthiner Chemieunternehmen inprotec für das Energiemanagement verantwortlich. Die Volksstimme stellt dabei heraus, dass internationale politische Entwicklungen den Arbeitsalltag in der Chemiebranche im Jerichower Land beeinflussen können.

Der Bericht ordnet Kants Tätigkeit in den Zusammenhang des Chemieparks und der Energieversorgung ein. Was in der großen Weltpolitik im Nahen Osten oder bei einer US-Präsidentschaftswahl geschieht, kann demnach Auswirkungen auf die Arbeit eines Chemieunternehmens am Elbe-Havel-Kanal haben.

Weitere nutzbare Angaben zum konkreten Energiemanagement, zu Verbrauchswerten oder zu einzelnen Maßnahmen enthält der vorliegende Quelltext nicht.

Zusammenfassung: Die Volksstimme berichtet über Lisa-Maria Kant und ihre Verantwortung für das Energiemanagement bei inprotec in Genthin. Im Mittelpunkt steht der Einfluss internationaler Entwicklungen auf den Arbeitsalltag der Chemiebranche.

Quellen: